DE104385C - - Google Patents
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- DE104385C DE104385C DENDAT104385D DE104385DA DE104385C DE 104385 C DE104385 C DE 104385C DE NDAT104385 D DENDAT104385 D DE NDAT104385D DE 104385D A DE104385D A DE 104385DA DE 104385 C DE104385 C DE 104385C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D25/00—Details of other kinds or types of rigid or semi-rigid containers
- B65D25/38—Devices for discharging contents
- B65D25/385—Devices for discharging contents with means for preventing inflammation or explosion during discharging of inflammable or explosive substances from containers, e.g. from petroleum cans
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- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34: Hauswrithschaftliche Geräthe.
Behälter für Petroleum-u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. August 1898 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Behälter für Petroleum, OeI, Spiritus oder
andere Flüssigkeiten, bei welchen beim Entleeren eines Theiles des Inhaltes, z. B. von
Petroleum in Lampen oder Petroleumkocher, Spiritus in Spirituslampen u. s. w. das Ausfiiefsen
der Flüssigkeit aus dem Behälter selbstthätig unterbrochen wird, sobald das zu
füllende Gefäfs hinreichend gefüllt ist, so dafs ein Verschütten der Flüssigkeit oder Ueberfüllen
des betreffenden Gefäfses unbedingt ausgeschlossen ist. Dieser Behälter ist besonders
zum Füllen bezw. Nachgiefsen solcher Gefäfse bestimmt, die undurchsichtig sind und deshalb
bezüglich der Füllung nicht leicht controlirt werden können.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein solcher Behälter dargestellt, und zwar in Fig. 1 im
senkrechten Schnitt, in Fig. 2 in der zur Entleerung in ein anderes Gefäfs nothwendigen
Stellung.
Der Behälter 1 ist oben mit einer Erweiterung des Mantels oder mit einer mit dem Behälter
communicirenden und am äufseren Ende geschlossenen Röhre 2 versehen. Von dieser Röhre zweigt sich dicht neben dem Mantel
des Behälters 1, aufwärts vom Behälter 1 eine
Röhre 4, 5 ab, die vom Behälter 1 nach aufsen
abgebogen ist, so dafs sich der . Röhrentheil 5 senkrecht oder fast senkrecht in das
zu füllende Gefäfs stellen läfst, wenn der Behälter ι eine waagrechte Stellung einnimmt.
Von dem am Knie der Röhre 4, .5 gelegenen Theil führt eine Röhre 6 in den oberen Theil
des Behälters 1, deren Aufgabe unten . näher erläutert wird. In dem mit dem Mantel luftdicht
verbundenen Deckel des Behälters 1 ist eine Röhre 7, 8 luftdicht angebracht, deren
Theil 8 in die Ausbiegung bezw. Röhre 2 tritt und ein Stück über die durch die vom
Behälter 1 abgewendete Seite des Röhrentheiles 4 gelegte Ebene A1B1 hinausreicht.
Der Röhrentheil 5 ist ein Stück über die durch die Mündung des Röhrentheiles 8 gelegte
Ebene A B verlängert. 10 ist der Henkel des Behälters i.
Das Petroleum oder dergl. wird in den Behälter ι durch die Röhre 7, 8 eingeführt, wobei
die Luft durch die Röhren 4, 5 und das Rohr 6 entweicht. Die Flüssigkeit steigt in
dem Behälter 1, bis sie die in den Behälter 1 mündende Oeffnung der Röhre 6 erreicht oder
noch etwas höher steigt, so dafs der Behälter 1 fast ganz gefüllt wird. Sollte der Röhrentheil 7
beim Eingiefsen zu voll werden, so braucht man den Behälter 1 nur so viel zu neigen,
dafs die in demselben enthaltene Flüssigkeit mit ihrer Oberfläche die innere Oeffnung der
Röhre 6 nicht erreicht, wodurch mehr Luft aus dem Behälter 1 entweicht und die im
Röhrentheil 7 enthaltene Flüssigkeit sinkt, so dafs die Flüssigkeit in der Röhre 7, 8 dasselbe
Niveau hat wie im Behälter 1.
