DE1090657B - Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden

Info

Publication number
DE1090657B
DE1090657B DEF26349A DEF0026349A DE1090657B DE 1090657 B DE1090657 B DE 1090657B DE F26349 A DEF26349 A DE F26349A DE F0026349 A DEF0026349 A DE F0026349A DE 1090657 B DE1090657 B DE 1090657B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
solution
acid
acetone
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF26349A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hugo Malz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF26349A priority Critical patent/DE1090657B/de
Priority to GB2713159A priority patent/GB910708A/en
Publication of DE1090657B publication Critical patent/DE1090657B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Indole Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es wurde gefunden, daß man Dianxidoschwefligsäureimide erhält, wenn man Alkalisalze von N-Chlor-sulfonamiden auf Diaminomonosulfide einwirken läßt. Das erfindungsgemäße Verfahren wird zweckmäßigerweise in einem inerten Verdünnungsmittel vorgenommen, wobei 5 als Verdünnungs- bzw. Lösungsmittel z. B. Wasser, Ketone, Alkohole, Kohlenwasserstoffe, Äther oder Gemische dieser Verbindungen verwendet werden. Um die Umsetzung zu beschleunigen, kann dabei auch bei erhöhten Temperaturen gearbeitet werden. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches kann in üblicher Weise erfolgen, z. B. durch Entfernung des Lösungsmittels oder durch Ausfällen der entstandenen Iminodiamide, z. B. durch Wasserzusatz.
Die neuen Diamidoschwefligsäureimide können als Zwischenprodukte für die Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet werden.
Beispiel 1
[(CA)2N]2S = N-SO2-
17,6 g Bis-diäthylamm-monosulfid werden in 200 ml Aceton gelöst. Unter Rühren werden im Verlauf von etwa 5 Minuten 28,5 g p-Chlorphenyl-N-chlor-sulfonamidnatrium, gelöst in 200 ml Aceton und 50 ml Wasser, eingetropft. In exothermer Reaktion trübt sich das zunächst klare Reaktionsgemisch langsam, wobei Natriumchlorid sich als schmieriger Niederschlag an der Gefäßwand absetzt. Nach beendeter Reaktion wird unter Rühren noch χ/2 Stunde lang zum Sieden erhitzt. Die erkaltete Lösung wird vom ausgefallenen Natriumchlorid abfiltriert und im Vakuum auf etwa ein Drittel ihres ursprünglichen Volumens eingeengt. Aus der eingedampften Lösung scheidet sich ein hellbraunes Öl ab. Durch Zusatz von etwa 200 ml Wasser wird die Ölabscheidung vervollständigt. Das Öl wird im Scheidetrichter isoliert, in etwa 150 ml Äther aufgenommen, mit Wasser gewaschen und kurz über Calciumchlorid getrocknet. Anschließend wird das Lösungsmittel abgedampft und das dabei zurückbleibende Öl bei etwa 50° C und einem Druck von 0,1 mm Quecksilbersäule entgast. Man erhält so etwa 30 g Bis-(diäthylamido)-schwefligsäure-N-(p-chlorphenylsulfonyl)-imid in Form eines klaren, hellbraunen viskosen Öls.
Analyse für C14H24O2N3S2Cl:
Berechnet ... C 45,95, H 6,61, N 11,48, S 17,52,
Cl 9,69%;
gefunden ... C44,9, H6,2, N 11,2, S 17,7,
Cl 10,5%.
Verfahren zur Herstellung
von Diamidoschwefligsäureimiden
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Hugo Malz, Leverkusen,
ist als Erfinder genannt worden
In gleicher Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, werden 23,2 g Bis-di-n-propylamin-monosurnd, gelöst in 200 ml Aceton, mit einer Lösung von 28,5 g p-Toluol-N-chlor-sulfonamidnatrium, gelöst in 200 ml Aceton und 50 ml Wasser, umgesetzt. Nach Abklingen der mäßig exothermen Reaktion wird noch etwa x/2 Stunde zum Sieden erhitzt und, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Dabei erhält man Bis-(di-n-propylamido)-schwefligsäure-N-(p-tolylsulf onyl) -imid. als braunes, klares, viskoses Öl. Ausbeute etwa 35 g.
Analyse für C19H35O2N3S2:
Berechnet ... C 56,82, H 8,78, N 10,46, S 15,97»/0; gefunden ... C 56,3, H 9,0, N 11,2, S 15,8 %.
Beispiel 2
[(n-C3H7)2N]2S = N —SO2-
Beispiel 3
[(n-C3H7)2N]2S = N-SO2-
Werden 23,2 g Bis-di-n-propylamin-monosurfid, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit 28,5 g p-Chlorphenyl-N-chlorsulfonamidnatrium umgesetzt, und das Reaktaonsprodukt in entsprechender Weise aufgearbeitet, erhält man Bis-(di - η - propylamido) - schwefligsäure - N - (ρ - chlorphenylsulfonyl)-imid als rotbraunes, viskoses Öl in einer Ausbeute von etwa 35 g.
Analyse für C18H32O2N3S2Cl:
Berechnet ... C 51,21, H 7,64, N 9,96, S 15,20,
C18,4l°/0;
gefunden ... C50,7, H7,6, N9,5, S 15,6,
Cl 8,9 <>/„.
-CH,
Beispiel 4
:n) s=N—so2
/2
-Cl
009 627/429
