DE1048868B - Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Textilstoffen - Google Patents

Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Textilstoffen

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DE1048868B
DE1048868B DER16445A DER0016445A DE1048868B DE 1048868 B DE1048868 B DE 1048868B DE R16445 A DER16445 A DE R16445A DE R0016445 A DER0016445 A DE R0016445A DE 1048868 B DE1048868 B DE 1048868B
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dispersion
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DER16445A
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Benjamin Berryl Kine
Albert Christian Nuessle
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Rohm and Haas Co
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Rohm and Haas Co
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders

Description

  • Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von Textilstoffen mittels farbstoffhaltiger Mittel, die entweder zum völligen Einfärben von Textilstoffen oder aber zum örtlichen Färben im Druckverfahren geeignet sind.
  • Man hat schon Hydroxylgruppen enthaltende Vinylpolymerisate mit Pigmenten zum Formen und, in organischen Lösungsmittehi gelöst, zum Überziehen von Gegenständen benutzt.
  • Bei Färbeverfahren sind bisher gewöhnlich wäßrige, Stärke und wasserlösliche lineare Polymerisate enthaltende Lösungen zur Bindung der Farbstoffe benutzt worden. Bei ihnen treten die Nachteile auf, daß niedrig konzentrierte Lösungen oder aber hochviskose Lösungen angewandt werden müssen, die nicht gut eindringen. Sie versteifen das Erzeugnis in wechselndem Maße, bewirken, daß der Griff des Erzeugnisses mit Änderungen in der Feuchtigkeit erheblich schwankt, zeigen Neigung zum Gelbwerden beim Altem und machen das Erzeugnis gegenüber dem Angriff von Bakterien und Pilzen empfindlicher. Schließlich sind die Erzeugnisse wenig waschecht.
  • Synthetische lineare Polynierisate des Vinyl- und Acrylsäuretyps vermögen als Bindemittel für Farbstoffe zu dienen, sind aber im allgemeinen dadurch gekennzeichnet, daß sie der Wäsche nicht ausreichend widerstehen, weil sie dazu neigen, plastisch zu werden und bis zu einem gewissen Grade bei Temperaturen, die normalerweise bei Wäschen angewandt werden, zu erweichen.
  • Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Färben von Textilstoffen vorgeschlagen, bei dem man diese mit einer wäßrigen Dispersion eines Farbstoffes und eines wasserunlöslichen linearen Polymerisats aus mindestens einem einfach ungesättigten Monomeren und wenigstens 1 Gewichtsprozent eines Monomeren der Formel C H2 = CH - A - R - OH, in der A entweder - 0 - oder - S - und R eine geradmen, oder verzweigtkettige -C,HAC,H,-, Alkylengruppe -C,HN(W)C,H,- mit 2 bis 10 C-Ato- oder -C,I-I4N(R")(R#")(X)C,I-14-Ist,worinR'Wasserstoff, CH3, C,H,; oder - C2H,011, R" -und W" Methyl, Äthyl oder - CJI4OH und X einen negativen Rest, z. B. OH, ClI Br, J, C HI S 04 - Und Tolylsulfonat, bedeuten, behandelt, danach trocknet und dann % bis 30 Minuten auf 82 bis 177'C erhitzt. Eine bevorzugte Gruppe ist die der Äther mit der Formel CH, = CH - 0 - (CH#" - OH, in der x 2 bis 10, vorzugsweise aber 3 bis 6 ist, wobei die Wirksamkeit im allgemeinen am größten ist, wenn x # 5 ist. Beispiele für solche Monomeren sind: ß-Oxyäthylvinylsul:ftd, P-Oxyäthylvinyläther, 3-Oxypropylvinylsulfid, 5-Oxypentylvinylätlier, 6-Oxyhexylvinyläther, 8-Oxyoctylvinyläther, 10-0,xydecylvinyläther, P-Oxyäthylaminoäthylvinyläther, (N-ß-Oxyäthyl-N-methyl)-aminoäthylvinyläther, Oxyäthyldimethyl-(vinyloxyäthyl)-ammoniumhydroxyd, Thiodiglykohnonovinyläther, Tlüodiglykolmonovinylsulfid, Diäthylenglykohnonovinyläther. Es wurde gefunden, daß Textilien, die mit Farbstoffen in Verbindung mit einem harzartigen Binder gefärbt sind, dem Polymerisate aus wenigstens 1 und vorzugsweise 5 bis 25 Gewichtsprozent eines der obigen Monomeren zugrunde liegen, für praktische Zwecke angemessen waschbeständig sind. Diese hier zu verwendenden wäßrigen Dispersionen können hohe Konzentrationen (bis zu 70 "/, Feststoffgehalt) aufweisen, bleiben dennoch niedrigviskos, so daß höhere Konzentrationen leichter angewandt und Trocknungszeit und Arbeitsaufwand.-stark verringert werden können. Diese Dispersionen vermögen einen verschiedenartigen Griff bei den Erzeugnissen hervorzubringen; er kann weich bis fest oder, wenn erwünscht, sogar hart sem. Die mit diesen Dispersionen behandelten Erzeugnisse werden beim Altern nicht gelb; außerdem werden sie durch die Behandlung Bakterien und Pilzen gegenüber nicht empfindlicher.
