DE102008049690B3 - Multifunktionsgrill - Google Patents

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J37/00Baking; Roasting; Grilling; Frying
    • A47J37/06Roasters; Grills; Sandwich grills
    • A47J37/07Roasting devices for outdoor use; Barbecues
    • A47J37/0704Roasting devices for outdoor use; Barbecues with horizontal fire box

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Multifunktionsgrill zur Zubereitung von Speisen, der entweder als konventioneller Grill oder als Gesundheitsgrill betrieben werden kann, umfassend mindestens eine horizontal flächenhaft erstreckte Wärmequelle (1) und eine parallel darüber angeordnete Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3), wobei die Wärmequelle (1) so ausgelegt ist, dass sie unterhalb der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) wahlweise entweder vollflächig Wärme erzeugen und abgeben oder in separablen Teilflächen (1', 1", 1''') Wärme erzeugen und abgeben kann, wobei dann oberhalb dieser separablen Teilfächen (1', 1", 1''') und unterhalb der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) strömungsleitende Strukturen einbringbar sind, welche die wärmeerzeugenden Teilflächen (1', 1", 1''') der Wärmequelle (1) vor senkrecht abtropfender Flüssigkeit schützen und aufsteigende Heißluft zu einem Teil der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) leiten, der sich oberhalb einer nicht wärmeerzeugenden Teilfläche (1") der Wärmequelle (1) befindet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Multifunktionsgrill zur Zubereitung von Speisen, insbesondere Grillgut mit unterschiedlichem Garverhalten.
  • Grillvorrichtungen werden in unterschiedlichen Ausführungsformen zur Erwärmung und Zubereitung von Speisen eingesetzt. Obwohl schonendere Verfahren zur Zubereitung einzelner Nahrungsmittel bekannt sind und angewendet werden, bildet das Grillen einen festen Bestandteil der Zubereitungsmöglichkeiten bestimmter Speisen, insbesondere bei Gelegenheiten, bei denen von einem Interesse der Konsumenten an der Zubereitung der Speisen auszugehen ist, das über den eigentlichen Verzehr hinausgeht. Außerdem kommt es durch das Grillen zu geschmacklichen Veränderungen bestimmter Grillgüter, die so nur sehr schwer oder überhaupt nicht durch andere Zubereitungsverfahren erzielt werden können. Das betrifft insbesondere den Einsatz von Holzkohlegrills zur Zubereitung verschiedener Fleischsorten bzw. fleischhaltiger Nahrungsmittel.
  • Beim Grillen wird in der Regel ein bestimmtes Grillgut dem Energiefluss, der von einer benachbarten Wärmequelle ausgeht, ausgesetzt, ohne das sich das Grillgut selbst in direktem Kontakt zur Wärmequelle befindet. Die zur Erwärmung des Grillgutes benötigte Energie wird stattdessen als Wärmestrahlung und/oder durch Konvektion der von der Wärmequelle erhitzten Luft zum Grillgut übertragen. Ein geringer Teil der zur Zubereitung wirksamen Energie wird zudem durch erhitzte Stützstrukturen, Grillroste o. ä. in das Grillgut eingetragen, was teilweise zu gewollten lokalen Überhitzungen und einer charakteristischen Zeichnung bzw. Bräunung des Grillgutes führt. Diese dargestellten Formen der Wärmeübertragung wirken in der Regel gleichzeitig und ergänzen einander. Welche Form der Wärmeübertragung dabei in welchem Maße zur Erwärmung des Grillgutes beiträgt, wird im Wesentlichen durch die Bauform der verwendeten Grillvorrichtung, die eingesetzten Wärmequellen und die konkret realisierten Lagebeziehungen zwischen Grillgut und Wärmequellen beeinflusst und hat wesentlichen Einfluss auf die Zubereitung der zu grillenden Speisen.
  • Es ist bekannt, Grillgut auf horizontal erstreckten Grillrosten anzuordnen, die über ebenfalls horizontal erstreckten Wärmequellen angeordnet sind. Auf diese Weise kommt es am Ort des Grillgutes zu einer wirksamen Kombination der Wärmestrahlung der verwendeten Wärmequelle mit der Wirkung der durch Konvektion am Grillgut vorbei strömenden heißen Luft, die direkt von der Wärmequelle aufsteigt. Diese Form einer Grillvorrichtung ist in einer Vielzahl konventioneller Holzkohlegrills umgesetzt, wobei eine Beeinflussung des Grillvorganges in der Regel durch die Festlegung des Abstandes zwischen Grillgut und Wärmequelle, die Zufuhr von Verbrennungsluft und gelegentliches Ablöschen erfolgt.
  • Die Erwärmung von Nahrungsmitteln auf für die übliche Zubereitung erforderliche und für das Grillen typische Temperaturen führt je nach Art des Grillgutes zu einem unterschiedlich starken Austritt von im jeweiligen Nahrungsmittel enthaltener Flüssigkeit. Bei leicht zu trocknenden Nahrungsmitteln wird der Austritt der Flüssigkeit in der Regel zu deren sofortiger Verdunstung führen, wie das beispielsweise beim Rösten von Brot der Fall ist. Bei Lebensmitteln mit einem anderen Flüssigkeitsgehalt und einer geringeren Neigung zu schneller Trocknung kommt es dagegen bei einer relativ schnellen Erhitzung zunächst zu einer Konzentration der austretenden Flüssigkeit auf der Oberfläche des Grillgutes. Diese Anreicherung der Flüssigkeit auf der Oberfläche des Grillgutes erfolgt häufig deutlich schneller, als ein Abtransport dieser Flüssigkeit durch Verdunstung bzw. Verdampfung erfolgen kann, obwohl es sich bei der das Grillgut umgebenden Atmosphäre um stark erhitzte und relativ schnell strömende Luft handelt. Die Folge ist ein Abtropfen der überschüssigen Flüssigkeit von der Oberfläche bzw. den Rändern des Grillgutes. Bei einer Anordnung des Grillgutes oberhalb der verwendeten Wärmequellen kommt es dabei häufig zum Kontakt zwischen der abtropfenden Flüssigkeit und der Wärmequelle, was zu einer sehr starken weiteren Erhitzung der in der Regel tropfenweise ablaufenden Flüssigkeit führt. Dieser Nebeneffekt ist dann unkritisch, wenn es sich bei der abtropfenden Flüssigkeit um überschüssiges Wasser handelt, dessen Verdampfung durch den Kontakt mit der Wärmequelle lediglich stark beschleunigt wird. Als kritisch wird dagegen angesehen, wenn die abtropfende Flüssigkeit Bestandteile enthält, die beim Kontakt mit der Wärmequelle zumindest teilweise einer chemischen Umsetzung unterliegen, in deren Folge neue Substanzen entstehen, die an der Wärmequelle verdampfen und/oder sich in Folge als Kondensatfilm auf den zuzubereitenden Lebensmitteln, also dem Grillgut, niederschlagen. Dabei kann es sich um die Bildung von Substanzen handeln, deren Wirkung noch nicht bekannt ist und deren Verzehr daher aus Sicherheitsgründen vermieden werden sollte. Es werden jedoch auch Substanzen freigesetzt, deren schädlicher Einfluss auf den menschlichen Organismus inzwischen eindeutig nachgewiesen bzw. aus anderen Gründen angenommen wird. Diese unerwünschte Nebenwirkung beim Grillen tritt insbesondere dann auf, wenn die aus Fleisch bzw. fleischhaltigen Lebensmitteln in Folge starker Erhitzung austretende Flüssigkeit, die in der Regel tierische Fette und/oder Konservierungsmittel enthält, mit der zum Grillen eingesetzten Wärmequelle direkt in Kontakt gelangt. Die dabei entstehenden Nitrosamine und/oder polyzyklischen Kohlenwasserstoffe sollen an dieser Stelle stellvertretend für weitere unerwünscht gebildete Substanzen genannt werden. Sie gelten als krebserregend und extrem gesundheitsgefährdend und gelten mittlerweile als das größte Gesundheitsrisiko in Verbindung mit dem Verzehr von durch Grillen zubereiteten Fleischprodukten. Auch durch ein gelegentliches Ablöschen der Flüssigkeit absondernden Speisen können die unerwünschten chemischen Reaktionen nicht vollständig verhindert werden. Stattdessen kommt es neben einer zügigen Verdampfung der zum Ablöschen verwendeten Flüssigkeit immer auch zu einer bereits beschriebenen Umsetzung von aus dem Grillgut stammenden Substanzen mit den bekannten Nebenwirkungen. In ungünstigen Fällen kann es durch das Ablöschen der Speisen auf dem Grill sogar zu einem verstärkten Einschwemmen dieser Substanzen in die Wärmequelle, beispielsweise in des Glutbett eines Holzkohlegrills, führen, was die Bildung schädlicher Stoffe zusätzlich begünstigt.
