DE1069450B - Vorrichtung zum Entzundern und Beizen von Metallteilen, 27. ß. 56. Österreich - Google Patents
Vorrichtung zum Entzundern und Beizen von Metallteilen, 27. ß. 56. ÖsterreichInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23G—CLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
- C23G3/00—Apparatus for cleaning or pickling metallic material
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entzundern und Beizen von Metallteilen, bestehend aus
einem in einen Beizbottich eintauchenden Käfig, der durch eine oberhalb des Käfigs und außerhalb der
Beizflüssigkeit befindliche Antriebsvorrichtung bewegt wird.
Bisher war es üblich, zur Herstellung von Drähten mit blanken Oberflächen den Draht, in Ringen locker
gewickelt, in einer sogenannten Drahtschnellwäsche zu behandeln, an welcher die Drahtringe, an zwei
diametral gegenüberliegenden Stellen unterstützt, durch Klöppel geschlagen und mit Beizflüssigkeit
Übergossen werden. Dieses Verfahren liefert zwar Drähte mit blanker und gefälliger Oberfläche, ist
aber unwirtschaftlich im Betrieb und ermöglicht nur geringe Produktion.
Bei einem anderen bekannten Verfahren werden die Drahtringe in Reihen neben- und übereinander in ein
Beizgestell eingelegt, in welchem sie in eine Beizflüssigkeit getaucht werden. Hierbei kann das Beiz- ao
gestell in der Beizflüssigkeit zur Verbesserung der Zunderentfernung gegebenenfalls in eine schaukelnde
Bewegung versetzt werden. Dieses Verfahren ermöglicht zwar eine größere Produktion als die Drahtschnellwäsche,
liefert aber Drähte mit weniger schönen Oberflächen.
Es ist auch bekannt, Drahtringe auf einen sogenannten Storchschnabel aufzufädeln, mittels dessen
sie in ein Beizbad eingetaucht werden. Hierbei wird der Storchschnabel auf und ab bewegt, und dadurch
werden die Ringe in Relativbewegungen versetzt, die ein Abschlagen des Zunders von der Drahtoberfläche
bewirken. Die Oberfläche der so behandelten Drähte ist zwar besser als bei dem vorerwähnten Verfahren,
keineswegs aber zufriedenstellend.
Weiter wurde auch vorgeschlagen, Drahtbunde durch Poltern zu entzundern. Dieses Verfahren ist
unrationell, denn es kann immer nur ein einziger Bund behandelt werden.
Schließlich ist auch eine Beizanlage bekanntgeworden, bei welcher stückiges Beizgut in eine bodenseitig
in Seilen hängende Trommel eingelegt ist, die in eine schwingende Bewegung in der einen und anderen
Drehrichtung versetzt wird. Bei einer Variante dieser Ausführungsform der Beizanlage hängt die Trommel
auf einem starren, sie hin und her führenden Element und besitzt bodenseitig Zahnräder, mittels deren sie
sich entlang einer Zahnstange abwälzt. Die Bewegung der Trommel ist auf eine kurze Drehung begrenzt,
womit diese Anlage zum Beizen von Draht- oder Bandbunden ungeeignet ist.
Um die angeführten Nachteile zu beseitigen, wird eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen,
bei welcher erfindungsgemäß, die Mittel-Vorrichtung
zum Entzundern und Beizen
von Metallteilen
von Metallteilen
Anmelder:
Othmar Ruthner, Wien
Othmar Ruthner, Wien
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Rathmann, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 2. September 1955
Österreich vom 2. September 1955
Othmar Ruthner, Wien,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
achse des zum Beizen von Draht- oder Bandbunden zu verwendenden, von diesen nur unvollständig gefüllten
Käfigs senkrecht zu seiner Drehachse steht, wobei der Käfig ein oder mehrerer Ringprofile, vorzugsweise
je ein zu beiden Seiten angeordnetes Ringprofil aufweist, wobei in die Ringprofile den
Käfig tragende und in Rotation versetzende flexible Übertragungselemente eingreifen, die von der über
dem Beizbottich befindlichen Antriebsvorrichtung mitgenommen werden.