  • Die wäßrigen Dispersionen können hergestellt werden, indem man ein Gemisch aus einem oder mehreren der genannten Monomeren allein oder in Mischung mit einem oder mehreren anderen einfach ungesättigten, mischpolymeiisierbaren Moilomer-en emulgiert und dann mit Hilfe eines Katalysators mischpolymerisiert. Die Monomeren und deren Anteile sollen so ausgewählt werden, daß eiii in Wasser unlösliches linearesMischpolymerisat entsteht. Das Molekulargewicht der Mischpolymerisate kann zwischen 10000 und 4000000 liegen.
  • Besonders wertvolle Harzdispersionen werden durch Eniulsionsmischpolymerisation von wenigstens einem der hydroxylhaltigen Monomeren (in einer Gesamtmenge von 1 bis 25 Gewichtsprozent mit einem oder mehreren monomeren Estern der Acryl- und/oder Methacrylsäure erhalten, in denen die Alkylgruppe 1 bis 8 C-Atome enthält, z. B. demMethyl-,Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sek.-Butyl-, tert.-Butyl-, Isoamyl-, tert.-Amyl-, Hexyl-, Heptyl-, n-Octyl- und 2-Äthylhe#ylester.
  • Man kann jeden wasserunlöslichen Farbstoff verwenden, z. B. Azofarbstoffe und -lacke, Phthalocyaninfarbstoffe, Küpenfarbstoffe in ihrer wasserunlöslichen Form und anorganische Pigmente, z. B. Gasruß, Eisenoxyde, Chromgelbe, Titandioxyd und Zinkoxyd. Es können aber auch pulver- oder schuppenförmige Metalle angewandt werden, z. B. Aluminium, Bronze, Messing, Chrom oder Gold. Gegebenenfalls können auch Gemische benutzt werden.
  • Außer diesen Bestandteilen können die wäßrigen Dispersionen ein wasserlösliches polymeres VerdickLingsmittel, z. B. Tragantgununi, wasserlösliche Celluloseäther, Polyvüiylalkohol oder teilweise verseiftes Polyvinylacetat, enthalten und als Druckpasten verwendet werden. Die wäßrigen Pasten können ein mildes Alkall, z. B. Natriumacetat, Natriumcarbonat, Kreide, Morpholin oder Ammoniak, und gegebenenfalls auch ein Gemisch wasserlöslicher Substanzen enthalten, die einen mild wirkenden alkalischen Puffer bilden. Die Mengen der verschiedenen Bestandteile in den wäßrigen Dispersionen und Pasten können in weiten Grenzen schwanken. Sie können in bekannter Weise so ausgewählt werden, daß die Dispersionen und Pasten eine Konsistenz aufweisen, die sich für das Aufbringen auf die Erzeugnisse nach dem hierfür benutzten Verfahren eignet.