  • Es sind daher verschiedene Versionen von sogenannten Gesundheitsgrills bekannt geworden, die darauf ausgelegt sind, einen direkten Kontakt der aus dem Grillgut austretenden Flüssigkeit mit der verwendeten Wärmequelle zu umgehen und so die damit verbundene starke Erhitzung von zur chemischen Umsetzung neigenden Flüssigkeitsbestandteilen zu vermeiden. Die bisher bekannt gewordenen Lösungen sind jedoch mit Nachteilen behaftet, was im Folgenden dargestellt wird.
  • Es ist bekannt, die Anordnung einer horizontal erstreckten Wärmequelle unter einem horizontal erstreckten Grillrost zur Aufnahme des Grillgutes beizubehalten und die einzelnen Stäbe des Grillrostes so auszugestalten, dass ein freier Fall von Flüssigkeitstropfen durch das Grillrost hindurch verhindert wird ( DE 202 17 867 U1 , DE 20 2004 009 520 U1 , DE 199 03 448 A1 , EP 1 614 376 A1 , DE 37 15 621 A1 ). Zu diesem Zweck sind die Stäbe des Grillrostes mit Auffangstrukturen versehen, die an ihrem unteren Ende eine rinnenartige Ausformung aufweisen, in der sich abtropfende Flüssigkeit sammelt. Durch einen entsprechend geneigten Verlauf der Rinnen kommt es zur Ableitung der Flüssigkeit aus dem Bereich der stärksten Erwärmung. Nachteilig ist bei einer derartigen Anordnung, dass ein sehr großer Teil der von der Wärmequelle ausgehenden Strahlungsenergie ausgeblendet bzw. reflektiert wird. Außerdem sind die kompliziert geformten Stäbe mit einem erhöhten Herstellungsaufwand verbunden und zudem sehr empfindlich. Ein kleiner Knick in einer Sammelrinne, wie er bei robuster Beanspruchung eines Grills schnell beigebracht werden kann, führt zu einem Abtropfen der in dieser Rinne gesammelten Flüssigkeit in die Wärmequelle, konzentriert also den an sich unerwünschten Effekt einer chemischen Umsetzung lediglich an einem Punkt der Wärmequelle. Ein weiterer Nachteil besteht in der aufwändigen Reinigung eines derartigen Grillrostes nach seiner Benutzung. Insbesondere nach der Sammlung und Abkühlung stark fetthaltiger Kondensate ist eine Reinigung rinnenartiger Strukturen mit engen Krümmungsradien sehr aufwändig und beim Einsatz mechanischer Methoden mit der Gefahr der bereits angesprochenen Beschädigung verbunden.
  • Es ist bekannt, an Stelle von runden Roststäben V-förmige Rinnen mit seitlicher Überlappung einzusetzen ( DE 36 20 103 A1 ). Diese Ausführungsform ist etwas weniger beschädigungsanfällig, ansonsten aber mit allen Nachteilen des vorgenannten Standes der Technik behaftet. Insbesondere die Ausblendung der Strahlungskomponente der Wärmequelle ist in dieser Ausführungsform in noch stärkerem Maße gegeben.
  • Es ist weiterhin bekannt, eine oder mehrere Wärmequellen seitlich benachbart zum Grillgut anzuordnen ( DE 10 2004 042 766 B4 , DE 88 10 435 U1 , DE 31 26 903 A1 ). Im Fall der Verwendung von Holzkohle finden dabei im Wesentlichen vertikal erstreckte Glutkästen Verwendung, die seitlich verschiedener Aufnahmevorrichtungen für das Grillgut angeordnet sind. Abtropfende Flüssigkeit wird in einer Auffangwanne gesammelt und gelangt nicht mit der Wärmequelle in Kontakt. Nachteilig ist in diesem Fall der erhöhte Aufwand für die Glutkästen und die teilweise relativ schwierige Befüllbarkeit, insbesondere zur Erreichung eines gleichmäßigen Abbrandes bestehen diesbezüglich kaum Möglichkeiten der Einflussnahme. Ein weiterer Nachteil derartiger Anordnungen besteht im relativ hohen Energieverbrauch bei offenem Betrieb, da die Erwärmung des Grillgutes nahezu ausschließlich durch Strahlungswärme erfolgt, eine Konvektion erhitzter Luft jedoch kaum wirksam wird, da die heiße Luft überwiegend zwischen Grillgut und Wärmequelle nach oben entweicht. Die typische Aromatisierungswirkung bei der Verwendung von Holzkohle als Brennmaterial wird durch den geringen Kontakt zwischen dem Grillgut und der von der Wärmequelle aufsteigenden Heißluft nur in geringem Maße auftreten, wodurch unter Umständen nicht den Erwartungen an den Geschmack der zubereiteten Speisen entsprochen werden kann. Wird die direkte Konvektion in die Umgebung der Grillvorrichtung dagegen durch eine geschlossene Bauform unterbunden, um die Energieausnutzung zu verbessern, kommt es in derartigen Anordnungen mit seitlichen Glutästen durch den verringerten Luftaustausch möglicherweise zu einer Überaromatisierung, was funktionell in Räuchervorrichtungen gewollt, in Grillvorrichtungen jedoch in der Regel unerwünscht ist und den angestrebten Gesundheitseffekt teilweise aufheben kann, da auch kleinste Mengen außerhalb der Auffangwanne verspritzten Fettes im Falle einer chemischen Umsetzung an den Wärmequellen zu einer starken Belastung der das Grillgut umgebenden Atmosphäre im weitgehend geschlossenen Volumen führen.
