DE10484C - Neuerungen an Gas- und Petroleumbrennern für Beleuchtungszwecke zur Erzielung intensiven Lichtes - Google Patents

Neuerungen an Gas- und Petroleumbrennern für Beleuchtungszwecke zur Erzielung intensiven Lichtes

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DE10484C
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Germany
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DENDAT10484D
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English (en)
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F. SIEMENS in Dresden, Fabrikstrafse 5
Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • F23D99/002Burners specially adapted for specific applications
    • F23D99/004Burners specially adapted for specific applications for use in particular heating operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D2206/00Burners for specific applications
    • F23D2206/0073Gas burners for illumination with Argand nozzles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

1879.
Klasse 26.
FRIEDR. SIEMENS in DRESDEN.
Neuerungen an Gas- und Petroleumbrennern für Beleuchtungszwecke zur Erzielung
intensiven Lichtes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1879 ab.
Ein Gasbrenner ist in Fig. 1 dargestellt. Derselbe besteht aus einem auf das Gaszuleitungsrohr aufgeschraubten hohlen Kopf k, auf dessen oberer · flacher Seite eine Anzahl vertical stehender Metallrohre r fest eingeschraubt sind, aus deren oben offenen Enden das zu verbrennende Leuchtgas entweicht. Diese Rohre r sind von einem Mantel m umgeben, welcher unten ein Gitterwerk bildet und oben in einen ringförmigen Kamm η ausläuft, dessen Zähne, nach innen gerichtet, die Mündungen der Rohre r fast oder ganz berühren. Oberhalb des Gitterwerkes trägt der Mantel eine durchbrochene Galerie oder Stifte g zur Aufnahme eines Bauchcylinders z.
Ein zweiter centraler Kamm η', dessen Zähne nach aufsen gerichtet sind, und der etwas höher, steht wie der Kamm η, wird mittelst eines in den Kopf k fest eingeschraubten Stabes ί in seiner Lage erhalten.
Die Brennluft, welche durch das Gitterwerk am unteren Theil des Mantels ni eintritt, vertheilt sich auch, zwischen die Rohre r hindurchtretend, gleichmäfsig innerhalb des Mantels, um, an den Rohrmündungen zwischen den Zacken der Kämme hindurchstreichend, mit dem dort entströmenden Brenngase schichtenweise zusammen zu treten und als leuchtende Flamme durch den Cylinder ζ zu entweichen.
Die Kämme η und nl dienen dazu, die so zugeführte Luft derart zu zertheilen, dafs dieselbe, schichtenweise in das Brenngas einschneidend, die Berührungsfläche zwischen Luft und Gas derart vergröfsert, dafs eine wesentlich intensivere Verbrennung und folglich erhöhte Leuchtkraft der Flamme erzielt wird. Die Vertheilung des Brenngases durch die Röhren r dient demselben Zwecke und wird zweckmäfsig die Anzahl der Rohre mit der Anzahl der Zacken jedes Kammes übereinstimmend gemacht.
Der centrale Kamm nl ist deswegen höher gestellt und möglichst grofs gewählt, um einen gröfseren Flammenkörper herzustellen, um so neben der höheren Intensität auch noch die leuchtende Fläche der Flamme zu vergröfsern; die Kämme können auch in beliebiger Höhe, je nach den speciellen Erfordernissen, angebracht werden.
Die Kämme haben auch noch die Wirkung, dafs die Bewegung der Luft bestimmt vorgeschrieben, eine verhältnifsmäfsig ruhige Flamme trotz des Bauchcylinders erzielt wird.
Wie auf der Zeichnung ersichtlich, bleibt zwischen dem Mantel m und dem unteren Rande des Cylinders ζ ein kleiner ringförmiger freier Raum zum ferneren Eintritt von Luft. Dieser besondere Luftzutritt ist nöthig, um zu verhindern, dafs das obere Ende der Flamme weniger weifs brennt, sowie dieselbe oben zusammen zu führen.· Auch wird dadurch der Cylinder gekühlt und verhindert, dafs das Glas anläuft oder verblakt für den Fall, dafs zuviel· Gas zugelassen wurde.
