DE11234C - Transportabler Feuerheerd für Käsereien - Google Patents

Transportabler Feuerheerd für Käsereien

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DE11234C
DE11234C DENDAT11234D DE11234DA DE11234C DE 11234 C DE11234 C DE 11234C DE NDAT11234 D DENDAT11234 D DE NDAT11234D DE 11234D A DE11234D A DE 11234DA DE 11234 C DE11234 C DE 11234C
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DE
Germany
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cheese
door
kettle
fire
hearth
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DENDAT11234D
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English (en)
Original Assignee
M. KOESSEL in Thalkirchdorf in Bayern
Publication of DE11234C publication Critical patent/DE11234C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J25/00Cheese-making
    • A01J25/001Cheese-making in basins

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

1880.
Klasse 45.
MARTIN KOESSEL in THALKIRCHDORF (Bayern). Transportabler Feuerherd für Käsereien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. April 1880 ab.
Dieser neue transportable Feuerherd hat den Zweck, die Vortheile der bisherigen gemauerten Käsekesselfeuerungen zu erhöhen und allen Milchkäufern zuzuwenden, welche nicht in eigenen Localen käsen, sondern zum Zweck der Käsefabrikation die Milch in verschiedenen Ortschaften und Alpen für die jeweiligen Sennereien ankaufen und in gemietheten Localen verkäsen. Als Vortheile dieses Herdes gegenüber den bisherigen deutschen und schweizerischen Käseherden führt Erfinder an:
1. dafs der Herd in beliebig einzelne Theile zerlegbar, hierdurch unschwer zu transportiren und auf den Alpen wie in den Kellerräumen des Thaies verwendbar ist, wodurch, der Eigenthümer vom Localbesitzer mehr unabhängig wird;
2. dafs jedes Brennmaterial zur Feuerung benutzt werden kann;
3. dafs wenigstens der dritte Theil des bisher erforderlichen Brennmaterials gespart wird;
4. dafs der Rauch vollständig abgeführt wird;
5. dafs der Feuersicherheit im höchsten Grade gewährleistet wird.
Gegenüber den Käseherden mit festgemauertem Kessel bietet er den Vortheil, dafs der Kessel ohne Schwierigkeit sofort beim Eintreten der nothwendigen Temperatur nach rechts oder links, je nach Vorhandensein des Platzes, vom Feuer gebracht und jedes schädliche Nachwärmen infolge des Zurückbleibens der Umfassungswände verhindert werden kann.
In beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 ein Querschnitt und. zeigt eine Innenansicht der hinteren Hälfte; Fig. 2 ist ein Längsschnitt, und Fig. 3 die Ansicht von oben bei halb offenstehender Thür und bei abgenommenem oberen Ring H.
Den unteren Theil des Herdes bildet der Boden A mit der um ca. 25 cm tiefer liegenden Feuerpfanne B, welche beide aus starkem Blech gemacht und mit Steinplatten übermauert werden können. In der Mitte dieser Feuerpfanne befindet sich die Rostöffnimg a, welche mit einem Rost von mehreren einzelnen Stäben belegt wird. . Unter dem Boden A und der Feuerpfanne B ist der Luftkanal und Aschenbehälter C angebracht. Dieser Luftkanal hat an der vorderen Seite die Falle b, welche aufgehoben und aus der die Asche aus dem7 Behälter gezogen werden kann. In dieser Falle b befinden sich Luftöffnungen c, durch welche die Luft in den Kanal tritt, die dann durch die Oeffnungen d in die Feuerpfanne, und von der ein Theil durch die Rostöffnungen aufwärts dringt. Die Oeffnungen c in der Falle b können mittelst des Schiebers e geschlossen werden, wodurch die Luft vom Feuer abgesperrt wird. Auf den unteren Theil A ist die Herd-Rückwand D mit dem daran befestigten Rauchrohr E mit Absperrklappe / aufgeschraubt. Im inneren Kreise ist die gufseiserne Wand F aufgestellt. Diese Wand ist um so viel enger als die Herdrückwand, dafs ein leerer Raum von wenigstens 6 cm zwischen den beiden Wänden sich befindet, welcher mit Asche ausgestopft wird und bewirkt, dafs die Hitze im Innern des Herdes zusammengehalten und der vor dem Herde stehende