In eine Lösung von 10,2 g Dimorpholinmonosulfid in 150 ml Aceton tropft man unter Rühren eine Lösung von 14,3 g p-Chlorphenyl-N-chlor-sulfonamidnatrium, gelöst in 100 ml Aceton und 30 ml Wasser, ein. In schwach exothermer Reaktion scheidet sich dabei ein Niederschlag von Natriumchlorid an der Gefäßwandung ab. Anschließend wird noch etwa 45 Minuten lang zum Sieden erhitzt. Die erkaltete Lösung wird vom ausgefallenen Natriumchlorid abfiltriert und im Vakuum auf etwa ein Drittel ihres ursprünglichen Volumens eingeengt. Das eingeengte Reaktionsgemisch wird mit etwa 250 ecm Wasser versetzt, wobei sich farblose Kristalle abscheiden, die abgenutscht und mit Wasser gewaschen werden. Nach Abpressen auf Ton kristaUisiert man aus heißem Benzol um. Dabei erhält man Dimorpholidoschwefligsäure-N-(p-chlorphenylsulfonyl)-imid als farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 190 bis 192° C.
Analyse für C14H20O4N3S2Cl:
Berechnet ... C 42,69, H 5,12, N 10,67, S 16,28,
Cl 9,00%;
gefunden ... C43,3, H5,3, N 10,8, S 16,1,
Cl 8,5%.
Beispiel 5
H ,N S = N-SO8
/2
Bei der Umsetzung molarer Mengen von Dipiperidylmonosulfid und p-Toluol-N-chlorsulfonamidnatrium in wäßrig acetonischer Lösung erhält man in mäßig exothermer Reaktion ein Reaktionsgemisch, aus dem nach dem im Beispiel 4 beschriebenen Verfahren farblose Kristalle gewonnen werden können. Nach dem Umkristallisieren aus Chloroform zeigt das Dipiperidoschwefligsäure-N-(p-tolylsulfonyl)-imid einen Schmelzpunkt von 128 bis 129° C.
Analyse für C17H27O2N3S2:
Berechnet ... C 55,25, H 7,36, N 11,37, S 17,35%;
gefunden ... C54,8, H7,4, N 11,4, S 17,5 %.
Beispiel 6
NO9
40
45
10,2 g Dimorpholylmonosuhid werden, in 150 ml Aceton gelöst, mit 13,3 g 3-Nitrophenyl~N-cUor-sulfonamidnatrium, in 250 ml Aceton und 40 ml Wasser gelöst, wie im Beispiel 4 besehrieben, umgesetzt und das Reaktionsprodukt in entsprechender Weise aufgearbeitet. Dabei erhält man Dimorpholidoschwefligsäure-N-(m-nitrophenylsulfonyl)-imid als farblos bis schwachgelbgefärbte kristalline Verbindung, die bei 150 bis 151°C schmilzt. Ausbeute etwa 12 g.
Analyse für C14H20O6N4S2:
Berechnet ... C 41,57, H 4,98, N 13,85, S 15,86%;
gefunden ... C42,0 H4,9, N 13,4, S 15,9 %.
Beispiel 7
= N —SO2-
Ein Gemisch von 20 g Dipiperidylmonosulfid und 200 ml Aceton wird unter kräftigem Rühren mit einer Lösung von 24 g Benzol-N-chlor-sulfonamidnatrium in 200 ml Aceton und 50 ml Wasser versetzt. In schwach exothermer Reaktion trübt sich die zunächst klare Lösung unter· Abscheidung von Natriumchlorid. Das Reaktionsgemisch wird etwa 1Z4 Stunde lang zum Sieden erhitzt, worauf es gegen K J3-Papier nicht mehr oxydierend wirkt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird vom Natriumchlorid abfiltriert und das klare farblose Filtrat im Vakuum auf ein Viertel seines Volumens eingeengt. Nach Zusatz von etwa 250 ml Wasser wird mit Eis gekühlt, wobei farblose Kristalle ausfallen, die abgenutscht und auf Ton abgepreßt werden. Der trockene Rückstand wird in etwa 100 ml Benzol gelöst und mit 50 ml Waschbenzin versetzt. Beim Kühlen fällt aus der farblosen Lösung Dipiperidoschweffigsäure-N-(phenylsulfonyl)-imid in Form von Kristallen aus, die bei 135 bis 137°C schmelzen. Ausbeute: Nach dem Umkristallisieren etwa 25 g.
Analyse für C16H25O2N3S2:
Berechnet ... C 54,1, H 7,1, N 11,83, S 18,03%;
gefunden ... C 54,3, H 7,5, N 12,3, S 17,9 %.
Beispiel 8
n\s = N — SO2
/2
In eine Lösung von 102 g Dimorpholinmonosulfid in 400 ml Äthanol wird ein Gemisch von 125 g Benzol-N-chlorsulfonamidnatrium, 400 ml Äthanol und 100 ml Wasser eingerührt. In mäßig exothermer Reaktion erhält man dabei eine klare Lösung, die unter Rühren x/2 Stunde zum Sieden erhitzt wird. Dabei trübt sich die Lösung langsam durch ausfallendes Natriumchlorid und reagiert nach etwa 15 Minuten gegen KJ3-Papier neutral. Die heiße Lösung wird filtriert, das Filtrat auf das halbe Volumen eingeengt und mit Eiswasser gekühlt. Nach Zusatz von 250 ml Wasser fallen etwa 80 g Dimorpholidoschwefligsäure-N-(phenylsulfonyl)-imid als farblose Kristalle aus, die abgesaugt und getrocknet werden. Nach Umkristallisieren aus Methanol zeigen die Kristalle einen Schmelzpunkt von 1090C.
Analyse für C14H21O4N3S2:
Berechnet ... C46,8, H 5,85, N 11,7, S 17,8%;
gefunden ... C 46,8, H 6,03, N 11,5, S 17,8%.
60
Beispiel 9
:n) S = N-So2
-CH,
/2
Bei der Umsetzung äquimolekularer Mengen Dimorphomrmonosuhid und ρ-Toluol-N-chlorsulfonamidnatrium in Alkohol nach der für das Beispiels beschriebenen Methode erhält man das Dimorpholidoschwefligsäure-N-(p-tolylsulfonyl)-imid als farblose Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 162 bis 163° C mit einer Ausbeute von etwa 75 %.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsäureimiden, dadurch, gekennzeichnet, daß man Diammomonosulfide mit den Alkalisalzen von N-Chlorsulfonamiden umsetzt.
    ©009 627/429 10.60
DEF26349A 1958-08-07 1958-08-07 Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden Pending DE1090657B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF26349A DE1090657B (de) 1958-08-07 1958-08-07 Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden
GB2713159A GB910708A (en) 1958-08-07 1959-08-07 A process for stabilising polyolefins

