DE686829C - Maschine zur Herstellung luftfreier Presslinge aus trockenem pulverfoermigem Gut - Google Patents

Maschine zur Herstellung luftfreier Presslinge aus trockenem pulverfoermigem Gut

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DE686829C
DE686829C DE1937B0180174 DEB0180174D DE686829C DE 686829 C DE686829 C DE 686829C DE 1937B0180174 DE1937B0180174 DE 1937B0180174 DE B0180174 D DEB0180174 D DE B0180174D DE 686829 C DE686829 C DE 686829C
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Germany
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air
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press
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DE1937B0180174
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Ismar Israel Perl
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ISMAR ISRAEL PERL
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ISMAR ISRAEL PERL
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/0005Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing for briquetting presses
    • B30B15/0017Deairing means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Maschine zur Herstellung luftfreier Preßlinge aus trockenem pulverförmigem Gut Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung luftfreier Preßlinge aus trockenem, pulverförmigem Gut, insbesondere Puder.
  • Für diesen Zweck ist bereits voräeschlagen worden, die Begrenzungsflächen des Preßraumes mit Luftdurchtrittsöffnungen zu versehen, die an der Innenseite des Preßrauines einen kleinen OOuerschnitt aufweisen und sich nach außen erweitern. Der Wirkungsgrad dieser Einrichtung befriedigt indessen noch nicht, da wegen der verhältnismäßig zu geringen Anzahl der bei dieser Querschnittsgestaltung möglichen Öffnungen durch diese zuviel Preßmasse hindurchgeht und zuwenig Luft herausgedrückt wird. Bei schnellem Betrieb entstehen merkbare Verluste an Preßgut, während die Luftfreiheit des Preßlings nach einem Preßgang stets noch nicht vollkommen ist. Das gleiche trifft auch auf die bekannten Vorrichtungen zu, die sich einer stufenweise arbeitenden Pressung oder eines auf künstliche Weise luftverdünnten Raumes hinter den Begrenzungsflächen des Preßraumes bedienen. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, abgemessene Mengen trockenen, pulverförmigen Gutes in zur Weiterbeförderung dieses Gutes dienende Behälter einzupressen, und zwar mittels eines Bauteiles, der aus einem in einem Rahmen gehaltenen Drahtnetz besteht. In dieseln Rahmen ist das Drahtnetz, mit Ausnahme seiner Kanten, somit gänzlich ununterstützt und unbedeckt. Der Rahmen selbst wird um eine Drehachse geschwenkt, die sich nahe einer der Kanten des Drahtnetzes befindet.
  • Bei Maschinen zum Pressen feingemahlenen Tones oder zum Formen von Ziegeln aus mit Wasser versetztem Ton ist es bereits bekannt, in die Wände des Preßraumes ein Drahtnetz einzulassen, das von einer mit Durchbrechungen versehenen Platte unterstützt oder bedeckt und gegebenenfalls auch mit einer Filterpapierlage belegt ist, die sich dann zwischen dem Netz und dem Tongut befindet. Das Drahtnetz kann indessen nur in den verhältnismäßig kleinen Zonen durchlässig sein, die mit den Durchbrechungen der unmittelbar anliegenden Platte zusammenfallen. Für eine Maschine zum Pressen feingemahlenen Tones, der für die Formgebung keramischer Waren mit Wasser: versetzt ist, ist auch schon der Vorschlag ge-@ macht worden, die Arbeitsfläche jedes vöri, zwei gegenläufigen Kolben gegen eine mit Durchbrechungen versehene Platte pressen zu lassen, über die ein aus Bronze hergestelltes Drahtnetz gelegt ist, das seinerseits mit Filterpapier überdeckt ist. Ein Zwischenraum zwischen dem Drahtnetz und der mit Durchbrechungen versehenen Platte ist auch bei dieser Maschine nicht vorgesehen, ebensowenig eine Zwischenstützung zwischen dem Drahtnetz und dem Filterpapier.