Bei der Entleerung der im Behälter 1 befindlichen Flüssigkeit in ein anderes Gefäfs
(Oelgehäuse einer Lampe, Petroleumkocher,
Spirituskocher oder dergl.) verfährt man wie folgt: Am besten stellt man den Behälter ι
auf einen Tisch oder eine waagrechte Stütze oder dergl. und bringt denselben, während das
Oelgehäuse 11 unter die Mündung des Röhren- · theiles 5 gestellt wird, mittelst des Henkels 10
in die durch Fig. 2 gezeigte Lage, d. h. man legt den Theil auf den Tisch oder dergl. Bei
dieser Lage mufs der Röhrentheil 5 in das Oelgehäuse hineingesteckt sein und letzteres
gegen den Röhrentheil 4 anliegen. Bei der Neigung des Behäters 1 beginnt der Inhalt
desselben durch die Röhre 4, 5 in das Oelgehäuse zu fiiefsen, so dafs in dem Behälter 1
ein Vacuum entsteht, infolge dessen die in demselben enthaltene Flüssigkeit allmälig zu
sinken aufhört. Wenn der Behälter 1 ganz oder fast ganz gefüllt ist, befindet sich die
Flüssigkeit auch dann in der Röhre 7, 8, wenn der Behälter 1 in die in Fig. 2 dargestellte
Lage, gebracht worden ist. Befindet sich die Oberfläche der Flüssigkeit bei aufrechter
Stellung des Behälters 1 unter dem Röhrentheil 8, so fliefst die Flüssigkeit bei geneigter
Lage desselben in die Röhre 7, 8. In beiden Fällen enthält also die Röhre 7, 8 Flüssigkeit,
sobald der Behälter 1 die in Fig. 2 dargestellte Lage einnimmt. Die Röhre 7, 8 und das Oelgehäuse
bilden zwei mit einander communi-
, cirende Gefäfse, die mit der äufseren Luft in
Verbindung stehen. Die Flüssigkeit der Röhre 7, 8 wird deshalb infolge ihres eigenen Gewichtes
bis in die genannte Ebene A1 B1 (Fig. 2) herabsinken. Da der Röhrentheil 5
tiefer unten mündet als der Röhrentheil 8, so wird die Röhre 4, 5 auf die unterhalb der
Ebene A1 B1 in der Röhre 8 befindliche
Flüssigkeit eine saugende Wirkung ausüben oder als Heber functioniren, so dafs die
Flüssigkeit des Röhrentheiles 8 sinkt. Wenn die Flüssigkeit bis an die Mündung des Röhrentheiles
8 gesunken ist, strömt Luft in den Behälter ι, so dafs das Vacuum desselben
momentan verschwindet und noch ein Quantum Flüssigkeit aus dem Behälter 1 in das Oelgehäuse
fliefst. Sobald die Luft in den Behälter 1 gelangt ist, steigt die Flüssigkeit in der Röhre
7, 8 etwas, so dais die Mündung des Röhrentheiles wieder gesperrt wird, infolge dessen
wiederum ein Vacuum im Behälter 1 entsteht und die Röhre 4, 5 abermals wie ein Heber
functionirt, so dafs die Oberfläche der Flüssigkeit im Röhrentheil 8 aufs Neue bis unter die
Mündung des Röhrentheils 8 herabsinkt und neue Luft in den Behälter einströmt u. s. w.