  • Es ist weiterhin bekannt, in einer Anordnung mit einem horizontalen Grillrost und einem horizontalem Kohlebett ein separates Bauteil in Form eines deckelförmigen Tropfschutzes einzusetzen ( DE 92 15 503 U1 ). Durch diese Konstruktion wird der freie Fall von Flüssigkeitstropfen in die Wärmequelle vollflächig verhindert. Abtropfendes Fett wird in einer Auffangvorrichtung gesammelt. An der Wärmequelle erhitzte Luft gelangt durch spaltförmige Öffnungen zwischen einander überlappenden Einzelteilen des Tropfschutzes auf indirektem Wege an das Grillgut. Das Grillgut wird jedoch bei Verwendung dieses Konstruktionsprinzips nicht der direkten Wärmestrahlung der Wärmequelle ausgesetzt.
  • Es ist bekannt, insbesondere Holzkohlegrills so auszulegen, dass unterhalb der Ebene des Grillrostes und seitlich versetzt zum Grillrost Kohlekörbe oder ähnliche kammerartige Strukturen zur Aufnahme der Holzkohle angeordnet sind, aus denen aufsteigende Heißluft zum Grillgut geleitet wird, wobei eine räumliche Entkopplung zwischen abtropfender Flüssigkeit und verbrennender Holzkohle erreicht wird ( DE 297 15 854 U1 , DE 298 23 182 U1 , DE 93 10 770 U1 ). Da in diesen Ausführungsformen die Außenkontur der Grilleinrichtungen gleichzeitig eine strömungsleitende Struktur bildet, sind aufwändige Maßnahmen zum Hitzeschutz erforderlich, um die Verbrennungsgefahr zu minimieren, was beispielsweise eine doppelwandige Ausführung von Teilen des Grillgehäuse erfordert.
  • Generell ist zum bisher gewürdigten Stand der Technik anzumerken, dass alle Konstruktionsprinzipien zur Realisierung von Gesundheitsgrills wesentlich in das Verhältnis eingreifen, in welchem Strahlungs- und Konvektionswärme zur Erwärmung des Grillgutes beitragen. Auch wenn zwischen Wärmequelle und Grillgut angeordnete Konstruktionselemente, welche einen direkten Eintrag von Strahlungsenergie in das Grillgut behindern, geometrisch in Form von Reflektoren ausgebildet sind, wird es im realen Grillbetrieb durch die schnell eintretende Verschmutzung sehr bald zu einer Behinderung einer gerichteten Reflexion kommen. Damit werden Reflektorelemente schnell zu Diffusoren, welche die Nachteile einer Abschattung der direkten auf das Grillgut einwirkenden Wärmestrahlung nicht kompensieren können. Eine einseitige Ausrichtung auf eine Erwärmung des Grillgutes durch direkt einwirkende Wärmestrahlung unter Vernachlässigung der Konvektion beeinträchtigt im Gegenzug die typische Geschmacksbildung, die insbesondere bei Verwendung von Holzkohle für das Grillen charakteristisch und gewollt ist. In jedem Fall geht eine konstruktiv bedingte Behinderung einer der beiden Hauptübertragungsformen der Energieübertragung während der Erwärmung des Grillgutes mit einer Verringerung der Auslastung der in der verwendeten Wärmequelle freigesetzten Energie einher, was vor dem Hintergrund eines wachsenden Umweltbewusstseins und steigender Rohstoff- und Energiepreise zunehmend als Nachteil empfunden wird.
  • Es ist schließlich bekannt, einen Gesundheitsgrill derart aufzubauen, dass zunächst unterhalb eines horizontal erstreckten Grillrostes eine Fettauffangwanne angeordnet ist, die in ihren Anmessungen dem Grillrost entspricht und vom Grillgut abtropfende Flüssigkeit vollständig aufnimmt ( DE 33 12 041 A1 ). Die Auffangwanne ist von einem ringförmigen Bereich umgeben, in welchen Holzkohle als Wärmequelle eingebracht werden kann. Eine Haube in Form eines Pyramidenstumpfes sorgt strömungsleitend dafür, dass aufsteigende heiße Luft zum Grillgut geführt wird. Diese Ausführungsform bildet eine wirksame Form eines Gesundheitsgrills. Sie ist jedoch auf eine ausschließliche Verwendung als Gesundheitsgrill ausgerichtet. Zum Grillen von Speisen, die ohne Nachteile auf herkömmliche Weise gegrillt werden können, ist dieser Grill, insbesondere durch den hohen Platzbedarf im Vergleich zu einer relativ kleinen Rostfläche, mit einem Aufwand verbunden, der seinen Einsatz in solchen Fällen in Frage stellt. Der in Zusammenhang zum vorbesprochenen Stand der Technik erwähnte Nachteil eines vorgegebenen bzw. schwer beeinflussbaren Verhältnisses zwischen Strahlungs- und Konvektionswärme gilt bei diesem Grill ebenfalls.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Grillvorrichtung anzugeben, die mit geringem Aufwand herstellbar ist, eine einfache Anpassung an die Erfordernisse der Zubereitung unterschiedlicher Grillgüter erlaubt, insbesondere auf grilltypische Weise als Gesundheitsgrill eingesetzt werden kann, und die sich durch einen geringen Brennstoff- bzw. Energiebedarf auszeichnet.
  • Die Aufgabe wird erfüllt durch einen Multifunktionsgrill mit den Merkmalen des Hauptanspruches. Die Unteransprüche 2 bis 16 betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Multifunktionsgrills.
  • Die Erfindung besteht in einem Multifunktionsgrill zur Zubereitung von Speisen, der entweder als konventioneller Grill oder als Gesundheitsgrill betrieben werden kann, umfassend mindestens eine horizontal flächenhaft erstreckte Wärmequelle und eine parallel darüber angeordnete Auflagevorrichtung für das Grillgut, wobei die Wärmequelle so ausgelegt ist, dass sie unterhalb der Auflagevorrichtung für das Grillgut wahlweise entweder vollflächig Wärme erzeugen und abgeben oder in separablen Teilflächen Wärme erzeugen und abgeben kann. Im Fall der Nutzung lediglich einzelner separabler Teilflächen zur Wärmeerzeugung sind oberhalb dieser separablen Teilflächen strömungsleitende Strukturen einbringbar, welche die wärmeerzeugenden Teilflächen der Wärmequelle vor senkrecht von der Auflagevorrichtung abtropfender Flüssigkeit schützen und aufsteigende Heißluft zu einem Teil der Auflagevorrichtung für das Grillgut leiten, der sich zumindest teilweise oberhalb einer nicht wärmeerzeugenden Teilfläche der Wärmequelle befindet.
