DE109935C - - Google Patents
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
LOUIS ROSENTHAL in FRANKFURT a. M.
und ähnliche Schallwiedergeber.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Mai 1899 ab.
Dem Erfinder ist es, wie bekannt, gelungen, die Schwingungen von Tönen durch directe
Eindrücke in Metall (weiches und hartes) festzuhalten. Dies geschieht, indem man den mit
der Membran zusammenhängenden Griffel direct auf Scheiben von dem betreffenden Material
einwirken läfst.
Bei diesem Verfahren hat sich der Mifsstand ergeben, dafs sich die Platte unter der Druckwirkung
des Griffels, namentlich aber auch noch bei späteren Reproductionen derart wirft,
dafs sie eine genaue Wiedergabe zu erzeugen nicht im Stande ist und zuletzt ganz versagt.
Die Wahl von sehr dicken Platten, welche diesen Mifsstand beseitigen könnten, ist aber
ausgeschlossen, weil sich erfahrungsgemä'fs zu dicke Platten wegen ihrer loseren Structur, die
durch kein praktisch in Betracht kommendes Mittel zu beseitigen ist, für die Aufnahme der
Eindrücke nicht eignen. Ein nachträgliches Geradehämmern der mit den Eindrücken versehenen
Platte ist unthunlich, weil es Formänderungen der aufgezeichneten Schallfurchen
zur Folge haben würde.
Der Erfinder ist nun nach sehr langen und eingehenden Versuchen zu einem Mittel gelangt,
das bei aller Einfachheit doch zu dem gewünschten Ergebnifs führt.
Dieses Mittel besteht darin, dafs man, nachdem die eine Seite der Platte mit Eindrücken
versehen ist, auch die andere Seite der Platte in der gleichen Weise mit Hülfe des Griffels
mit Eindrücken versieht, derart, dafs man an -Stelle einer Schallfläche deren zwei erhält. Die
auf diese Weise auf beiden Seiten gleichmäfsig behandelte und auch benutzte Platte hat keine
Veranlassung mehr, sich nach irgend einer Seite hin zu werfen, und versieht ihren Dienst
selbst bei vielfacher Benutzung tadellos.
Selbstredend kann man auch die eine Seile mit dem leer laufenden, nicht unter dem Eindruck
von Schallwellen bewegten Griffel bearbeiten und erhält alsdann dasselbe Resultat;
in der Regel aber wird man wegen der dadurch erzielten Materialersparnifs beide Seiten
als Schallflächen benutzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung vollständig ebener und eben bleibender, für Phonographen und ähnliche Schallwiedergeber bestimmte Schallplatten, die ihre Schallfurchen durch directe Einwirkung des Griffels erhalten, darin bestehend, dafs man nicht nur die eine Scheibenfläche mit derri Schallgriffel bearbeitet, sondern auch die andere Scheibenfläche (Rückseite) in ähnlicher Weise mit Furchen, entweder Schallfurchen oder aber beliebigen, nur zu dem beabsichtigten Zweck der beiderseits gleichen Materialstreckung hergestellten Furchen, versieht.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109935C true DE109935C (de) |
Family
ID=379786
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109935D Active DE109935C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109935C (de) |
-
0
- DE DENDAT109935D patent/DE109935C/de active Active
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