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eineMaschine zurHerstellung luftfreierPreßlinge aus trockenem, pulverförmigem Gut, die bei langer Lebensdauer und großer Arbeitsgeschwindigkeit geringe Verluste an pulverförmigem Gut aufweist, während die gepreßten Pulvermassen derart luftfrei sein sollen, daß die Höhen der Preßlinge genau vorherbestimmbar sind. Erfindungsgemäß ist zumindest ein Teil der Begrenzungsflächen des Preßraumes, insbesondere der an der oberen und unteren Fläche des Preßlings gelegene, doppelwandig mit Zwischenraum ausgebildet, und für die inneren Wandungen sind feinmaschige Drahtnetze, für die äußeren, nahe den inneren Drahtnetzen angebrachten Verstärkungswandungen mit Durchbrechungen versehene Platten gewählt. Eine Berührung der mit den Durchbrechungen versehenen Platten mit den inneren Drahtnetzen kann daher während der Preßarbeit nur an einer oder wenigen Stellen erfolgen; es wird somit sowohl eine ausreichende Stützung für das Drahtnetz erreicht, als auch zwischen den Wandungen während des Pressens gleichwohl ein ausreichender Zwischenraum beibehalten. Das Drahtnetz bleibt daher über die volle Arbeitsfläche wirksam. Die im Preßling eingeschlossenen Luftteilchen können ungehindert abströmen, während das pulverförmige Gut zurückgehalten wird, weil sich in die einzelnen Öffnungen des Drahtnetzes wegen der großen Anzahl der nunmehr ohne Schaden für das Netz möglichen Öffnungen nur verhältnismäßig wenig Preßgut eindrücken wird, das dann an dem Drahtnetz anhaftet. Sofern noch geringe Mengen Preßgut durch die Öffnungen des Drahtnetzes hindurchschlüpfen, werden sie von der Luftströmung schnell zunächst durch den von der Doppelwand gebildeten Zwischenraum und dann auch durch die Durchbrechungen der äußeren Platten mitgeführt, ohne daß diese Durchbrechungen sich bei kanalartiger Ausbildung verstopfenkönnen. Sind insbesondere die an der oberen und unteren Fläche des Preßlings gelegenen Begrenzungsflächen des Preßraumes ganz oder teilweise in der oben beschriebenen Weise ausgebildet, so kann man die wirksam arbeitenden vollen Oberflächen der Drahtnetze "-während der gesamten Dauer des Preßganges zur Verfügung haben.
  • Zweckmäßig befinden sich die doppelten Wandungen an den Arbeitsflächen der verwendeten Preßstempel, wobei hinter den mit Durchbrechungen versehenen Platten Hohlräume angeordnet sind, deren Abschluß zweite, mit Durchbrechungen versehene Platten bilden. Somit kann bei raschem Vordrücken eines Preßstempels der dabei hinter diesem entstehende luftarme Raum das treibende Gesamtdruckgefälle der ausströmenden Luft wesentlich erhöhen: zusätzlicheEinrichtungen zur Erzeugung dieses luftarmen Raumes hinter den Begrenzungsflächen des Preßraumes durch künstliche Mittel werden daher durch diese weitere erfindungsgemäße Bauweise erst recht erübrigt. Die wenigen Teilchen des pulverförmigen Gutes, die durch die Drahtnetze und die diesen benachbarten, mit Durchbrechungen versehenen Platten noch hindurchschlüpfen könnten, werden in dem Hohlraum zwischen den mitDurchbrechungen versehenen beiden Platten gesammelt und sind vor dem Verstreutwerden trotz des stärkeren Druckes der ausströmenden Luft geschützt. Der Hohlraum zwischen den beiden mit Durchbrechungen versehenen Platten kann zum Zweck seiner Reinigung durch Entfernung der zweiten, mit Durchbrechungen versehenen Platte geöffnet werden.
  • Bei Verwendung eines Behälters für das zu pressende pulverförmige Gut unmittelbar als Begrenzungsfläche des Preßraumes kann das Gut mit nur einem Preßstempel unmittelbar in den Behälter eingepreßt werden, wobei der Preßstempel an der Behälterwandung bzw. in einem besonderen Mantel geführt ist. Für den Fall, daß die Behälter niedrig sind, wie es bei Gesichtspuderdosen der Fall ist, ist es zur Erzielung der notwendigen Füllung des Behälters und zur Führung des Preßstempels erforderlich, die genannte mantelförmige Führung als Aufsatz zu verwenden; dieser Aufsatz ist weiterhin als Führungsmantel bezeichnet. Dieser Führungsmantel ist auf den Behälter dicht aufzusetzen, etwa kraftschlüssig durch sein Gewicht. Die oberen Einfüllöffnungen der Behälter können dabei kleiner sein als die Behälterböden.
  • Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Maschine mit einem in umlaufenden Führungsmänteln arbeitenden Preßstempel zur Herstellung von Preßlingen für Puderdosen. Die Führungsmäntel ruhen während des Füll- und des Preßvorganges auf den Puderdosen auf, die dann gemeinsam mit den Führungsmänteln die eigentlichen Preßräume begrenzen, die der Preßstempel jeweils schließt.
