DE107346C - - Google Patents
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- DE107346C DE107346C DE1898107346D DE107346DD DE107346C DE 107346 C DE107346 C DE 107346C DE 1898107346 D DE1898107346 D DE 1898107346D DE 107346D D DE107346D D DE 107346DD DE 107346 C DE107346 C DE 107346C
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- 230000003287 optical effect Effects 0.000 claims description 2
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- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P1/00—Details of instruments
- G01P1/07—Indicating devices, e.g. for remote indication
- G01P1/08—Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers
- G01P1/10—Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers for indicating predetermined speeds
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Fittings On The Vehicle Exterior For Carrying Loads, And Devices For Holding Or Mounting Articles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die polizeilichen Vorschriften, welche den Verkehr der Motorfahrzeuge regeln, machen
die Verwendung eines Apparates unentbehrlich, der selbstthä'tig die Steigerung der Geschwindigkeit
über eine gewisse Grenze hinaus verhindert und durch ein für den Wagenführer und die Verkehrsbeamten wahrnehmbares
Zeichen die Erreichung der gröfsten zulässigen Geschwindigkeit angiebt.
Vorliegende Erfindung hat nun einen Apparat zum Gegenstande, der obigen Anforderungen
entspricht und aufserdem noch mit einer Registriervorrichtung verbunden ist, welche bei
etwaigen polizeilichen Feststellungen durch ihre Aufzeichnungen ein unwiderlegliches Beweismittel
bieten würde.
Der Apparat erhält seinen Antrieb durch einen beweglichen Theil, dessen Geschwindigkeit
nur von der Geschwindigkeit des' Fahrzeuges abhängt, nicht aber von der Kraft, die
angewendet werden mufs, um bei den verschiedensten ßodengestaltungen eine gleichförmige
Geschwindigkeit zu erreichen.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Apparat schematisch dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben mit seinen wesentlichsten Theilen, wobei die in Fig. 1
gezeichnete Scheibe b durch ein Kreuz ersetzt ist; .
Fig. 3 giebt ein Schema der Regulirvorrichtung wieder, während
. Fig. 4 schematisch die verschiedenen Signaleinrichtungen in Verbindung mit einer Registrirvorrichtung
veranschaulicht.
Den wesentlichsten Theil der Anordnung bilden zwei Scheiben, von denen die Scheibe b
sich mit der Achse o1 mit bekannter und gleichmäfsiger Geschwindigkeit dreht, während
die auf Welle ο aufgeschobene Scheibe α sich mit veränderlicher Geschwindigkeit in demselben
Sinne wie die Achse o1 in genauer Uebereinstimmung mit der Kurbelwelle dreht.
Die geometrischen Achsen von ο und o1 liegen
in derselben Geraden.
Die Scheibe b ist vermittelst der Hülse m auf die Achse o1, die von einem Uhrwerk aus
gedreht wird, geschoben. Durch eine geeignete Vorrichtung kann man es nun erreichen
, dafs die für gewöhnlich mit der Achse o1 sich drehende Scheibe b auf der
Achse o1 leer läuft. Die Scheibe b ist nämlich
auf ihrem Umfange mit zwei oder mehreren um ein Gelenk drehbaren Flügeln C1C1 verversehen,
so zwar, dafs diese in einem dem Drehungssinne der Scheibe b entgegengesetzten
Sinne ausweichen und sich drehen können, während sie sonst durch Federn in ihrer gewöhnlichen
Lage gehalten werden. (Eine ähnliche Einrichtung findet man oft bei Thüren
angewendet.)
Auf der Scheibe α ist ebenfalls in gleicher Höhe der Flügel c1 der Scheibe b eine feststehende
Schaufel c radial angeordnet.
Um nun die Wirkungsweise dieser Einrichtung zu erklären, sei im Folgenden auf drei
Fälle Bezug genommen:
1. vorausgesetzt, die Scheiben α und b drehen
sich mit gleichmäfsiger Geschwindigkeit, so werden die in einem gewissen Abstande von
einander stehenden Schaufeln c und c1 sich
nicht berühren;
2. vorausgesetzt, die Scheibe α läuft langsamer
als die Scheibe b, so wird diejenige Schaufel c\ welche zunächst hinter der Schaufel
c steht, sich dieser allmälig nähern und an ihr unter Ueberwindung der geringen Federkraft
vorbeigehen , ohne die Drehung der Scheibe α zu beeinflussen;
3. vorausgesetzt, die Scheibe α drehe sich
schneller als die Scheibe b, so wird die Schaufel
c bei Berührung einer Schaufel c1 letztere im Drehungssinne von b mitnehmen. Da aber
in diesem Falle die Schaufel c1 sich nicht dreht, so wird die Scheibe b auf der Achse o1
leer laufen, während letztere sich mit unveränderter Geschwindigkeit bewegt. Auf dieser
letzteren Folgerung nun, nämlich der Winkelgeschwindigkeitszunahme der Scheibe b und
der Berührung der Schaufeln c und c1, beruhen
die Einrichtungen, welche bei Erreichung der gröfsten zulässigen Fahrgeschwindigkeit
den Motor des Fahrzeuges unmittelbar beeinflussen oder dem Lenker des Fahrzeuges wahrnehmbare
Zeichen geben.
