DE1120953B - Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern von periodischen Fadenspannungs- und Drehungsschwankungen beim Ringzwirnen und gegebenenfalls Ringspinnen mit aufwaerts und abwaerts bewegter Ringbank - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern von periodischen Fadenspannungs- und Drehungsschwankungen beim Ringzwirnen und gegebenenfalls Ringspinnen mit aufwaerts und abwaerts bewegter RingbankInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern von periodischen Fadenspannungs-und Drehungsschwankungen beim Ringzwirnen und gegebenenfalls Ringspinnen mit aufwärts und abwärts bewegter Ringbank Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Verhindern von periodischen Fadenspannungs-und Drehungsschwankungen beim Ringzwirnen und gegebenenfalls Ringspinnen mit aufwärts und abwärts bewegter Ringbank, die durch die Änderung der Fadenlänge zwischen Lieferwerk bzw. Streckwerk und dem Ringläufer beim Hoch- und Tiefgang der Ringbank hervorgerufen sind.
- Ungleichmäßigkeiten in der Beschaffenheit eines zu verarbeitenden glatten Zwirnes sind erfahrungsgemäß vielfach die Folge von beim Ringspinnen oder Ringzwirnen auftretenden periodischen Fadenspannungs-und Drallschwankungen.
- In der Praxis wird die Garn- oder Zwirndrehung aus der Liefergeschwindigkeit und aus der Spindeldrehzahl errechnet. Dabei ist mit auftretenden, allerdings noch geringfügigen, also noch tragbaren Differenzen zu rechnen.
- Bekanntlich müssen aber bei der Annahme einer Spindeldrehzahl als Berechnungsgröße auch die Fadenmaterialaufwindungen pro Minute mit berücksichtigt, d. h. abgezogen werden, um den notwendigen Läuferumlauf festzulegen, der für das Zustandekommen der tatsächlichen Drehung bestimmend ist.
- Beim Abziehen des Garnes oder Zwirnes über den Kopf der Aufwickelspule gleichen sich diese Differenzen aus.
- Wenn mit stillstehenden Ringbänken und mit aufwärts und abwärts bewegbaren Spindelbänken gearbeitet wird, ist die Liefergeschwindigkeit gleich der Geschwindigkeit, mit welcher das Garn den Ringläufer durchwandert.
- Dies ist aber nicht der Fall, wenn die Spindelbänke stillstehen und die Ringbank aufwärts und abwärts bewegt wird. Die Geschwindigkeit, mit welcher das Fadenmaterial hierbei unter normalen Verhältnissen den Ringläufer passiert, ist dauernden, periodischen Schwankungen unterworfen. Bei der Aufwärtsbewegung der Ringbank kommen zufolge der gesteigerten Fadengeschwindigkeit im Ringläufer eine. Minderung der Fadenspannung und gleichzeitig losere Drehungen als bei der Abwärtsbewegung zustande, während welcher die Geschwindigkeit, mit der der Faden den Ringläufer durchwandert, geringer ist. Die dabei auftretenden Fadenspanungs- und Drehungsschwankungen kommen dabei um so mehr zur Geltung, je kürzer dann die Strecke ist, in welcher sich der Drall verlaufen kann. Es ist demnach günstig, wenn sich der Drall über den Klappenfadenführer hinaus, und zwar bis zum Lieferwerk hin auswirken kann. Das tritt aber nicht immer ein.
- Bei einer bekannten Vorrichtung für Spinnmaschinen mit aufwärtsbewegter und abwärtsbewegter Ringbank wird das Streckwerk während der Spulenbildung gehoben, wobei die Hubbewegung während eines Teiles des Zeitabschnittes der Kopsbildung und während eines Teiles der Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Ringbänke erfolgt. Dazu müssen die Rinbank und das Streckwerk- für ihre in vertikaler Ebene zu vollziehenden Verstellungen getrennte Antriebe haben, was einen großen apparativen Aufwand nötig macht.
- Bei einer anderen bekannten Vorrichtung wird die Vergleichmäßigung der Fadenspannung dadurch herbeigeführt, daß der Abstand zwischen dem zu jeder Zwirnspindel gehörigen Fadenleiter und dem Rin-Läufer dem Aufwindedurchmesser umgekehrt proportional ist. Es ist jedoch keine Gewähr dafür vorhanden, daß die erwartete Vergleichmäßigung der Fadenspannung tatsächlich eintritt.