  • Die Grundlage der Erfindung bildet somit eine Grillvorrichtung mit horizontal erstreckter Wärmequelle und parallel darüber angeordneter Auflagevorrichtung für das Grillgut. Dabei kann es sich um ein konventionelles Grillrost handeln. Grundsätzlich kommen als Auflagevorrichtung im Sinne der Erfindung jegliche Stützstrukturen in Frage, die geeignet sind, das Grillgut in einer definierten Lagebeziehung zur Wärmequelle zu halten und einen Grillvorgang zu ermöglichen. Beispiele hierfür sind drehbar gelagerte oder einhängbare Spieße, verschiedene Käfigformen zur Aufnahme von Speisen geringer Eigenstabilität und viele weitere an sich bekannte Vorrichtungen.
  • Die Separabilität der einzelnen Flächenbereiche der Wärmequelle lässt sich in Abhängigkeit von der Art der eingesetzten Wärmequelle auf unterschiedliche Weise realisieren. Bei der Verwendung elektrischer Wärmequellen können mehrere einzeln schaltbare Heizelemente zu einer flächig erstreckten Wärmequelle zusammengefasst und entsprechend zu- oder abgeschaltet werden. Analog kann bei der Verwendung von Gasbrennern durch einen Aufbau aus mehreren Brennerlanzen verfahren werden, die alle gleichzeitig oder selektiv betrieben werden.
  • Besonders vorteilhaft lässt sich ein erfindungsgemäßer Multifunktionsgrill umsetzen, wenn die Wärmequelle ein gleichmäßig luftdurchlässiges Holzkohlerost umfasst, dessen Erstreckung der Erstreckung der Auflagevorrichtung für das Grillgut entspricht. Diese Entsprechung der Erstreckung besteht dabei in einer ausreichenden geometrischen Ähnlichkeit zwischen der Auflagevorrichtung für das Grillgut und dem Holzkohlerost, die für eine gleichmäßige Erwärmung des Grillgutes in allen Flächenbereichen der Auflagevorrichtung, also beispielsweise auf einem verwendeten Grillrost, erforderlich ist. Diese Gleichmäßigkeit der Erwärmung wird auf vorteilhafte Weise gesteigert, wenn unterhalb des Holzkohlerostes eine Luftverteilungskammer angeordnet ist, aus welcher die Verbrennungsluft vollflächig durch das Holzkohlerost strömen kann. Diese Luftverteilungskammer kann vorteilhafterweise mit Mitteln zur Einstellung der Menge der dem Holzkohlerost zuzuleitenden Verbrennungsluft ausgestattet sein.
  • Die erfindungswesentliche Separabilität einzelner Flächenbereiche der Wärmequelle lässt sich im Fall eines Holzkohlegrills vorteilhafterweise bewirken, wenn das Holzkohlerost Trennstege aufweist, die eine Begrenzung der Kohleschüttung auf einzelne Flächenbereiche bewirken.
  • Die erfindungsgemäße Nutzung der separablen Flächenbereiche der Wärmequelle in Verbindung mit den beanspruchten strömungsleitenden Strukturen lässt sich besonders vorteilhaft umsetzen, wenn die Wärmequelle eine rechteckige Form aufweist und aus drei benachbarten ebenfalls rechteckigen und unabhängig voneinander zur Wärmeerzeugung nutzbaren Teilflächen besteht. Die Grenze zwischen den einzelnen Flächenbereichen verläuft in diesem Fall parallel zum Rand der rechteckigen Wärmequelle.
  • Es ist außerdem vorteilhaft, wenn die Wärmequelle einen mittleren Flächenbereich aufweist, der entweder für die Erzeugung von Wärme oder zur Aufnahme einer Auffangwanne für abtropfende Flüssigkeit genutzt werden kann und dem beidseitig Flächenbereiche der Wärmequelle, die ausschließlich für die Erzeugung von Wärme vorgesehen sind, benachbart sind.
  • Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Anordnung aus Wärmequelle und einer Auflagevorrichtung für Grillgut, beispielsweise einem Grillrost, mindestens auf drei Seiten von senkrechten Seitenwänden abgeschlossen wird. Diese dienen in an sich bekannter Weise als Windschutz, was vor dem Hintergrund der erfindungsgemäßen Konstruktion von besonderer Bedeutung ist und zur Senkung des Energieverbrauchs beiträgt. Insbesondere ist möglichst zu vermeiden, dass durch störende Windeinflüsse die Wirkung der strömungsleitenden Strukturen zwischen Wärmequelle und Grillgut zu stark reduziert wird. Entsprechend vorteilhaft ist es, wenn die Anordnung aus Wärmequelle und Auflagevorrichtung für das Grillgut auf allen vier Seiten von senkrechten Seitenwänden umgeben ist. In diesem Fall lassen sich zudem immer zwei gegenüberliegende Seitenwände für die Befestigung der erfindungswesentlichen strömungsleitenden Strukturen nutzen.
  • Eine besonders wirksame und einfach zu realisierende Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Grills ergibt sich, wenn als strömungsleitende Strukturen schräg stehende Prallbleche durch schlitzförmige Öffnungen in den Seitenwänden einsteckbar sind, wobei die Prallbleche unterhalb des Grillrostes bzw. der Auflagevorrichtung für das Grillgut angeordnet sind und die senkrechten Projektionen der Prallbleche auf die Wärmequelle dann jeweils einen separablen wärmeerzeugenden Flächenbereich der Wärmequelle vollständig überdecken, um senkrecht abtropfende Flüssigkeit von den wärmeerzeugenden Bereichen der Wärmequelle fernzuhalten. Für diese Ausgestaltung ist es erforderlich, dass sich zumindest ein Paar Seitenwände gegenübersteht, um eine beidseitige Führung der einsteckbaren Prallbleche zu gewährleisten. Die Einsteckbarkeit der Prallbleche ermöglicht auf vorteilhafte Weise eine schnelle Umrüstbarkeit eines erfindungsgemäßen Grills von einem herkömmlich zu betreibenden Grill zu einem Gesundheitsgrill. Diese Umrüstung kann auch während des Grillbetriebes vorgenommen werden, wenn zusätzlich zum Einstecken der Prallbleche in einem Bereich der Wärmequelle, welcher sich neben den wärmeerzeugenden Bereichen der Wärmequelle unterhalb der Prallbleche befindet, die Wärmeerzeugung eingestellt wird. Dadurch können auf einfache Weise nacheinander unterschiedliche Speisen zubereitet werden, von denen einige den Einsatz eines Gesundheitsgrills erfordern, ohne generell den erhöhten Energiebedarf eines Gesundheitsgrills in Kauf nehmen zu müssen.
