DE109258C - - Google Patents
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- DE109258C DE109258C DENDAT109258D DE109258DA DE109258C DE 109258 C DE109258 C DE 109258C DE NDAT109258 D DENDAT109258 D DE NDAT109258D DE 109258D A DE109258D A DE 109258DA DE 109258 C DE109258 C DE 109258C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C5/00—Making cigarettes; Making tipping materials for, or attaching filters or mouthpieces to, cigars or cigarettes
- A24C5/14—Machines of the continuous-rod type
- A24C5/24—Pasting the seam
Landscapes
- Coating Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Bei den bisher bekannten Vorrichtungen zum Auftragen des Klebstoffes auf die (Zigarettenhülsen
bei Cigarettenmaschinen ist der Uebelstand vorhanden, dafs der Klebstoff nicht 'gleichmäfsig
auf die Hülsen gelangt. In erster Linie ist für diesen Uebelstand dieUrsache darin zu suchen,
dafs häufig Ungleichheiten in der Beschaffenheit des Klebmittels, welche sich trotz sorgfältigster
Herstellung desselben nicht vermeiden lassen, den gleichmäfsigen Austritt des Klebstoffes
stören. Gemäfs vorliegender Erfindung wird zur Erzielung gleichmäfsigen Klebstoffaustritts
eine neue eigenartige Zuführungsvorrichtung benutzt, in welcher der Klebstoff auf
seinem Wege zur Austrittsöffnung beständig gewissermafsen geknetet wird. Durch diese Vorrichtung
soll verhindert werden, dafs eine ungleiche Beschaffenheit des Klebstoffes den gleichmäfsigen Austritt stört; indessen würde
hiermit die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe, ein gleichmäfsiges
Auftragen des Klebstoffes zu erzielen, noch nicht vollständig gelöst sein, da der Klebstoff
nun noch unter dem Einflufs ungleichen, auf ihn wirkenden Druckes mit verschiedener Geschwindigkeit
—■ also wieder ungleichmäfsig — austreten könnte. Die Zuführungsvorrichtung
ist deshalb noch mit einer Vorrichtung zur Verhütung von Druckungleichheiten versehen.
Auf den Zeichnungen veranschaulicht Fig. 1 den Grundrifs eines Theiles einer Cigarettenmaschine
mit Vorrichtungen zur Herstellung der Wickel und zum Aufbringen des Klebstoffes auf das Hülsenpapier, Fig. 2 im gröfseren
Mafsstabe eine Seitenansicht der Klebstoffaufbringvorrichtung, gesehen in der Pfeilrichtung I
der Fig. 1, Fig. 3 eine ähnliche Ansicht, gesehen in der Pfeilrichtung II der Fig. 2, Fig. 4
einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Linie 4-4, gesehen in der Pfeilrichtung III der Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt derselben nach Linie 5-5 der Fig. 2, Fig. 6 die obere Ansicht der Klebvorrichtung,
Fig. 7 in vergröfsertem Mafsstabe das Klebrad und den Aufbringkonus. Fig. 8
und 9 zeigen Einzelheiten der Klebvorrichtung.
Auf dem Gestell 1 der Cigarettenmaschine sind die Formräder 2 und 3 angeordnet (Fig. 1),
welche die Wickel formen und einem Troge 4 zuführen, der mit einer Längsfurche 5 ausgestattet
ist. In diesem Trog wird die Füllung mit einem Wickelstreifen (Hülse) versehen. Wenn diese Hülse die Füllung theilweise eingeschlossen
hat, wird die Kante derselben zwischen ein Klebrad 6 und die eine Kante des Troges gebracht, um den Rand der Hülse mit
einem schmalen Streifen Klebstoff zu versehen. Das Klebrad dreht sich mit einer Umfangsgeschwindigkeit
gleich der Bewegung der Hülse und wird auf seiner schmalen Umflä'che mit
Klebstoff versehen.
Zur Aufnahme des dem Klebrade zuzuführenden Klebstoffes dient ein Cylinder 17 (Fig.4),
in welchem beim Betriebe der Maschine ein Kolben 18 langsam den Klebstoff vor sich her
schiebt. Durch eine Oeffnung 29 tritt der Klebstoff in eine seitliche Kammer 30 (Fig. 4
und 5), gelangt hier durch Oeffnungen 41
(Fig. 5) in das Innere einer Röhre 35, welche mittelst Stopfbüchsen durch die Kammer hindurchgeführt
ist. Durch diese Röhre 35 hindurch ist eine sich drehende Spindel 36 gesteckt, welche auf beiden Seiten aus der Klebstoffröhre
35 herausragt, und zwar vorn in Gestalt eines Kopfes 39, dessen Form dem Klebrad
6 angepafst ist, mit welchem er zusammen arbeitet. Der Spindelkopf liegt mit seiner
Fläche 37 nicht ganz dicht gegen die Mündung 38 der Klebstoffröhre 35. Fig. 7 zeigt
Klebscheibe, Kopf und Mundstück in gröfserem Mafsstabe von vorn. Von der Stelle innerhalb
der Kammer 30 an, an welcher die Löcher 41 für den Eintritt des Klebstoffes in die Röhre
vorgesehen sind, bis nach vorn ist die Spindel 36 zu einer Art Schnecke 42 ausgebildet,
welche bei ihrer Drehung den Klebstoff von den Eintrittsöffnungen 41 bis zur Mündung 38
der Klebstoffröhre führt und dann zwischen den Flächen 38 und 37 hindurch gleichmäfsig
auf den Umfang des Klebrades 6 aufträgt, welch letzteres das Klebmittel auf die Cigarettenhülse
überträgt.
