DE639968C - Schneidstift fuer Tonaufzeichnungen in Tiefschrift - Google Patents

Schneidstift fuer Tonaufzeichnungen in Tiefschrift

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DE639968C
DE639968C DEE42690D DEE0042690D DE639968C DE 639968 C DE639968 C DE 639968C DE E42690 D DEE42690 D DE E42690D DE E0042690 D DEE0042690 D DE E0042690D DE 639968 C DE639968 C DE 639968C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
    • G11B3/44Styli, e.g. sapphire, diamond

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  • Knives (AREA)

Description

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;Q JAE 1937
AUSGEGEBEN AM
16. DEZEMBER 1936
Bei der Herstellung von Schallaufzeichnungen soll die Amplitude der Aufzeichnungswellen so groß als möglich sein, damit der Pegel des wiederzugebenden Tones im Verhältnis zu dem der unvermeidlichen Fremdgeräusche, beispielsweise des Kratzgeräusches der Aufzeichnungsplatte, hoch ist. Dies bedingt bei Rillentonaufzeichnungen in Tiefoder Edisonschrift, daß die maximale Tiefe der Aufzeichnungsfurchen verhältnismäßig groß sein soll. Andererseits wird gewöhnlich angestrebt, die Breite der Aufzeichnungsfurchen möglichst gering zu machen, damit man eine möglichst lange Aufzeichnung auf einem einzigen Schallträger unterbringen kann. Ferner soll die Rückseite des Aufzeichnungsstiftes die Aufzeichnungswellen nicht berühren, um die Aufzeichnung nicht zu beschädigen. Dieses ungewollte Berühren der Rückseite des Stiftes mit den Aufzeichnungswellen tritt sehr · häufig ein, wenn die Aufzeichnungswellen bei kleiner Wellenlänge große Amplituden haben.
Für die Herstellung von Schallaufzeichnungen in Tiefschrift ist bisher ein zylinderförmiger Stift mit einem Durchmesser von 0,58 mm benutzt worden, der zu der Oberfläche des Schallträgcrs so geneigt wird, daß cine Schallfurche mit Ellipsenquerschnitt ge-
schnitten wird, deren größere Achse parallel zu der Ebene des Schallträgers liegt. Diesem bekannten Schneidstift haften verschiedene Nachteile an; so vor allem entstehen hierdurch Schallfurchen, deren Seitenwände nach außen flach auslaufen, so daß, wenn die Furche infolge der Aufzeichnungen von größeren Amplituden tiefer wird, sie auch weiter wird. Demzufolge können mit einem derartigen Schneidstift keine sehr tiefen Schallfurchen geschnitten werden, da deren zwangsläufige Weite zu groß ist. Man bekommt eine merkliche Verschlechterung der Schallwiedergabe, wenn tiefere Furchen als 0,076 mm geschnitten werden. Damit hängt auch ein weiterer Nachteil zusammen, nämlich der, daß das Wachs vor dem Schneidstift wegbricht, anstatt sauber weggeschnitten zu werden, wenn tiefe Furchen geschnitten werden. Ferner kommt bei dem bekannten Schneidstift der Teil des Stiftes unmittelbar hinter der Schneidkante mit den bereits geschnittenen Furchcnwellen in Berührung, wodurch weiter die Tiefe des Schnittes begrenzt wird.
Ferner ist es bekannt, einen konisch zulaufenden Stift mit einer elliptischen Schneidfläche zu verwenden, der eine axiale Öffnung aufweist, in welche die Abfälle der Aufzeichnungsfläche gelangen. Diese Konstruktion ist ungeeignet für die Herstellung von Furchen geringer Breite, da die axiale Bohrung mit Wachs verstopft wird, so Saß der Stift nicht mehr einwandfrei arbeiten kann.
S39968
