DE46107C - Neuerung an einem selbstthätigen Hahnventil für Luftdruckbremsen von Eisenbahnfahrzeugen - Google Patents
Neuerung an einem selbstthätigen Hahnventil für Luftdruckbremsen von EisenbahnfahrzeugenInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
- B60T13/24—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
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- B60T13/36—Compressed-air systems direct, i.e. brakes applied directly by compressed air
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Das Hahnventil des Haupt-Patentes hat den Nachtheil, dafs es mehr oder weniger vom
Zufall abhängt, ob es gelingt, die Bremse mit mäfsiger Kraft anzulegen und in diesem Zustande
festzuhalten oder nicht, da kein Grund vorhanden ist, welcher das Ventil verhindern
könnte, den zum mäfsigen Bremsen erforderlichen kleinen Hub zu überschreiten und
ebenso wenig dasselbe rechtzeitig in die Ruhestellung zurückzubringen.
Die vorliegende Construction soll dazu dienen, diesen Uebelstand zu beseitigen.
Die . Bewegung des Hahnkükens wird deshalb durch Vermittelung eines beweglichen
Zwischenhebels bewirkt, welcher sich in den kritischen Punkten an Widerlager anlegt, wodurch
der Widerlagspunkt zum Drehpunkt für die etwaige Weiterbewegung gemacht wird'
und dadurch zu eier letzteren eine weit gröfsere Kraft als zuvor erfordert wird.
Fig. ι zeigt einen Querschnitt durch das complete Ventil. mit dem neuen Zwischenhebel.
Aufserdem ist ein einfacher .Vierweghahn be-' hufs Absperrens des Ventils von der Hauptrohrleitung
hinzugefügt und ist das kugelförmige Rückschlagventil h der früheren Construction
durch ein Hubventil h1, Fig. 4, ersetzt, welches in die Achse des Hahnkükens e eingesetzt
ist.
Die von der Hauptrohrleitung kommende geprefste Luft tritt bei a, Fig. 1, ein und
strömt, dem Pfeil folgend, durch die Oeffnungen α 3 und b 2, den Kanal b * passirend,
nach dem Reservoir.
Der Kanal b1 steht mit dem Raum oberhalb
der Membran in Verbindung, Fig. 3, so-dafs diese also von "beiden Seiten Druck empfängt;
wird nun in der Hauptrohrleitung durch OefFnen des Locomotivführer - Bremshahnes
eine Druckreduction vorgenommen, so kann die Luft aus dem Reservoir wegen des Rückschlagventils
h1 nicht zurücktreten; dieselbe übt also einen Druck auf die Membran χ aus und
wird dadurch der mit der Membran entsprechend verbundene Hahnküken y so gedreht,
dafs die Verbindung, zwischen Reservoir und Bremscylinder hergestellt wird; es strömt
also die Luft von dem ersteren nach dem Bremscylinder und treibt einen Bremskolben
vor und legt so in der üblichen Weise die Bremse an. Wenn nun umgekehrt der Druck
in der Hauptrohrleitung erhöht wird, so entsteht wieder gleicher Druck auf beiden Seiten
der Membran, und diese ebenso wie der Hahnküken gehen in ihre Ruhestellung zurück, wobei
durch den letzteren die Verbindung zwischen Bremscylinder und Atmosphäre hergestellt wird
und die Bremse also löst.
Sofern die Druckreduction in der Haupt-
rohrleitung behufs voller Bremsung eine bedeutende ist, wird der Hahnküken so weit ge-.,
dreht, dafs, während die Luft vom Reservoir nach dem Cylinder überströmt, gleichzeitig
eine Verbindung zwischen der mit der Hauptrohrleitung communicirenden Oeffnung as und
dem Cylinder hergestellt wird; es tritt dann also die Luft aus der Hauptrohrleitung direct
in den Cylinder ein, so lange, bis der vom Reservoir herkommende Luftdruck niedriger
ist als der Leitungsdruck, sobald jener aber überwiegt, hört die Einströmung von der
Hauptrohrleitung aus auf und das Rückschlagventil A1, welches sich schliefst, verhindert
einen etwaigen Rücktritt der Luft vom Reservoir nach der Leitung. Es wird dadurch eine von
Apparat zu Apparat schnell fortschreitende Wirkung erzielt.
Fig. 5,6,7 und 8 zeigen den Hahnküken mit dem Hülfshebel in den verschiedenen
Hauptstellungen, welche in Betracht kommen.
Der- kurze Hebel m, Fig. 2 und 5, ist mittelst Vierkants fest mit dem Küken y verbunden.
Die Gabel dieses Hebels m enthält ein Auge 0, in welchem drehbar der Hülfshebel
u eingelenkt ist. Letzterer ist also um den Punkt ο drehbar, jedoch wird diese Beweglichkeit
begrenzt durch die beiden Nasen ρ und q, welche sich bei Drehung um ο an die
Nabe des Hebels in anlegen. In dem Auge r greifen die an die Membran χ angeschlossenen
Verbindungslaschen an.
Dieser Angriffspunkt ist in die Mitte des Hebels 11 gelegt, beispielsweise derart, dafs 0 r
= nr und = oi ist.
