DE32681C - Gasbrenner mit Heifsluftzuführung - Google Patents
Gasbrenner mit HeifsluftzuführungInfo
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Classifications
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- F21V37/00—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for
- F21V37/0004—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for using liquid fuel
- F21V37/0058—Reflectors, cover glasses, chimneys; Smoke-removing devices; Preheaters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26: Gas-Bereitung und -Beleuchtung.
HENRI DELMAS-AZEMA in PARIS. Gasbrenner mit Heirsluftzuführung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1884 ab.
Die höchstmögliche Leuchtkraft und beste Ausnutzung des Brennstoffes ist nur möglich,
wenn das nöthige Verhältnifs zwischen dem Volumen an atmosphärischer Luft und Kohlenwasserstoff
innegehalten wird und die Verbrennung der Gas- und Luftmischung unter
dem niedrigsten Druck, dagegen bei möglichst . hoher Temperatur stattfindet.
Die Grundidee, nach welcher die vorliegenden Brenner construirt sind, besteht darin,
dafs man die Flamme, gleichviel bei Flachoder Rundbrennern, vollständig mit einem
oder mehreren gleichmäfsigen Strömen heifser, sauerstoff haltiger Luft umgiebt, diese an der
Basis der Flamme zutreten und die Verbrennungsproducte durch eine genügend grofse
Oeffnung entweichen läfst.
Fig. ι bis 10 der beiliegenden Zeichnung
zeigen die Anwendung der Erfindung auf Flach- und Rundbrenner, und besteht das Wesentliche der Construction in dem sogen.
Luftvorwärmer, dessen Formen den verschiedenartigen Brennerconstructionen entsprechen, ohne
dafs indessen das Grundprincip ein anderes wird.
- Fig. ι und 2 zeigen einen Schnittbrenner
mit Vorwärmer in Seiten- und Längsschnitt, während Fig. 3 den geknifften Luftvorwärmer
im Querschnitt darstellt.
Der Luftvorwärmer ist auf eine Glaskugel B, welche der flachen Flamme entsprechend abgeplattet
ist, mit Zwischenschaltung einer dünnen Asbestscheibe aufgesetzt. Diese Glaskugel
ist in eine Hülse / eingekittet und letztere mit einer, der Konicität des Brenners entsprechenden
inneren Hülsenwandung versehen, um die ganze Anordnung bequem auf den konischen Schnittbrenner aufsetzen zu können.
Um diese Hülse I stets der Flammenform entsprechend richtig auf den Brenner aufsetzen
zu können, ist an letzterem eine Schneppervorrichtung j angebracht, welche die Längsachse
der Glocke und der Flamme in paralleler Richtung zu einander erhält und demnach eine
leichte Trennung zwischen Glocke und Hülse ermöglicht. Das Anzünden der Flamme erfolgt
von oben her.
An dem Luftvorwärmer kann ein beweglicher Reflector U von weifs emaillirtem Metall
angebracht werden, durch welchen sämmtliche Lichtstrahlen nach unten reflectirt werden.
Die sauerstoffhaltige Luft steigt (s. Fig. 1 und 3) durch die Abtheilungen α des Mantels K
in der Pfeilrichtung nach oben in den Raum b und fällt alsdann durch die Abtheilungen
i, 3, 5 ... des Mantels L zur Flamme nieder. Die Abtheilungen 2, 4, 6 ... dienen für die
aufsteigenden heifsen Verbrennungsgase. Die Austrittsöffnung C ist ein- für allemal so grofs
angeordnet, als es das Verhältnifs zwischen der Gasausströmungsöffnung p, den Abtheilungen
a a . . . und den Kanälen 1, 2, 3, 4, 5 ... erfordert.