Weitere Erfindungsmerkmale werden an Hand der Zeichnung erläutert, in welcher zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt
sind. Hierbei zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung mit dem sie tragenden Rahmen und Antriebsmechanismus,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Vorrichtung in Draufsicht und
Fig. 3 eine besondere Arbeitsstellung der Vorrichtung.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus einem, im vorliegenden
Falle die gestapelten Drahtringe 10 aufnehmenden Käfig 1, dessen Seitenflächen in ihrer Mitte aus
U-Profilen geformte Ringe 2 aufweisen. Hierbei können
die Wände des Käfigs aus mit Durchbrechungen versehenen Blechtafeln, aus Drahtgitter oder lediglich
aus in einer Richtung verlaufenden und parallel zueinander liegenden Metallstäben bestehen. Die obere
Käfigwand — der Deckel 9 — ist z. B. um ein Scharnier aufklappbar, abhebbar und besteht vorzugsweise
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aus einer Blechtafel. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel hängt der Käfig 1 mit seinen Ringen 2 in
flexiblen Übertragungselementen 3, welche auf den Treibscheiben 4 eines Antriebsblockes 5 aufsitzen und
von ihnen in eine umlaufende Bewegung versetzt weiden.
Der Antriebsblock 5 ist an der Unterseite eines transportablen Rahmens 6 befestigt.
Der Käfig 1 besteht aus Eisen oder irgendeinem säurebeständigen Material, kann beliebig großen
Querschnitt besitzen und, wie Fig. 2 zeigt, durch Zwischenwände 7 in mehrere, vorliegendenfalls vier
Kammern 8 unterteilt sein, wodurch der Betrieb noch rationeller wird. Schließlich kann der Käfig auch
durch senkrecht zur Stapelachse liegende Zwischenwände verteilt sein. Dies wird gewöhnlich gemacht,
wenn das Gewicht des Stapels zu groß ist und beim Umfallen desselben während der Behandlung die Ge-.
fahr einer Verletzung des Gutes besteht.
In vorteilhafter Weise kann als Käfig auch eine an sich bekannte Beiztrommel verwendet werden, welche
gegebenenfalls mit Einsätzen zur besseren Lagerung der Drahtringstapel versehen sein kann.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die folgende: Soll beispielsweise Draht behandelt
werden, wird dieser in Ringen gewickelt, im Käfig 1 bei abgehobenem Deckel 9 nur so hoch aufgeschlichtet,
daß zwischen dem Deckel 9 des Käfigs und dem Stapelende 12 ein Zwischenraum 13 frei bleibt. Nach
Schließen des Deckels 9 wird der Käfig 1 durch die Antriebsvorrichtung 5 in langsame Drehung um die
Achse 14 versetzt. Erreicht der Käfig 1 eine gegenüber der Ausgangsstellung (Fig. 1) um mehr als 90°
verschwenkte Lage (Fig. 3), so fällt der Stapel 11 einseitig gegen den nun tiefer als die Drehachse der 3g
Treibscheiben 4 liegenden Boden 9 um, wobei die Drahtringe in allen ihren Teilen erschüttert werden.
Beim Weiterdrehen des Käfigs wird, kurz bevor er sich in der um 180° verdrehten Lage befindet, der
Stapel mit voller Wucht auf den Deckel 9 auffallen, wodurch den Drahtringen eine noch kräftigere Erschütterung
als zuvor erteilt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Drehung der Trommel um
180°. Durch die starken Erschütterungen der Drahtringe
kann der auf der Drahtoberfläche anhaftende Zunder von dieser abgeschlagen werden und fällt durch die
Öffnungen in den Käfigwänden hinaus. Ist nun der Draht genügend gereinigt, wird der den Käfig tragende
Rahmen von einem Kran über den Bottich mit der Behandlungsflüssigkeit verfahren und dann so
tief abgesenkt, bis der Käfig in die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht ist, in welcher er dann ruhend
verbleiben oder über den Antriebsmechanismus 5 in Drehung versetzt werden kann. Der Käfig kann auch
mehrere Bottiche hintereinander passieren, die aufeinanderfolgend beispielsweise Beizflüssigkeit, Neutralisationsflüssigkeit
und Spülflüssigkeit enthalten.
