DE105935C - - Google Patents
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- DE105935C DE105935C DENDAT105935D DE105935DA DE105935C DE 105935 C DE105935 C DE 105935C DE NDAT105935 D DENDAT105935 D DE NDAT105935D DE 105935D A DE105935D A DE 105935DA DE 105935 C DE105935 C DE 105935C
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- 239000010985 leather Substances 0.000 claims description 2
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 description 2
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/36—Other control devices or valves characterised by definite functions
- B60T15/46—Other control devices or valves characterised by definite functions for retarding braking action to prevent rear vehicles of a vehicle train overtaking the forward ones
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- Braking Systems And Boosters (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2OxElSENBAfINBETRIEB
G. KNORR in BERLIN. Steuerung für Luftdruckbremsen.
Zusatz zum Patente 103109 vom 21. April i<
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. November 1898 ab.
Längste Dauer: 20. April 1913.
Bis auf die Nothbremsung sind die einzelnen Arbeitsabschnitte des Steuerventils genau dieselben
wie bei dem Patent 103109, zur Ausübung
einer stofsfreien Nothbremsung macht jedoch das Steuerventil im vorderen Zugtheil
zunächst nur seinen halben Aushub und darauf den ganzen, im hinteren Zugtheil hingegen
sofort den ganzen.
Die Wirkungsweise hierbei ist folgende:
Nach der ersten zur Controle ausgeführten Vollbremsung wird ungedrosselte Prefsluft aus dem Hauptluftbehälter in die Leitung zwecks Lösens der Bremse eingelassen. Die Spannung der Prefsluft nimmt im vorderen Zugtheil schneller zu als im hinteren. Die Bremse wird gelöst und die Behälter werden wieder geladen, während um die Manschette 17 des Kolbens 3 die Prefsluft auch in die Kammer t gelangt. Wird hierauf der Bremshahn in die Drosselstellung gelegt, so gleicht sich der Druck in der Leitung schnell aus und die Prefsluft in der Kammer t der vorderen Ventile, welche um etwa 2 Atmosphären höher gespannt ist als in den hinteren, treibt den Kolben 3 so weit an, bis er auf der Lederscheibe 1 f einen Anschlag findet. Im hinteren Zugtheil beharren die Kolben 3 in ihrer linksseitigen Lage. Wird nun zur Nothbremsung die Leitungsluft stark und plötzlich vermindert, so machen die Steuerkolben 1 vorn im Zuge ihren ersten schnellen Aushub so weit, bis Kolben 1 an den rechts stehenden Kolben 3 anstöfst, und verbindet in dieser Lage die Schieberaushöhlung 0 den Kanal r mit ]?, also die Leitung mit der freien Luft, während der Kanal α vom Behälter zum Cylinder vom Schieber 2 verdeckt ist, eine Bremsung also zunächst nicht eintreten kann. Im hinteren Zugtheil dagegen machen die Steuerkolben 1 ihren vollen Aushub, da der Umsteuerkolben 3 links steht, und die Bremsung setzt hier sofort mit voller Kraft ein, indem der Schieber 2 mit der Schieberaushöhlung ο die Leitung durch die Kanäle ρ und q und den Behälter durch Kanal α und Bohrung s mit dem Cylinder verbindet. Hat hier die Bremsung begonnen, so ist auch inzwischen im vorderen Zugtheil durch die Schieberaushöhlung d, welche Kanal e mit Ar1 verbindet, so viel Prefsluft aus der Kammer t nach der Leitung entwichen, dafs der Kolben 1 das Uebergewicht über den Kolben 3 bekommt und der Schieber 2 nun ebenfalls in die Bremsstellung wie hinten gezogen wird, so dafs auch hier die Bremsung einsetzt und dasselbe Ergebnifs wie bei der Anordnung nach Patent 103109 erreicht wird. Damit beim Lösen der Bremse die Prefsluft aus der Leitung nicht durch das Rückschlagventil 12 ins Freie entweicht, ist der Kolben 16 angeordnet, welcher in der Bremsstellung des Steuerventils auf die rechte Seite entweder Druck vom Behälter oder Cylinder bekommt und so das Abdrucken des Ventils 12 verhindert. Anstatt
