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Geschweißtes Oberschütz eines Doppelsdiützes Durch das Patent
961 729 ist ein geschweißtes Oberschütz eines Doppelschützes mit waagerechten
und lotrechten Stauwandaussteifungen geschützt, bei dem im Schleifbereich der am
Unterschütz befestigten, auf der den Aussteifungen abgewandten Stauwandfläche des
Oberschützes gleitenden Zwischendichtung nur die parallel zur Dichtung verlaufenden
Stauwandaussteifungen an die Stauwand geschweißt sind. Die als lotrechte Aussteifungen
angeordneten Spanten liegen in größerem Abstand voneinander; sie haben im Schleifbereich
der Dichtung einen freien Abstand von der Stauwand und können oberhalb bzw. unterhalb
dieses Bereiches fest mit der Stauwand verbunden sein.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung eines
solchen Oberschützes und besteht darin, die oder mindestens einen Teil der parallel
zur Dichtung verlaufenden, mit der Stauwand verbundenen Aussteifungen gegen Einzelstöße
kippsicher auszubilden und/oder sie so anzuordnen, daß jede oder mindestens ein
Teil der Aussteifungen für sich oder im Zusammenwirken mit der Stauwand einen Körper
hoher Torsionssteifigkeit bildet.
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Als besonders vorteilhaft hat sich dabei eine Ausbildung herausgestellt,
bei der die einzelnen an die Stauwand geschweißten Aussteifungen, im Querschnitt
betrachtet, Winkel bilden, deren Scheitel von der Stauwand abgekehrt ist,
d. h. also, deren Schenkel mit ihren freien Enden an die Stauwand geschweißt
sind. Die so in Richtung Oberwasser zeigenden Winkel bieten etwa auftretenden Schwimmkörpern,
insbesondere auch Eisstößen, einen großen Widerstand und verhindern im Zusammenwirken
mit der Stauwand weitestgehend Verformungen derselben.
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Die Kippsicherheit gegen Einzelstöße für die an die Stauwand geschweißten
Aussteifungen, die beispielsweise als Winkel- oder als U-Eisen ausgebildet und an
sich nur mit einem Schenkel bzw. Flansch an die Stauwand geschweißt zu sein brauchen,
reicht in den Feldern zwischen den bisher als einzige senkrechte Stauwandaussteifungen
angeordneten Spanten in manchen Fällen nicht aus. Sie wird am einfachsten und zweckmäßigsten
durch Zwischenaussteifungen erhöht, die parallel zu den Spanten angeordnet und nur
mit den waagerechten Stauwandaussteifungen fest verbunden werden. Durch Verbinden
der Außenflansche zweier waagerechter Aussteifungen mittels Fachwerk oder durch
eine Blechtafel kann ein zusätzlicher Träger geschaffen werden, durch den die Sicherheit
gegen Kippen wesentlich erhöht wird.
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Werden die Zwischenaussteifungen aus Walzprofilen, z. B. Flacheisen,
hergestellt, so empfiehlt es sich, diese rechenartig so anzuordnen, daß eine ihrer
schmalen Seiten von der Stauwand abgekehrt ist. Das bietet insbesondere den Vorteil,
daß etwa gegen die Stauwand anschwimmende Körper meist gar nicht die waagerechten
Aussteifungen oder gar die Stauwand selbst treffen und daß außerdem auftretende
Stöße von den Zwischenaussteifungen verhältnismäßig gleichmäßig auf die Stauwand
bzw. ihre waagerechten Aussteifungen verteilt werden, ohne daß beachtenswerte Verformungen
der Aussteifungen oder der Stauwand auftreten können.
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Die erwähnten Vorteile der Zwischenaussteifungen werden in noch höherem
Maße erzielt, wenn auch diese Zwischenaussteifungen so ausgebildet werden, daß sie,
im Querschnitt betrachtet, jede für sich einen Winkel bilden, deren Scheitel von
der Stauwand abgekehrt ist. Etwa gegen diese stoßende Eisschollen werden in vielen
Fällen aufgeteilt, sie können ebenso wie auch anderes Treibzeug leicht nach oben
oder unten abgleiten, je nachdem, ob das Wasser über das Oberschütz oder
unter dem gehobenen Unterschütz abgeführt wird.
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Die Wahl von lotrechten Zwischenaussteifungen, die selbst torsionssteif
ausgebildet sind, bringt den weiteren Vorteil mit sich, daß die Stauwand mit ihren
Aussteifungen einen Trägerrost mit sehr hohem Widerstand gegen Torsion, Biegung
und örtliche Stoßbelastungen bildet.
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Es ist für die Erfindung ohne Einfluß, ob die Stauwandaussteifungen
aus Walzprofilen, geknickten bzw. gebogenen Blechen oder aus zusammengesetzten,
z. 13.
geschweißten Profilen bestehen.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig.
1 zeigt den Querschnitt durch ein erfindungs-,yemäßes Doppelschütz' bei dem
die parallel zur Dichtung liegenden waagerechten Stauwandaussteifungen des Oberschützes
durch Zwischenaussteifun--en kippsicher ausgebildet sind; Fig.2 ist ein Schnitt
durch einen Teil der Stauwand des Oberschützes nach II-II in Fig. 1 -,
Fig.
3 stellt ein Oberschütz dar, bei dem die Kippsicherheit der waagerechten
Stauwandaussteifungen außer durch Zwischenaussteifungen noch durch einen Blechträger
erhöht worden ist-.
