DE1069709B - Verfahren zur selbsttätigen Kanalumschaltung bei mit Selektivrufeinrichtungen ausgerüsteten Sprechfunknetzen - Google Patents
Verfahren zur selbsttätigen Kanalumschaltung bei mit Selektivrufeinrichtungen ausgerüsteten SprechfunknetzenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04W—WIRELESS COMMUNICATION NETWORKS
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- H04W48/16—Discovering, processing access restriction or access information
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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- Mobile Radio Communication Systems (AREA)
Description
DEUTSCHES
In Sprechfunknetzen mit ortsfesten und beweglichen Teilnehmern werden häufig mehrere Sprechkanäle eingesetzt,
um Wartezeiten für die Teilnehmer zu vermeiden und den Verkehr flüssiger abwickeln zu
können. Jeder zu einem Funknetz gehörenden Sprechfunkanlage wird normalerweise außer dem Rufnamen
oder einer Anrufnummer ein bestimmter Sprechkanal zugeteilt, damit sie von der ortsfesten Station schnell
errufen werden kann. Da zu jedem Sprechkanal im allgemeinen eine größere Anzahl von Teilnehmern gehört,
sind bei Belegung des Kanals durch einen Teilnehmer die anderen Teilnehmer für diese Zeit nicht
zu erreichen. Die beweglichen Sprechfunkanlagen sind zwar so eingerichtet, daß mehrere Sprechkanäle von
Hand geschaltet werden können. Die Bedienungsperson auf der ortsfesten Station kann aber nicht wissen, ob
der gewünschte Teilnehmer seine Sprechfunkanlage auf einen freien Kanal umgeschaltet hat und falls dies
geschehen ist, auf welchen der freien Kanäle.
Es sind daher zur Vermeidung dieses Nachteils bereits Sprechfunksysteme bekanntgeworden, bei denen
zwischen einem Überwachungskanal und mehreren Betriebskanälen unterschieden wird und bei denen der
von der Hauptstation ausgewählte Betriebskanal bei der gewünschten Unterstation mit Hilfe eines bestimmten,
von der Hauptstation ausgestrahlten Signals ferngeschaltet wird. Dieses Verfahren erfordert einen
besonderen Überwachungskanal, der nicht zur Nachrichtenübermittlung" herangezogen werden kann.
Andererseits ist es bekannt und allgemein üblich, in Sprechfunknetzen ein vom Belegungszustand der
ortsfesten Station abhängiges Signal zur Sperrung der nicht am Verkehr beteiligten beweglichen Stationen
auszusenden (Besetztkriterium).
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur selbsttätigen Kanalumschaltung bei mit Selektivrufeinrichtungen
ausgerüsteten Sprechfunknetzen mit einer ortsfesten und mehreren beweglichen Stationen, bei dem
das von der ortsfesten Station innerhalb eines jeden Kanals ausgesandte Besetztkriterium, das primär zur
Sperrung der nicht am Verkehr beteiligten beweglichen Stationen dient, das also zunächst für eine
andere Aufgabe vorgesehen ist, sekundär, d. h. zusätzlich, als Schaltkriterium für die Kanalumschaltung
herangezogen wird, um mit Hilfe einer bei jeder beweglichen Station eingebauten Relaiskombinationen
bei Belegung eines (Haupt-) Kanals durch eine der diesem Kanal zugeordneten beweglichen Stationen die
anderen zugeordneten beweglichen Stationen selbsttätig auf einen Nachbarkanal umzuschalten, und daß
nach einer definierten Zeit eine selbsttätige und bei Freiwerden des Hauptkanals endgültige Rückschaltung
auf den Hauptkanal erfolgt.
Mit dem Verfahren nach der Erfindung ist es also
zur selbsttätigen Kanalumschaltung
bei mit Selektivrufeinrichtungen
ausgerüsteten Sprechfunknetzen
bei mit Selektivrufeinrichtungen
ausgerüsteten Sprechfunknetzen
Anmelder:
Deutsche Bundespost,
vertreten durch den Präsidenten
des Fernmeldetechnischen Zentralamts,
Darmstadt, Rheinstr. 110
Dr.-Ing. Wilhelm Kronjäger, Hans Wallor, Darmstadt,
und Karl Heinz Schmall, Baden-Baden,
sind als Erfinder genannt worden
möglich, ohne besonderen Überwachungskanal die Kanalumschaltung selbsttätig vorzunehmen und damit
der Bedienungsperson an der ortsfesten Station anzuzeigen, auf welchem Kanal der nächste bewegliche
Teilnehmer zu erreichen ist bzw. dem beweglichen Teilnehmer die Umschaltung auf einen freien Kanal
von Hand zu ersparen.