  • Alternativ zu einsteckbaren Prallblechen ist es vorteilhaft, wenn als strömungsleitende Strukturen Prallbleche schwenkbeweglich befestigt sind, wobei diese Prallbleche mindestens in eine Stellung geschwenkt werden können, in der sie keinen Flächenbereich der Wärmequelle überdecken, beispielsweise also in einer senkrechten Stellung gehalten werden, und wobei die Prallbleche mindestens in eine Stellung geschwenkt werden können, in der ihre senkrechten Projektionen auf die Wärmequelle jeweils einen separablen wärmeerzeugenden Flächenbereich der Wärmequelle vollständig überdecken. Durch ein einfaches Einschwenken der Prallbleche in den Bereich der von der Wärmequelle aufsteigenden Heißluft kann in ähnlich einfacher Weise eine Umrüstung des erfindungsgemäßen Grills vorgenommen werden, wenn im Fall eines Einsatzes als Gesundheitsgrill gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass mindestens ein Teilbereich der Wärmequelle, oberhalb dessen das Grillgut angeordnet wird, von der Wärmeerzeugung ausgenommen ist.
  • Die als vorteilhaft anzusehende Schwenkbarkeit lässt sich umsetzen, indem als strömungsleitende Strukturen zwei Prallbleche umfasst und derart schwenkbeweglich befestigt sind, dass sie von einer senkrechten Stellung im Randbereich der Wärmequelle bis in eine schräge Stellung zum zentralen Bereich der Wärmequelle hin geschwenkt werden können, bis sie jeweils einen der seitlich angeordneten Flächenbereiche der Wärmequelle, die ausschließlich für die Erzeugung von Wärme vorgesehen sind, unterhalb des Grillrostes vollständig überdecken und eine zum zentralen Bereich des Grillrostes hin ansteigende strömungsleitende Struktur zur Führung aufsteigender Heißluft bilden. In dieser Ausgestaltung kann es erforderlich sein, zum Verschwenken der Prallbleche die Auflagevorrichtung für das Grillgut zu entnehmen, wenn diese relativ flach über der Wärmequelle angeordnet ist. Ansonsten lassen sich auch in dieser Form alle Vorteile einer schnellen Umrüstung bzw. Vorbereitung des Grills für die Zubereitung unterschiedlicher Speisen nutzen.
  • Die Geometrie mit seitlich gelagerten Prallblechen, die bei Bedarf in Richtung auf den zentralen Bereich der Wärmequelle hin verschwenkt werden, bietet zudem im Fall der Verwendung als Gesundheitsgrill trotz der nicht unmittelbar unter dem Grillgut erfolgenden Erzeugung der geforderten Wärme eine gute Ausnutzung der eingesetzten Energie, da das Grillgut einerseits weiterhin der direkten Wärmestrahlung, die von den wärmeerzeugenden seitlichen Bereichen der Wärmequelle ausgeht, ausgesetzt ist, und andererseits die zwangsläufig von diesen Bereichen aufsteigende Heißluft auf kurzem Wege unterhalb der Prallbleche zum Grillgut geleitet wird, bevor sie in die Umgebung entweicht.
  • Die Vielseitigkeit eines erfindungsgemäßen Multifunktionsgrills lässt sich noch steigern, wenn Befestigungsmittel umfasst sind, die eine Fixierung der schwenkbeweglichen Prallbleche in mindestens einer Zwischenstellung ermöglichen. Dadurch können die Prallbleche in eine Stellung gebracht werden, in der sie die wärmeerzeugenden Bereiche nicht vollständig überdecken, durch ihre Schrägstellung jedoch eine teilweise Umlenkung der aufsteigenden Heißluft bewirken, wodurch sich eine Konzentration beziehungsweise Fokussierung der Heißluft im Bereich des zuzubereitenden Grillgutes erzielen lässt. Das kann insbesondere bei nachlassender Heizleistung der Wärmequelle, wie sie beispielsweise bei der Verwendung von Holzkohle gegen Ende des Abbrandes auftritt, von Vorteil sein. Auf diese Weise kann über langsam erlöschender Glut länger gegrillt werden, ohne die Branddauer durch erneutes Aufschütten frischer Holzkohle verlängern zu müssen, was zu einem sparsamen Verbrauch der Grillvorrichtung beiträgt.
  • Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, wenn Befestigungsmittel umfasst sind, die eine Fixierung der schwenkbeweglichen Prallbleche in beliebigen Zwischenstellungen ermöglichen. Hierdurch kann eine kontinuierliche Anpassung des Heißluftstromes an eine sich verändernde Heizleistung der Wärmequelle erfolgen.
  • Als Materialien für einen erfindungsgemäßen Multifunktionsgrill kommen generell hitzebeständige und stabile Werkstoffe in Frage, die problemlos mit Lebensmitteln in Kontakt gelangen dürfen. Auf Grund seiner Beständigkeit und hygienischen Unbedenklichkeit hat sich Edelstahl als besonders vorteilhaft erwiesen.
  • Eine besonders vorteilhafte Konstruktion ergibt sich, wenn der Multifunktionsgrill als Säulengrill für die Verwendung von Holzkohle ausgeführt ist. In diesem Falle lassen sich an sich bekannte Mittel zur Regulierung der Verbrennungsluft im Fuß bzw. der Säule des Säulengrills nutzen, wenn der Luftkanal innerhalb des Fußes in die Luftverteilungskammer unterhalb des Holzkohlerostes mündet.
  • An Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1a, 1b die grundsätzliche Anordnung eines erfindungsgemäßen Multifunktionsgrills;
  • 2a, 2b eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgestalteten Multifunktionsgrills in Form eines Holzkohlegrills;
  • 3 einen erfindungsgemäßen Multifunktionsgrill als Säulengrill.
  • Die 1a und 1b zeigen die grundsätzliche Anordnung eines erfindungsgemäßen Multifunktionsgrills. In 1a ist eine Konfiguration dargestellt, in welcher der Multifunktionsgrill als herkömmlicher Grill ohne Schutz vor verdampfenden abtropfenden Flüssigkeiten betrieben werden kann. Er umfasst eine horizontal flächenhaft erstreckte Wärmequelle 1 und eine parallel darüber angeordnete Auflagevorrichtung 2 für das Grillgut 3. Die Wärmequelle 1 ist so ausgelegt, dass sie wahlweise entweder vollflächig Wärme erzeugen und abgeben oder in separablen Teilflächen 1', 1'', 1''' Wärme erzeugen und abgeben kann. Die Separabilität der Teilflächen ist vorliegend durch eine Dreiteilung der Wärmequelle dargestellt. Die beiden seitlichen Teilflächen 1', 1''' dienen in jeder Betriebsart ausschließlich der Erzeugung von Wärme. Die mittlere Teilfläche 1'' der Wärmequelle 1 dient im dargestellten Normalmodus ebenfalls der Wärmeerzeugung. Auf diese Weise steht die gesamte Fläche der Wärmequelle 1 zur gleichmäßigen Erwärmung des Grillgutes 3 auf der Auflagevorrichtung 2 zur Verfügung. Entsprechend kann die gesamte Fläche der Auflagevorrichtung 2 zur Zubereitung des Grillgutes 3 genutzt werden, was eine optimale Ausnutzung der aufgewandten Energie ermöglicht, wenn der Schutz vor schädlichen Dämpfen durch in die Wärmequelle tropfende Flüssigkeit vernachlässigt werden kann.