  • Das Gewichtsverhältnis von Farbstoff zum Bindemittel liegt vorzugsweise zwischen 1 : 1 und 1 : 8, kann aber höher oder gegebenenfalls auch niedriger sein, wenn neuartige Effekte erzeugt werden sollen, z. B. beim Prägedruck. Der Farbstoff kann in der wäßrigen Emulsion vor der Polymerisation dispergiert werden; vorzugsweise geschieht das abar in der wäßrigen Mischpolymerisatdispersion nach Beendigung der Polymerisation. Ebenso wird das Verdickungsmittel vorzugsweise nach der Polymerisation insbesondere dann eingebracht, wenn eine -große Menge desselban angewandt wird, um das Mittel hochkonsistent zu machen, so daß es für den Druck geeignet ist. Die Mittel können in der üblichen Weise auf den Textilstoff aufgebracht werden, wenn dieser ganz durchgefärbt werden soll. Man kann sie aber- auch durch Druckwalzen aufbringen, wenn eine örtliche Färbung beabsichtigt ist. Schließlich kann man auch Schablonen u. dgl. in diesem Verfahren'benützen. Welches System man auch anwendet, stets tritt-im allgemeinen eine verhältnismäßig geringe Gewichtszunahme bei dem Textilstoff ein, wenn man eine angemessene Durchfärbung erzielen will. So kann z. B. an den gefärbten Stellen eine Gewichtszunahme von 1 bis 10 % erhalten werden.
  • Die neuen Färbemittel sind ihrer Art nach wäßrig und enthalten kein flüchtiges organisches Lösungsmittel. Sie sind aus diesem Grunde weder feuergefährlich noch gesundheitsschädlich. Lagerung und Anwendung der Mittel sind demzufolge außerordentlich einfach, da kein Lösungsmittel wiedergewonnen werden muß, keine Schutzvorrichtungen benötigt werden usw. Sie sind auch praktisch geruchlos, schlimmstenfalls riechen sie nur ganz wenig und nicht unangenehm.
  • Man kann Textilstoffe aller Art färben, so z. B. gewebte, gewirkte und auf sonstige Weise hergestellte Erzeugnisse, auch Filze. Die Fasern oder Garne der Erzeugnisse können aus Baumwolle, Kunstseide, Seide, Wolle oder Leinen bestehen; ferner aus Celluloseestern, z. B. Celluloseacetat; eiweißartigen Substanzen, z. B. Casein, Sojabohneneiweiß; ferner linearen polymeren Substanzen, z. B. den Polyamiden, Polyestern, z. B. Polyglykolterephthalat, und den verschiedenen Vinylverbindungen, z. B. Polyäthylen, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polyacrylsäurenitrü; Mischpolymerisaten von Vinylchlorid mit Vinylacetat, Acrylsäurenitrü, Vinylidenchlorid od. dgl.; Mischpolymerisaten von Vinylidenchlorid mit Vinylacetat, Äthylen oder Acrylsäurenitrü; Mischpolymerisaten von Acrylsäurenitrü mit Vinylacetat, Methacrylsäurenitril, Vinylpyridinen oder mit Gemischen dieser Monomeren.
  • Angenommen wird, daß das zum Trocknen erforderliche Erhitzen eine Vernetzung der Polymerketten bewirkt und die gefärbten Erzeugnisse unlöslich und dauerhaft macht. In dem auf das Erzeugnis aufgebrachten Mittel jedoch ist das Polymerisat im wesentlichen linear, so daß es sich beim Trocknen zu einem Film zusammenschließt, der den Farbstoff darin bindet. Beim anschließenden Erhitzen erfordert die eintretende Fixierung nicht den Zusatz eines Katalysators. Möglicherweise enthält die Polymerdispersion Säurereste, die nach Beendigung der Polymerisation darin zurückgeblieben sind. Man kann jedoch eine kleine Menge eines sauren Katalysators, z. B. Ammoniumchlorid oder p-Toluolsulfonsäure, zur Dispersion geben oder auf das behandelte Erzeugnis aufbringen, ehe auf diesem die Fixierung des Polymerisats durch Erhitzen erf21gt, um die Vernetzungdurch die Hydroxylgruppen zu i;e-i#2jÜnigen. Die gefärbten Erzeugnisse sind dadurch gekennzeichnet, daß sie der Wäsche und dem Altern im Wechsel (d. h. einer Belichtung und Wäsche im Wechsel) gut und auch dem Verschießen ausreichend widerstehen. Da diese Überzüge kein Weichrnachungsmittel benötigen, um sie biegsam zu machen, verspröden sie auch nicht beim Altern, was bei Weichinacherverhist eintreten könnte.