- Bei einer weiteren bekannten Einrichtung soll eine gleichmäßige Fadenspannung für Ringspinn- und Rinazwirnmaschinen mit Drehringen dadurch herbeigeführt werden. daß beim Niedergehen der Ringbank das Zurückbleiben der Drehringe gegen die Spindeln außer der zur Anpassung an den wechselnden Kopsdurchmesser an sich schon erforderlichen Verminderung noch eine zusätzliche Verminderung erfährt. Auch hierbei ist die erwünschte Vergleichmäßigung der Fadenspannung keine in jeder Beziehung zuverlässige. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mängel der bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu vermeiden. Die Erfindung besteht darin, daß die einem Rinabanktiefgang entsprechende Fadenlänge in Form einer bei jedem Ringbankhochgang sich wieder auffüllenden Fadenspeicherlänge oder durch eine beim Ring banktiefgang erhöhte Geschwindigkeit des Lieferwerkes bzw. Ausgangswalzenpaares des Streckwerkes aufgebracht werden.
- Eine Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens besteht in einer zwischen Lieferwerk und Zwirnringläufer eingeschalteten, an einer von einem Hubexzenter taktmäßig gesteuerten Schwinge befestigten Fadenspeicherstange als Träger einer zum Ringläufer führenden Fadenschlaufe, die beim Tiefgang der Ringbank die benötigte Fadenlänge freigibt, derart, daß die Fadenlänge zwischen Lieferwerk und Ring-Läufer stets konstant ist.
- Eine andere Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht darin, daß die Lieferwalze durch ein an sich bekanntes Summiergetriebe angetrieben ist. das mit seinen Umlaufrädern über ein Hebelgetriebe an den die Ringbankbewegung steuernden Herzexzenterhebel angelenkt ist.
- An Hand der Zeichnung sind das Verfahren und die Vorrichtungen nachstehend näher erläutert.
- Abb. 1 zeigt eine Fadenspeichereinrichtung bei oberer Ringbankstellung; Abb. 2 zeigt dieselbe Fadenspeichereinrichtung bei unterer Ringbankstellung; Abb. 3 zeigt ein dem Lieferzylinder vorgeschaltetes Summiergetriebe in Seitenansicht; Abb. 4 zeigt die in Abb. 3 ersichtliche Einrichtung in Vorderansicht.
- Bei dem in der Abb. 1 und 2 gezeigten Beispiel wird der aus dem Lieferwalzenpaar 2, 3 austretende Faden 1 über einen Fadenspeicherstab 4 geführt, der an dem einen Ende eines Doppelhebels 5 angebracht ist. Am anderen Ende des Doppelhebels 5 greift eine Zugstange 6 an, die mit dem nicht dargestellten Ringbank-Hubmechanismus in Verbindung steht und den Fadenspeicherstab 4 synchron mit der Ringbank bewegt. Der Doppelhebel 5 ist an einen Bolzen 7 schwenkbar gelagert. Auf seinem weiteren Weg durchläuft der Faden 1 den Fadenführer 8 und den Rin-Läufer 9, um dann auf die Spule 10 aufgewunden zu werden. Der Ringläufer 9 wird auf dem Ring 11 geführt. der auf der Ringbank 12 befestigt ist. Der Hub des Fadenspeicherstabes 4 ist dabei so bemessen, daß die Fadenlänge zwischen dem Lieferwalzenklemmpunkt und dem Ringläufer 9 immer konstant bleibt.
- In den Abb. 3 und -1 ist eine Vorrichtung zum Ändern der Liefergeschwindigkeit durch ein Summiergetriebe dargestellt. Der Antriebszäpfen für die Lieferwalze 2 und der Antriebszapfen 13 für das Summiergetriebe sind gleichachsig in den Lagern 14 und 14' geführt. Auf dem freien Erde des Antriebszapfens 13 sitzt fest ein erstes Sonnenrad 15, das über Umlauf-oder Planetenräder 16 und 17, die fest auf einem gemeinsamen Bolzen 18 sitzen, die Antriebsbewegung auf ein zweites Sonnenrad 19 überträgt. Das zweite Sonnenrad 19 sitzt fest auf dem Zapfen 20 des Lieferzylinders 2. Auf dem freien Ende des Antriebszapfens 13 für das Summiergetriebe ist ferner lose drehbar ein Winkelhebel 21 angeordnet, an dessen einem Ende ein Bolzen 18 drehbar gelagert ist, während an seinem anderen Ende eine Zugstange 22 angreift, die dem Winkelhebel 21 die Hubbewegung des Exzenterhebels 23 für die Ringbankhubbewegung vermittelt. Der Exzenterhebel 23 ist an einem ortsfesten Bolzen 24 schwenkbar gelagert und trägt eine Rolle 25, die auf dem um die Achse 26 drehbaren Exzenter 27 anliegt. Der Exzenter 27 erhält in bekannter, nicht dargestellter Weise seinen Antrieb von der Lieferwalze bzw. bei Spinnmaschinen von der Ausgangsunterwalze des Streckwerkes aus.