Arbeiter von derselben nicht belästigt wird. Zur besseren Ausnutzung der Wärme sind durch die Scheidewand g und durch die Oeffnungen h h in den zwei an dem Kessel anliegenden horizontalen Zwischenwänden oder Ringen Züge i i gebildet, durchweiche die Heizgase an dem Kessel nach vorn bis zur grofsen ThUr-/ geführt werden, wo sie dann in die oberen Züge k k steigen und von da \vieder zurückgehen, um bei der Oeffnung / in das Rauchrohr E und von da in den Kamin zu entweichen. Dieser Zug von der Rückwand vorwärts bis zur grofsen Thür und von da an dem grofsen Kessel zurück, hat im Gegensatz zu einem Zuge um den ganzen Kessel den Vortheil, dafs die Vertheilung der Hitze gleichmäfsiger erfolgt und der Käser unbelästigt von der Wärme eines Zuges an der Vorderseite infolge des näheren Anliegens der Thür an den Kessel leichter in letzterem arbeiten kann. An jedem Ende der Rückwand ist eine kleine Thür G angebracht, die durch ein Scharnier an der Rückwand befestigt ist und geöffnet werden kann. Diese beiden Thüren G gehen so weit auf, dafs der Kessel, der an einem seitlich stehenden Kran hängt, bequem herausgeschwenkt werden kann. Durch die Anbringung dieser Thüren G wird die Vorderthür J um ein Viertel kleiner, als wenn sie sich in der Mitte des Herdes öffnen müfste. Die beiden Wände des hinteren Theiles der Thürchen G und der Thür J bedeckt der an den Kessel anschliefsende Ring.//, der somit den oberen Theil der Gegenzüge k k bildet. Den vorderen Theil des Herdes bildet
die grofse Thür J. Sie bietet die Neuerung, dafs sie das Aufstellen des Herdes in jeder Lage gestattet. An jeder Seite hat dieselbe ein Scharnier zum Anschlufs an die Rückwand D und an den oberen Ring H, und es kann somit, wenn der drehbare Kesselkran auf der linken Seite steht, der Stecknagel in das Scharnier der rechten Seite gebracht und die Thür auf der linken Seite geöffnet werden, und umgekehrt. Wenn dann der Kessel herausgeschwenkt wird, so wird die Thür wieder zugemacht und auf diese Weise jedes Nachhitzen verhindert, welchen Vortheil keine ältere Feuerungsanlage besitzt, die durch zwei Thüren geöffnet wird, weil die eine Thür immer hinter dem Kessel stehen bleibt, bis derselbe wieder in den Herd geschoben wird. Die Mitte der Thür J hat keine cylindrischen, sondern ebene Begrenzungsflächen, deren Zwischenraum ebenfalls mit Asche ausgefüllt ist.
Zum Schliefsen der Thüröffhung m dienen die beiden Schieber n. Auf der rechten und linken Seite ist eine Vorrichtung zum Einschrauben des Tragrädchens ο angebracht, welches das Sinken der Thür verhindert und den Gang derselben erleichtert.
Zur Erhöhung der Feuersicherheit wird der Herd nach Ausschwenken des Kessels mit dem Deckel K geschlossen. Wenn der Herd auf diese' Weise zugedeckt ist, so kann durch Verschliefsen der unteren Luftlöcher c, der Schüröffnung m und der Rauchrohrklappe f das Feuer erstickt werden.
Da die zu verkäsenden Milchquantitäten bei Beginn und zu Ende der Käseperiode oft um die Hälfte differiren und deshalb Kessel von verschiedener Gröfse nothwendig werden, so müssen sowohl der obere Ring H als auch die an den Kessel anschliefsenden Ringe, welche die Züge ii und k k bilden, anschliefsend gemacht werden. Ist der am Ende der Saison benutzte Kessel etwa so bedeutend kleiner, dafs die Züge zu breit und deshalb der Bedarf an Brennmaterial unverhältnifsmäfsig gröfser würde, so werden engere innere Wände F eingesetzt, und es erfordert dann nur etwas mehr Asche zum Ausfüllen des leeren Raumes, um das richtige Verhältnifs wieder herzustellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein zerlegbarer eiserner Feuerherd für Käsereien, welcher gekennzeichnet ist durch die Feuerkanäle i and k, durch doppelte mit Asche ausgefütterte Wände-, von denen die innere F je nach Gröfse des Kessels ausgewechselt werden kann, und durch die grofse Thür J und die beiden Nebenthüren G.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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