  • Die wäßrigen, das lineare Polymerisat oder Mischpolymerisat enthaltenden Dispersionen können auch, wenn das erwünscht ist, noch mit einem Vernetzungsmittel versehen werden, um den Widerstand gegenüber der Wäsche zu erhöhen und das Produkt gegebenenfalls auch noch trockenreinigungsfester - zu machen. Dieses hilfsweise benutzte Vernetzungsmittel wird vorzugsweise zu der wäßrigen Dispersion oder Paste gegeben, die das lineare. Polymerisat und den Farbstoff enthält, obwohl der Farbstoff auch zugegeben werden -kann, nachdem das Vernetzungsmittel in die Polymerdispersion emigebracht worden ist. Wenn eine Paste benutzt wird, kann das Verdickungsmittel zum Schluß nach Fertigstellung des Mittels zugegeben werden. Das zuzugebende Vernetzungsmittel wird in solcher Menge angewandt, daß das Gewichtsverhältnis von linearem Polymerisat zum Vernetzungsmittel zwischen 6 # 1 und 1 : 6-, vorzugsweise zwischen 5: 2 und 2: 5, liegt. Ob nun ein Vernetzungsmittel angewandt wird oder nicht, -das Gewichtsverhältnis von Farbstoff zum Gesamtgewicht Bindemittel (einschließlich des Vernetzungsmittels, wenn ein solches benutzt wird) soll vorzugsweise zwischen 1: 1 und 1: 8 liegen. Vorzugsweise werden mit dem Vernetzungsmgttel saure Katalysatoren, z. B. Pyridinhydrochlorid, Ammoniumchlorid oder Benzyldimethylaminoxalat, benutzt, notwendig sind sie aber nicht.
  • Das Vernetzungsinittel ist eine organische Verbindung mit mindestens zwei funk-tionellen Gruppen, die mit der Hydroxylgruppe des Mischpolymerisats reagieren können. Das bevorzugte Vernetzungsmittel ist Formaldehyd. Man kann aber auch Dialdehyde, wie Glyoxal und Propandial, anwenden. Als Vernetzungsmittel können auch die niedrigmolekularen Polykondensate (deren Molekül so groß ist, daß eine Diffusion in die Celhilose vermieden wird, die aber noch in Wasser dispergierbar sind, wobei auch die saure kolloide Form in Frage kommt) oder monomere Reaktionsprodukte eines Aldehyds, z. B. von Formaldehyd, mit Melamin, Hamstoff, Thioharnstoff, Biuret, anderen Homologen oder Abkömmlingen dieser oder Gemische derselben angewandt werden.
  • Sobald -diese wäßrigen Dispersionen auf die Erzeugnisse aufgebracht worden sind, werden letztere einer Unlöslichmachung oder Härtung unterworfen, was durch TrocknenundErhitzenauf 82bis177'Cin'-/2bis 30 Minuten erreicht wird, wobei in den meisten Fällen die Zeit um so kürzer ist, je höher die angewandte Temperatur ist. Dieses Erhitzen soll bei einer Temperatur durchgeführt werden, bei der keine merkliche Schädigung des Erzeugnisses eintritt. Während der Härtung des Polymerisats scheint es sich mit sich selbst zu vernetzen; möglich ist aber auch, daß es mit gewissen Gruppen der Textilstoffe, insbesondere bei Cellulosestoffen, reagiert. Wenn ein zusätzliches Vernetzungsmittel angewandt wurde, sind nochweitereUmsetzungsmöglichkeitenvorhanden.Welche Reaktionen auch immer eintreten mögen, stets wird eine hochbeständige Färbung erhalten, die mit dem Erzeugnis außerordentlich dauerhaft verbunden ist. Die Färbungen oder Drucke widerstehen den Temperaturen, die beim normalen Gebrauch, aber auch bei der Wäsche, bei der Trockenreinigung und sonstiger Strapazierung auftreten, denen das Erzeugnis mit dem gefärbten überzug normalerweise unterworfen wird.
  • Für die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Mischpolymerisate und Dispersionen wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz beansprucht. Beispiel I Eine wäßrige Dispersion eines Mischpolymerisats wird durch Emulsionsmischpolymerisation von 90 Gewichtsteilen n-Butylacrylat und 10 Gewichtsteilen 5-Oxypentylvinyläther in Gegenwart von Ammoniumpersulfat, Natriumbisulfit und Triäthanolamin und einem Äthylenoxydkondensationsprodukt eines tert.-Octylphenols mit 30 bis 50 Oxyäthyleneinheiten je Molekül als Emulgier-und/oder Dispergiermittel hergestellt. In diese Dispersion werden ein Farbstoff (Monastral Fast Blue BFP - ein Phthalocyaninblau) und wasserlösliche Oxyäthylcellulose in solchen Mengen eingemischt und wird die Dispersion so weit verdünnt, daß sie 5 % des Mischpolymerisats, 2,5 % des Farbstoffs, 2 l)/, des Dispergiermittels und 0,05 % der Oxyäthylcellulose enthält.