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Fig. 4 ist ein Schnitt nach IV-IV in Fig. 3;
Fig.
5, 6 und 7 sind Ausführungsbeispiele für die torsionssteife Ausbildung
der parallel zur Dichtung verlaufenden Stauwandaussteifungen eines Oberschützes;
Fig. 8 stellt ein Oberschütz dar, bei dem die im Zusammenwirken mit der Stauwand
torsionssteifen, winkelförmigen Stauwandaussteifungen durch Zwischenaussteifungen
verbunden sind, deren eine Schmalseite von der Stauwand abgekehrt ist, so daß eine
Art Rechen entsteht und vom Wasser mitgeführte Gegenstände nicht die waagerechten
Aussteifungen treffen Können; Fig. 9 ist ein Schnitt nach IX-IX in Fig.
8;
Fig. 10 zeigt ein Oberschütz, bei dem die Zwischenaussteifungen
winkelförmig ausgebildet sind, so daß etwa auftretende Eisschollen aufgeteilt und
leicht nach oben oder unten abgeleitet werden können-, Fig. 11 ist ein Schnitt
nach XI-XI in Fig. 10;
Fig. 12 zeigt eine ähnliche Ausführung wie Fig.
10,
jedoch mit dem Unterschied, daß die senkrechten Zwischenaussteifungen
als geschlossene Hohlkörper ausgebildet sind, so daß diese auf das Oberschütz beim
Eintauchen eine gewisse Auftriebskraft ausüben, wodurch die Antriebseinrichtung
leichter ausgebildet werden kann.
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In den Figuren ist das Oberschütz mit 1 und das Unterschütz
mit 2 bezeichnet. An die Stauwand des Oberschützes 3 sind waagerechte Aussteifungen
4a bis 4f geschweißt, die ihrerseits mit den Spanten 5
durch Aussteifungen
6 verbunden sind. Die Spanten 5
haben von der Stauwand 3 einen
freien Abstand 7. Die an dem Unterschütz 2 befestigte Dichtung
8 kann bei Bewegungen der Schütze in dem mit 9 bezeichneten Bereich
auf der von Aussteifungen freien Seite der Stauwand 3 des Oberschützes schleifen.
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In Fig. 1 und 2 sind die parallel zur Dichtung 8
verlaufenden
Stauwandaussteifungen 4a bis 4f als Winkelprofile dargestellt und mit einem Schenkel
an die Stanwand geschweißt.
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Um die besonders gefährdeten Aussteifungen 4c bis 4f gegen örtlich
auftretende Stoßbelastungen kippsicher zu machen, sind parallel zu den Spanten
5
stehend rechenartig Zwischenaussteifungen 10a angegrdnet. die aus Flacheisen
gebildet und mit einer ihrer Schmalseiten an die waagerechten Aussteifungen4c bis
4f geschweißt sind. Oberhalb des Schleifbereiches 9 der Dichtung
8 sind auch die Spanten 5 fest mit der Stauwand verbunden.
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Bei der Oberschützausbildung gemäß Fig. 3 und -1
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die Aussteifungen 4a bis 4f ebenfalls aus %#'inl,eln gebildet. Die zwischen den
Spanten 5 ange--)rdneten Zwischenaussteifungen 10b sind aus Win-#zeln hergestellt.
deren einer Schenkel mit der Schmalieite gegen Oberwasser gerichtet ist. Zur weiteren
Erhöhung der Kippsicherheit sind die beiden waagerechten Stauwandaussteifungen4b
und 4c durch ein Blech 11 verbunden, so daß hierdurch ein Träger gebildet
wird, der die senkrecht auftretenden Kräfte aufnehmen und auf die mit ihm verbundenen
Spanten übertragen kann.
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Fig. 5 zeigt als Beispiel der Erfindung eine Oberschützstauwand
mit waagerechten Aussteifungen 4a bis 4f, die winkelförmig ausgebildet und mit den
freien Enden ihrer Schenkel an die Stauwand 3 geschweißt sind, so daß der
Scheitel der Winkel von der Stauwand abgekehrt ist. Im Zusammenwirken mit der Stauwand
3 sind diese einzelnen, waagerechten Stauwandaussteifungen torsiolissteif.
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Auch die in Fig. 6 und 7 dargestellten Oberschütze zeigen
Beispiele von im Zusammenwirken mit der Stauwand3 torsionssteifen Aussteifungen4a
bis 4f, die parallel zur Dichtung verlaufen.
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lii dem Beispiel gemäß Fig. 8 und 9 sind aus Walzprofilen
gebildete Zwischenaussteifungen 10c angeordnet, die hier vor allem dazu dienen,
etwa auftretende Stöße auf alle Stauwandaussteifungen 4a bis 4f zu verteilen und
gegen sie anschwimmende Gegenstände, z. B. Eis, nach oben oder unten abgleiten zu
lassen.
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Den gleichen Zweck haben die in Fig. 10 und 11
sowie
12 dargestellten Zwischenaussteifungen 10d
bzw. 10e, die winkelförinig
ausgebildet sind, wobei ebenfalls der Scheitel der Winkel von der Stauwand abgekehrt
ist. Die Zwischenaussteifungen 10e in Fig. 12 sind als allseitig geschlossene Hohlprofile
hergestellt, so daß durch sie beim Eintauchen ein Auftrieb auf das Oberschütz wirksam
wird.