DE1081007B - Verfahren zur Herstellung von Farbkoerpern praktisch freier Alkarylsulfonate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbkoerpern praktisch freier Alkarylsulfonate

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DE1081007B
DE1081007B DEC14909A DEC0014909A DE1081007B DE 1081007 B DE1081007 B DE 1081007B DE C14909 A DEC14909 A DE C14909A DE C0014909 A DEC0014909 A DE C0014909A DE 1081007 B DE1081007 B DE 1081007B
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hydrogen peroxide
sulfonic acid
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practically free
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George Christy Feighner
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ConocoPhillips Co
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Continental Oil Co
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/02Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof
    • C07C303/04Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups
    • C07C303/06Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups by reaction with sulfuric acid or sulfur trioxide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbkörpern praktisch freier Alkarylsulfonate Die Sulfonierung von Alkarylkohlenwasserstoffen erfolgt allgemein durch ein Verfahren, bei dem etwa 1,3 bis 2 Gewichtsteile einer 100- bis 105%igen Schwefelsäure je Gewichtsteil des Alkarylkohlenwasserstoffs angewendet werden. Andere Sulfonierungsmittel werden auch benutzt. Welches solcher Mittel auch Anwendung fand, das entstandene Gemisch ergab am Ende dieser Sulfonierung ein dunkelgefärbtes Sulfonat nach der Neutralisation mit einer Base wie Natriumhydroxyd. Da dunkelgefärbte Sulfonate nur in relativ geringem Umfange verwendet werden können, wurden verschiedene Verfahren für die Entfernung der Farbkörper vorgeschlagen. Bei den bisher bekannten Methoden wurden wäßrige Lösungen solcher Metallsulfonate mit Wasserstoffsuperoxyd oder anderen Bleichmitteln wie Alkaliperoxyd und mit einer Säure, wie Schwefel- oder Salzsäure, behandelt. Zu anderen Behandlungsmitteln gehören Lösungen von Metallpersalzen, wie - Alkalimetallpercarbonat, Alkalimetallperborat oder ein Alkalipersulfat. Um die Farbe des Erzeugnisses zu verbessern, wurden außerdem die wäßrigen Sulfonate mit Sauerstoff oder einem oxydierenden Gas durchblasen. Keines der genannten Verfahren war völlig befriedigend, im allgemeinen deshalb, weil sie mit hohen, unerwünschten Ausgaben für Materialien und Zeit verbunden waren und weil das so erhaltene Produkt bezüglich seiner Färbung nicht weiter-verbessert wurde.
  • Es wurde nun gefunden, daß man von Farbkörpern praktisch freie Alkarylsulfonate unter Verwendung von Wasserstoffperoxyd dadurch herstellen kann, daß man in üblicher -Weise hergestellte und vom verbrauchten Sulfonierungsmittel abgetrennte Alkarylsulfonsäuren mit Wasserstoffsuperoxyd umsetzt und anschließend die genannten Sulfonsäuren neutralisiert.
  • Zu den für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Alkarylkohlenwasserstoffen gehören solche, die durch Reaktion eines Überschusses an Benzol, Toluol, Xylol oder eines ähnlichen KW-Stoffes mit einem Alkylierungsmittel in Gegenwart eines -Friedel-Craft-Katalysators erhalten werden. Das Alkylierungsmittel kann ein 9 bis 10 C-Atome mit -gerader oder verzweigter Kette enthaltendes Olefin, Alkohol oder Halogenid sein. Bevorzugte Alkylierungsmittel- sind die 9 bis 18 C-Atome enthaltenden Polymeren von Propylen wie Tripropylen, Tetrapropylen, Hexapropylen oder Gemische aus ihnen. Andere Alkylierungsmittel, die verwendet werden können, schließen Nonyl-, Decyl-, -Dodecyl-, Octadecylalkohole und -chloride ein.
  • Ein geeigneter, im Handel in großen Mengen leicht erhältlicher Kohlenwasserstoff ist eine Mischung aus Monoalkylbenzolen, manchmal als Dodecylbenzol bezeichnet, dessen physikalische Eigenschaften folgende sind: Spezifisches Gewicht ........... 0,8742 Durchschnittliches Molgewicht ASTM D-158 Engler .......... 232 Anfangssiedepunkt . « 279,440 C 5 . . .............. 285,000 C 10 . ................ 287,780 C 50 . ..... .............. 293,330 C 90 . ................. 304,440 C 97 ............................. 311,11° C Endsiedepunkt .... 317,220 C Brechungsindex bei 200 C ....... 1,4885 Viskosität bei 200 C ............. 14 Bromzahl. ................... 0,16 Die Sulfonierung der Alkarylkohlenwasserstoffe kann nach den bekannten Methoden durchgeführt werden, wobei man Schwefelsäure oder Oleum als Sulfonierungsmittel anwendet. Auch andere geeignete Sulfonierungsmittel können benutzt werden, einschließlich Chlorsulfonsäure oder Schwefeltrioxyd.