Durch entsprechende Wahl und Zusammenschaltung von zeitabhängigen Gliedern, auf die später eingegangen
wird, kann man gemäß einer vorteilhaften Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens erreichen,
daß die Umschalteeinrichtung bei freiem Nachbarkanal mit niedriger Umschaltfrequenz zwischen
dem besetzten Hauptkanal und dem freien Nachbarkanal hin und her schaltet, bei Besetztsein
auch des Nachbarkanals jedoch mit höherer Umschaltfrequenz arbeitet. Dadurch wird gewährleistet, daß
einmal das Gerät nicht unnötig lange auf dem freien Nachbarkanal stehenbleibt, wenn der Hauptkanal
wieder frei ist, andererseits wird bei Besetztsein beider Kanäle auf jeden Fall der zuerst frei werdende
Kanal belegt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist im folgenden an Hand der in der Abbildung dargestellten Prinzipschaltung
näher erläutert. Als Beispiel sei die automatische Kanalumschaltung der beweglichen Sprechfunkanlage
nach dem Ruhestromverfahren beschrieben, d. h., die mit einer Tonfrequenz (Freizeichenfrequenz)
modulierte Trägerfrequenz des orstfesten Senders wird bei freiem Kanal dauernd ausgesendet. Das Ver-
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fahren ist jedoch auch für das Arbeitsstromverfahren voll einsatzfähig, bei dem die modulierte Trägerfrecuienz
nur dann ausgestrahlt wird, wenn eine Verbindung hergestellt werden soll.
Die einzelnen Relais sind:
B: Relais für Belegtkriterium
[7: Umschalterelais
H: Hilfsrelais
Th: Zeitverzögerungsrelais
B: Relais für Belegtkriterium
[7: Umschalterelais
H: Hilfsrelais
Th: Zeitverzögerungsrelais
Die Abbildung zeigt die Relaiskombination zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Sie
befindet sich im Ruhezustand, d. h., der eingeschaltete Hauptkanal I ist nicht belegt, das (in der Abbildung
nicht gezeichnete) Freizeichenrelais wird durch das in diesem Kanal empfangene Freizeichen erregt, und sein
Ruhekontakt rsi befindet sich in der gezeichneten Stellung.
Die Relais B, Th, U und H sind zunächst nicht erregt.
Sobald der Hauptkanal durch eine Station belegt wird, fallen bei allen zu diesem Kanal gehörigen Fahrzeugstationen
die Freizeichenrelais ab, der Kontakt rst des Freizeichenrelais schließt dann den Stromkreis
für das Z?-Relais (+, rst. B, —). Dessen Kontakt?'
bringt das Thermorelais Th zum Erwärmen (+, e, s, b, Th, M2, —). das nach einer einstellbaren Zeit, z. B.
15 see, seinen Kontakt th in die Arbeitsrichtung umlegt. Kommt innerhalb dieser Einstellzeit ein Ruf für
die eigene Fahrzeuganlage an oder ruft sie selbst, so öffnen e bzw. λ (Kontakte der nicht gezeichneten Empfangs-
und Senderelais), und das ΤΛ-Relais wird stromlos; das Gerät bleibt dann auf dem Hauptkanal
(I) stehen. Wird innerhalb der Einstellzeit die eigene Anlage nicht gerufen oder ruft sie nicht, so kommt
durch th das Umschaltrelais U über seine linke Wicklung
UI unter Strom (+, e, s, th, UI, —), und die
Kontakte U1, U2 und u.A werden betätigt. Der £7-Kontakt
u.z schaltet das TA-Relais stromlos. Der Umschaltekontakt
U1 schaltet das Gerät vom Hauptkanal I auf den Nachbarkanal II um. Ist dieser frei, so kann
das Freizeichenrelais anziehen und über seinen Kontakt rst das Relais B abschalten. Der Kontakt b geht
in die Ruhelage zurück und läßt dann das //-Relais ansprechen ( + , e, s, b, H, U3, —), das sich über Zt2
selbst hält und über Ti1 und U3 die Haltewicklung UII
unter Strom setzt. Das Gerät bleibt dann so lange auf den Nachbarkanal II geschaltet, bis th, in die Ruhelage
zurückgekehrt, die Haltewicklung UII kurzschließt
und damit die J7-Kontakte (W1, H2, U3) und somit
auch die //-Kontakte (A1, Zi2) wieder in die Ruhelage
bringt. Danach kann dieser Vorgang von neuem beginnen. Bei freiem Nachbarkanal II und besetztem
Hauptkanal I erfolgt also die Umschaltung in einem Rhythmus, der von der Ansprechzeit des Thermorelais
Th abhängt, d. h. in einem relativ langsamen Wechsel.