Fig. 4 bis 10 zeigen die Anwendung des Lufterhitzers in seinen verschiedenen Formen
bei Rundbrennern. Bei einem solchen Brenner von der Art des in Fig. 4 dargestellten steigt
die Luft in der Richtung der Pfeile f aufwärts und kann hierbei der Mantel K' mit
den Falten, welche die Kanäle α α im Lufterhitzer
A, Fig. 3, bilden, versehen sein. Ein Theil der angesaugten Luft gelangt in die
ringförmige Kammer b', von wo er durch den runden Einsatz L' zur Aufsenseite der Flamme
hinabströmt und auf diese Weise den einen absteigenden Luftstrom bildet. Ein anderer
Theil der Luft tritt durch die strahlenförmig angeordneten flachen Kanäle c c und strömt
durch das Centralrohr T auf die Mitte des Brenners herab, wo er sich in zwei Ströme
theilt; der eine äufsere Strom biegt sich innerhalb der Flamme wieder nach aufwärts und
steigt mit ihr, an der Aufsenseite des Rohres T entlang streichend, wieder empor, während der
andere durch die Mitte der Flamme hindurch unterhalb des Ringbrenners nach aufsen tritt,
sich mit dem ersten Strom vereinigt und mit diesem vereint emporsteigt, bis er dem
inneren umgebogenen Luftstrom aus L' begegnet.
Diese drei durch die Pfeile angedeuteten Luftströme entweichen alsdann mit den Verbrennungsgasen
durch den Raum C1 und die Zwischenräume zwischen den Kanälen c c,
indem sie gleichzeitig die durch die Kanäle c der Krone K von aufsen zuströmende Luft
erhitzen.
Der innere Luftstrom vervollständigt nicht nur den Verbrennungsprocefs im Innern der
Flamme, sondern drängt dieselbe auch vermittelst seines vom Ende des Rohres T aufsteigenden
Theiles von dem Rohre ab, ohne welchen Vorgang sie gleichsam am Rohre festkleben
würde.
Die heilsen Verbrennungsgase können durch eine weite ringförmige Krone C bedeutend
leichter entweichen, als durch eine centrale Gasabführung.
Bei der Anwendung einer centralen Gasabführung müfste man den Druck und die
Ausströmungsgeschwindigkeit des Leuchtgases vermehren, wobei dieses nicht vollständig veribrennen
würde, oder aber die Gasausströmungs-.Öffnungen der Brenner vergröfsern, woraus ein
unnöthig grofser Gasconsum entsteht.
Fig. 5, eine Wiederholung des Brennertheiles von Fig. 4, zeigt, wie der erste niedersteigende Luftstrom durch Zumischung von
Aufsenluft regulirt werden kann. Der unten geschlossene Brenner ist zu diesem Zwecke
mit Oeffnungen 0 0 versehen, deren Weite durch eine bewegliche Hülse d verstellt werden
kann. . ..
Die Constructionen Fig. 6 und 7 sind aufgestellt, um auch die gewöhnlich im Handel
vorkommenden Brennersorten für das vorliegende Beleuchtungssystem verwenden zu
können. Der durch die Pfeile g g angedeutete Luftstrom tritt durch die perforirte heifse
Brennerhülse P hindurch, welch letztere von ioner zweiten nicht durchlöcherten Kapsel umgeben
ist. In diesem Falle spaltet sich der eben eintretende Luftstromf nicht, sondern
steigt ungetheilt durch die Mitte der Flamme empor, nachdem er bis auf die Kitt1 oder
Metallkapsel / hinuntergeworfen wurde, und vereinigt sich mit dem ersten, durch die
Pfeile g g bezeichneten Strom oberhalb der Flamme, um mit diesem zusammen durch die
Kanäle CJI der Krone zu entweichen.
Dieser in vorstehendem entwickelte Luftvorwärmungsapparat ist bei allen Brennersorten
verwendbar, nicht allein bei Gasbrennern und bei durch fette oder flüchtige OeIe gespeisten
Lampen, sondern auch bei solchen Beleuchtungsvorrichtungen, wo Gase und OeI-dämpfe
gemischt verbrannt werden, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist.
Hier ist ein grofser, aus Einzelbrennern zusammengesetzter Rundbrenner für starken
Leuchtstöffconsum auf dem Deckel eines OeI-reservoirs R montirt. Das Gas strömt in
dieses Reservoir .ein und sättigt sich mit den sich durch die Leitungshitze in dem Reservoir
entwickelnden Kohlenwasserstoffdämpfen.
Die Anzündevorrichtung besteht hier in einer kleinen, permanent brennenden Flamme im
Innern des Brennerkranzes.
In der in Fig. 9 dargestellten Construction, von welcher Fig. 10 einen Querschnitt zeigt,
ist als Luftvorwärmeapparat nur ein centrales Rohr T" vorhanden mit im oberen. Ende sich
kreuzenden Kanälen oder Querrohren c' c". Diese sind auf einem Lampencylinder, welcher
von einem zweiten Lampencylinder derartig umschlossen ist, dafs dadurch ein Luftzuführungskanal
K"' gebildet wird, befestigt.