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF26349A DE1090657B (de) 1958-08-07 1958-08-07 Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1090657B true DE1090657B (de) 1960-10-13

Family

ID=7091988

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF26349A Pending DE1090657B (de) 1958-08-07 1958-08-07 Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1090657B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2601791A1 (de) Thiazolidinderivate und verfahren zu ihrer herstellung
DE1090657B (de) Verfahren zur Herstellung von Diamidoschwefligsaeureimiden
DE68924506T2 (de) Aminocarbonyl-substituierte Pyridinsulfinsäure oder deren Salze.
DE1445547C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2,1-benzoisothiazolen
DE836800C (de) Verfahren zur Herstellung von 21-Oxy-pregnen-(5)-ol-(3)-on-(20)-Abkoemmlingen
DE2127898C3 (de) Verfahren zur Herstellung von ge gebenenfalls inert substituierten o und p Aminothiophenolen
EP0022546A2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Oxophospholan-chlorhydrinen sowie einige spezielle dieser Verbindungen
DE955684C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen
DE875048C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Pyrazolidonen
DE3324844C1 (de) 3,3-Bis-[2-carboxyethyl]-3-(hydroxy-ammonium)-propionsäurebetain sowie Verfahren zur Herstellung und dessen Verwendung
AT228803B (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Phosphorverbindungen
DE1165578B (de) Verfahren zur Herstellung von Thiuramdisulfiden
DE947165C (de) Verfahren zur Herstellung von in 3-Stellung substituierten 4-Oxycumarinen
DE1795422C3 (de) Thiazolinyl-pyridyl-phosphate und -thiophosphate, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltende Mittel. Anmr Agripat S.A., Bäset (Schweiz)
DE2118492C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 8H- 8-Oxo-dibenz [c,mn] -acridinderivaten
DE1643890C (de) alpha- Hy droxy-gamma-methy lmercaptobuttersäure-methylsulfonium-halogenide und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1812849A1 (de) Substituierte Dialkylester der Phosphorsaeure und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT214454B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Phosphinsäurederivate
EP0037504B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylpolysulfiden
DE845342C (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Arsenverbindungen
DE842064C (de) Verfahren zur Herstellung des 2-Diphenylmethoxymethyl-imidazolins
DE2258150A1 (de) Verfahren zur herstellung von unsubstituiertem isatosaeureanhydrid
DE623373C (de)
AT227678B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfensäure-Derivaten
DE1670232C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,4-Hexahydropyrimidind ionen