Durch die Schneidstiftform gemäß der Erfindung werden die geschilderten Nachteile, die die bekannten Stifte zum Schneiden von Schallfurchen aufweisen, beseitigt. Es han-j 5' delt sich um einen massiven (nicht mit einer" axialen Bohrung versehenen) Schneidstift mit einer konischen Spitze und einer elliptischen Schneidfläche. Erfindungsgemäß ist der konische Winkel der Schneidstiftspitze kleiner als io°, und die Schneidfläche bildet mit der Längsachse des massiven Stiftes einen Winkel zwischen 20 und 45°. Ein derartiger Aufzeichnungsstift ermöglicht die Herstellung von verhältnismäßig engen Schallfurchen mit einer größeren Tiefe, so daß man eine lange spielende Aufzeichnung bekommt, bei der der Pegel des Schalles im Verhältnis zu dem des ungewollten Geräusches hoch ist. Außerdem hat man bei dem neuen Schneidstift einen großen Rückenwinkel, wodurch die Gefahr der Berührung der Rückseite des Stiftes mit den Aufzeichnungswellcn vermindert wird. Es können mit dem erfindungsgemäßen Stift Furchen mit einer Tiefe von 0,3 mm geschnitten werden, ohne daß die bestimmte Furchenweite von 0,285 mm überschritten wird und ungewünschte Verzerrungen entstehen.
In der Zeichnung bringen die Fig. 1, 2 und 3 Ansichten des Schneidstiftes gemäß der Erfindung. Der Schneidstift hat eine konische Spitze 3 mit einem konischen Winkel 2 A, der kleiner als io° ist und vorzugsweise 7 bis 90 beträgt. Die konische Spitze 3 ist zu der Längsachse des Stiftes in einem Winkel .ß zwischen 20 und 450 geschnitten, so daß man eine elliptische Schneidfläche 27 hat, derart, daß an allen Punkten der Schneidkante 4 der Stift zu der Schneidfläche breiter ist als an irgendeiner Stelle horizontal hinter der Schneidfläche. Die Schneidfläche 27 muß senkrecht zur Schallträgerebcnc und zu der Richtung der Furche sein. Wenn dies nicht der Fall wäre, so entstände ein Richlungsunterschied zwischen oben und unten oder zwischen den beiden gegenüberliegenden Seiten der Furche, wodurch eine Verzerrung bei der Aufzeichnung entsteht und die höheren Frequenzen verwischt werden. Um das Montieren des Schneidstiftes im Halter in der richtigen Lage zu erleichtern, kann man in bekannter Weise den Stift mit der Fläche 28 versehen.
In der Fig. 4 ist gezeigt, wie ein bekannter Schneidstift 6 eine Schallfurche in Tiefschrift auf dem Schallträger 7 schneidet, während in der Fig. 5 gezeigt ist, wie der Schneidstift 8 gemäß der Erfindung eine Furche in Tiefschrift auf dem Schallträger 9 schneidet, und zwar für eine maximale Amplitude, wobei der Stift den Teil 10 der bereits geschnittenen Furche nicht berührt. Der Schallträger bewegt sich nämlich in der Pfeilrichtung. Ein Vergleich der Fig. 4 mit der Fig. 5 zeigt, daß eine Vergrößerung um die Amplitude 12 bei der Schallfurche infolge des größeren Rückenwinkels C möglich ist, der bei dem erfindungsgemäßen Schneidstift nicht ' kleiner als 400 ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schneidstift mit konischer Spitze und elliptischer Schneidfläche für die Tonaufzeichnung in Tief- oder Edisonschrift, dadurch gekennzeichnet, daß der konische Winkel (2 A) der Schneidstiftspitze kleiner als ιo° ist und die Schneidfläche (27) mit der Längsachse des massiven Stiftes einen Winkel (B) zwischen 20 und 45'' bildet. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEE42690D 1931-04-18 1932-04-16 Schneidstift fuer Tonaufzeichnungen in Tiefschrift Expired DE639968C (de)

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