  • In 1b ist eine Konfiguration dargestellt, in welcher der Multifunktionsgrill als Gesundheitsgrill betrieben wird. Er umfasst, wie bereits angeführt, eine horizontal flächenhaft erstreckte Wärmequelle 1 und eine parallel darüber angeordnete Auflagevorrichtung 2 für das Grillgut 3. Die Wärmequelle, die so ausgelegt ist, dass sie wahlweise entweder vollflächig Wärme erzeugen und abgeben oder in separablen Teilflächen 1', 1'', 1''' Wärme erzeugen und abgeben kann, wird in einer Weise betrieben, dass nur in einzelnen Teilflächen 1', 1''' Wärme erzeugt und abgegeben wird. Als wärmeerzeugende Teilflächen werden in diesem Fall die beiden Randbereiche 1', 1''' der Wärmequelle 1 genutzt.
  • Der mittlere Flächenbereich 1'' der Wärmequelle wird in dieser Betriebsart nicht für die Erzeugung von Wärme, sondern zur Aufnahme einer Auffangwanne 4 für abtropfende Flüssigkeit genutzt. Ihm sind die beiden Flächenbereiche 1', 1''' der Wärmequelle, die ausschließlich für die Erzeugung von Wärme vorgesehen sind, direkt benachbart angeordnet. Zwischen der Auflagevorrichtung 2 für das Grillgut 3 und den wärmeerzeugenden Teilen 1', 1''' der Wärmequelle befinden sich strömungsleitende Strukturen. Als strömungsleitende Strukturen dienen schräg stehende Prallbleche 5, wobei die Prallbleche 5 unterhalb der Auflagevorrichtung 2 für das Grillgut 3 angeordnet sind und die senkrechten Projektionen der Prallbleche 5 auf die Wärmequelle 1 jeweils einen separablen wärmeerzeugenden Flächenbereich 1', 1''' der Wärmequelle vollständig überdecken. Dadurch wird senkrecht abtropfende Flüssigkeit von den wärmeerzeugenden Bereichen der Wärmequelle ferngehalten. Oberhalb der Prallbleche 5 wird evtl. abgelegtes Grillgut 3' zudem gegenüber der direkten Wärmestrahlung, die von einem darunterliegenden wärmeerzeugenden Teilbereich 1' der Wärmequelle 1 ausgeht, abgeschirmt. Dadurch eignen sich die oberhalb der Prallbleche liegenden seitlichen Bereiche der Auflagevorrichtung 2 für das Grillgut zum Warmhalten bereits zubereiteter Speisen.
  • Als Grillfläche zur Nutzung als Gesundheitsgrill ist dagegen der mittlere Bereich der Auflagevorrichtung 2 für das Grillgut 3 zu benutzen, der sich oberhalb des mittleren Flächenbereiches 1'' der Wärmequelle 1 befindet, der nicht zur Erzeugung von Wärme genutzt wird. Die Erhitzung des Grillgutes 3 erfolgt in der dargestellten Konfiguration teilweise durch direkte Wärmestrahlung, die von den seitlichen Flächenbereichen 1', 1''' der Wärmequelle 1 ausgeht und durch die strömungsleitenden Prallbleche 5 in Richtung des Grillgutes 3 im zentralen Bereich der Auflagevorrichtung 2 nicht oder nur teilweise abgeschirmt wird. Die Erhitzung des Grillgutes 3 erfolgt in der dargestellten Konfiguration außerdem durch das Grillgut anströmende Heißluft, die von den seitlichen Flächenbereichen 1', 1''' der Wärmequelle 1 aus aufsteigt und durch die strömungsleitenden Prallbleche 5 in Richtung des Grillgutes 3 gelenkt wird. Werden Temperaturen erreicht, die zum Austritt von Flüssigkeit aus dem Grillgut 3 führen, so tropft diese Flüssigkeit senkrecht ab und fällt in keinem Fall in die heißen Bereiche 1', 1''' der Wärmequelle 1. Entweder fällt die Flüssigkeit direkt in die zentral angeordnete Auffangwanne 4 oder sie gelangt im Fall evtl. auftretender Spritzer beziehungsweise von seitlich deponiertem Grillgut 3' abtropfender Restflüssigkeit auf die Oberseite der strömungsleitenden Strukturen, wo sie bis zu einer späteren Reinigung verbleibt oder teilweise seitlich abläuft. Durch das Fernhalten der abtropfenden Flüssigkeit von den heißesten Bereichen der Wärmequelle werden störende chemische Umsetzungen der Flüssigkeit und/oder ein gelegentlichen Aufflammen durch die Verbrennung dieser Flüssigkeit ausgeschlossen, was die Einsetzbarkeit einer erfindungsgemäßen Grillanordnung als Gesundheitsgrill begründet.
  • Ein wesentlicher Vorteil derartiger Grillvorrichtungen besteht in der einfachen Umrüstbarkeit. Voraussetzung dafür ist lediglich eine Wärmequelle 1 der beschriebenen Art, die über separabel betreibbare Teilbereiche 1', 1'', 1''' verfügt, sowie die Möglichkeit, strömungsleitende Strukturen, welche die Wirkung der einzelnen Teilbereiche der Wärmequelle in der dargestellten Weise beeinflussen, in den Bereich der aufsteigenden Heißluft einzubringen. Im vorliegenden Beispiel wurde der zentrale Bereich 1'' der Wärmequelle 1 einmal zur Wärmeerzeugung und einmal zur Aufnahme einer Auffangwanne 4 für abtropfende Flüssigkeit genutzt. Mit dieser Änderung der Nutzung des zentralen Bereiches 1'' der Wärmequelle war die Anordnung von schrägen Prallblechen 5 als strömungsleitende Strukturen verbunden, die bei einer Benutzung als Gesundheitsgrill die seitlichen Bereiche der Wärmequelle, die in jedem Fall der Wärmeerzeugung dienen, nach oben hin abschirmen und für eine Hinleitung der verfügbaren Heißluft zum zentralen Bereich der Auflagevorrichtung für das Grillgut 3 sorgen. Diese Umrüstung kann einschließlich der Platzierung einer Auffangwanne 4 für abtropfende Flüssigkeit mit wenigen Handgriffen bewerkstelligt werden.
