DE1072829B - - Google Patents

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DE1072829B
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/26Oils; Viscous liquids; Paints; Inks

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Fließform zur Bestimmung des Fließvermögens härtb arer Kunstharzpreßmassen Für die Hersteller und Verarbeiter von Preßmassen, die in der Hitze härtbar sind, ist die Bestimmung des Fließvermögens der Massen von besonderer Wichtigkeit. In neuerer Zeit haben sich unter den diesbezüglichen Prüfverfahren diejenigen weitgehend eingeführt, welche eine geheizte Prüfform benutzen, die einen Fließkanal enthält, worin sich die Preßmasse unter dem Druck eines Preßstempels von einem erweiterten Füllraum aus vorwärts bewegt, wobei sie durch den Einfluß der Hitze anfänglich erweicht und schließlich zum Erstarren kommt. Die zu verschiedenen Zeitpunkten erreichbaren Stäbchenlängen dienen dabei als Maß für das Fließvermögen.
  • Derartige Vorrichtungen sind in dem Buch »Prüfung und Bewertung elektrischer Isolierstoffe« von Rudolf Nitsche und Gerhard Pfestorf, Verlag Julius Springer. Berlin 1940, auf S. 46 bis 49 genau beschrieben. Inzwischen sind auch schon Apparate in den Handel gekommen, bei welchen ein mit Gewicht belasteter Fühlstift, der eine Schreibfeder trägt, während des Versuchs fortlaufend die Zeitwegkurve auf einer mit Uhrwerk angetriebenen Trommel aufschreibt, so daß man ein unmittelbares Bild über Fließcharakteristik erhält.
  • Bisher hat man stets den zur Herstellung der Prüfstäbchen erforderlichen Hohlraum je zur Hälfte auf zwei halbkegelförmige Formhälften aufgeteilt, so daß die eigentliche Preßform erst durch Zusammenfügen der Konushälften und Einsetzen in einen konischen Hohlraum der heizbaren Außenform gebildet wird.
  • Dieser Aufbau der Fließform bringt schwerwiegende Nachteile mit sich. Sie bestehen einmal darin, daß die Herstellung der Prüfform durch das doppelte Gravieren, das Einpassen der konischen Flächen und das Eintuschieren der ebenen Paßflächen eine sehr umständliche Arbeit erfordert. Bei dem Arbeiten mit diesen längsgeteilten Fließformen ist es ferner erforderlich, nach jedem Pressen die Temperaturmeßgeräte zu entfernen, die Konushälften zur Herausnahme des Fließstäbchens aus der Außenform herauszudrücken, zu reinigen und wieder einzusetzen; durch diese Arbeitsvorgänge geht nicht nur die Zeit für deren Ausführung verloren, sondern es muß anschließend bis zur nächsten Prüfung noch so lange abgewartet werden, bis die inzwischen abgekühlten Konushälften wieder die genaue Prüftemperatur angenommen haben. Schließlich besteht noch der Nachteil, daß die Preßteile, besonders stark nach längerer Benutzung solcher Formen, einen mehr oder weniger starken Preßgrat aufweisen.
  • Es ist nun bereits bekannt, schlanke zylindrische Preßhohlräume ohne Längsteilung anzuwenden, welche aber zum Zwecke der ununterbrochenen Erzeugung endloser profilierter Halbzeuge aus härtbaren Kunst- harzpreßmassen dienen, wobei die Stäbe erst gegen Ende des Kanals gehärtet werden und denselben in Preßrichtung wieder verlassen. Andererseits lassen sich bekanntlich auch Preßteile von zylindrischer Gestalt nach der Härtung unbeschädigt aus einer ungeteilten Matrize in der Achsrichtung herausziehen, wenn der Preßstempel z. B. mit Gewinde oder Hinterschneidungen versehen ist und wenn es sich nicht um Stücke besonderer. Schlankheit handelt.
  • Die erfindungsgemäße Fließform zur Bestimmung des Fließvermögens härtbarer Kunstharzpreßmassen besitzt einen Fließkanal ohne Längsteilung, deren Preßstempel so gestaltet ist, daß er beim Ausfahren den Preßkopf zusammen mit dem Fließstäbchen aus dem Fließkanal herauszieht.
  • Diese neue Fließform vermeidet die eingangs geschilderten Nachteile der früheren Fließformen, ist einfach und genau herstellbar und gestattet ein flottes Arbeiten ohne wesentlichen Aufenthalt zwischen den einzelnen Prüfungen. Die für den Ausfall der Meßergebnisse wichtige Konstanz der Arbeitstemperatur ist automatisch gewährleistet, weil jetzt der eigentliche Fließkanal sowie die Temperaturmeßeinrichtung stets in der heizbaren Außenform verbleiben kann.
