DE1100520B - Fadenfuehrungsvorrichtung fuer die Herstellung von Mehrfachzwirn auf Doppeldrahtzwirnspindeln - Google Patents

Fadenfuehrungsvorrichtung fuer die Herstellung von Mehrfachzwirn auf Doppeldrahtzwirnspindeln

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DE1100520B
DE1100520B DESCH25823A DESC025823A DE1100520B DE 1100520 B DE1100520 B DE 1100520B DE SCH25823 A DESCH25823 A DE SCH25823A DE SC025823 A DESC025823 A DE SC025823A DE 1100520 B DE1100520 B DE 1100520B
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H13/00Other common constructional features, details or accessories
    • D01H13/10Tension devices
    • D01H13/104Regulating tension by devices acting on running yarn and not associated with supply or take-up devices
    • D01H13/106Regulating tension by devices acting on running yarn and not associated with supply or take-up devices for double-twist spindle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Fadenführungsvorrichtung für die Herstellung von Mehrfachzwirn auf Doppeldrahtzwirnspindeln Die Erfindung betrifft eine besondere Ausbildung einer Fadenführun.gsvorrichtung bei Doppeldrahtzwirnspindeln, die vorzugsweise für die Herstellung von Mehrfachzwirn Anwendung finden soll, wobei das zu zwirnende Fadenmaterial in üblicher Weise von einer die Hohlspindel umschließenden Spule über Kopf abgezogen wird.
  • Um Mehrfachzwirn auf einer Doppeldrahtzwirnspindel herzustellen, werden die zu verzwirnenden Einzelfäden vorteilhaft in einem entsprechend gefachten Zustand auf einer Ablaufspule untergebracht. In an- sich bekannter Weise werden solche Ablaufspulen so hergestellt, daß von verschiedenen Lieferstellen kommende Einzelfäden auf einer Spulmaschine zu einem gemeinsamen Spulenkörper vereinigt werden. Die Einzelfäden werden dabei üblicherweise ohne jedwede gegenseitige Verdrallung, also einfach parallel nebeneinandenliegend, auf eine gemeinsame Hülse gewickelt.
  • Der Ablauf der Fäden vom Umfang der Ablaufspule der Doppeldrahtzwirnspindel erfolgt erfahrungsgemäß niemals rein radial, sondern entsprechend dem jeweiligen Ablaufpunkt stets mehr tangential, zusätzlich auch mehr oder weniger axial. Zufolgedessen lösen sich die Fäden naturgemäß niemals gemeinsam an derselben Stelle vom Umfang der Spule ab. Die Ablösungspunkte sind fast stets auseinandergezogen. Die Folge davon ist, daß der eine oder andere Faden mehr oder weniger zurückbleibt. Das ist sehr nachteilig, denn dadurch entstehen Unregelmäßigkeiten bei der Verarbeitung, also im Zwirn.
  • Man hat in der Praxis, um diesem Übelstand zu begegnen, schon versucht, durch Anwenden von möglichst großen Radien an den Umkehrstellen der Fadenführung den Drall bis an den Punkt heranzubringen, an dem sich die Fäden vom Umfang der Ablaufspule lösen. Dieser Wag ist theoretisch zwar richtig gedacht, aber schlecht durchführbar, denn die Einhaltung solcher Maßnahmen scheitert in der Praxis im wesentlichen daran, daß, namentlich bei zylindrischen Ablaufspulen, mit einem Umlauffadenführer gearbeitet werden muß, dessen Fadenführerauge einen Kreisbogen beschreibt, dessen Durchmesser .größer sein muß als der Spulendurchmesser selbst, um das Ablösen der Fäden von der Spule zu begünstigen. Ein solches. Fadenführerauge läßt aber den Drall entweder gar nicht oder nur ganz mangelhaft bis an den- Ablösungspunkt der Fäden beim Spulenumfang herangelangen. Diese Maßnahme ist also, wie ersichtlich, mit Nachteilen verbunden.