  • Wenn gewünscht, kann der Alkarylkohlenwasserstoff verdünnt werden mit einem Lösungsmittel wie einem Mineralöl, einem Halogenkohlenwasserstoff oder einem Schwefeldioxyd, und zwar vor der Sulfurierung. - Die Sulfonierung der Alkylarylkohlenwasserstoffe ist jedoch nicht Gegenstand vorliegender Erfindung.
  • Nachdem der Alkarylkohlenwasserstoff sulfoniert worden ist, wird das erschöpfte Sulfonierungsmittel aus dem entstandenen Gemisch -entfernt. Wenn ge wünscht, kann das Gemisch mit kaltem Wasser, Alkohol oder mit einer Mischung aus Wasser und Alkohol und einem Mineralöl vor der Entfernung des verbrauchten Sulfonierungsmittels abgeschreckt werden. Nach dessen Entfernung wird die Alkarylsulfonsäure, deren Konzentration- zwischen 70 bis 9541o oder höher variieren kann, mit Wasserstoffsupernxyd als Bleichmittel behandelt. Geeignete Mengen hiervon liegen in dem Bereich von etwa 0,3 bis 3 Gewichtsprozent von 1000/oigem Wasserstoffsuperoxyd, bezogen auf das Gewicht der Sulfonsäure. Obgleich die Konzentrationen dieser Wasserstoffsuperoxydlösungen zwischen 3 und 1000/o liegen können, wird vorzugsweise eine Lösung mit einer Konzentration von etwa 30 0/o benutzt. Während des Bleichvorganges kann die Temperatur zwischen etwa 20 bis 750 C liegen; bevorzugt wird aber ein Bereich von etwa 20 bis 250 C.
  • Auch ist ein Verfahren zur Herstellung hellfarbiger Sulfonierungserzeugnisse bekannt, bei dem ein nach Neutralisation alkylierter Arylsulfonsäuren anfallendes Gemisch in heißem Wasser gelöst, unter Zusatz von Kochsalz gut aufgekocht, nach Abtrennung des löslichen die verbleibende Flüssigkeit einer oxydierenden Weiterbehandlung unterworfen und nach nochmaligem Aussalzen mit Kochsalz das entstandene Produkt gewaschen und abgetrennt wird. Da es noch Verunreinigungen enthält, erfolgt seine nochmalige Auflösung in Wasser mit anschließender Filtration und erneutem Aussalzen. Vorstehende, in der Beschreibung einer vorveröffentlichten Patentschrift niedergelegte Arbeitsweise erscheint durch den dortigen Hauptanspruch nicht zutreffend wiedergegeben.
  • Erfindungsgemäß sind die nach dem bekannten Verfahren notwendigen zahlreichen Einzelstufen nicht erforderlich. Das Bleichen der Sulfonsäure vor dem Neutralisieren, gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, das nicht Wasser ist, führt von vornherein zu einem reinen, fertigen Umsetzungsprodukt (Sulfonat) ohne Nachschaltung zwangläufig erforderlicher mehrerer Einzelstufen.
  • Um das Wesen der Erfindung noch klarer wiederzugeben, werden die folgenden Beispiele angeführt.
  • Alle Klettfarbenbestimmungen (Analytical Chemistry, 30, S. 52q bis 531 [1958]) wurden unter Verwendung eines Blaufilters Nr. 42 vorgenommen. Die wiedergegebenen Anteilmengen beziehen sich auf das Gewicht.
  • Beispiel 1 Zu 250 Teilen Dodecylbenzol, das sich in einem Sulfonierungsreaktor befand, wurden langsam 312 Teile eines 20%igen Oleums über einen Zeitraum von etwa 16 Minuten hinzugefügt. Das Gemisch wurde etwa 1 Stunde lang durchgerührt. Während die Temperatur innerhalb eines Bereiches von etwa 20 bis 30° C gehalten wurde, wurden 137 Teile Eis zu dem Gemisch gegeben; dies verursachte ein Ansteigen der Temperatur auf 700 C. Dann ließ man dieses Gemisch 45 Minuten lang absetzen. Es bildeten sich zwei Flässigkeitsschichten. Die untere Schicht enthielt die verbrauchte Säure, die aus etwa 295 Teilen einer 63- bis- 656/aigen Schwefelsäure besteht, wurde abgezogen und weggeworfen. Die obere Schicht, die aus etwa 400 Teilen roher Sulfonsäure bestand, ergab nach einer Analyse 83,2% akilve Sulfonsäure und 9,3 Oio Schwefelsäure.
  • Die rohe Sulfonsäure wurde in vier gleiche Teile geteilt. Dann wurde jeder Anteil dadurch gebleicht, dafl darin die Menge Wasserstoffsuperoxyd gelöst und die Behandlung bei einer Temperatur von 25 bis 270 C, wie in Tabelle 1 angegeben, durchgeführt wurde. Nach dieser Bleichzeit wurden alle Proben mit einer 20%igen wäßrigen Natriumhydroxydlösung neutralisiert. Dann wurde die Klettfarbe der entstandenen Sulfonate bestimmt. Zum Vergleichen wurden 100 Teile der rohen Sulfonsäure neutralisiert und deren Klettfarbe zur Kontrolle auch bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle I aufgestellt.