  • Die Reibungsverhältnisse im Fließkanal bleiben über eine lange Benutzungsdauer hinweg konstant, weil eine Abnutzung von Längskanten nicht mehr in Frage kommt.
  • Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß sogar zylindrische Prüfstäbchen mit einem Durchmesser von nur 2 mm bei einer Länge von 80 mm sich jedesmal ausgezeichnet entformen lassen, obwohl eine der Grundregeln für den Bau von Preßformen darin besteht, daß dieselben mit Rücksicht auf das Entformen verjüngt auszuführen sind. Wenn aber wirklich einmal in seltenen Ausnahmefällen das Fließstäbchen nicht zusammen mit dem Preßkopf aus der Form gezogen wird, sondern an irgendeiner Stelle im Fließkanal abreißt, dann kann es ganz leicht mit Hilfe einer neuen Preßmasseprobe durch einen zylindrischen Fließkanal hindurchgetrieben werden.
  • Die Vorteile des neuen Prinzips, wonach der Fließkanal keine Längsteilung besitzt, beschränken sich nicht auf den kreisrunden Querschnitt und die prismatische Ausführung des Fließkanals. Sie treten vielmehr auch dann auf, wenn das Fließstäbchen z. B. einen rechteckigen Querschnitt hat oder wenn der Hohlraum, in dem sich ein schlankes Fließstäbchen bildet, sich in Preßrichtung verjüngt. Die Ausführung des Preßstempels kann weitgehenden Abweichungen unterliegen, z. B. ein Innen- oder Außengewinde tragen, Nocken oder Bohrungen besitzen, usw. Immer ist aber dafür zu sorgen, daß der Preßkopf, und damit auch das Fließstäbchen, beim Ausfahren mitgenommen wird.
  • Die Abbildung zeigt schematisch unter A die Fließform nach K r ahl und unter B diejenige nach Olsen-Bakelite. Diese beiden Fließformen gehören zum Stand der Technik; al/a2 und bllb2 zeigen die bisher benutzten Konushälften. Unter C ist beispielsweise eine erfindungsgemäße Ausführungsform dargestellt, wobei es kennzeichnend ist, daß hier der Fließkanal keine Längsteilung auf weist, so daß er eine in diesem Fall zylindrische Bohrung in dem Stahlstück c darstellt. Dieses Stahlstück, welches in die heizbare Außenform zylindrisch eingepaßt ist und eine zusätzliche Bohrung zur Temperaturmessung enthält, kann mittels des angedeuteten Gewindes in der Außenform fest verschraubt werden. Der Preßstempel besitzt ein Außengewinde, wodurch die Entfernung des Fließstäbchens gleichzeitig mit dem Ausfahren gewährleistet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Fließform zur Bestimmung des Fließvermögens härtbarer Kunstharzpreßmassen, dadurch gekennzeichnet, daß der Fließkanal aus einem Stück ohne Längsteilung besteht und der Preßstempel so gestaltet ist, daß er beim Ausfahren den Preßkopf zusammen mit dem Fließstäbchen aus dem Fließkanal herauszieht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 651487, 651725; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 693 812.
DENDAT1072829D Pending DE1072829B (de)

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DE1072829B true DE1072829B (de) 1960-01-07

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DENDAT1072829D Pending DE1072829B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE651487C (de) * 1931-12-22 1937-10-14 Peter Kopp Vorrichtung zum Herstellen von beliebig langen Gegenstaenden aus gehaertetem Kunstharz
DE651725C (de) * 1934-03-13 1937-10-18 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Vorrichtung zum Spritzen von Gegenstaenden aus plastischen Massen
DE1693812U (de) * 1953-04-02 1955-02-24 Max Schmidt Gewinde-spritzform.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE651487C (de) * 1931-12-22 1937-10-14 Peter Kopp Vorrichtung zum Herstellen von beliebig langen Gegenstaenden aus gehaertetem Kunstharz
DE651725C (de) * 1934-03-13 1937-10-18 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Vorrichtung zum Spritzen von Gegenstaenden aus plastischen Massen
DE1693812U (de) * 1953-04-02 1955-02-24 Max Schmidt Gewinde-spritzform.

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