DE1108940B - Probenwechsler fuer aufeinanderfolgende roentgenographische Aufnahmen von Beugungsdiagrammen - Google Patents

Probenwechsler fuer aufeinanderfolgende roentgenographische Aufnahmen von Beugungsdiagrammen

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DE1108940B
DE1108940B DEB54144A DEB0054144A DE1108940B DE 1108940 B DE1108940 B DE 1108940B DE B54144 A DEB54144 A DE B54144A DE B0054144 A DEB0054144 A DE B0054144A DE 1108940 B DE1108940 B DE 1108940B
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DEB54144A
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English (en)
Inventor
Wilhelm Grimberg
Dipl-Chem Dr Rolf- Schliephake
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Bergwerksverband GmbH
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Bergwerksverband GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B42/00Obtaining records using waves other than optical waves; Visualisation of such records by using optical means
    • G03B42/02Obtaining records using waves other than optical waves; Visualisation of such records by using optical means using X-rays
    • G03B42/028Industrial applications

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Analysing Materials By The Use Of Radiation (AREA)

Description

  • Probenwechsler für aufeinanderfolgende röntgenographische Aufnahmen von Beugungsdiagrammen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für den automatischen Wechsel der Proben bei der aufeinanderfolgenden röntgenographischen Aufnahme von z. B. Beugungsdiagrammen mit einem Diffraktometer (Zählrohrgoniometer).
  • Es sind bereits Probenwechsler bekannt, bei denen die Proben am Rande einer runden, senkrecht zum Goniometerkreis stehenden Scheibe aufgebracht werden. Die Anordnung erfordert eine Scheibe mit verhältnismäßig großem Durchmesser, damit benachbarte Proben nicht gleichzeitig von dem Strahlenbündel getroffen werden. Wenn man annimmt, daß auf eine solche Scheibe zehn Proben mit einer Oberfläche von 15.15 mm aufgebracht werden sollen und der Sicherheitsabstand zwischen benachbarten Proben 10 mm beträgt, so wird der Durchmesser der Scheibe mindestens 110 mm. Der Durchmesser der Scheibe wird zwangläufig noch größer, wenn auch bei kleinen Beugungswinkeln (2 0 < 10') gemessen werden soll, da dann der Sicherheitsabstand zwischen benachbarten Proben wesentlich größer als 10 mm sein muß. Infolge der großen Masse von Scheibe, Halterung und Wechselmechanismus ist es schwierig, der (9-Bewegung der zu untersuchenden Probe eine zusätzliche Schwenkbewegung zu überlagern, und ein Taumeln der Scheibe zu verhindern.
  • Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten dadurch überwunden, daß die Wechselvorrichtung mit einem Probenhalter gekoppelt ist, der die Form eines geraden vielseitigen, mindestens achtseitigen Prismas besitzt. Mit einem Probenhalter dieser Form kann mühelos bis zu den kleinsten Winkeln gemessen werden, da der Probenhalter seinerseits den Strahlengang so begrenzt, daß entweder der Primärstrahl nicht auf eine benachbarte Probe trifft oder die von einer benachbarten Probe gebeugte Strahlung nicht in den Zählrohrspalt gelangen kann. Außerdem können die Abmessungen gering gehalten werden, da der Sicherheitsabstand zwischen benachbarten Proben entfällt. Für z. B. zehn Proben mit einer Oberfläche von 15 - 15 mm hätte der Probenhalter einen Durchmesser von 48 mm und eine Höhe von 25 mm. Wegen seiner gedrungenen Form läßt er sich auch aus Kunststoffen, wie z. B. Plexiglas, herstellen und hat dann eine besonders geringe Masse.
  • Es ist bereits eine Küvette für fluoreszenzspektographische Messungen bekannt, die aus einem dreiseitigen Prisma besteht, das die zu messende Lösuno, die Standardlösung und das Lösungsmittel aufnimmt. Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, alle drei Flüssigkeiten auf gleiche Temperatur zu halten, damit vergleichbare Resultate erzielt werden. Nicht nur die Küvette, sondern auch die zugehörige Meßeinrichtung unterscheidet sich wesentlich vom Gegenstand vorliegender Erfindung. Insbesondere ist die Küvette nur zur Aufnahme von drei Proben bestimmt, während der Probenwechsler nach der Erfindung stets eine wesentlich größere Anzahl von Proben aufnehmen muß, damit er sinnvoll arbeitet. Schließlich handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Wechselvorrichtuna nicht um eine Küvette, sondern um ein Prisma, das'-'die Proben nur in seinen Außenseiten aufnimmt.