Die Zugrichtung ist durch die Pfeile /'"/'"
angedeutet. Die beiden Glascylinder können sowohl in der Höhe des Brenners, wie auch
tiefer (wie auf der rechten Seite von Fig. 9 gezeigt ist) auf die Beleuchtungsvorrichtung
aufgesteckt werden. Ein durch eine Schraube regulirbares Ventil h dient dazu, den Gaszuflufs
je nach seiner Sättigung mit den Oeldämpfen zu reguliren.
Bei dieser Anordnung tritt ein Theil der erhitzten Luft durch im unteren Theil des
Rohres T" angebrachte Löcher an die Innenseite der Flamme, während ein anderer Theil
der heifsen Luft unter dem Brenner hindurch die Aufsenseiten der Flamme bestreicht. Auf
diese Weise ist jeder Einzelbrenner stets vollständig von heifser Luft umgeben.
Wenn man in einen Rundbrenner, z. B. in den in Fig. 6 dargestellten, im Handel vorkommenden,
einen Asbestdocht einzieht (s. Fig. 8), dem man das Mineralöl, Benzin, Solaröl etc.,
auf irgend eine der bekannten Arten zuführt, so kann man auch hier den Luftwärmeapparat
anwenden und functionirt derselbe hier in derselben Weise und mit demselben Erfolge, wie
bei der Gasbeleuchtung.
Auch Lampen für gewöhnliches Brennöl lassen sich durch die in Fig. 6 dargestellte
Anordnung des Luftvorwärmeapparates in Intensivbrenner umwandeln, wenn man zugleich
den Lampendocht durch einen Asbestdocht ersetzt und das Mittelloch bei / schliefst.
Vorliegende Erfindung besteht demnach aus der Construction und Anwendung eines Verbrennungsluftvorwärmers
bei Gasbrennern und Brennern für OeIe und Essenzen aller Art, um ein ruhiges, intensives Licht zu erzielen
und um die leuchtenden Gase selbst bei schwachem Drucke vollständig zu verbrennen,
wobei der Luftvorwärmer von runder oder ovaler Form' und mit äufserer . oder innerer
Zuführung versehen sein, sowohl bei den kleinsten wie bei den allergröfsten Brennern
zu verwenden ist und allen Eigenschaften derselben accomodirt werden kann.
Claims (1)
- Patent-A NSPrüghe:i. An einem Beleuchtungsapparat mit Flachbrenner und geringem Gasdruck, Fig. ι bis 3, die Combination einer die Flamme umgebenden, unten geschlossenen platten Glocke mit einem darauf angeordneten Lufterhitzungsapparat A mit zwei Zonen, einer äufseren aufsteigenden und einer inneren absteigenden, welche letztere dazu dient, die erst von unten nach oben, alsdann von oben nach unten eingesaugte Luft vermittelst der durch die Mitte über der Flamme abziehenden Verbrennungsgase zu erhitzen, worauf diese erhitzte.Luft beide Seiten der Flamme bestreicht. ..
An Beleuchtungseinrichtungen mit Rundbrennern und centraler Heifsluftzuführung mit Heizkanälen cc:a) zur Erhitzung der Luft vor. ihrem Eintritt in die oberen Oeffnungen des Lufterhitzers und der abwärts führenden Zone L, Fig. 4, die äufseren Zonen K' K" K'";b) das konische, über der Flamme endigende Rohr T am unteren Ende des Lufterhitzers zur Einführung der erhitzten Luft in das Innere der Flamme, Fig. 4 und 6, wobei diese Luft, an der Innenwand der Flamme oder unterhalb des Brenners hindurchtretend, auch die Flamme von aufsen umspülend, Fig. 5, wieder emporsteigt.An Beleuchtungseinrichtungen mit aus Einzelbrennern zusammengesetzten Brennerkränzen für Gas, welches mit Kohlenwasserstoffen, welche sich in einem zur Ausnützung der Leitungshitze unmittelbar unter den Brennern angeordneten Gefäfsi?befinden, geschwängert ■ist, das Heizrohr K'" und das konische perforirte Rohr T", vermittelst dessen die erhitzte Luft dem unteren Theil der Flamme zugeführt wird, um dieselbe innen und aufsen zu bespülen, Fig. 9 und 10.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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