  • Es wird dann ein Baumwolltuch durch ein Färbbad mit dieser Dispersion geführt, um eine völlige Einfärbung zu bewirken. Nach dem Trocknen bei 115'C und anschließendem 10 Minuten langem Härten bei 150'C wird ein Teil des Erzeugnisses einer Waschprüfung unterzogen, die darin besteht, daß es unter Umwälzen 40 Minuten lang bei 82'C in 0,10/,)igem Natriumstearat behandelt wird, worauf es mehrmals 10 Minuten lang in Wasser gespült wird. Ein anderer Teil des Stoffes wird in einem Fadeometer 50 Stunden lang teilweise belichtet und dann in der eben beschriebenen Weise gewaschen. Durch diese Alterungsprüfung im Wechsel wird festgestellt, ob sich der Binder unter der Einwirkung des Lichtes verändert. Wenn ein Abbau eintritt, geht während der anschließenden Wäsche ein Teil des Farbstoffs verloren. Die Färbung widerstand aber sehr gut sowohl der Wäsche als auch der im Wechsel durchgeführten Alterung. Beispiel II Es wurde wie im Beispiel I verfahren, nur enthielt die Farbstoffdispersion 2 % Dimethylol-N,N'-äthylenharnstoff und 0,25"/, Pyridinhydrochlorid. Die Färbung war noch waschechter als die des Beispiels I. Beispiel III Es wurde wie im Beispiel I verfahren, nur enthielt die Farbstoffdispersion 2,5 % Dimethoxymethylmonomethylolm-.lamin und 0,30/, 2-Methyl--9-aminopropanolhydrochlorid. Die Färbung verhielt sich bei der Wäsche und Alterungsprüfung im Wechsel wie die des Beispiels II. Beispiel IV Das Verfahren des Beispiels I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 90 % Äthylacrylat -Lind 10 % 5-Oxypentylvinyläther durchgeführt. Die Farbstoffdispersion wurde auf eine Kunstseide aufgebracht. Die Färbung widerstand der Wäsclie, Trockenreinigung und Alterung im Wechsel gut und besaß einen etwas härteren Griff als die des Beispiels I. Beispiel V Es wurde wie im Beispiel IV verfahren, nur enthielt die Farbstoffdispersion zusätzlich 5 % Dirnethoxyin:ethylhamstoff und 1/, % Pyridinhydrochlorid. Das Erzeugnis war knitterfest und gegen Schrumpfung beim Waschen beständig. Die Färbung widerstand der Wäsche, Trockenreinigung und Alterung im Wechsel gut.
  • Beispiel VI Das Verfahren des Beispiels I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 900/, n-Butylacrylat und 10"/, des Monovinyläthers des Diäthanolamins durchgeführt. Die Färbung widerstand der Wäsche und Alterung im Wechsel gut. Beispiel VII Es wurde wie ü-n Beispiel VI verfahren, nur wurden die 2,5 % des blauen Farbstoffs durch 11-/, % Chromgelb ersetzt, ferner wurde das Erzeugnis nach der Trocknung, aber vor der Härtung, mit einer 20/,igen Glyoxaüösung imprägniert. Die Färbung war- der Wäsche, Trockenreinigung und Alterung im Wechsel gegenüber sehr echt. BeispielVIII Das Verfahren des Beispiels I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 950/, n-Butylacrylat und 50/, 3-Oxypropylvinyläther durchgeführt. Die Färbungen waren in der Wäsche und bei der Alterung im Wechsel echt.