  • Abgesehen von diesem Grundgedanken des prismatischen Probenhalters umfaßt die Erfindung eine Reihe zugehöriger Anordnungen, von denen am besten gleichzeitig Gebrauch gemacht wird. Die Erfindung sei im Zusammenhang mit diesen Anordnungen an Hand der anliegenden Zeichnung näher erläutert.
  • Die Abb. 1 a und 1 b zeigen einen auf den Wechselmechanismus aufgesetzten prismatischen, achtseitigen Probenhalter 1. Die Proben werden auf den Flächen 2 des Probenhalters 1 - eventuell in küvettenartigen Vertiefungen - aufgebracht. Wie gesagt, wird durch die Form des Probenhalters erreicht, daß selbst bei Messungen mit kleinem Beugungswinkel 2 19 sich nur eine Probe im Strahlengang befindet. Der Probenhalter kann sechzehn Flächen und darüber besitzen und daher selbst für eine größere Zahl von Proben, z. B. zwölf, vierzehn oder sechzehn, in seinen Abmessungen klein gehalten werden. Er ist daher auch mit geringen Aufwand in eine genau definierte Lage zu bringen und läßt sich leicht auswechseln. Wie Abb. la und 1 b zeigen, wird der Probenhalter 1 z. B. mit einer unten konisch ausgebildeten Rändelmutter 3 und eipern Paßstift 4 in genau defi- nierter Lage auf der Rastscheibe 5 (einem scheibenförinigen verbindenden Teil zwischen Probenhalter und Wechselvorrichtung) befestigt. Durch Lösen der Rändelmutter 3 und einfaches Abziehen des Probenhalters 1 kann dieser leicht abgenommen, ausgetauscht und wieder in immer derselben Läge auf die Rastscheibe 5 aufgesetzt werden.
  • Die Unterlage des Probenhalters 1 muß so ausgebildet sein, daß die einzelnen Flächen 2 des Probenhalters 1 nach dem Probenwechsel die gleiche Winkellage einnehmen. Dies wird über das scheibenförmige verbindende Teil zwischen Probenhalter und Wechselvorrichtung erreicht. Die Verbindung kann über ein Malteserkreuz oder, wie in der Abb. la und 1 b dargestellt ist, über die Rastscheibe 5 und den federnd gelagerten Zapfen 6 hergestellt sein. Die definierte Winkellage der Flächen 2 des Probenhalters 1 wird somit durch die verbindende Scheibe zwischen Probenhalter und Wechsehnechanismus bestimmt.
  • Der Probenwechsel, d. h. das Einbringen einer folgenden Fläche 2 in den Strahlengang, erfolgt bei dem in den Abb. la und 1 b gezeigten Beispiel über ein Sperrad 7, das fest mit der Rastscheibe 5 verbunden ist, mit Hilfe der Sperrklinke 8 auf der drehbar gelagerten Anschlagplatte 9 und des Auslösers 10. Beim Probenwechsel drückt der Auslöser 10 auf den Anschlag 11 der Anschlagplatte 9 und bewegt diese und damit auch das über die Sperrklinke 8 mit ihr gekoppelte Sperrrad 7, die Rastscheibe 5 und den Probenhalter 1. In der Endstellung des Auslösers 10 springt der gefedert gelagerte Zapfen 6 in eine Raste 12 der Rastscheibe 5 und hält diese und damit auch den Probenhalter 1 in definierter Lage fest, während mit dem Zurückspringen des Auslösers 10 die Anschlagplatte 9 durch die Feder 13 in ihre Ausgangslage zurückgezogen wird.
  • Da bei den meisten Messungen eine der (9-Bewegung der Probe überlagerte Schwenkbewegung erwünscht ist, muß die Betätigung des Wechselmechanismus über ein biegsames Teil erfolgen. Dies ist im gezeigten Beispiel ein Auslöser und wäre beim Antrieb über ein Malteserkreuz eine biegsame Welle. Infolge der geringen Abmessungen und damit des ,geringen Gewichtes von Probenhalter und Wechselmechanismus ist die für den Probenhalter benötigte Kraft gering. Daher kann auch das Steuergerät, das den Auslöser (bzw. die biegsame Welle) betätigt, so klein gehalten werden, daß es an der (9-Achse bzw. der (9--Scheibe des Diffraktometers befestigt werden kann.
  • Das Steuergerät wird in Gang gesetzt bzw. der Probenwechsel durchgeführt durch Auflaufen eines am Zählrohrarm des Diffraktometers befestigten Schlittens auf einen Mikroschalter. Abb. 2 zeigt den Schlitten 21, den Mikroschalter 22 und dessen Schaltknopf 23. Der Schlitten 21 bewegt sich während der Messung auf den Schalter 22 zu und drückt am Ende der Messung den Schaltknopf 23 herab. Dadurch wird das Steuergerät in Gang gesetzt, welches die Bewegung des Zählrohrarmes des Diffraktometers und damit die Bewegung des Schlittens abstoppt, die Probe wechselt und den Diffraktometer in umgekehrter Bewegungsriehtung wieder in Gang setzt. Für die Begrenzung der Bewegung in der neuen Richtung ist ein entsprechender Schalter in spiegelsymmetrischer Anordnung vorhanden. Die Anbringung des Schalters am Diffraktometer erfolgt grob über die Schrauben 24. Zur Feineinstellung dient eine Rändelschraube 25, mit der die Platte 26, die über die Langlöcher 27 an der Grundplatte 28 befestigt ist, verschoben werden kann. An der Platte 26 ist der Mikroschalter 22 angebracht. Diese Anordnung ermöglicht eine sehr genaue Justierung des Endkontaktes (auf weniger als eine Winkehninute genau) und erlaubt ein überfahren des Endkontaktes, z. B. infolge des Auslaufens des Diffraktometers, was bei anderen Anordnungen nicht ohne weiteres möglich ist.
