DE112220C - - Google Patents

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DE112220C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/30Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/32Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor characterised by the composition containing organic or inorganic compounds
    • A23G1/46Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor characterised by the composition containing organic or inorganic compounds containing dairy products
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/04Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
    • A23G1/042Manufacture or treatment of liquids, creams, pastes, granules, shreds or powders
    • A23G1/047Transformation of liquids, pastes, creams, lumps, powders, granules or shreds into powders, granules or shreds; Manufacture or treatment of powders
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A23G1/30Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/56Liquid products; Solid products in the form of powders, flakes or granules for making liquid products, e.g. for making chocolate milk, drinks and the products for their preparation, pastes for spreading or milk crumb

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 53 JL X
Die vom Handel in Pulverform gelieferten milchhaltigen Cacao- und Chokoladenpräparate haben sämmtlich den Nachtheil, dafs sie zur Lösung eine Zeitlang mit Wasser gekocht werden müssen. Der Grund hierfür liegt in der zu grofsen Dichte der Präparate, d. h. ihre Theilchen liegen zu dicht an einander, um ein rasches Eindringen und somit einen allseitigen Angriff der Lösungsflüssigkeit zu gestatten, was natürlich unerlässlich ist, um eine rasche Lösung in heifsem oder gar lauwarmem Wasser hervorzurufen. Aufserdem sind die Cacaopräparate des Handels eben wegen dieser Dichtigkeit im Allgemeinen schwer verdaulich.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren ermöglicht nun, dergleichen Präparate mit veränderlichem Gehalt an Cacao, Zucker und Milch in Form eines leichten, lockeren Pulvers bezw. einer schwammigen, flockigen Masse zu bereiten, welche sich augenblicklich in heifsem Wasser löst, selbst noch gegen kaltes Wasser sich löslich verhält und vollkommen verdaulich ist.
Die grofse Löslichkeit und leichte Verdaulichkeit der nach dem vorliegenden Verfahren bereiteten Producte wird wesentlich bedingt durch eine eigentümliche Anwendung von Luftleere, welche eines der Kennzeichen des Verfahrens bildet und die Wirkung hat, dafs die Theilchen der Milch, des Zuckers und des Cacaos eine weitgehende Zertheilung erfahren; insbesondere wird auch das Cacaopulver dadurch leicht verdaulich gemacht, dafs seine j Cellulose durch Aufblähen zum Zerplatzen gebracht wird.
Die Anwendung des Vakuums bei der Bereitung von milchhaltigen Präparaten im Allgemeinen ist nicht neu. So wird ersteres, wie z. B. in den Patentschriften 39397 und 41988 beschrieben, bei der Herstellung der sogen, condensirten Milch benutzt. Niemals jedoch hat man die Mitwirkung des luftverdünnten Raumes für die Bereitung milchhaltiger Cacao- und Chokoladenpräparate in Vorschlag gebracht, worin das wesentliche Kennzeichen der vorliegenden Erfindung besteht.
Andererseits würde das vorliegende Verfahren, auf die Bereitung condensirter Milch oder von Milchpulver angewendet, welche Verwendung der Erfinder indefs nicht unter Anspruch stellt, wesentlich von dem in den Patentschriften 39397 und 41988 beschriebenen Verfahren dadurch verschieden sein, dafs dort die Eindampfung oder Concentration unter Zuhülfenahme des Vakuums ausgeführt wird, während nach dem vorliegenden Verfahren die Concentration an freier Luft zu dem Zweck bewirkt wird, die Milch gegen Ranzigwerden zu schützen, welche Schädigung unvermeidlich eintritt, wenn man von vornherein im luftverdünnten Räume arbeitet.
Das vorliegende Verfahren kennzeichnet sich allen sonst bekannt gewordenen Verfahren gegenüber durch die Combination von drei Mafsnahmen, welche unter ganz bestimmten
Arbeitsbedingungen ausgeführt werden, die, wenn nicht unvollkommene Producte erhalten werden sollen, sorgfältig innegehalten werden müssen. Diese sind:
ι. Mischung und Concentration an freier Luft,
2. Eindampiung und
3. Trocknung im luftverdUnnten Raum.
Das Verfahren wird wie folgt ausgeführt:
Man füllt die Milch in einen mittels Wasserbades geheizten und mit Rührwerk versehenen, offenen Kocher und halt die Milch mit Hülle des Rührwerkes in beständiger Bewegung. Die eingefüllte Milch wird sogleich mit der gewünschten Menge Zucker (25 pCt. oder jede andere geeignete Menge) versetzt und das Gemisch bei einer Temperatur von 80 bis 1000C. rasch bis zur Cremeconsistenz eingedickt; alsdann setzt man zu der heifsen Masse den Cacao, der je nach dem Präparat entfettet oder nicht entfettet ist, in der gewünschten Menge und in Pulverform hinzu und bildet so, bei entfettetem Cacao, einen Cacaocreme, bei nicht oder theilweise entfettetem Cacao einen Chokoladencreme.