Anstatt des hohlen Kopfes kann auch wie gewöhnlich ein hohler Ring angewendet werden, doch ist ersterer deswegen vorzuziehen, weil die Vertheilung des Brenngases nach den einzelnen Ausströmungen gleichmäfsiger wird.
Vortheilhaft ist es, alle Theile des Brenners in solide Verbindung zu bringen, um die nachtheilige Erwärmung einzelner Theile desselben durch Wärmeableitung und Uebertragung derselben an die zur Verbrennung strömende Luft zu verhindern. Darum kann man bei diesem Brenner auch von der Verwendung von Porcellan oder Speckstein absehen, indem gewöhnliches gut wärmeleitendes Metall für alle Theile desselben ausreicht.
Durch die Kämme η und η' wird, wie schon erwähnt, die zur Verbrennung geführte Luft in ebenso viele Schichten zertheilt, wie Zähne an den Kämmen vorhanden sind. Die so gebildeten Luftschichten schneiden in das Brenngas ein dergestalt, dafs die Berührungsflächen zwischen der Luft und dem Gase aufserordentlich vergröfsert werden, ohne jedoch diese Gase innig zu vermischen. In letzterem Falle würde eine Verringerung der Leuchtkraft der Flamme eintreten, während durch die vielfältig abwechselnden Schichten von Luft und Gas die Leuchtkraft derselben erhöht wird.
Unter gewissen Umständen erscheint es praktisch, nur einen Kamm anzuwenden, in welchem Falle man aber einen geringeren Leucht-
effect erhält. Man kann sowohl den äufseren niedrigeren Kamm, wie auch den centralen höher gestellten Kamm fortlassen.
Die erstere Form ist in Fig. 4 dargestellt. Wie ersichtlich, sind hier die Rohre ;· und der hohle Kopf k durch einen Ring r von Metall, bei welchem am oberen Rande Gasausströmungsöffmmgen angebracht sind, ersetzt; und statt des äufseren Kammes ist ein einfacher ringförmiger Raum vorgesehen. Im übrigen ist alles ähnlich den in Fig. 1 dargestellten und beschriebenen Einrichtungen nachgebildet.
In Fig. 7 ist ein Petroleumbrenner nach demselben Luftzertheilungssystem wie in Fig. 1 dargestellt. Der Brenner ist wie bei gewöhnlichen Petroleumlampen auf dem Petroleumbassin festgekittet. In letzterem schwimmt der Docht, dessen eines Ende mittelst einer geeigneten Führung nebst Schraubapparat am oberen Ende des Brenners frei heraustritt. Die zur Verbrennung geführte Luft tritt durch Gitterwerk sowohl aufsen wie innen an den Docht, wo an geeigneter Stelle die Kämme η und η', wie in Fig. 1 beschrieben, angebracht sind. Auch bei Petroleumbrennern kann unter gewissen Umständen der eine Kamm fortfallen, so namentlich, wenn der Keiff-Cylinder beibehalten werden soll. Die letztere Variation ist in Fig. 10 dargestellt. Dieselbe zeigt einen gewöhnlichen Petroleumbrenner, dem nur ein äufserer Kamm η zugefügt wurde.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Die Einschaltung zweier Kämme, wie beschrieben, in die Luftpassagen eines Gasrundbrenners, ohne specielle Berücksichtigung des beschriebenen und dargestellten Brenners.
  2. 2. Die Combination des speciell beschriebenen Röhrenbrenners mit zwei Kämmen, von denen der äufsere in der Höhe der Gasausströmungen eingeschaltet, der innere aber höher angebracht ist.
  3. 3. Die Einstellung eines centralen Kammes über der inneren Luftpassage eines Gasrundbrenners, wie beschrieben und dargestellt.
  4. 4. Die Einschaltung zweier Kämme, wie beschrieben, in die Luftpassagen eines Petroleumrundbrenners, ohne specielle Berücksichtigung des beschriebenen und dargestellten Brenners.
  5. 5. Die Einschaltung eines Kammes in die äufseren Luftpassagen eines Petroleumrundbrenners, wie beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT10484D Neuerungen an Gas- und Petroleumbrennern für Beleuchtungszwecke zur Erzielung intensiven Lichtes Expired DE10484C (de)

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