Fig. 5 stellt den Mechanismus in der Ruhelage dar, wo die Bremse gelöst ist. Sobald
nun die Membran χ sich nach unten bewegt, nimmt dieselbe sofort den Hebel u, welcher
sich mit seiner Nase q gegen die Nabe des Hahnhebels m legt, an dem Bolzen r mit und
dreht den Hahnküken bis in die Stellung Fig. 6.
Es sei nun Q. die Kraft, welche erforderlich ist, um den Hahnküken an dem Hebelarm 0 s
zu drehen, dann war die erforderliche Kraft in der beschriebenen ersten Periode der Be-
0 s
wegung V2 Q, da —— = V2 ist.
TT ο
In der Stellung Fig. 6 findet ein geringes Ueberströmen von geprefster Luft nach dem
Bremscylinder statt und die Bremse wird mit geringer Kraft angelegt. Sobald die Druckreduction
in der Hauptrohrleitung unterbrochen wird, tritt ein Spannungsausgleich auf beiden Seiten der Membran ein und die letztere
geht unter dem Einflufs der Schraubenfeder / zurück, wodurch auch der Hahnküken in die
Stellung Fig. 7 zurückgebracht wird, wo die Bremse in dem Zustand festgehalten wird,
welcher sich durch das Ueberströmen des Druckes vom Reservoir nach dem Bremscylinder
hergestellt hat.
In Fig. 6 ist die Drehung des Hahnkükens so weit vorgeschritten, dafs der Kopf η des
Hebels u sich an Anschlag w des _ Gehäuses
anlegt und von diesem zurückgehalten wird. Soll nun eine weitere Drehung des Kükens
vorgenommen werden, so kann dies nur geschehen, indem der Hebel u sich um seinen
Kopf η als festen Drehpunkt dreht und einen Druck auf das Auge ο ausübt. Es ist nunmehr
die zur "Weiterbewegung erforderliche, von der Membran auszuübende Kraft = 2 Q,
da r = 2 ist. Es werden nun die Kanal-
n r
öffnungen gänzlich geöffnet und die Bremse
mit voller Kraft angelegt.
Der Mechanismus gelangt dadurch in die Stellung Fig. 8, wobei sich die Nase ρ an die
Nabe des Hahnhebels fest anlegt.
Wird nun die Membran durch Einlassen von geprefster Luft in die Hauptrohrleitnng zurückbewegt,
so verhält sich vermöge des festen Anliegens der Nase ρ der Hebel u wie ein starr
mit dem Hahnküken verbundenes Stück, und es ist die Kraft, welche im Punkt r von der
Membran ausgeübt werden mufs = Y2 Q, da
= Vo ist.
Unter der Einwirkung dieser Kraft gelangt der Mechanismus zunächst bis in die Stellung
Fig. 7, wo der Kopf η des Hebels u sich an den Anschlag ν des Hahngehäuses anlegt und
nun zum Drehpunkt für die Weiterbewegung wird.
Um diese Weiterbewegung auszuführen und die Bremse zu lösen, ist aber nunmehr erforderlich,
dafs im Punkt r eine Kraft 2 Q ausgeübt wird, denn es ist
η ο
η r
= 2.
Hieraus geht hervor, dafs zum vollen Bremsen die vierfache Kraft von derjenigen erforderlich
ist, welche zum mäfsigen Bremsen gebraucht wird, und dafs ebenso zum Lösen der Bremse
die vierfache Kraft von derjenigen nothwendig ist, welche zum Zurückdrücken des Mechanismus
in die Stellung »Bremse festhalten«, Fig 7, gebraucht wird, was bezweckt wurde.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei automatischen Ventilen für Luftdruckbremsen, welche mittelst Diaphragmas oder. Kolbens die Drehung eines Hahnkükens bewirken, der Ersatz des im Patent No. 45428 enthaltenen einfachen Hebelarmes durch einen Doppelhebel, derart, dafs ein Zwischenhebel u eingeschaltet wird, welcher auf den mit dem Hahn verbundenen Drehbolzen ο aufgestecktist, und- an dessen Auge r sich der Angriffspunkt der Kraft befindet und welcher mit den Nasen pq und η versehen ist, welch letzte an zwei Widerlagern ν und w des Gehäuses einen Widerstand findet, so dafs die eingeleitete Kraft an wechselnden Hebelarmen wirkt, die so gewählt sind, dafs ein Theil der Hahndrehung mit Angriff an einem langen Hebelarm und daher mit geringer Kraft erfolgt, während ein anderer Theil der Hahndrehung mit Angriff an einem kurzen Hebel und daher grofsem Krafterfordernifs erfolgt, zum Zwecke, gröfsere Sicherheit und Precision in der Herstellung der verschiedenen Hahnpositionen zu erzielen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46107C true DE46107C (de) |
Family
ID=321238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46107D Expired - Lifetime DE46107C (de) | Neuerung an einem selbstthätigen Hahnventil für Luftdruckbremsen von Eisenbahnfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46107C (de) |
-
0
- DE DENDAT46107D patent/DE46107C/de not_active Expired - Lifetime
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