„ Die Oberfläche der Flüssigkeit in der Röhre 7, 8
wird folglich abwechselnd fallen und steigen. Zur Erzielung der ebengenannten Heberwirkung
mufs der Röhrentheil 5 jene Ebene A B überragen. Sobald die Flüssigkeit des Oelgehäuses
so hoch gestiegen ist, dafs ihre Oberfläche diejenige der unter der Mündung des Röhrentheiles
8 befindlichen Flüssigkeit erreicht, hört die Heberwirkung der Röhre 4, 5 auf, so dafs
die Mündung des Röhrentheiles 8 geschlossen wird und keine Luft mehr in den Behälter 1
eindringen kann, weshalb das Ausfliefsen der Flüssigkeit aufhört. Der Röhrentheil 8 reicht
mithin so tief in die Röhre 2, dafs, wenn die Flüssigkeit bei der waagrechten Lage des Behälters
ι das Oelgehäuse hinreichend, d. h. bis zur Linie A-B füllt, die Mündung des Röhrentheiles
8 von der Flüssigkeit versperrt wird und die Füllung des Oelgehäuses selbstthätig
aufhört. Dann stellt man den Behälter 1 aufrecht und hebt zugleich das Oelgehäuse empor,
so dafs der Röhrentheil 5 in dasselbe hineinragt, bis der Behälter 1 eine solche Lage hat,
dafs die Flüssigkeit nicht durch die Röhre 4, 5 herausfliefsen kann, wenn dieselbe aus dem
Oelgehäuse herausgenommen wird. Man kann offenbar so lange Flüssigkeit aus dem Behälter
ι in ein anderes Gefäfs giefsen, als die Flüssigkeit des in schiefer Stellung gehaltenen
Behälters bis an die Mündung des Röhrentheiles 4 reicht. Die Aufgabe der Röhre 6
ist, beim Beginn der Entleerung die in der Röhre 4, 5 am Knie derselben befindliche
Luft in den Behälter 1 zu leiten, so dafs diese Luft nicht die von der Röhre 4, 5 ausgeübte
Heberwirkung aufheben kann. Den Röhrentheil 5 läfst man zuerst allmälig sich verjüngen
und sich dann nach der Mündung hin etwas verbreitern, damit die Flüssigkeit beim Beginne
der Entleerung die in der Röhre 4, 5 etwa befindliche, nicht durch die Röhre 6 entwichene
Luft leichter mitnehmen kann.
Das freie Ende des Röhrentheiles 8 ist am zweckmäfsigsten an der dem Boden des Behälters
ι zugekehrten Seite etwas abzuschrägen und zu verbreitern, damit die Luft leichter
durch die Röhre 7, 8 in den Behälter 1 hineingelangen kann. Der Röhrentheil 7 geht am besten
vom Deckel bis an die Röhre 2 in schräger Richtung, damit die Flüssigkeit des Röhrentheils
7 nicht ausläuft, wenn der Behälter 1 nach der Füllung zwecks Entleerung in ein
anderes Gefäfs umgelegt wird, oder damit die
an der Wandung des Röhrentheiles 7 haftende Flüssigkeit bei der Umlegung des Behälters 1
nicht austräufelt. Der Röhrentheil 5 hat am zweckmäfsigsten eine solche Neigung zur
Längsachse des Behälters 1, dafs bei der aufrechten Stellung des Behälters 1 der Röhrentheil
5 etwas gegen diese Achse geneigt ist, so dafs die in diesem Röhrentheil 5 etwa noch befindliche Flüssigkeit in den Behälter 1
zurückfliefst.
Die Röhren 4, 5 und 7, 8 brauchen natürlich nicht knieförmig gestaltet, sondern können
auch zweckmäfsig gebogen sein. Die Röhre 4, 5 kann an jedem beliebigen Punkte der Röhre 2
anfangen, wenn sie nur so gebogen ist, dafs ein Theil derselben näher an dem Behälter ι
als die Mündung des Röhrentheiles 8 liegt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Flüssigkeitsbehälter mit beim Abfüllen sich selbstthätig abstellendem Ausflufs, dadurch gekennzeichnet , dafs bei waagrechter Stellung des Flüssigkeitsbehälters (i) so lange aus demselben durch den angesetzten Behälter (3) und das Knierohr (4, 5) Flüssigkeit in das zu füllende Gefäfs (11) strömt, bis die Flüssigkeit im Behälter (11) das Niveau der unteren Oeffnung des Schenkels (8) eines Luftzuführungsrohres (7, 8) erreicht hat und dadurch der Luftzutritt und das weitere Abfliefsen der Flüssigkeit unterbrochen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE104385C true DE104385C (de) |
Family
ID=374769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT104385D Active DE104385C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE104385C (de) |
-
0
- DE DENDAT104385D patent/DE104385C/de active Active
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