Während nun der Klebstoff von dem schneckenartigen Theil 42 der Spindel 36 nach
vorn bewegt wird, wird er ununterbrochen gemahlen bezw. geknetet; kleine zusammengeballte
Stücke oder sonstige Ungleichheiten werden dabei durch dieses Zerreiben beseitigt,
alle Klebstofftheilchen werden beständig in Bewegung erhalten.
Zur Bewegung und Bearbeitung des Klebstoffes in der angegebenen Weise dient die
Umdrehung der Spindel 36. Auch die Röhre 35 kann gedreht werden, und zwar sowohl im
gleichen als auch im entgegengesetzten Sinne zur Drehung der Spindel 36. Um den Klebstoff
aus der Röhre hinauszubefördern, ist es erforderlich, dafs sich die Spindel 36 mit einer
gewissen gröfseren Geschwindigkeit dreht als die Röhre. Je nach der Art des zu verarbeitenden
Klebstoffes wird man die eine oder andere Bewegungsart wählen. Bei leichtem, verhältnifsmäfsig dünnem und ziemlich gleichmäfsigem
Klebstoff wird man beide Theile in gleichem Sinne umlaufen lassen; beide Umdrehungen unterstützen dann die Förderung
und man kann die Maschine sehr schnell arbeiten lassen. Bei Klebstoff mittlerer Dichtigkeit
und Gleichmäfsigkeit läfst man nur die Spindel sich drehen, welche dann allein
die Förderung ausübt, welcher die ' stillstehende Röhre einen gewissen Widerstand
entgegensetzt. Bei dickem und ungleichmäfsigem Klebstoff endlich dreht man die Spindel
und Röhre in entgegengesetzter Richtung; erstere natürlich mit entsprechend gröfserer
Geschwindigkeit. In diesem Falle arbeitet die Röhre der Förderung entgegen, der Austritt
des Klebstoffes erfolgt verhältnifsmäfsig langsamer, die Knetwirkung ist dagegen bedeutend
erhöht.
Der auf der Zeichnung wiedergegebene Antrieb der Spindel und Röhre bewirkt die Umdrehung
derselben in entgegengesetzter Richtung. Zwischen den Antriebsrädern 43 und 44
(Fig. 5) ist übrigens eine federnde Platte 52 angeordnet, welche den Kopf der Spindel 36
gegen die Mündung der Röhre 35 zieht. Der Druck, mit welchem diese Theile (Flächen 37
und 38) gegen einander liegen, wird durch Einstellung der Schraube 53 geregelt.
Damit nun die gleichmäfsige Zuführung des Klebstoffes nicht durch ungleichmä'fsigen Druck,
welcher auf demselben ruht, wieder gestört wird, findet eine Regelung des im Klebstoffcylinder
17 herrschenden Druckes statt. Dies geschieht dadurch, dafs bei Ueberschreitung
des normalen Druckes die Antriebsvorrichtung für den Kolben im Klebstoffcylinder selbstthätig
ausgeschatet wird, bis der normale Druck wieder vorhanden ist. Wie aus Fig. 4 ersichtlich,
erfolgt der Antrieb des Kolbens 18 mittelst Schnecke 23 und Schneckenrades 20 derart,
dafs die mit Gewinde und einer Nuth versehene Kolbenstange 19, welche durch eine in
die Nuth greifende Leiste 26 (Fig. 9) gegen Drehung gesichert ist, durch das Schneckenrad
senkrecht gehoben wird. Welle 24, welche die Schnecke 23 trägt, wird nun absetzend angetrieben,
und zwar (Fig. 3) mittelst einer auf eine Reibungsscheibe 59 wirkenden Klinke 60,
welche an einem Hebel 62 drehbar aufgehängt ist und sich gegen einen Anschlag 61 legen kann. Der .
