DE102460C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10H—PRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
- C10H9/00—Acetylene gas generators according to Dobereiner's principle with fixed carbide bell
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
- Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)
- Nozzles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den meisten Acetylenentwicklern ist der Uebelstand vorhanden gewesen, dafs sie ncht
im eigentlichen Sinne des Wortes tragbar genannt werden konnten und auch nicht erschüttert
werden durften. Dazu kommt, dafs man nicht nach" Bedürfnifs die Lampe hat
löschen und anzünden können, da die einzige Weise, die Lampe zu löschen, diejenige war,
die Wasserzufuhr zu hemmen, wonach das Calciumcarbid dennoch durch das beimSchliefsen
des Hahnes zugeführte Wasser während einiger Zeit Acetylen weiter entwickelte.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Uebelständen abzuhelfen, aufserdem eine genaue
Regelung der Gasentwickelung bezw. des Gasdruckes selbsttätig zu bewirken.
Zur Erzielung grofser Sicherheit bei Handhabung des neuen Apparates kann man an
Stelle des gewöhnlichen Calciumcarbids und reinen Wassers in bekannter Weise durch
Uebergiefsen von Mineralöl undPetroleum vor dem Gebrauch präparirtes Calciumcarbid und
alsEntwickelungsflüssigkeit eine gesättigte Lösung von Kochsalz benutzen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Apparat im senkrechten Schnitt dargestellt.
Er besteht aus einem cylindrischen Metallgefäfs A mit einem angelötheten Boden B
und mit am oberen Ende aufsen angeordnetem Schraubengewinde, auf welches ein Deckel C
geschraubt ist, wobei ein Gummiring a1 den
luftdichten Abschlufs herstellt. Im Deckel befindet sich das Rohr b mit einem Absperrhahn*
c. Unter dem Deckel C ist eine Platte a oder eine Patrone von Baumwolle untergebracht,
um Flüssigkeit oder Dämpfe zu verhindern,, in dem Brenner emporzusteigen. Im
Behälter A ist ein Trichter D angeordnet. Dieser trägt unten einen Gummibeutel E und
scheidet den Raum des letzteren von dem eigenen durch- eine mit einer engen Spalte
versehene dünne Gummihaut d. Der Behälter A ist zugleich mit einem Sicherheitsventil F versehen.
Wenn der Apparat benutzt werden soll, wird das präparirte Carbid in den Trichter D
eingeführt, die Salzlösung darüber gegossen und der Deckel festgeschraubt. Nach Verlauf
einiger Secunden beginnt die Gasentwickelung, wobei die Flüssigkeit durch die enge Spalte
der dünnen Haut d in den Gummibeutel gedrückt wird. Das Raumverhältnifs zwischen
dem Trichter mit dem Beutel und dem übrigen Theil des Behälters A ist 1:2, wodurch die
ganze Flüssigkeit, wenn im Trichter ein Ueberdruck von einer Atmosphäre ist, in den Beutel
hinabgetrieben wird.
Der Beutel erweitert sich und drückt die Luft im Behälter A zusammen, so dafs ein
ebenso grofser Druck innerhalb und aufserhalb des Trichters ist. Wird die Flamme nun
angezündet, so wird der Druck im Trichter sinken, wonach der Druck im Behälter A auf
den Beutel einwirkt und letzteren zusammendrückt, so dafs die Flüssigkeit durch die Spalte
der dünnen Haut d zum Carbid emporsteigt und neue Gasentwickelung hervorruft. Während
der Gasentwickelung bildet sich aus dem Carbid durch den chemischen Zersetzungsprocefs
Kalkhydrat und Acetylen, wobei gleichzeitig das Salz aus der Lösung ausgeschieden
wird. Das freie Kalkhydrat und das ausge-
schiedene Salz werden, so lange Bewegung in der Flüssigkeit stattfindet, sich aufgeschlemmt
halten, und wenn die Bewegung aufhört, im Beutel E zu Boden sinken. Hieraus folgt,
dafs das Carbid seine Oberfläche frisch bewahrt und immer von gesättigter Salzauflösung
umgeben wird. Sobald die Flüssigkeit vom Carbid zurückgetreten ist, hört die Entwickelung
des Gases fast augenblicklich auf, so dafs der Druck nach dem Löschen der Lampe während
24 Stunden höchstens bis auf 1,5 Atmosphären steigt.
Falls man den Apparat mit einer kleineren Spannung arbeiten zu lassen wünscht, kann
dies leicht dadurch bewirkt werden, dafs man das Verhältnifs zwischen dem Raum des Trichters
und dem des Behälters A entsprechend abändert. Das Sicherheitsventil F ist für den
Fall angebracht, dafs man etwa unvorsichtigerweise reines Wasser in den Behälter D giefsen
sollte, wodurch sich der Druck stark steigern würde, so dafs der Beutel E, indem derselbe
sich stark erweitert, einen für den Behälter gefährlichen Druck in letzterem ausübt. Falls
dies geschieht, wird die kleine Gummiplatte im Sicherheitsventil gesprengt werden.
Die den Gummibeutel E von dem Trichter scheidende Haut d hat noch den Zweck, einerseits
das Hinabfallen des Carbids in den Beutel E zu verhindern, andererseits das
Emporsteigen der Flüssigkeit in den Trichter entsprechend zu unterdrücken, wenn der Behälter,
nachdem die Gasentwickelung beendet ist, umgeworfen werden sollte.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Tragbarer Acetylenentwickler mit einem nach aufsen hin luftdicht abgeschlossenen Behälter, dadurch gekennzeichnet, dafs an einem im Innern des Behälters (A) befindlichen Trichter (D), von diesem durch eine mit einer Spalte versehene dünne Gummihaut (d) getrennt, ein Gummibeutel (E) befestigt ist, zum Zwecke, die durch Gasüberdruck verdrängte Entwickelungsflüssigkeit aufzunehmen und nach Bedarf dem Entwickler wieder zuzuführen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102460C true DE102460C (de) |
Family
ID=373055
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT102460D Active DE102460C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102460C (de) |
-
0
- DE DENDAT102460D patent/DE102460C/de active Active
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