  • Tabelle I Bleichen der Dodecylbenzolsulfonsäure (Oleum-Sulfonierung)
    Teile 300/oiges
    Teil Nr. N2 O2 Bleichzeit Klettfarbe der
    pro 100 Teile Stunden Sulfonatlösung
    Sulfonsäure
    Kontrolle - - 65
    1 1,25 48 27
    2 2,00 16 0
    3 5,00 16 0
    4 7,50 16 0
    Gleiche Ergebnisse wurden erzielt, wenn die rohe Sulfonsäure mit 0,375, 0,60, 1,50 und 2,25 Teilen eines 1000/oigen Wasserstoffsuperoxyds zu 100 Teilen der rohen Sulfonsäure behandelt wurden.
  • Beispiel 2 Zu 400 Teilen eines Dodecylbenzols, das sich in einem Sulfonierungsreaktor befand, der zwecks Durchleiten von Gasblasen durch die Beschickung mit einem Gaszuführungsrohr ausgestattet war, wurden 148 Teile von Schwefeltrioxyddampf, der mit 3000 Teilen Luft verdünnt war, 50 Minuten lang eingeführt. Man ließ die Temperatur während der Sulfonierungsstufe auf 550 C ansteigen und hielt sie bei diesem Punkt. Nach Zugabe des Schwefeltrioxyds wurde die Temperatur 10 Minuten unter Durchleiten der Luft mit einer Geschwindigkeit von etwa 3,3 Teilen je Minute in den Reaktor gehalten. Es wurden 545 Teile an roher Sulfonsäure erhalten, deren Analyse 94,5 o Sulfonsäure und 1,9D/o Schwefelsäure ergab Proben von 100 Teilen jeweils der Sulfonsäure wurden mit 5,0 bis 7,0 Teilen eines 30%igen Wasserstoffsuperoxyds 20 Minuten lang gebleicht. Dann wurden die Proben mit 2V°/oigem wäßrigem Natriumhydroxyd neutralisiert und die Klettfarbe bestimmt.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle aufgestellt.
  • Tabelle II Bleichen von Dodecylbenzolsulfonsäure (Schwefeltrioxyd-S ulfonierung)
    Teile 300/oiges ;
    Versuch HzOz Bleichzet Rlettfarbe der
    pro po 100 Teile Stunden - Sulfonatlösung
    Sulfonsäure
    1 0,00 - - 315
    2 1,00 1/3 174
    3 1,50 1/3 59
    In TabelleIIt sind die Ergebnisse aufgestellt, die durch Bleichen von Dodecylbenzolsulfonsäure und von den entsprechenden Dodecylsulfonaten erhalten wurden, wobei Oleum und Schwefeltrioxyd als Sulfonierungsmittel mittels YYasserstoffsuperoxyd verwendet wurden.
  • Tabelle III Vergleich der Bleichung von Sulfonsäure und Sulfonat (Oleum-Sulfonierung)
    Teile Klett-
    N Gebleidite H2O2 Bleichzeit farbe der
    r. Material pro lOO Teile Stunden Sulfonat-
    Material lösung
    1 Sulfonsäure 1,50 iL6 O
    2 Sulfonat
    (Schwefel-
    trioxydsulfu-
    rierung) 1,50 16 32
    3 Sulfonsäure - 1,50 1/3 59
    4 Sulfonat 1,50 Sl3 105
    PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Farbkörpern praktisch freier Alkarylsulfonate unter Verwendung von Wasserstoffperoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß man in üblicher Weise hergestellte und vom verbrauchten Sulfonierungsmittel abgetrennt Alkarylsulfonsäuren mit Wasserstoffper- oxyd umsetzt und anschließend die genannten Sulfonsäuren neutralisiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete Menge an Wasserstoffsuperoxyd zwischen 0,3 und 3 Gewichtsprozent pro 100 Gewichtsprozent Sulfonsäure variiert.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des verwendeten Wasserstoffsuperoxyds von 0,3 bis 100% variiert.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des verwendeten Wasserstoffsuperoxyds etwa 300/o beträgt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur in einem Bereich von etwa 20 bis 750 C durchgeführt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur innerhalb des Bereiches von etwa 20 bis 250 C durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 902 614, 729 189, insbesondere S. 2, Zeile 29 bis 66; Patentschrift Nr. 5115 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1179931B (de) * 1961-05-19 1964-10-22 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Gewinnung hellfarbiger kapillar-aktiver Sulfonsaeuren von Fettsaeureestern bzw. deren Salzen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE5115C (de) *
DE729189C (de) * 1941-01-22 1942-12-11 Rudolf & Co Verfahren zur Herstellung hellfarbiger, Alkylgruppen enthaltender aromatischer Sulfonierungserzeugnisse
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