DE109013C - - Google Patents

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DE109013C
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iodoform
iodine
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potassium iodide
alcohol
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Jodoform wurde seither industriell mit Hülfe von reinem Jod gewonnen, welches man zu diesem Zweck in Gegenwart eines Alkalis auf Alkohol oder eine andere geeignete organische Verbindung einwirken liefs.
Die Versuche von Cornells und GiHe, das Jod durch seine Alkaliverbindungen zu ersetzen, indem sie eine alkoholhaltige Lösung von Jodkalium mit ■ Chlorkalk behandelten, lieferten nur ungenügende Resultate. Es wird wohl Jodoform erzeugt, gleichzeitig bildet sich aber Calciumjodid. Der Ertrag an Jodoform ist nicht allein gering, weil das Jod nur theilweise zur Bildung von Jodoform verbraucht wird, sondern das erzeugte Jodoform ist auch sehr unrein und schwer von seinen Beimischungen zu trennen.
Es ist auch versucht worden, das Jod mit Hülfe des elektrischen Stroms in Freiheit zu setzen (Patentschrift 29771). Wie bei der Darstellung von Jodoform auf elektrolytischem Wege gemä'fs der genannten Patentschrift geht man auch bei dem vorliegenden Verfahren von den Jodalkaliverbindungen, z. B. Jodkalium, aus.
Das Gemisch von Jodkalium, Alkohol und Alkalicarbonat wird mit Ozon behandelt. Das ganze im Jodkalium enthaltene Jod wird durch das Ozon in Freiheit gesetzt und verbindet sich mit dem Kohlenstoff und Wasserstoff zu Jodoform.
Zur Bildung reiner Jodoformkrystalle kann man eine Mischung von Jodkalium und Alkohol mit 30 pCt. Wasser bei einer Temperatur von ungefähr 500 mit Ozon behandeln, und zwar in Gegenwart eines Alkalis . oder eines Alkalicarbonats.
Man kann anstatt Jodkalium auch andere Jodverbindungen, z. B. die von der Ausschöpfung des KeIp oder Varech herstammende Mutterlauge für die industrielle Gewinnung von Jodoform verwenden.
Nachstehend ist ein Beispiel für die praktische Anwendung des vorliegenden Verfahrens gegeben.
Man bringt in einen Bottich die folgende Mischung:
Wasser 100 kg,
Alkohol 300 -
Natriumcarbonat 10 -
Jodkalium 55
Man erwärmt das Gemisch entweder durch einen Dampfstrom oder mit Hülfe eines anderen Heizmittels auf 500 und leitet durch die Flüssigkeit einen ozonhaltigen Gasstrom, bis die ganze Menge Jodkalium zersetzt ist.
Das Jodoform krystallisirt an den Wänden des Behälters und innerhalb der Flüssigkeit in reinem Zustande aus. Die Krystalle können auch nach Beendigung des Processes leicht gesammelt werden.
Der Alkohol kann in diesem Verfahren durch eine andere geeignete organische Verbindung ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Jodoform, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Jodalkaliverbindung, in Gegenwart von Aethylalkohol, Acetaldehyd, Aceton oder einer anderen geeigneten organischen Substanz mit Ozon behandelt wird.
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