- Der Winkelhebel 21 führt eine mit dem Ringbank-Hubmechanismus synchrone Pendelbewegung aus, die über das Summiergetriebe 15/16/17/19 die gleichförmigevomAntriebszapfen13 erteilte Liefergeschwindigkeit im Takt des Ringbankhubes beschleunigt bzw. verzögert. Die Überestzungsverhältnisse des Summiergetriebes 15/16/17/19 sind dabei so gewählt, daß die von der Ringbank-Hubbewegung herrührenden Schwankungen der Durchlaufgeschwindigkeit des Fadens am Ringläufer kompensiert werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Verhindern von periodischen Fadenspannungs- und Drehungsschwankungen beim Ringzwirnen und gegebenenfalls Ringspinnen auf Maschinen mit aufwärts und abwärts bewegter Ringbank, die durch die Änderung der Fadenlänge zwischen Lieferwerk bzw. Streckwerk und dem Ringläufer beim Hoch- und Tiefgang der Ringbank hervorgerufen sind, dadurch gekenn- zeichnet, daß die einem Ringbanktiefgang entsprechende Fadenlänge in Form einer bei jedem Ringbankhochgang sich wieder auffüllenden Fadenspeicherlänge oder durch eine beim Ringbanktiefgang erhöhte Geschwindigkeit des Lieferwerkes bzw. Ausgangswalzenpaares des Streckwerkes aufgebraucht wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend in der Bildung einer Fadenspeicherlänge, gekennzeichnet durch eine zwischen Lieferwerk (2, 3) und Zwirnringläufer (9) eingeschaltete, an einer von einem Hubexzenter taktmäßig gesteuerten Schwinge (5) befestigte Fadenspeicherstange (4) als Träger einer zum Ringläufer (9) führenden Fadenschlaufe, die beim Tiefgang der Ringbank die benötigte Fadenlänge freigibt, derart, daß die Fadenlänge zwischen Lieferwerk (2, 3) und Ringläufer (9) stets konstant ist.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit veränderbarer Ausgangswalzenlieferung, dadurch gekennzeichnet, daß die Lieferwalze (2) durch ein an sich bekanntes Summiergetriebe (15 bis 19) angetrieben ist, das mit seinen Umlaufrädern (16 und 17) über ein Hebelgetriebe (21, 22) an den die Ringbankbewegunor steuernden Herzexzenterhebel (23) angelenkt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 45 009, 179 079; schweizerische Patentschrift Nr. 261328.
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|---|---|---|---|
| DEH39189A DE1120953B (de) | 1960-04-16 | 1960-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern von periodischen Fadenspannungs- und Drehungsschwankungen beim Ringzwirnen und gegebenenfalls Ringspinnen mit aufwaerts und abwaerts bewegter Ringbank |
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| DE1120953B true DE1120953B (de) | 1961-12-28 |
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| DE (1) | DE1120953B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295431B (de) * | 1964-04-28 | 1969-05-14 | Savio Luciano Pordenone | Fadenfuehrer mit schraubenfoermig gewundener Fadenleitnut fuer Spinn- und Zwirnmaschinen |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE179079C (de) * | ||||
| DE45009C (de) * | GEBR. FRANKE in Chemnitz | Ringdrossel mit vergleichmäfsigter Fadenspannung | ||
| CH261328A (de) * | 1947-07-24 | 1949-05-15 | H Hays John | Spinnmaschine. |
-
1960
- 1960-04-16 DE DEH39189A patent/DE1120953B/de active Pending
Patent Citations (3)
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| DE179079C (de) * | ||||
| DE45009C (de) * | GEBR. FRANKE in Chemnitz | Ringdrossel mit vergleichmäfsigter Fadenspannung | ||
| CH261328A (de) * | 1947-07-24 | 1949-05-15 | H Hays John | Spinnmaschine. |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295431B (de) * | 1964-04-28 | 1969-05-14 | Savio Luciano Pordenone | Fadenfuehrer mit schraubenfoermig gewundener Fadenleitnut fuer Spinn- und Zwirnmaschinen |
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