Die Scheibe α wird von der Antriebsachse d des Motors aus durch eine leicht zu berechnende
Zahnradübersetzung angetrieben. Dieses Getriebe, welches auch durch eine andere geeignete
Einrichtung ersetzt werden kann, wird mit den Scheiben α und b und dem Uhrwerk
in ein Gehäuse eingeschlossen und an eine geeignete Stelle des Fahrzeuges verlegt. Die
Scheibe b kann auch durch ein Drehkreuz b (Fig. 2) ersetzt werden.
In Verbindung mit diesem Geschwindigkeitsmesser kann auch eine Vorrichtung zur Regelung
des Kraftverbrauchs gebracht werden, oder auch Vorrichtungen, die denselben anzeigen
und aufschreiben.
In Fig. 3 ist beispielsweise eine Anordnung des Geschwindigkeitscontrolapparates schematisch
dargestellt, welche ein 'Ventil (Hahn, Rheostat) öffnet oder schliefst.
Die Schaufeln cc1 sind in den Stromkreis
einer Batterie P eingeschaltet, in welchem sich gleichzeitig ein Umschalter e und ein Elektromagnet/"beöndet.
Vor einem Pol des letzteren schwingt ein Anker g, der an einem das Oeffnen und Schliefsen des Ventils h bewirkenden
Hebel / befestigt ist.
Jede Schaufel c1 ist an ihrer dem Drehungssinne der Schaufel entgegengesetzten Fläche
mit einem Contact versehen, auf der entgegengesetzten Seite jedoch von einer elektrischen
Verbindung mit der Batterie P isolirt. |
Die Wirkungsweise ist folgende: Die Schaufeln c und c1 schliefsen den Stromkreis
nur, wenn die Schaufel c in leitender Verbindung mit einer Schaufel c1 steht, d. h.
wenn die Scheibe α sich schneller als die
Scheibe b dreht. In diesem Falle wird der Anker g angezogen, so dafs das Ventil sich
öffnet und die treibende Kraft so lange entweicht, bis die Scheibe α sich langsamer als
die Scheibe b dreht. Sobald dies eintritt, wird der Elektromagnet wieder unmagnetisch,
so dafs der Hebel / unter dem Einflufs der Feder r den Schlufs des Ventils h herbeiführt.
Mittelst des Umschalters e kann man die Verbindung der Schaufeln cc1 mit der Batterie P
unterbrechen und folglich den Geschwindigkeitsmesser aufser Betrieb setzen.
Die Registrir- und Signalisirvorrichtung nach
Fig. 4 besteht aus einer dem Führer sichtbaren Scheibe;/, einer Glocke k und einem Schlitten m
mit Schreibstift. Die Wirkungsweise dieses Apparates beruht, wie bisher, auf der Schliefsung
eines Stromkreises durch den Contact zwischen c und c1. Eine Batterie P1 bringt bei Stromschlufs
eine Glocke k zum Ertönen. (Die Pfeile / geben den Stromverlauf an.)