Wird in der Zeitspanne zwischen der Unterbrechung des Stromkreises für das T/i-Relais durch den Kontakt
M2 und dem verzögerten Abfall von th der als frei
geprüfte Kanal II anderweitig belegt, so wird durch das beim Besetztsein des Kanals II ansprechende
ß-Relais durch b ein Stromkreis vorbereitet, der sofort
nach Rückkehr von th in die Ruhelage und den hierdurch in der oben angegebenen Weise hervorgerufenen
Abfall der i7-Kontakte durch den K2-Ruhekontakt
das Thermorelais TA erneut unter Strom setzt. Beim Anruf oder eigenem Ruf dagegen werden e
bzw. ό' geöffnet, th kann dann die Haltewicklung UII
nicht überbrücken, H hält sich aber mit seinem Haltekontakt ( + , A2, H, U3, —■), das Gerät bleibt deshalb
auf den Nachbarkanal II geschaltet, bis das Freizeichen aufgelegt wird, e und s also wieder geschlossen
sind.
Wenn beim Belegen des Hauptkanals / auch gleichzeitig der Nachbarkanal II besetzt ist, so bleibt das
(nicht gezeichnete) Freizeichenrelais auch nach Betätigen des Lr-Relais (Umschalten auf den belegten
Nachbarkanal II durch M1) abgefallen; B bleibt über rs^
ίο stromführend φ also angezogen), H kann nicht über b
ansprechen. Dadurch bleibt die Haltewicklung UII
stromlos und das Relais U über die Wicklung Uli nur so lange erregt, bis th in die Ruhelage zurückfällt. Die
LT-Kontakte fallen dann mit ab, und der Kontakt U1
schaltet das Gerät wieder auf den Hauptkanal zurück. Ist dieser wieder frei, so bleibt die Einrichtung in
Ruhe. Ist er aber belegt, so kann Th sogleich über b wieder anziehen. Das Hin- und Herschalten zwischen
Hauptkanal I und Nachbarkanal II geschieht dann in kurzen Abständen (etwa 2 bis 5 see) so lange, bis einer
dieser Kanäle frei wird und damit die Anordnung in diejenige Arbeitsweise übergeleitet wird, die diesem
Zustand entspricht.
Ferner ist eine Umschaltung in der Weise steuerbar, daß die Festfunkstelle ein besonderes Steuerkriterium
nach dem Ruf übermittelt, das zum Umschalten der nicht aktiven Fahrzeuganlagen verwendet wird. Das
Rückschalten kann ebenfalls mit einem besonderen Steuerkriterium nach Gesprächsschluß bewirkt werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur selbsttätigen Kanalumschaltung
bei mit Selektivrufeinrichtungen ausgerüsteten Sprechfunknetzen mit einer ortsfesten und mehreren
beweglichen Stationen, bei dem von der ortsfesten Station innerhalb eines jeden Kanals ein
vom Belegungszustand der ortsfesten Station abhängiges Signal zur Sperrung der nicht am Verkehr
beteiligten beweglichen Stationen ausgesandt wird (Besetztkriterium), dadurch gekennzeichnet,
daß dieses Signal zusätzlich als Schaltkriterium für die Kanalumschaltung herangezogen wird, um
mit Hilfe einer bei jeder beweglichen Station eingebauten Relaiskombination bei Belegung eines
(Haupt-) Kanals durch eine der diesem Kanal zugeordneten beweglichen Stationen die anderen zugeordneten
beweglichen Stationen selbsttätig auf einen Nachbarkanal umzuschalten, und daß nach
einer definierten Zeit eine selbsttätige und bei Freiwerden des Hauptkanals endgültige Rückschaltung
auf den Hauptkanal erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Verzögerungsschaltung
oder durch ein Verzögerungsglied, z.B. einThermorelais, eine einstellbare Zeit gewonnen wird, um
eine der beweglichen Stationen von der ortsfesten Station anrufen zu können, bevor die Kanalumschaltung
erfolgt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteeinrichtung bei
besetztem Hauptkanal und freiem Nachbarkanal mit niedriger, bei besetztem Hauptkanal und belegtem
Nachbarkanal mit höherer Umschaltfrequenz arbeitet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 625 483.
Britische Patentschrift Nr. 625 483.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069709B true DE1069709B (de) | 1959-11-26 |
Family
ID=594768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069709D Pending DE1069709B (de) | Verfahren zur selbsttätigen Kanalumschaltung bei mit Selektivrufeinrichtungen ausgerüsteten Sprechfunknetzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1069709B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB625483A (en) * | 1947-04-23 | 1949-06-28 | Gen Electric Co Ltd | Improvements in or relating to electrical signalling systems |
-
0
- DE DENDAT1069709D patent/DE1069709B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB625483A (en) * | 1947-04-23 | 1949-06-28 | Gen Electric Co Ltd | Improvements in or relating to electrical signalling systems |
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