Nach der ersten zur Controle ausgeführten Vollbremsung wird ungedrosselte Prefsluft aus dem Hauptluftbehälter in die Leitung zwecks Lösens der Bremse eingelassen. Die Spannung der Prefsluft nimmt im vorderen Zugtheil schneller zu als im hinteren. Die Bremse wird gelöst und die Behälter werden wieder geladen, während um die Manschette 17 des Kolbens 3 die Prefsluft auch in die Kammer t gelangt. Wird hierauf der Bremshahn in die Drosselstellung gelegt, so gleicht sich der Druck in der Leitung schnell aus und die Prefsluft in der Kammer t der vorderen Ventile, welche um etwa 2 Atmosphären höher gespannt ist als in den hinteren, treibt den Kolben 3 so weit an, bis er auf der Lederscheibe 1 f einen Anschlag findet. Im hinteren Zugtheil beharren die Kolben 3 in ihrer linksseitigen Lage. Wird nun zur Nothbremsung die Leitungsluft stark und plötzlich vermindert, so machen die Steuerkolben 1 vorn im Zuge ihren ersten schnellen Aushub so weit, bis Kolben 1 an den rechts stehenden Kolben 3 anstöfst, und verbindet in dieser Lage die Schieberaushöhlung 0 den Kanal r mit ]?, also die Leitung mit der freien Luft, während der Kanal α vom Behälter zum Cylinder vom Schieber 2 verdeckt ist, eine Bremsung also zunächst nicht eintreten kann. Im hinteren Zugtheil dagegen machen die Steuerkolben 1 ihren vollen Aushub, da der Umsteuerkolben 3 links steht, und die Bremsung setzt hier sofort mit voller Kraft ein, indem der Schieber 2 mit der Schieberaushöhlung ο die Leitung durch die Kanäle ρ und q und den Behälter durch Kanal α und Bohrung s mit dem Cylinder verbindet. Hat hier die Bremsung begonnen, so ist auch inzwischen im vorderen Zugtheil durch die Schieberaushöhlung d, welche Kanal e mit Ar1 verbindet, so viel Prefsluft aus der Kammer t nach der Leitung entwichen, dafs der Kolben 1 das Uebergewicht über den Kolben 3 bekommt und der Schieber 2 nun ebenfalls in die Bremsstellung wie hinten gezogen wird, so dafs auch hier die Bremsung einsetzt und dasselbe Ergebnifs wie bei der Anordnung nach Patent 103109 erreicht wird. Damit beim Lösen der Bremse die Prefsluft aus der Leitung nicht durch das Rückschlagventil 12 ins Freie entweicht, ist der Kolben 16 angeordnet, welcher in der Bremsstellung des Steuerventils auf die rechte Seite entweder Druck vom Behälter oder Cylinder bekommt und so das Abdrucken des Ventils 12 verhindert. Anstatt
die Prefsluft aus der Kammer t durch die Schiebermuschel d in die Leitung abzuführen,
kann dieselbe auch (Fig. 2) durch das von Kolben 1 aufgestofsene Ventil 18 entlassen
werden, in welchem Falle das Füllen der Kammer t durch Ventil 18 und Bohrung ig
erfolgt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Steuerung für Luftdruckbremsen nach Patent 103109, dadurch gekennzeichnet, dafs die Hubregler 3 durch ungedrosselte, aus dem Hauptluftbehälter in die Kammern (t) eingeführte Prefsluft nach Druckausgleich in der Leitung im vorderen Zugtheil bis an die Lederscheibe (11) verschoben werden, im hinteren Zugtheil infolge der geringeren Spannung der den Kammern (t) zugeführten Prefsluft dagegen in ihrer Linksstellung verbleiben, so dafs bei einer Nothbremsung die Steuerkolben (1) im vorderen Zugtheil zunächst nur in die Mittelstellung gelangen, in welcher die Schieberhöhlung (0) die Hauptleitung durch Kanal (p) mit der Aufsenluft durch Bohrung (r) verbindet und in dieser Lage so lange festgehalten werden, bis die Prefsluft aus den Kammern (t) durch Kanal (e) und Schieberhöhlung (d, Fig. 1) oder Ventil (18) und Bohrung (19, Fig. 2) so weit abgeströmt ist, dafs die Steuerkolben (1) die Hubregler zurückzuschieben vermögen und in die Vollbremsstellung gelangen, während die Steuerkolben (1) im hinteren Zugtheil sofort in die Vollbremsstellung verschoben werden, zu dem Zwecke, durch Verzögerung der Bremswirkung im vorderen Zugtheil den Zug stofsfrei und gestreckt oder mäfsig aufgelaufen zum Stillstand zu bringen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE103109T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE105935C true DE105935C (de) |
Family
ID=5649581
Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT103109D Active DE103109C (de) | |||
| DENDAT105935D Active DE105935C (de) | |||
| DENDAT130449D Active DE130449C (de) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT103109D Active DE103109C (de) |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT130449D Active DE130449C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (3) | DE130449C (de) |
-
0
- DE DENDAT103109D patent/DE103109C/de active Active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE103109C (de) | |
| DE130449C (de) |
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