DE1089757B - Verfahren zur Herstellung von fluessigen Hexaorganodistannoxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fluessigen Hexaorganodistannoxanen

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DE1089757B
DE1089757B DEF29217A DEF0029217A DE1089757B DE 1089757 B DE1089757 B DE 1089757B DE F29217 A DEF29217 A DE F29217A DE F0029217 A DEF0029217 A DE F0029217A DE 1089757 B DE1089757 B DE 1089757B
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liquid
reaction
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hexaorganodistannoxanes
alkaline agent
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Dr Heinz Gelbert
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/22Tin compounds
    • C07F7/2224Compounds having one or more tin-oxygen linkages

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von flüssigen Hexaorganodistannoxanen Es. ist bekannt, Organozinnverbindungen der allgemeiner Formel R3 - Sn -0 - Sn - R3 h.erzustellen., indem man zunächst aus einem Triorganozinnhalogenid das Trior,ganostannoxan nach der Gleichung R3SnX+NaOH->R3SnOH+NaX herstellt, aus dem in einer zweiten Stufe das entsprechende Hexaorganodistannoxan nach der Gleichung 2 R3 SnO H R3 Sn-O-SnR3 + H2O hergestellt wird.
  • Als. flüssige Organozinnhalogenide, welche nach dem Verfahren zu flüssigen Distannoxanen verarbeitet werden können, kommen in Frage z. B.: Triäthylzinnbromid, Tri-n-propylzinnbromid, Tri-n-butylzinnbromid, Triäthylzinnjodid und Dimethyläthylzinnchlorid.
  • Zur Herstellung der Distannoxane löste man bisher das entsprechende Trioanozinnhalogenid in einem organischen Lösungsmittel und verriihrte, gegebenenfalls unter Erhitzen, mit wäßriger Alkalilauge. Dabei scheiden sich zwei Schichten, von denen. die obere das organische Lösungsmittel mit dem Distannoxan, die untere das Wasser mit dem Alkalihalogenid enthält.
  • Die organische Schicht wurde abgetrennt, gewaschen und durch Abdampfen des organischen Lösungsmittels das Hexaorganodistannoxan isoliert, das durch Umkristallisieren oder Vakuumdestillation gereinigt wird.
  • Man hat auch bereits das Triorganozinnhalogenid durch Kochen mit alkalischer Natrcn- oder Kalilauge zum Hexaorganodistannoxan umgesetzt, wobei aber ebenfalls das Abtrennen des organischen Lös ungsmittels sowie das Entfernen. des in das Realçtionsgemisch eingebrachten bzw. bei der Reaktion entstehenden Wassers einen erheblichen Aufwand an Apparatur und Zeit verursacht Gegenstand der Erfindung ist ein wesentlich verein.fachtes Verfahren. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein flüssiges Triorganozinnhalogenid der allgemeinen Formel R3 Sn X, in der R gleiche oder verschiedene, über Kohlenstoff an das Zinnatom gebundenie Alkylreste, die gegebenenfalls substituiert sein können, und X ein Halogenatom bedeutet, gegebenenfalls unter Druck, in Abwesenheit organischer Lösungsmittel, mit einem festen alkalischen Mittel erhitzt. Als solches kommen vorzugsweise 99- bis 100°/i,ges Natrium-, Kalium- oder Kalziumhydroxyd in Betracht.
  • Es wird in der Weise gearbeitet, daß das flüssige Triorganozinnhalolgenid vorgelegt und unter kräftigem Rühren das feste Atzalkali in Form von Schuppen, Pastillen oder Pulver zugemischt wird. Die Dehydratation zum Distannoxan vollzieht sich unter einer Wärmeentwicklung bis zu etwa 700 C und mit sehr guten Ausbeuten von etwa 75 bis 850/0. Aus dem Reaktionsgemisch braucht nur das gebildete Wasser, d. h. 1 Mol H2O je Mol gebildetes Hexaorganodistannoxan, entfernt zu werden, was durch Nacherhitzen des Reaktionsgemisches bis auf etwa 1100 C leicht bewerkstelligt wird. Dann wird durch Filtration das flüssige Verfahrensprodukt von dem gebildeten Alkali- oder Erdalkalihalogeni.d getrennt un.d gegebenenfalls durch Destillation das Hexaorganodistannoxan vom nicht umgesetzten Triorganozinnhalogenid getrennt.