Es ist auch möglich, die Drahtringe außerhalb der Beizflüssigkeit während weniger Umdrehungen des
Käfigs lediglich von den groben Zunderanhaftungen zu befreien und den restlichen Zunder im ersten Behandlungsbottich
abzuschlagen oder aber die Zunderentfernung zur Gänze im ersten Behandlungsbottich
vorzunehmen. Nach Beendigung des Behandlungsprozesses kann der Käfig abgestellt und der Drahtringstapel
mittels eines an seiner Unterseite angreifenden Hakens von einem Kran aus dem Käfig ausgehoben
werden.
In ähnlicher Weise wird auch bandförmiges Gut behandelt.
Der freie Raum, welcher beim Drehen des Behandlungsgutes die Ursache für die Erschütterungen
desselben ist, kann an Stelle über dem Stapel auch beispielsweise seitlich desselben vorgesehen sein.
Der Rahmen 6 kann, um verfahren zu werden, über Ketten, Zangen od. dgl. in einen Kranhaken eingehängt
werden oder aber selbst einen heb- und senkbaren Teil eines torkranartigen, fahrbaren Gerüstes
bilden.
Als flexible Übertragungselemente werden Ketten, Seile, verschiedenen Querschnitt aufweisende Bänder,
beispielsweise aus Gummi mit Stahleinlagen od. dgl., verwendet.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Entzundern und Beizen von Metallteilen, bestehend aus einem in einen Beizbottich
eintauchbaren Käfig, der durch eine oberhalb des Käfigs und außerhalb der Beizflüssigkeit befindliche
Antriebsvorrichtung bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachse des zum Beizen
von Draht- oder Bandbunden zu verwendenden, von' diesen nur unvollständig gefüllten^ Käfigs
senkrecht zu seiner Drehachse steht und daß ~der~Käfig ein oder mehrere Ringprofile, vorzugsweise
je ein zu beiden Seiten angeordnetes Ringprofil aufweist, wobei in die Ringprofile den Käfig
tragende und in Rotation versetzende flexible Übertragungselemente eingreifen, die von der
über dem Beizbottich befindlichen Antriebsvorrichtung mitgenommen werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beiztrommel eine oder
mehrere Rasten zur Aufnahme eines oder mehrerer Drahtringstapel aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringprofile im Querschnitt
U-Form besitzen.
4. X'Orrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Käfig zur Aufnahme mehrerer Ringstapel unterteilt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 825 039, 908 431.
Deutsche Patentschriften Nr. 825 039, 908 431.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ι 909 649/401 11.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069450B true DE1069450B (de) | 1959-11-19 |
Family
ID=594563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069450D Pending DE1069450B (de) | Vorrichtung zum Entzundern und Beizen von Metallteilen, 27. ß. 56. Österreich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1069450B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE825039C (de) * | 1949-10-12 | 1951-12-17 | Fischer Ag Georg | Verfahren und Einrichtung zum Behandeln von Metallteilen |
| DE908431C (de) * | 1952-03-07 | 1954-04-05 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Vorrichtung zum Waschen bzw. Entzundern von Drahtbunden |
-
0
- DE DENDAT1069450D patent/DE1069450B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE825039C (de) * | 1949-10-12 | 1951-12-17 | Fischer Ag Georg | Verfahren und Einrichtung zum Behandeln von Metallteilen |
| DE908431C (de) * | 1952-03-07 | 1954-04-05 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Vorrichtung zum Waschen bzw. Entzundern von Drahtbunden |
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