DE1086166B - Vorrichtung zum lotrechten Aufeinanderstellen von Muffenrohren aus zu brennenden Werkstoffen waehrend des Brennens - Google Patents
Vorrichtung zum lotrechten Aufeinanderstellen von Muffenrohren aus zu brennenden Werkstoffen waehrend des BrennensInfo
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Description
- Vorrichtung zum lotrechten Aufeinanderstellen von Muffenrohren aus zu brennenden Werkstoffen während des Brennens Die Herstellung von Muffenrohren aus zu brennenden Werkstoffen, also insbesondere von Ton- oder Steinzeugmuffenrohren, bereitet in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten, soweit es sich darum handelt, maßhaltige Rohre zu erzeugen. Der Anfall hochwertiger Stadtware ist nur gering. Der Hauptanteil der Erzeugung stellt Handelsware, als II. und III. Wahl dar, bei denen zwar größere Durchmessertoleranzen an der Muffe und/oder am Einsteck- oder Schwanzende des Rohres zugelassen sind, die dafür aber auch geringere Erlöse bringen. Ganz abgesehen davon bereitet dieVerlegung solcherRohre mit großen Schwankungen in den Abmessungen Schwierigkeiten, weil Dichtungsringe nicht immer verwendbar sind und weil Dichtungsfehler auftreten können, so daß eine einwandfreie Verlegung nicht selten in Frage gestellt ist: Diese Mißstände bei der Herstellung solcher Rohre sind wesentlich darauf zurückzuführen, daß die Rohre sowohl zum Vortrocknen an der Luft als auch beim nachfolgenden Brennvorgang lotrecht gestellt werden, wobei man sie vielfach im Turnus abwechselnd auf die Muffe oder auf das Schwanzende stellt. Ton- oder Steinzeugrohre besitzen nun - speziell wenn sie ungebrannt, also noch naß oder feucht sind - ein relativ hohes Eigengewicht, welches auf der Muffe bzw. dem Stirnrand des Schwanzendes lastet und dazu führt, daß sich die Muffe und/oder das Schwanzende verformen: Durch die Last des Rohrgewichtes treten dabei nicht allein unregelmäßig konische Aufweitungen der Muffe bzw. eine Schrägstellung des Muffengrundes sowie Beschädigungen des Stirnrandes des Schwanzendes ein. Vielmehr staucht sich durch das Gewicht auch der Rohrwerkstoff mit der unerwünschten Folge, daß sich die Rohr- bzw Muffenwandstärken ändern.
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Mängel bei der Herstellung von Ton- oder Steinzeugmuffenrohren zu vermeiden. Nach einem unveröffentlichten Vorschlag der Erfindung sind diese Mißstände während des Vortrocknens bereits abstellbar, indem man sich sogenannter Aufstellplatten bedient, die die Muffe und/oder das Schwanzende des Rohres hinsichtlich des Durchmessers kalibrieren und stützen. Die Erfindung geht nun noch einen Schritt weiter, indem sie auch für den Brennvorgang Mittel vorschlägt, mit denen die Maßhaltigkeit der Muffenrohre gewährleistet werden kann. Und zwar werden gemäß der Erfindung aus einem Kragenteil und einem nach innen ragenden Bodenteil bestehende Rufstellringe verwendet, deren Kragenaußendurchmesser der Lichtweite der Muffe und deren Kragenlichtweite dem Außendurchmesser des Rohrschwanzendes entspricht und die bei Aufstellung der Muffenrohre auf die Stirnringfläche ihres Schwanzendes mit der unteren Fläche ihres Bodenteils beim untersten Röhr auf dem Boden der Brennkammer und bei dem oder den oberen Rohren auf dem Muffengrund des darunterstehenden Rohres aufliegen und auf deren oberen Bodenteilflächen die Rohre mit den Stirnringflächen ihrer Schwanzenden aufliegen.
- Nach einem anderen, parallel hierzu gerichteten Vorschlag der Erfindung benutzt diese aus einem Kragenteil, einem nach innen ragenden Bodenteil und einem nach außen ragenden Flansch bestehende Rufstellringe, deren Kragenaußendurchmesser der Lichtweite der Muffe und deren Kragenlichtweite dem Außendurchmesser des Rohrschwanzendes entspricht und die bei Aufstellung der Muffenrohre mit abwärts gerichteter Muffe beim untersten Rohr mit der unteren Fläche ihres Flansches auf dem Boden der Brennkammer und bei dem oder den oberen Rohren mit der unteren Fläche ihres Bodenteils auf der Stirnringfläche desSchwanzendes des darunterstehendenRohres aufliegen und auf deren oberen Bodenteilflächen die Rohre mit ihrem Muffengrund aufliegen.
- Die Erfindung wird am besten an Hand einer Beschreibung von zwei in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispielen verstanden. Und zwar zeigt Fig. 1 zwei zum Brennen lotrecht in- oder übereinandergestellte Muffenrohre im Längsschnitt, wobei die Rohrschwanzenden abwärts gerichtet sind, während Fig.2 zwei entsprechende Rohre wiedergibt, die umgekehrt, d. h. mit abwärts gerichteten Muffen, aufgestellt sind.
- Jedes Ton- oder Steinzeugmuffenrohr 10 weist ein Schwanzende 11 und eine Muffe 12 auf. Zum Brennen werden die Rohre 10 übereinandergestellt, und zwar im Beispiel nach Fig. 1 derart, daß das unterste Rohr auf dem Stirnrand seines Schwanzendes 11 ruht, während das jeweils Barüberstehende Rohr mit seinem Schwanzende 11 in die Muffe 12 des unteren Rohres eingreift. Auf diese Weise werden beim Brennen zwei oder auch drei Muffenrohre lotrecht übereinanderstehend gebrannt.