Hebel 62, welcher in Welle 24 seinen Drehpunkt hat, wird durch ein in sein oberes gabelförmiges
Ende greifendes Excenter 64 in schwingende Bewegung gesetzt und schaltet dabei die Reibungsscheibe
59 vorwärts, so dafs der Kolben im Klebstoffcylinder langsam gehoben wird. Der Cylinder 17 ist durch eine elastische
Platte 71 (Fig. 4) oben abgeschlossen, welche mittelst einer Stange 69, ferner mittelst Hebels
6j (Fig. 2 und 3) und Stange 66 an den Arm 65 der Klinke 60 angeschlossen ist. Bei
zu hohem Druck wird durch die Platte 71 vermittelst der erwähnten Verbindungstheile die
Klinke 60 von der Scheibe 59 abgehoben, so dafs die Bewegung des Kolbens 18 so lange
unterbrochen ist, bis der Druck im Cylinder fällt und Klinke 60 sich wieder auf die Scheibe 59
legt. Infolge dieser Einrichtung kann der Druck, unter welchem der Klebstoff in die
Klebstoffröhre eingebracht wird, nicht überschritten werden.
Der Antrieb des Klebrades 6 wird etwa durch ein· Schneckenrad 7 auf der Welle 8
(Fig. 2 und 4) bewirkt, welches mit einer Schnecke 9 der Hauptwelle 10 in Eingriff steht.
Das Klebrad mit seiner Achse 8, sowie deren
Antrieb und Klebstoffaufbringvorrichtungen sind in dem Gestell 12 untergebracht, welches
auf seinen Scharnieren 13 nach dem Trog 4 zu schwingen kann (Fig. 1, 3, 4 und 5), so
dafs sich die Klebvorrichtung behufs Nachsehens u. s. w. nach aufsen schwingen läfst.
In der Arbeitsstellung fafst eine am Gestell 1 drehbar befestigte Riegelstange 14 (Fig. 2 und 6)
in eine vorspringende Gabel 16 des Gestelles 12, so dafs durch Anziehen der auf der Stange 14
sitzenden Mutter die Vorrichtung festgehalten wird.
Auf der Platte 71 ruht eine Feder 72 (Fig. 4), die gegen eine mit der Büchse 74 verbundene
und die Stange 69 umgreifende Platte 73 drückt, welche senkrecht mittelst Schraubengewinde
verstellt und durch deren Drehung die Spannung der Platte 71 beliebig eingestellt werden
kann. Die Platte 71 ist abnehmbar und wird durch einen aufgeschraubten Ring Jj gehalten,
der einen mit Armen 78 versehenen Aufsatz zur Spannungsbegrenzung der Platte trägt.
An dem unteren Ende der Kolbenstange 19
sitzt ein Handrad 75 (Fig. 9), mittelst dessen nach Wegziehen der Zunge 26 aus der Nuth
der Kolbenstange die letztere in dem Schneckenrade 20 wie eine Schraube herausgedreht werden
kann, um den Behälter zu füllen, zu reinigen, schnell den gewünschten Druck zu
erzeugen oder dergl.
In Fig. 8 ist gezeigt, wie der obere Scharnierzapfen 79, der den ganzen Rahmen der
Klebvorrichtung und der Klebscheibe trägt, in einem Sockel 80 gehalten und im Hauptrahmen
ι senkrecht, verstellbar angeordnet ist, so dafs bei Drehung des Sockels die Klebscheibe
senkrecht verstellt werden kann, um genau an der Kante des Hülsenpapiers zu laufen.
Claims (2)
1. Vorrichtung für Cigarettenmaschinen zum
gleichmäfsigen Auftragen des Klebstoffes auf die Hülsen, gekennzeichnet durch eine
Klebstoffröhre, deren Mantel und Innenspindel sich in gleichem oder entgegengesetztem
Sinne mit verschiedenen Geschwindigkeiten umdrehen, und welche mittelst ihres am Umfange eines Klebrades sich
wälzenden Mundstückes den gleichmäfsig in die Röhre eingeführten Klebstoff an das
Klebrad abgiebt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs die gleichmäfsige Einführung des Klebstoffes in die Röhre durch Regelung des Druckes, unter dem der
Klebstoff steht, gesichert wird, zu welchem Zwecke der Klebstoffbehälter am oberen
Ende mit einer etwa mittelst Feder und Druckschraube nach Wunsch belastbaren elastischen Platte verschlossen ist, welche
den Innendruck im Behälter regelt, indem sie durch Beeinflussung eines Hebelwerkes
bei zu hohem Druck von der Antriebsscheibe (Reibungsscheibe), durch deren Umdrehung
die Bewegung des Kolbens im Klebstoffcylinder bewirkt wird, das Antriebsmittel (Reibungsklinke) abhebt und letzteres
erst bei Eintritt des gewünschten Druckes wieder wirken läfst.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109258C true DE109258C (de) |
Family
ID=379172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109258D Active DE109258C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109258C (de) |
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0
- DE DENDAT109258D patent/DE109258C/de active Active
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