  • Die 2a und 2b zeigen eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgestalteten Multifunktionsgrills in Form eines Holzkohlegrills. Auf einem horizontal angeordneten Holzkohlerost 6 befindet sich Holzkohle 7, die ein zum Grillen geeignetes Glutbett bildet und für die nötige Wärmeentwicklung sorgt. Als Holzkohlerost 6 eignet sich jede hitzebeständige Auflage, welche in der Lage ist, die Holzkohle vor und während des Grillvorganges aufzunehmen und die durchlässig genug ist, um eine Zufuhr von Verbrennungsluft durch den Holzkohlerost zu ermöglichen, um eine gleichmäßige Wärmeentwicklung über die gesamte Rostfläche zu ermöglichen. Bereiche eines bevorzugten bzw. beschleunigten Abbrandes, wie sie bei vielen konventionellen Säulengrills auftreten, sollen so zugunsten einer gleichmäßig abstrahlenden flächig erstreckten Wärmequelle vermieden werden. Vorliegend handelt es sich bei dem eingesetzten Holzkohlerost 6 um ein perforiertes Blech aus Edelstahl. Durch eine gleichmäßige Perforation des Bleches über die gesamte Fläche ergibt sich eine ausreichend gleichmäßige Wärmeentwicklung bzw. -abgabe der Wärmequelle. Die Fläche des Holzkohlerostes 6 ist in drei Bereiche unterteilt, die durch senkrechte Trennstege 8 gegeneinander abgegrenzt sind. Auf diese Weise lässt sich die erfindungswesentliche Separabilität der Wärmequelle unterstützen, indem die einzelnen Flächenbereiche zwischen den Trennstegen gesondert mit Holzkohle befüllt oder unbefüllt belassen werden. Einer ungewollten Ausbreitung der Glut durch rollende Glutstücke wird so entgegengewirkt.
  • Unterhalb des Holzkohlerostes 6 befindet sich eine Luftverteilungskammer 9, aus der Verbrennungsluft durch das Holzkohlerost 6 einströmen kann und die die gesamte Fläche unterhalb des Holzkohlerostes 6 einnimmt. An der Außenseite der Luftverteilungskammer 9 befindet sich eine Klappe 10, über welche die Zufuhr der benötigten Frischluft in die Luftverteilungskammer reguliert werden kann. Der Einsatz einer derartigen Luftverteilungskammer 9 ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung und Zufuhr der Verbrennungsluft in Bezug auf die gesamte zur Wärmeerzeugung genutzten Fläche der Wärmequelle und bietet zudem die Möglichkeit der Regulierung der Abbrandgeschwindigkeit. Außerdem kann die Luftverteilungskammer 9 gleichzeitig als Aschefang dienen und mit einem entsprechenden Einschub zur leichten Entnehmbarkeit der Asche ausgerüstet sein.
  • Oberhalb der Wärmequelle befindet sich ein Grillrost 11 zur Aufnahme des Grillgutes 3, welches die gesamte Fläche der Wärmequelle unabhängig von der jeweiligen Betriebsart überdeckt.
  • Der beispielhafte Holzkohlegrill ist so ausgelegt, dass die rechteckige Anordnung aus Wärmequelle und Grillrost vollständig von Begrenzungswänden 12, 12' umgeben ist, die als Windschutz dienen. Das Grillrost 11 ist in die Begrenzungswände 12 einhängbar. In der Darstellung wurde der Einfachheit halber die vordere Begrenzungswand weggelassen. In die hintere Begrenzungswand 12' sowie in die nicht dargestellte vordere Begrenzungswand sind schräge Schlitze 13 eingearbeitet, die der Aufnahme von einschiebbaren Prallblechen 5 dienen, welche jeweils einen seitlichen Flächenbereich der Wärmequelle überdecken, also nach oben hin abschirmen und für eine Hinleitung der verfügbaren Heißluft zum zentralen Bereich der Auflagevorrichtung für das Grillgut sorgen. Gleichzeitig kann der zentrale Bereich der Wärmequelle, wie dargestellt, mit einer Auffangwanne 4 für abtropfende Flüssigkeit versehen werden. Seitlich unterhalb der Luftverteilungskammer befinden sich Füße 14, die einen freistehenden Betrieb der erfindungsgemäßen Grillanordnung ermöglichen.
  • In der Konfiguration (2a) mit Auffangwanne 4 und eingeschobenen Prallblechen 5 kann der Grill als Gesundheitsgrill eingesetzt werden, wobei zum Grillen der zentrale Bereich auf dem Grillrost 11, der sich oberhalb der Auffangwanne 4 befindet, zur Verfügung steht.
  • In einer Konfiguration (2b) ohne Auffangwanne und ohne eingeschobene Prallbleche kann die gesamte Fläche des Grillrostes 11 zum Grillen genutzt werden, dann allerdings nicht als Gesundheitsgrill.
  • In beiden Fällen kann das für Holzkohlegrills typische Aroma erzielt werden. Die Umrüstung von einer Betriebsart auf die andere erfolgt auch in diesem Fall durch wenige Handgriffe.
  • 3 zeigt einen erfindungsgemäßen Multifunktionsgrill in einer rechteckigen Ausführung als Säulengrill zum Betrieb mit Holzkohle. Auf einem horizontal angeordneten Holzkohlerost 6 befindet sich wiederum die Holzkohle 7, die ein zum Grillen geeignetes Glutbett bildet und für die nötige Wärmeentwicklung sorgt. Die Fläche des Holzkohlerostes 6 ist wieder in drei Bereiche unterteilt, die durch senkrechte Trennstege 8 gegeneinander abgegrenzt sind. Unterhalb des Holzkohlerostes befindet sich eine Luftverteilungskammer 9, aus der Verbrennungsluft durch das Holzkohlerost 6 einströmen kann und die die gesamte Fläche unterhalb des Holzkohlerostes 6 einnimmt und in einen säulenförmigen Ständer übergeht. Der säulenförmige Ständer verfügt über eine Fußplatte 15 und eine hohle Säule 16. Die Säule 16 verfügt eine einstellbare Klappe 17 zur Regulierung der Luftzufuhr zur Luftverteilungskammer 9 und damit zur Regulierung der Abbrandgeschwindigkeit. Oberhalb der Wärmequelle befindet sich wieder ein Grillrost 11 zur Aufnahme des Grillgutes 3, welches die gesamte Fläche der Wärmequelle, also des Holzkohlerostes 6, unabhängig von der jeweiligen Betriebsart überdeckt.
  • Der beispielhafte Säulengrill ist so ausgelegt, dass die rechteckige Anordnung aus Wärmequelle 6 und Grillrost 11 vollständig von Begrenzungswänden 12, 12' umgeben ist, die als Windschutz dienen. Das Grillrost ist in die Begrenzungswände 12 einhängbar und in Stufen höhenverstellbar.
  • Abweichend von der vorangegangenen Ausführungsform sind als strömungsleitende Strukturen Prallbleche 5 schwenkbar über seitliche Befestigungsmittel 18 in einer Weise angelenkt, so dass sie von einer senkrechten Stellung (gestrichelt) im Randbereich der Wärmequelle bis in eine schräge Stellung zum zentralen Bereich der Wärmequelle hin geschwenkt werden können, bis sie jeweils einen der seitlich angeordneten Flächenbereiche der Wärmequelle, die ausschließlich für die Erzeugung von Wärme vorgesehen sind, unterhalb des Grillrostes vollständig überdecken und eine zum zentralen Bereich des Grillrostes hin ansteigende strömungsleitende Struktur zur Führung aufsteigender Heißluft bilden. Zu diesem Zwecke verfügen die senkrecht zur Schwenkachse der Prallbleche 5 angeordneten Seitenwände 12' über bogenförmige Schlitze 19, in denen jeweils ein mit den Prallblechen 5 verbundener Führungs- und Befestigungsstift läuft bzw. mit Hilfe von Befestigungsmitteln 20 fixiert werden kann. Diese Fixierung kann beispielsweise über schnell spannbare Klemmelemente, Muttern, Flügelmuttern o. ä. bewirkt werden. Diese Ausführungsform eines Multifunktionsgrills bietet die Möglichkeit, die Prallbleche 5 im Rahmen der maximalen Verstellmöglichkeiten in beliebige Zwischenwinkel zu verschwenken und dort zu arretieren, auch wenn der Grill nicht als Gesundheitsgrill genutzt werden soll. Dadurch ergibt sich ein einstellbarer Kamineffekt, der eine bessere Ausnutzung der eingestzten Holzkohle erlaubt.