  • Eine Fülleinrichtuno, für den Probenhalter gestattet es, einerseits in einfacher Weise die Proben auf die Flächen des prismatischen Probenhalters aufzubringen bzw. in küvettenartige Vertiefungen seiner Flächen einzubringen. Andererseits ist es möglich, mit der Fülleinrichtung auf einem Probenhalter mit geringem Durchmesser in definiertem, auf den Probenwechsler abgestimmtem Abstand plättchenförmige Proben zu befestigen. Dazu hat, wie Abb. 3 zeigt, die Fülleinrichtung für die Befestigung plättchenförrniger Proben 31 eine Nut 32 und einen über die Justierschraube 33 justierbaren Anschlag 34. Der Probenhalter 35 paßt in die Nut 32 und kann mit Hilfe der unten konischen Rändelmutter 36 befestigt werden. Liegt die plättchenförmige Probe 31 auf einem Klebwachspfropfen 37, so wird sie durch Herunterdrücken des schwenkbaren Anschlages 34 bis zur Anlage eines Schenkels 38 an der Justierschraube 33 in dem vorgegebenen Abstand auf dem Probenhalter 35 befestigt. Der Anschlag 34 kann im übrigen auch durch einen Stempel ersetzt werden, wie er bei den Schliffpressen in der Mikroskopie üblich ist. An Stelle eines prismatischen Probenhalters kann auch ein Zylinder oder sonstiger ähnlich geformter Körper mit einer der Flächenzahl des Probenhalters entsprechenden Zahl von Bohrungen und Paßstiften oder sonstigen Haltevorrichtungen verwendet werden. Die prismatische Form des Probenhalters wird dann lediglich durch die plattenförmigen Proben gebildet, die in definiertem Abstand vom Mittelpunkt des jeweiligen Probenhalters angebracht werden.
  • Aus dem Vorstehenden geht bereits hervor, daß sich die Erfindung nicht auf die in den Abbildungen gezeigte spezielle Form der Gesamtanordnung beschränkt. Die Erfindung kann natürlich zur Anpassung an die verschiedenen Bauarten von Diffraktometem und zur Anpassung an verschiedene Untersuchungsrichtungen zweckentsprechend abgewandelt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Wechselvorrichtung für Proben bei der aufeinanderfolgenden röntgenographischen Aufnahme von Beugungsdiagraminen, dadurch gekennzeichnet, daß der Probenhalter der Wechselvorrichtung die Form eines geraden vielseitigen, mindestens achtseitigen Prismas besitzt.
  2. 2. Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Justierung des Probenhalters auf einem scheibenförmigen Verbindungsteil der Wechselvorrichtung über eine einseitig konische Rändelmutter und einen Paßstift erfolgt. 3. Wechselvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als scheibenförmiges Verbindungsteil eine Rastscheibe oder ein Malteserkreuz dient. 4. Wechselvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät mit der Wechselvorrichtung über ein biegsames Teil (Auslöser, biegsame Welle) verbunden ist. 5. Wechselvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vielseitige prismatische Form des Probenhalters durch Aufbringen plättchenförnüger Proben in definiertem Abstand vom Mittelpunkt eines Probenhalters nicht prismatischer Form gebildet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1768 037.
DEB54144A 1959-07-23 1959-07-23 Probenwechsler fuer aufeinanderfolgende roentgenographische Aufnahmen von Beugungsdiagrammen Pending DE1108940B (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3177360A (en) * 1962-09-14 1965-04-06 Norton Co Diffractometer with a rotatable support to hold plural samples for automatic analysis of crystalline material
DE1217100B (de) 1962-10-25 1966-05-18 Radiologie Cie Gle Unter Vakuum betriebene Probendurchlauf-vorrichtung fuer Roentgenspektrometer
DE1245613B (de) * 1964-04-01 1967-07-27 Ass Sans But Lucratif Spektrometer, bestehend aus einem Hochvakuumbehaelter mit einer von einer schraegen Ebene umrandeten OEffnung
DE1254880B (de) * 1963-09-17 1967-11-23 Aquitaine Petrole Automatische Probentraegerbeschickungs- und Entnahmevorrichtung fuer Beugungsmesser
DE1267443B (de) * 1962-11-03 1968-05-02 Basf Ag Probenwechseleinrichtung fuer Roentgenstrahlen-Analysengeraete, insbesondere fuer reihenmaessig ausgefuehrte Roentgen-Fluoreszenz-Analysen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1768037U (de) * 1958-02-21 1958-06-04 Ernst Dr Lippert Kuevette fuer spektroskopische messungen im fluoreszenzlicht.

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