  • Insbesondere zeigen: Fig. i einen Querschnitt durch den Preßstempel und die Preßanlage, Fig. 2 eine Ansicht der Arbeitsfläche des Preßstempels.
  • An der Platte des Preßtisches i ist das von Hand gesteuerte, aber an sich auch durch Exzentertrieb steuerbare und vorzugsweise dann mit dem Füllwerk der Maschine gekuppelte Hebelgestänge 2 für den regelbar abgefederten Stempelschaft 3 befestigt, der den erfindungsgemäß ausgebildeten Preßstempel 4. trägt. Das Drahtnetz 5 dieses Preßstempels ist mit einer leichten Wölbung nach unten ausgeführt, derart, daß es beim Durchbiegen während des Pressens von der Verstärkungsplatte 6 im allgemeinen noch genügend Abstand hat. Zur Weiterleitung der sich in dem Zwischenraum zwischen dem Drahtnetz 5 und der Verstärkungsplatte 6 ansammelnden Luft dienen die Durchbohrungen 7 der Platte 6, die die Luft in den Hohlraum 8 des Preßstempels führen. Von hier gelangt die Luft durch die zweite, zwecks Reinigung des Hohlraumes 8 lösbar angebrachte und durchbohrte Platte 9 in den freien Raum.
  • Die Führungsmäntel io ruhen mittels Stützringen i i unmittelbar auf den Puderdosen 12, auf; die Schraubenbolzen 13 sichern die Führungsmäntel zweckmäßig lediglich gegen seitliche Verschiebung.
  • Im übrigen zeigt die Zeichnung (Fig. i), daß der Puder, nachdem er das Füllwerk in abgemessener Menge verlassen hat, in die von den Führungsmänteln und den Puderdosen selbstbegrenzten Preßräume etwa bis zur halben Höhe der Führungsmäntel lose eingefüllt wird, um dann - nach einer Drehung des Rundlauftisches um einen gewissen Winkel - von dem Preßstempel auf die Höhe der Puderdose unter Entweichen der in ihm noch vorhandenen Luft heruntergepreßt zu werden. Selbstverständlich ist in einer zwangläufig arbeitenden Maschine auch das Triebwerk des Rundlauftisches mit dem Preß- und dem Füllwerk und insbesondere mit der Abmeßvorrichtung dieses Füllwerks gekuppelt, und ist diese Abmeßvorrichtung auch derart gebaut, daß sie in an sich bekannter Weise die Abtrennung luftfreier und daher genau bemessener Mengen des Gutes erlaubt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zur Herstellung luftfreier Preßlinge aus trockenem, pulverförmigem Gut, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Begrenzungsflächen des Preßraumes, insbesondere der an der oberen und unteren Fläche des Preßlings gelegene, doppelwandig mit Zwischenraum ausgebildet ist, und daß für die inneren Wandungen feinmaschige Drahtnetze (5) und für die äußeren, nahe den inneren Drahtnetzen angebrachten Verstärkungswandungen mit Durchbrechungen (7) versehene Platten (6) gewählt sind.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die doppelten Wandungen (5, 6) an den Arbeitsflächen der Preßstempel befinden, wobei hinter den mit Durchbrechungen versehenen Platten (6) Hohlräume (8) angeordnet sind, deren Abschluß zweite, mit Durchbrechungen versehene Platten (9) bilden.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut unter Verwendung nur eines Preßstempels (4) in Behälter eingepreßt wird, wobei der Preßstempel an der Behälterwandung bzw. in einem besonderen Mantel(io) geführt ist.
DE1937B0180174 1937-09-25 1937-09-25 Maschine zur Herstellung luftfreier Presslinge aus trockenem pulverfoermigem Gut Expired DE686829C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE908447C (de) * 1951-11-09 1954-04-05 Hans Dohse Vorrichtung zur Erhohung des Raumgewichtes fester Stoffe
FR2627695A1 (fr) * 1988-02-29 1989-09-01 Oreal Procede pour le compactage d'une poudre cosmetique et coupelle utilisee dans ce procede

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE908447C (de) * 1951-11-09 1954-04-05 Hans Dohse Vorrichtung zur Erhohung des Raumgewichtes fester Stoffe
FR2627695A1 (fr) * 1988-02-29 1989-09-01 Oreal Procede pour le compactage d'une poudre cosmetique et coupelle utilisee dans ce procede

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