  • Die einfache Umrüstung des erfindungsgemäßen Multifunktionsgrills ergibt sich auch dadurch, dass im Falle der Verwendung eines Holzkohlerostes 6 und einer einsetzbaren Auffangwanne 4 durch die eingesetzte Auffangwanne 4 das Holzkohlerost 6 im Bereich der Auffangwanne 4 strömungstechnisch verschlossen wird. Dadurch kommt es automatisch zu einer erzwungenen Einleitung der Verbrennungsluft in die für das Glutbett vorgesehenen Bereiche der Wärmequelle. Außer der Platzierung oder Justierung der Prallbleche 5 sind somit keine weiteren strömungsverändernden Maßnahmen erforderlich.
  • Die zentrale Einleitung der Verbrennungsluft in die Luftverteilungskammer 9 sorgt für eine besonders effektive Verstetigung der Luftzufuhr über die jeweils als Glutbett vorgesehene Fläche des Holzkohlerostes und ist ein Vorteil der erfindungsgemäßen Grillvorrichtung, die insbesondere bei Säulengrills zum Tragen kommt.

Claims (16)

  1. Multifunktionsgrill zur Zubereitung von Speisen, der entweder als konventioneller Grill oder als Gesundheitsgrill betrieben werden kann, umfassend mindestens eine horizontal flächenhaft erstreckte Wärmequelle (1) und eine parallel darüber angeordnete Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (1) so ausgelegt ist, dass sie unterhalb der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) wahlweise entweder vollflächig Wärme erzeugen und abgeben oder in separablen Teilflächen (1', 1'', 1''') Wärme erzeugen und abgeben kann, wobei im Fall der Nutzung lediglich einzelner separabler Teilflächen zur Wärmeerzeugung oberhalb dieser separablen Teilflächen (1', 1''') und unterhalb der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) strömungsleitende Strukturen einbringbar sind, welche die wärmeerzeugenden Teilflächen (1', 1''') der Wärmequelle (1) vor senkrecht abtropfender Flüssigkeit schützen und aufsteigende Heißluft zu einem Teil der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) leiten, der sich oberhalb einer nicht wärmeerzeugenden Teilfläche (1'') der Wärmequelle (1) befindet.
  2. Multifunktionsgrill nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (1) ein gleichmäßig luftdurchlässiges Holzkohlerost (6) umfasst, dessen Erstreckung der Erstreckung der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) entspricht.
  3. Multifunktionsgrill nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Holzkohlerostes (6) eine Luftverteilungskammer (9) angeordnet ist, aus welcher die Verbrennungsluft vollflächig durch das Holzkohlerost (6) strömen kann.
  4. Multifunktionsgrill nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftverteilungskammer (9) mit Mitteln (10, 17) zur Einstellung der Menge der dem Holzkohlerost (6) zuzuleitenden Verbrennungsluft ausgestattet ist.
  5. Multifunktionsgrill nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzkohlerost (6) Trennstege (8) aufweist, die eine Begrenzung der Kohleschüttung auf einzelne Flächenbereiche bewirken.
  6. Multifunktionsgrill nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (1) eine rechteckige Form aufweist, wobei sie aus drei benachbarten ebenfalls rechteckigen und unabhängig voneinander zur Wärmeerzeugung nutzbaren Teilflächen (1', 1'', 1''') besteht.
  7. Multifunktionsgrill nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (1) einen mittleren Flächenbereich (1'') aufweist, der entweder für die Erzeugung von Wärme oder zur Aufnahme einer Auffangwanne (4) für abtropfende Flüssigkeit genutzt werden kann und dem beidseitig Flächenbereiche (1', 1'') der Wärmequelle, die ausschließlich für die Erzeugung von Wärme vorgesehen sind, benachbart sind.
  8. Multifunktionsgrill nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung aus Wärmequelle (1) und Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut mindestens auf drei Seiten von senkrechten Seitenwänden (12, 12') abgeschlossen wird.
  9. Multifunktionsgrill nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung aus Wärmequelle (1) und Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut auf allen vier Seiten von senkrechten Seitenwänden (12, 12') umgeben ist.
  10. Multifunktionsgrill nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass als strömungsleitende Strukturen schräg stehende Prallbleche (5) durch schlitzförmige Öffnungen (13) in den Seitenwänden (12') einsteckbar sind, wobei die Prallbleche (5) unterhalb der Auflagevorrichtung (2) für das Grillgut (3) angeordnet sind und die senkrechten Projektionen der Prallbleche auf die Wärmequelle (1) dann jeweils einen separablen wärmeerzeugenden Flächenbereich (1', 1''') der Wärmequelle vollständig überdecken.
  11. Multifunktionsgrill nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als strömungsleitende Strukturen Prallbleche (5) schwenkbeweglich befestigt sind, wobei diese Prallbleche mindestens in eine Stellung geschwenkt werden können, in der sie keinen Flächenbereich der Wärmequelle überdecken, und wobei die Prallbleche mindestens in eine Stellung geschwenkt werden können, in der sie jeweils einen separablen wärmeerzeugenden Flächenbereich (1', 1''') der Wärmequelle (1) vollständig überdecken.
  12. Multifunktionsgrill nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass als strömungsleitende Strukturen zwei Prallbleche (5) umfasst und derart schwenkbeweglich befestigt sind, dass sie von einer senkrechten Stellung im Randbereich der Wärmequelle bis in eine schräge Stellung zum zentralen Bereich der Wärmequelle hin geschwenkt werden können, bis sie jeweils einen der seitlich angeordneten Flächenbereiche (1', 1''') der Wärmequelle, die ausschließlich für die Erzeugung von Wärme vorgesehen sind, unterhalb des Grillrostes (11) vollständig überdecken und eine zum zentralen Bereich des Grillrostes hin ansteigende strömungsleitende Struktur zur Führung aufsteigender Heißluft bilden.
  13. Multifunktionsgrill nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel umfasst sind, die eine Fixierung der schwenkbeweglichen Prallbleche (5) in mindestens einer Zwischenstellung ermöglichen.
  14. Multifunktionsgrill nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel (19, 20) umfasst sind, die eine Fixierung der schwenkbeweglichen Prallbleche (5) in beliebigen Zwischenstellungen ermöglichen.
  15. Multifunktionsgrill nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Grill aus Edelstahl gefertigt ist.
  16. Multifunktionsgrill nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Grill als Säulengrill ausgeführt ist.
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