  • Nach einem anderen bekannten Vorschlag, der im Prinzip dem an Ring- und Flügelzwirnmaschinen be-_-kannten Registerplatten entspricht, werden die Fäden . bevor sie in das Zwirnrohr der Doppeldrahtzwirnspindel einlaufen, durch besondere Leitstücke,- die fest am Umlauffadenführer angebracht sind, getrennt .geführt. Eine solche Maßnahme setzt voraus, daß sich die gefachten Fäden ebenfalls gemeinsam am gleichen Punkt vom Umfang der Ablaufspule lösen. Das hätte zwar zur Folge, daß eine ungewollte Verdrallung, die zeitweise als Folgeerscheinung des Fadenabzuges in axialer Richtung durch Entlangrolden am Spulenkörperumfang entstehen könnte, wieder aufgelöst wird. Da sich die Fäden aber praktisch fast niemals- übereinstimmend am gleichen Punkt vom Spulenumfang lösen, so laufen die Einzelfäden erfahrungsgemäß mit starken Spannungsschwankungen zusammen und ergeben so bei der weiteren. Verarbeitung, wie sich zeigt, einen fehlerhaften Zwirn. Dies spielt sich dabei so ab, daß der Faden, dessen Ablösepunkt voreilt, plötzlich vorübergehend wesentlich lockerer ist und dann auch in diesem gelockerten Zustand verzwirnt wird. Im folgenden Zwirnungsubschnitt muß dann dieser Faden naturgemäß mit entsprechend höherem Fadenzug eingez.,virnt werden, um die fehlende- Fadenlänge wieder auszugleichen.
  • Eine weitere Ursache für ungleiche Spannungen in den Einzelfäden beim Zwirnen kann aber auch schon in der Fadenspulmaschine entstehen., wenn die Fäden, namentlich wenn sie von. Lieferspulen unterschiedlichen Durchmessers ablaufen, mit ungleicher Spannung zusammenkommen. Bekanntlich läßt sich hierbei auch bei peinlichster Einstellung und Überwachung nicht vermeiden, daß Fäden mit ungleicher Spannung auftreten.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren wendet man, um zu einem verbesserten Ausgleich der Fadenspan.nungssch.wankungen und zum Einhalten gleicher Zwirnmengen zu kommen, an Einfachdrahtspindeln neben dem abhebenden Zwirnflügel einen allseitig beweglichen, im allgemeinen nachgeschleppten zweiten Zwirnflügel an. Aber auch hier zeigen sich, besonders häufig bei hohen Spulen und beim Überkopfabziehen, Fehler im Zwirn, die dadurch entstehen, daß vör dem Verzwirnen die einzelnen gefachten Fäden nicht iminer -in durchweg gleicher Ordnung -nebeneinanderliegen, sondern daß der eine Faden zufolge Lockerung oder Straffung nach vorn oder rückwärts übersprungen hat.
  • Es ist also unmöglich; bei den in. der Praxis bekannten Verhältnissen mehrere Fäden fortlaufend mit durchgehend genau gleicher Spannung- zusammenzuführen. -Unter diesen Umständen -ist es daher schon ein Erfolg und. für die Zwirnfestigkeit-sehr wichtig, wenn diese univermeidlichen Unregelmäßigkeiten in der Fadenspannung wenigstens über größere Fadenlängen verteilt werden können. Eine solche Vergleichmäßigung in weiten Grenzen zu erreichen, ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß zwischen dem umlaufenden Fadenführungsauge und dem Einlauf in das Zwirnrohr federnde Fadenführer für die einzelnen Fäden angeordnet, die sich bei unterschiedlicher Spannung der Einzelfäden stets der jeweiligen Spannung selbsttätig anpassen. Die strafferen und demnach etwas kürzeren Fäden laufen dabei mit mehr Spannung in das Zwirnrohr ein als lockere und demnach -längere Fäden. Der federnde Fadenführer gibt dabei nach, vermindert so die Spannungsspitze und verteilt die Spannungserhöhung auf eine längere Fadenstrecke. Diese federnden Fadenführer sind- vorteilhaft am Träger des umlaufenden, Fadenführers oder auch unmittel=bar an dessen Drehpunkt gelagert und laufen mit ihm um.
  • Für die Herstellung von zweifachen Zwsrnen besteht erfindungsgemäß auch die weitere Möglichkeit, die beiden Regelfadenführer an einer dreieckigen Platte anzuordnen, so daß der Drehpunkt und die Fadenführeraugen, durch eine Linie verbunden, ein Dreieck bilden. Die beiden Einzelfäden werden dabei von der geraden Linie zwischen dem Fadenführerauge und dem Zwirnrohr, der eine nach links und der andere nach rechts, abgelenkt. Die Dreieckplatte stellt sich dann entsprechend den beiden Fadenspannungen ein und winkt dabei in ähnlicher Weise regelnd auf den Zwirnverlauf ein, wie die bereits beschriebenen federnden Fadenführer.
  • Ara Stelle des umlaufenden Fadenführers mit stillstehender Spule können die Fäden. auch über einen feststehenden Fadenführer mit den genannten Zusatzfadenführern von der Ablaufspule rollend abgezogen werden. - .