- Mit 13, 14 sind Rufstellringe bezeichnet, die einen im allgemeinen L- oder winkelförmigen Querschnitt haben. Und zwar ist der Kragenteil 13 so bemessen, daß seineLichtweite demAußendurchmesser desRohrschwanzendes 11, sein Außendurchmesser der Lichtweite der Muffe 12 entspricht. Der Bodenteil 14 jedes Rufstellringes ist einwärts gerichtet.
- Das untere Rohr steht auf einem auf dem Boden 15 der Brennkammer aufstehenden liegenden Ring 13, 14 derart, daß sich das Stirnende des Rohrschwanzendes 11 auf dem Bodenteil 14 des Rufstellringes 13, 14 abstützt, während der Kragenteil 13 den Mantel des Rohrschwanzendes 11 umfaßt.
- Bei dem nächsthöheren Rohr sitzt der Bodenteil 14 des Rufstellringes auf dem Muffengrund der Rohrmuffe 12 des unteren Rohres auf. Der Mantel des Kragenteils 13 stützt sich an der Muffeninnenwand, der Innenmantel des Kragenteils hingegen an der Außenmantelfläche des Schwanzendes 11 des Oberrohres ab.
- Auf diese Weise werden alle zu brennenden Rohre an denjenigen Stellen, bei denen es auf Maß- oder Formhaltigkeit ankommt - also in der Muffe 12 bei deren Innenlichtweite und am Muffengrund, beim Schwanzende 11 an dessen Außenmaß und seiner Ringstirnfläche --, so abgestützt, daß keine entscheidenden Maß- und Formänderungen während des Brennvorganges auftreten können.
- Will man die Rohre umgekehrt brennen, also auf der Muffe stehend, dann werden zweckmäßig Z-förmige Rufstellringe nach Fig. 2 verwendet. Hier sitzt am Kragenteil 13 außer dem Bodenteil 14 noch ein Flanschteil 16, und der Bodenteil 14 liegt wieder zwischen Muffenboden und Ringstirnfläche des Rohrschwanzendes 11. Der am entgegengesetzten Ende des Kragenteils 13 angeordnete Flansch 16 dient als Aufstellringplatte. Dabei ist die Ausbildung so getroffen, daß der Kragenteil 13 eine Länge besitzt, die die Tiefe der Muffe 12 übersteigt, so daß die Muffe des Rohres jeweils mit ihrem Muffenboden oder -grund auf dem Ring aufsitzt, während die Ringstirnfläche der Muffe des untersten Rohres vom Aufstellboden 15 frei gehalten wird. Gewünschtenfalls ließen sich diese beiden Ringtypen bei Bedarf auch zu einer gemeinsamen Aufstellringtype vereinigen, indem man beiden Rufstellringen einheitlich einen Z-förmigen Querschnitt gibt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum lotrechten Aufeinanderstellen von Muffenrohren aus zu brennenden Werkstoffen, z. B. von Ton- oder Steinzeugrohren, während des Brennens, gekennzeichnet durch aus einem Kragenteil (13) und einem nach innen ragenden Bodenteil (14) bestehende Rufstellringe, deren Kragenaußendurchmesser derLichtweite derlIuffe (12) und deren Kragenlichtweite dem Außendurchmesser des Rohrschwanzendes (11) entspricht und die bei Aufstellung der Muffenrohre (10) auf die Stirnringfläche ihres Schwanzendes (11) mit der unteren Fläche ihres Bodenteils (14) beim untersten Rohr (10) auf dem Boden (15) der Brennkammer und bei dem oder den oberen Rohren auf dem Muffengrund des Barunterstehenden Rohres aufliegen und auf deren oberen Bodenteilflächen die Rohre (10) mit den Stirnringflächen ihrer Schwanzenden aufliegen (Fig. 1).
- 2. Vorrichtung zum lotrechten Aufeinanderstellen von Muffenrohren aus zu brennenden Werkstoffen, z. B. von Ton- oder Steinzeugrohren, während des Brennens, gekennzeichnet durch aus einem Kragenteil (13), einem nach innen ragenden Bodenteil (14) und einem nach außen ragenden Flansch (16) bestehende Rufstellringe, deren Kragenaußendurchmesser der Lichtweite der Muff (12) und deren Kragenlichtweite dem Außendurchmesser des Rohrschwanzendes (11) entspricht und die bei Aufstellung der Muffenrohre (10) mit abwärts gerichteter Muffe (12) beim untersten Rohr (10) mit der unteren Fläche ihres Flansches (16) auf dem Boden (15) der Brennkammer und bei dem oder den oberen Rohren mit der unteren Fläche ihres Bodenteils (14) auf der Stirnringfläche des Schwanzendes (11) des Barunterstehenden Rohres aufliegen und auf deren oberen Bodenteilflächen die Rohre mit ihrem Muffengrund aufliegen (Fig. 2).
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| DE1086166B true DE1086166B (de) | 1960-07-28 |
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ID=7303311
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1086166B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2330620A1 (de) * | 1972-06-15 | 1974-01-03 | Hepworth Iron Co Ltd | Verfahren zum herstellen von erzeugnissen aus ton |
-
1958
- 1958-09-26 DE DEM39092A patent/DE1086166B/de active Pending
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