Der bereitete milchhaltige Cacao- oder Chokoladencreme wird nun in einem Vakuumdestillirapparat einer Wärme von 80 bis ioo° ausgesetzt, um neben möglichster Verdampfung des Wasserrestes eine weitgehende Zertheilung der Theilchen zu bewirken. Man erhält so eine schwammige, flockige Masse, die man noch einer Kalttrocknung in einem Vakuumtrockner unterwirft, worauf sie gemahlen wird.
Die in dieser Weise bereiteten milchhaltigen Cacao- und Chokoladenpräparate ' sind vollkommen verdaulich und lösen sich augenblicklich in heifsem Wasser.
Das Verfahren wird zweckmafsig mit Hülfe der in der Zeichnung in senkrechtem Schnitt dargestellten Apparate ausgeführt, auf deren Benutzung ein Anspruch auf Patentschutz indessen nicht erhoben wird.
Fig. ι zeigt den mit Rührwerk versehenen Eindampfer, Fig. 2 den Vakuumdestillirapparat und Fig. 3 den Vakuumkalttrockner.
Der Eindampfer (Fig. 1), welcher dazu dient, den gezuckerten Milchcacao- bezw. Chokoladencreme zu bereiten, bietet hinsichtlich der Einrichtung nichts Besonderes. Er besteht aus einer Pfanne α in einem mit Dampf geheizten Bade b, welches mit Dampfeinlafs i\ Dampfauslafs d und einem Ablalshahn c versehen ist. In der Pfanne rotirt ein Flügelrührwerk/, dessen Welle g vermittelst der Scheibe /; angetrieben wird.
Der in Fig. 2 dargestellte Vakuumdestillirapparat besteht aus einem ziemlich hohen GefäTsd', in welches ein engeres Gefäfs b' eingehängt ist. Dasselbe ist von einer Dampfschlange c' umgeben, die zur Erhitzung des den Zwischenraum zwischen beiden Gefäfsen erfüllenden Wassers, flüssigen Paraffins, bezw. anderen geeigneten flüssigen Wärmeüberträgern dient. Der Behälter b' ist oben durch einen Dom d' geschlossen, der mit Fenstern e' e\ Vakuummeter f, Lufteinströmhahn g' und einem nach dem Condensator führenden Verbindungsrohr h' versehen ist. Der Dom ruht mit seinem breiten Rande abgedichtet auf einer den äufseren Behälter a' unter Abdichtung schliefsenden Ringplatte. Die Füllung des unten mit einem Ablafshahn k' versehenen Behälters a' mit dem flüssigen Wärmeüberträger erfolgt vermittelst eines Trichters i'; ein seitlich eingelassenes Thermometer /' gestattet eine beständige Controle der Temperatur. InI Innenbehälter b' werden mit dem Creme gefüllte Pfannen v' v'. .. so auf einander gestapelt, dafs Zwischenräume zwischen ihnen verbleiben; dies wird in einfachster Weise dadurch erzielt, dafs die Pfannen mit aufrecht nach innen geneigten Handgriffen w' w'. .. ausgestattet sind, so dafs die Handgriffe der unteren Pfanne die folgende Pfanne tragen. In dieser Weise kann man in einer Säule eine ziemlich grofse Anzahl von Pfannen aufstapeln, die sämmtlich gleichzeitig der Einwirkung von Wärme und Luftleere ausgesetzt sind.
Zur Seite des eigentlichen Destillirapparates ist ein Condensator m' angeordnet, welcher mit einem bis zum Boden reichenden Trichter n' für den Zuflufs von kaltem Wasser versehen ist, welches oben durch eine Oeffnung o' austritt. Der Condensator wird von einem Schlangenrohr p' durchzogen, welches oben durch das Verbindungsrohr /Γ mit dem Dom des Destillirapparates und unten durch das Rohr q' mit dem Gefäfs r' zum Sammeln der condensirten Flüssigkeit in Verbindung steht. Das Gefäfs r' ist durch das Rohr s' an eine Luftpumpe angeschlossen und mit einem Ablafshahn r' versehen. An Stelle des beschriebenen Condensators könnte auch jeder'ändere gut wirkende Condensator bei sonst passender Einrichtung treten.
Der durch Fig. 3 veranschaulichte Vakuumkalttrockner, in welchen die Producte aus dem Destillirapparat übergeführt werden, bietet nichts Besonderes. Er besteht aus einem mit Glasscheibe b" unter Zwischenlegung einer Dichtung c" abgedeckten Cylinder α", der durch eine Rohrleitung d" mit einer Vakuumpumpe in Verbindung steht. Unterhalb des Siebbodens e" ist eine Schicht stückigen, ungelöschten Kalkes angeordnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Bereitung milchhaltiger Cacao- und Chokoladenpräparate, dadurch gekenn-
    /Ml Ut
    zeichnet, dafs man zur Erzielung eines leichten, flockigen bezw. schwammigen und leicht verdaulichen Productes ein Gemisch von Milch und Zucker an freier Luft rasch auf Cremeconsistenz eindickt, nunmehr den pulverförmigen (entfetteten oder nicht entfetteten oder nur theilweise entfetteten) Cacao im Kocher untermischt, die erhaltene Masse in dünner Schicht ausbreitet, unter Luftleere der Einwirkung einer Wärme von 80 bis 1000C. unterwirft und sie schliefslich in der Kälte vermittelst Luftleere zur völligen Trockne bringt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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