DE104155C - - Google Patents

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DE104155C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B25/00Packaging other articles presenting special problems
    • B65B25/14Packaging paper or like sheets, envelopes, or newspapers, in flat, folded, or rolled form

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81: Transportwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1897 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine, mittelst welcher Drucksachen mit einem Umschlag oder Streifband versehen werden, wobei die Drucksachen durch die Maschine beim Einschlagen in das Streifband einmal gefalzt werden. Dies geschieht in der Weise, dafs die Drucksache (Druckschriften, Druckbogen, Zeitungen u. s. w.) nach ihrer Einführung in die Maschine von einem Messer in der Mitte getroffen und mit dem in Form eines endlosen Bandes herabkommenden Umschlag oder Streifband zwischen Walzen gebracht wird, welche das Streifband auf die Drucksache niederwalzen und hierbei die die Drucksache bildenden Papierbogen einmal falzen. Um das Streifband, welches selbstthä'tig abgeschnitten wird, zu befestigen, wird der eingeschlagene Papierbogen nach Durchlaufen der Walzen in umgekehrter Richtung von einer Walze und einem festen Leitblech oder einer Gabel aus der Maschine geführt und hierbei das untere, überstehende Ende des Streifbandes auf das obere, vorher geleimte Ende festgewalzt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Maschine dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι die Maschine in Seitenansicht und
Fig. 2 in Aufsicht, während
Fig. 3 die Vorrichtung zum Abschneiden des Streifbandes in vergröfsertem Mafsstabe darstellt.
Um den einzuschlagenden Druckbogen genau in die Maschine einzuführen, sind an dem Maschinenrahmen auf Leisten k1 k3 Führungsbleche k Ar4 befestigt, von denen das untere k* zwei Halter k2 k2 trägt, in welche der einzuschlagende Druckbogen in senkrechter Stellung eingesetzt wird. Hinter den Blechen k Zi4 kommt das Streifband m herunter (Fig. 1), welches auf der Rolle C, deren Achse C1 in Lagern auf dem Maschinenrahmen läuft, in Form eines endlosen Papierbandes aufgewickelt ist und von hier über die Walze Z, gegen die es durch eine Druckrolle 0 angedrückt wird, herabläuft.
Ist eine genügende Länge des Streifbandes abgelaufen, so wird der einzuschlagende Druckbogen mit dem Streif bande durch ein Messer k5 zwischen die Walzen Z und /' geführt. Das Messer sitzt auf zwei Hebelarmen ρ (Fig. 1 und 2), welche von einer Feder p1 dauernd abwärts gezogen werden. Der eine Hebel ρ ist als Winkelhebel ausgebildet (Fig. 1), gegen dessen freien, aufwärts gehenden Arm sich ein zweiter Hebel p2p3 legt, welcher von einer Daumenscheibe j>4 auf der Welle der Walze / derart bewegt wird, dafs das Messer k'a in dem gewünschten Augenblick, also nach genügender Abwickelung des Streifbandes, gegen den in den Haltern k2 sitzenden Druckbogen schlägt und ihn mit dem Streifband m zwischen die Walzen Z und Z1 führt, welche ihn falzen und gleichzeitig das Streifband abwickeln. Um die einzelnen Streifbänder von dem endlosen Band m in richtiger Länge abzuschneiden und zwecks Zusammenklebens mit Leim zu versehen , ist die Walze Z mit geeigneten Vorrichtungen versehen. Die Vorrichtung zum Abschneiden des Streifbandes besteht aus einem festen, gezahnten Messer t (Fig. 3), das an den die Rolle 0 tragenden Hebeln q starr befestigt ist,
und einem in der Walze / federnd gelagerten Messer i1, das mit seinen Zähnen in die Zähne des Messers t hineinfafst, wenn es bei der Umdrehung der Walze / auf die an den Hebeln q befindlichen, gebogenen Anschläge f2 aufläuft. Das Streifband reifst infolge des durch die Walzen I und Z1 bewirkten Nachziehens beim Zusammentreffen der Messer t und i1 an der Berührungsstelle ab.
Ferner ist an der WTalze I ein federndes Lineal Γ- parallel zu ihrer Achse angeordnet, welches von dem Leimbehälter r1 etwas Leim abnimmt und auf das Streifband überträgt. Das so abgeschnittene und geleimte Streifband wird von den Walzen / und V auf den eingeschlagenen und gefalzten Druckbogen aufgewalzt; dies erfolgt derart, dafs der mit Leim versehene Theil desselben mit der geleimten Stelle nach oben auf der Oberseite des Druckbogens liegt. Der andere Theil des Streifbandes ist so lang, dafs er über die Unterseite des Druckbogens hervorragt und mit seinem Ende noch zwischen den Walzen / und V bezw. auf der Walze V liegt, wenn der eingeschlagene Druckbogen schon aus diesen Walzen heraus in die.Leitbleche oder Gabeln u, welche fest auf den Stangen u1 sitzen, gelangt ist. Unter dem Eigengewicht und infolge der Bewegung der Walze V legt sich nun der eingeschlagene Druckbogen so um, dafs er nun in umgekehrter Richtung von der Walze V weiter befördert und zwischen dieser und den Gabeln u nach unten herausgeführt wird. Hierbei legt sich das überschiefsende Ende des Streifbanduntertheiles auf den mit Leim versehenen oberen Theil und wird darauf festgewalzt, so dafs der vorher gefalzte Druckbogen, die Maschine nunmehr mit einem zusammengeleimten Streifband verläfst, wie in Fig. ι angedeutet.
Ist der Bogen zu leicht, so kann gegebenenfalls durch Rollen oder Walzen aus Gummi u. dgl. nachgeholfen werden, welche vorn oder hinten an den Gabeln parallel zu den Walzen der Maschine angebracht sind und das Herausbefördern und Herunterziehen des Bogens unterstützen.
Die Rolle ο kann das Abschneiden des Streifbandes unterstützen, indem sie sich plötzlich gegen das Streifband legt und es dadurch straff zieht; zu diesem Zwecke sind die die Rolle ο tragenden Hebel q bei ^1 drehbar und können vermöge ihrer Druckrolle q1 von einem Daumenrad ^3 auf der Welle der Walze / eine zweckentsprechende Bewegung erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Maschine zum Einschlagen von Druckbogen, dadurch gekennzeichnet, dafs der von einer Walze sich abwickelnde Umschlag über ' eine Walze (I) mit federndem Lineal (V2) zum Auftragen von Leim auf den Umschlag von einer gegen die Walze (I) sich drehenden Walze (o) geführt und mit dem einzuschlagenden Druckbogen durch ein Messer (k5) zwischen die den Druckbogen hierbei falzenden Walzen (I und V) geschoben wird, worauf ein federnd in der Walze (I) gelagertes Messer (tl) durch Auflaufen auf die festen, an den Hebeln (q) befindlichen Anschläge (t2) in Verbindung mit dem festen Messer (t) den Umschlag abschneidet und der durch die Walzen (I V) in die Gabeln (u) geschobene Druckbogen zwecks Zusammenleimens der Umschlagenden von der Walze (V) in entgegengesetzter Richtung aus den Gabeln (u) herausgeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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