Abweichend von der vorigen Anordnung ist hier noch ein Elektromagnet η eingeschaltet,
so dafs in demselben Augenblick, in welchem die Glocke ertönt, der durch die Pfeile 2 bezeichnete
Strom den Elektromagneten η erregt, welcher die Scheibe j mittelst des Ankers ti1
bewegt, welche so als optisches Signal dient. Eine zweite Batterie P2 schliefst in ihrem
Stromkreis 3 einen Elektromotor kleinster Ausführung ein. Der Stromkreis ist nur geschlossen,
wenn die Scheibe j von dem Elektromagneten η angezogen wird und den Contact q (Fig. 4)
hergestellt hat. Der Motor ρ setzt alsdann durch eine geeignete Zahnräderübertragung
eine Schraube ohne Ende pl in Bewegung, so dafs ein in Führungen u gleitender Schlitten m
sich von links nach rechts bewegt. Diese Bewegung wird durch einen Schreibstift auf einen
Papierstreifen r2 übertragen, welcher mit dem Schlitten m seine Bewegung gleichzeitig beginnt,
und zwar durch ein Zahnrad r1, welches auf dem rechten Ende der Schraubenspindel pl
aufgekeilt ist. Sobald die Schraubenspindel pl sich zu drehen anfängt, bewegt sich der
Schlitten m von links nach rechts, während der Papierstreifen r2 im Sinne des Pfeiles
(Fig. 4) läuft, wobei der Schreibstift die schräge Linie y-$ aufzeichnet. Die Schraubenspindel pl
hat bei ohnehin schon langsamer Drehung aufserdem noch eine sehr schwache Steigung,
so dafs die geradlinige Bewegung des Schlittens m äufserst langsam erfolgt und es sich
kaum ereignen dürfte, dafs der Schliffen an
das rechte Ende des Streifens r2 gelangt. Es ist'augenscheinlich, dafs in diesem Falle die
Registrirung aufhören mufs. Es ist deshalb ein fester Anschlag ν auf den Führungen u
vorgesehen, welcher den Schlitten m und somit den Motor ρ anhält.
Wenn nun die gröfste zulässige Geschwindigkeit wieder hergestellt ist, kehrt die Scheibe j
in ihre gewöhnliche Lage zurück, wobei sich ein Contact s und damit ein vierter Stromkreis
4 schliefst, welcher von der Batterie P3 in den Motor ρ im umgekehrten Sinne als der
Stromkreis 3 gelangt. Der Motor ρ theilt infolge dessen seine umgekehrte Drehung auch
der Schraubenspindel pl mit, so dafs der
Schlitten m sich nunmehr von rechts nach links bewegt. Das Rad r1 wird unterdessen
durch eine geeignete Vorrichtung festgehalten, so dafs es an der Drehung der Schraubenspindel
pl nicht Theil nehmen kann. Wenn nun der Schlitten m links in seine Anfangsstellung gelangt ist, stöfst er an den Arm t
eines doppelarmigen Hebels if1, so dafs der
Arm i1, welcher unter der Einwirkung einer
Feder χ steht, von dem Contact w entfernt wird, der Stromkreis 4 also unterbrochen wird
und der Motor stillsteht. Der Apparat ist nunmehr in der Lage, von Neuem eine Geschwindigkeitsüberschreitung
anzugeben.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Controlapparat für die Maximalgeschwindigkeit von Fahrzeugen, gekennzeichnet durch zwei sich unabhängig von einander drehende, mit Contactstellen (cc1) versehene Scheiben (a b), welche dann einen oder mehrere Stromkreise schliefsen, wenn die von der Antriebsachse (d) des Fahrzeuges betriebene Scheibe (a) schneller läuft als die von einem Uhrwerk in Drehung versetzte Scheibe (b) und so beide in beständigem Contact mit einander bleiben, wobei durch eingeschaltete Elektromagnete, Elektromotore u. s. w. entweder eine die Motorkraft verringernde Vorrichtung (Hahn, Rheostat) bethätigt oder ein akustisches oder optisches Signal gegeben und endlich eine Registrirvorrichtung zur graphischen Darstellung der Geschwindigkeitsüberschreitung während des Fahrens in Bewegung versetzt wird.
2. Eine Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 1, bei welcher die Contacte von Schaufeln (cc1) der Scheibenrad gebildet werden, wobei die Schaufeln (c1) der von dem Uhrwerk mit gleichförmiger Geschwindigkeit gedrehten Scheibe (b) entgegengesetzt der Drehrichtuug der Scheibe um Charniere drehbar sind, während sie in der normalen Lage durch Federn gehalten werden, so dafs bei verringerter Geschwindigkeit der Scheibe (a) die isolirten Flächen der Schaufeln (cl) an den isolirten Flächen der Schaufeln (c) vorbeigehen, bei vergröfserter Geschwindigkeit jedoch von den Schaufeln (c) mitgenommen werden und mit ihren leitenden Flächen einen Stromkreis schliefsen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE107346T | 1898-11-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE107346C true DE107346C (de) | 1900-01-02 |
Family
ID=34624728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1898107346D Expired DE107346C (de) | 1898-11-30 | 1898-11-30 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE107346C (de) |
-
1898
- 1898-11-30 DE DE1898107346D patent/DE107346C/de not_active Expired
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