  • Der technische Fortschritt des Verfahrens liegt auf der Hand. Durch Wegfall des. Lösungsmittels wird der apparative und materialmäßige Aufwand bemerlenswert verringert; abgesehen von der vereinfachten Arbeitsweise wird eine Verbilligung des Produktes erreicht.
  • Beispiel 1 In einem 1001 fassenden Kessel aus nichtrostendem Stahl legt man 24,27 kg Tributylzinnchlorid vor und riihrt innerhalb von etwa 30 Minuten 3,22 kg festes 99°/oiges Ätznatron ein, wobei durch die Wärmetönung der Reaktion die Temperatur des Gemisches auf etwa 700 C ansteigt. Man erhitzt weitere 6 Stunden bis auf etwa 1100 C, läßt erkalten, filtriert vom gebildeten Natriumchlorid ab und destilliert durch nochmaliges Erhitzen auf etwa 1100 C die geringe Menge des bei der Reaktion entstandenen Wasser ab. Es bleiben 18,6 kg des flüssigen, rohen Hexabutyldistannoxans zurück, das durch Destillation gereinigt wird. Ausbeute 77 % der Theorie.
  • Beispiel 2 Man beschickt einen 3-l-Ruhrkolben mit 500 g Tributylzinnchlond und rührt innerhalb von 15 Minuten 58 g festes Kalziumhydroxyd ein. Dann erhitzt man weitere 2 Stunden auf etwa 1100 C, wobei allmählich das bei der Reaktion gebildete Wasser abgetrieben wird. Man filtriert vom gebildeten Kalziumchlorid ab und erhält als Rohprodukt 421 g Hexabutyldistannoxan, das in bekannter Weise der Reinigung unterzogen wird. Ausbeute 85 °/ der der Theorie.
  • Beispiel 3 Man legt in einem Rührkolben von 21 Inhalt 300 g Tributylzinnbromid vor und fügt unter Rühren allmählich 46 g festes, etwa 990/oiges Kaliumhydroxyd zu. Es wird 3 Stunden auf etwa 1000 C erhitzt und so das als Reaktionsprodukt entstehende Wasser abgetrieben. Durch Filtration wird nun das entstandene Kaliumbromid abgeschieden, und man erhält 216 g rohes Hexadibutyldi.stannoxan. Nach Reinigung durch Destillation beträgt die Ausbeute 82 °/o der Theorie.
  • Beispiel 4 In einem geeigneten Rührkolben versetzt man nach und nach 100 g Tri-n-propylzinnchlorid mit 15 g 99-bis 100%igem Ätznatron, wobei ein. Temperaturanstieg auf etwa 600 C beobachtet wird. Durch anschließendes 2stündiges Erhitzen auf etwa 1100 C wird das. sich bei der Reaktion bildende Wasser ab- getrieben Nun wird vom entstandenen Natriumchlarid abfiltriert und als Filtrat 81 g rohes Hexan-propyldistannoxan erhalten. Nach Reinigung durch Destillation beträgt die Ausbeute 79 O/& der Theorie.

Claims (3)

  1. PATENTANsPRÜcHE: 1. Verfahren zur Herstellung von flüssigen Hexaofganodis.tannoxanen, dadurch gekennzeichnet, d.aß man eine flüssige Verbindung der allgemeinen Formel R3SnX in Abwesenheit von organischen Lösungsmitteln, gegebenenfalls unter Druck, mit einem festen alkalischen Mittel erhitzt, wobei in der Formel R gleiche oder verschiedene, über Kohlenstoff an das Zinnatom gebundene Alkylreste, die gegebenenfalls substituiert sein. können, und X ein Halogenatom bedeutet.
  2. 2.. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als festes alkalisches Mittel 99- bis 1000/o-iges Natrium-, Kalium- oder Kalziumhydroxvd verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekeTm.zeichn,et, daß die Reaktion bei Temperaturen durchgeführt wird, bei denen das abgespaltene Reaktion,swasser durch Destillation entfernt werden kann.
DEF29217A 1959-08-21 1959-08-21 Verfahren zur Herstellung von fluessigen Hexaorganodistannoxanen Pending DE1089757B (de)

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