  • In den--Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ansicht des oberen Teils einer Doppeldrahtzwirnspindel mit federnden Regelfadenführern für die Einzelfäden, Fig. 2 die Draufsicht zu Fig. 1-, Fig. 3 eine Ansicht des oberen Teils einer Doppeldrahtzwirnspindel mit zwei starr verbundenen Regelfadenführern für zwei Einzelfäden, wobei die Regelfadenführer von einer Platte getragen werden, die um die Achse der Spindel schwenkbar ist, Fi.g. 4 eine Draufsicht dazu. -Zunächst soll das Beispiel nach den Fig. 1 und 2 beschrieben werden. Die Einzelfäden 1, 1' und 1" werden von der Spule 2 abgezogen und oben in die hohle Spindel 3 eingeführt. Die Spule 2 sitzt lose drehbar auf der Spindel 3 und wird mit bekannten Mitteln in Stillstand gehalten, wenn die Spindel 3 umläuft. Der Umlauffadenführer 4, den die Einzelfäden gemeinsam durchlaufen, ist an dem Ring 5 befestigt und mit diesem drehbar auf der Spindel 3 gelagert. Er erleichtert das Ablösen der Einzelfäden vom Spulenkörper 2. Die federnden Regelfadenführer 6, 6' und 6" sind ebenfalls am Ring 5 befestigt und nehmen am Umlauf des Fadenführers 4 teil. Sie sind so angeordnet, daß sie im ungespannten Zustand die Einzelfäden von der geraden Linie zwischen dem-Fadenführer 4 und der hohlen' Spindel 3 ablenken und je nach den Spannungen der Einzelfäden nachfedern. Der weitere Fadenweg verläuft normal, wie es bei jeder. Doppeldrahtzwirnspindel üblich ist. -Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 ist eine Arbeitsweise für zweifache Zwirne dargestellt. In diesem Falle sind die Regelfadenführer 7 und 7' nicht federnd ausgebildet, sondern sie sind an der Platte 8 angeordnet; die mit dem Ring 9 fest verbunden ist. Der Ring 9 ist drehbar auf dem Ring 5- gelagert und damit um die Spindel 3 schwenkbar: Die Regelfadenführer 7 und 7' und der Umlauffadenführer 4 sind also getrennt drehbar um die Spindel 3 angeordnet. Die Regelfadenführer laufen. zwar rrint dem Fadenführer 4 um, aber sie verstollen sich gegenüber diesem, entsprechend der gleichen oder verschieden, großen Fadenspannung der-beiden Einzelfäden. Der straffere Einzelfaden verschwenkt -die Platte 8 mit den Regelfadenführern 7 und 7' immer aus der Mittelstellung in Richtung auf -den lockeren. Faden bis die gegenüberstehenden Resultierenden aus den beiden Fadenspannungen im Gleichgewicht sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Fadenführungsvorrichtung für die Herstellung von Mehrfachzwirn auf Doppeldrahtzwirnspindeln, bei welcher die Fäden über Kopf über zugeordnete Fadenführer von einer die Hohlspindel umgebenden Ablaufspule,- welche die Einzelfäden in gefachtem Zustand enthält, abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß dem gemeinsamen Abzugsfadenführer (4) ein besonderer Regelfadenführer (Ca) für jeden Einzelfaden (1) zugeordnet ist; welcher so ausgebildet ist, daß er sich unter dem Einflu& der Spannung des bei ihm 'durchlaufenden Einzelfadens selbsttätig@auf lockeren oder strafferen Fadenzug einstellt.
  2. 2. Fadenführungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelfadenführer (6, 6', 6") federnd ausgebildet sind.
  3. 3. Fadenführungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei Verwendung für Zweifachzwirn; dadurch ge-. kennzeichnet, daß zwei Regelfadenführer (7) durch ein verbindendes Organ, z. B. eine Platte (8), starr miteinander verbunden und unter dem Einflüß des Spannungsunterschiedes der Einzelfäden um die Lagerachse in eine regelnde Stellung schwenkbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche- Patentschrift Nr. 962 441.
DESCH25823A 1959-04-03 1959-04-03 Fadenfuehrungsvorrichtung fuer die Herstellung von Mehrfachzwirn auf Doppeldrahtzwirnspindeln Pending DE1100520B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3165882A (en) * 1962-04-21 1965-01-19 Allma Allgauer Maschb G M B H Thread brake, in particular for double twisting spindles
DE1276520B (de) * 1962-02-26 1968-08-29 Scragg & Sons Doppeldrahtzwirnspindel
EP1550748A3 (de) * 2004-01-03 2006-12-20 Saurer GmbH & Co. KG Textilmaschine und Verfahren zur Herstellung eines Mehrfachzwirns

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962441C (de) * 1953-10-22 1957-04-25 Max Grundig Stereo-Fernsehverfahren

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