  • Beispiel IX Es wurde wie im Beispiel VIII verfahren, nur enthielt die Farbstoffdispersion zusätzlich 20/, Hexamethylenbis-N,N-äthylenharnstoff und 0,2 % Pyridinhydrochlorid. Beispiel X Beispiel I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 511/(, ß-Oxyäthylvinylsulfid, 501, 6-Oxyhexylvin#-läther und 90 0/0 Äthylacrylat wiederholt. Außerdem aber wurde der Farbstoff durch eine entsprechende Menge Chromgelb (Bleichromat) ersetzt. Die Färbungen waren in der Wäsche und bei der Alterung im Wechsel echt.
  • Beispiel XI Es wurde wie im Beispiel X verfahren, nur wurde das Erzeugnis nach der Trocknung bei 115'C, aber vor der Härtung bei 150'C durch eine 10/,ige Formaldehydlösung gezogen. Die Ergebnisse waren gut. Beispiel XII Das Verfahren des Beispiels I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 120/, Diäthylenglykohnonovinyläther, 25 0/, Styrol und 63 0/, n-Propylacrylat wiederholt. Beispiel XIII Beispiel I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 67 0/0 Äthylacrylat, 32 11/0 Methylmethacrylat und 10/, N-P-Oxyäthyl-N-methylaminoäthylvinyläther wiederholt. Die Färbung war waschecht. Beispiel XIV Das Verfahren des Beispiels XIII wurde wiederholt, nur enthielt die Farbstoffdispersion 10/, Propandial und 0,05 0/0 Pyridinhydrochlorid. Die Färbung war waschecht. Beispiel XV Beispiel I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 850/, Äthylacrylat und 150/, 10-Oxydecylvinyläther wiederholt. Die Färbung war waschecht. Beispiel XVI Beispiel I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 920/0 n-Butylacr.ylat und 80/, Oxyäthyldimethyl-(vin-yloxyäthyl)-ammoniumchlorid wiederholt. Die Färbung war waschecht. Beispiel XVII BeispielI wurde mit einem Mischpolymerisat aus 870/, n-Propylacrylat und 130/, Thiodiglykohnonovinylsulfid wiederholt. Die Färbungen waren waschecht und widerstanden der Alterung im Wechsel gut. Beispiel XVIII - Beispiel I wurde mit einem Mischpolymerisat aus 90 0/, n-Butylacrylat und 10 0/, Thiodiglykohnonovinyläther wiederholt. Die Färbungen widerstanden derWäsche und dem Altern im Wechsel gut.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit einer wäßrigen Dispersion eines Farbstoffes und eines wasserunlöslichen linearen Polymerisates aus mindestens einem einfach ungesättigten Monomeren und wenigstens 1 Gewichtsprozent eines Monomeren der Formel CH2 = CH- A -R- OH, in der A entweder 0 oder S und R eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen,- C,114AC,114 -,- C,H4N (R') C,H4-oder - C1H4N (R") (R"') (X) C,H4 - 'St, worin R! Wasserstoff, Methyl, Äthyl oder - Cl H4 OH, R!' und R' Methyl, Äthyl oder - C, H4 OH und X einen negativen Rest bedeuten, behandelt, danach trocknet und dann -1/, bis 30 Minuten auf 82 bis 177'C erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Monomere 5-Oxypentylvinyläther ist. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischpolymerisat aus 1 bis 25 Gewichtsprozent des Monomeren der in Anspruch 1 genannten Formel und mindestens einem Alkylester der Acryl- oder Methacrylsäure besteht, in dem die Alkylgruppe 1 bis 8 C-Atome hat. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dispersion ein. wasserunlösliches, lineares Mischpolymerisat aus 1 bis 25 Gewichtsprozent des Monomeren der in Ansprach 1 genannten Formel und mindestens einem weiteren einfach ungesättigten Monomeren und außerdem ein Vernetzungsmittel enthält, welches eine organische Verbindungmit mindestens zwei funktionellen Gruppen ist, die mit der Hydroxylgruppe des Mischpolymerisats reagieren können, wobei das Gewichtsverhältnis des Mischpolymerisats zu dem Vernetzungsmittei zwischen 6: 1 und 1: 6 liegt. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gelzennzeichnet, daß das Vernetzungsmittel Formaldehyd ist. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von Binder zu Farbstoff zwischen 1 : 1 und 8: 1 liegt. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch ge,-kennzeichnet, daß die _DisPersion zusätzlich ein wasserlösliches polymer-es Verdickungsmittel enthält und als Druckpaste verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschüften Nr. 634 408, 622 156; USA.-Patentschrift Nr. 2 160 943.
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