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Die
Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
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Bei
Fahrzeugsitzen sind unterschiedliche elektromotorisch betätigbare
Verstellungen bekannt. Hierbei kann z. B. die Rückenlehne
von einer verriegelten, aufrechten Gebrauchsstellung nach einer Entriegelung
elektromotorisch in eine Funktionsstellung vorgeklappt werden. Weiterhin
sind elektrische Längsverstellungen des Sitzrahmens gegenüber dem
Chassis, elektrische Sitzkissenverstellungen, Lordosenverstellungen
und Kopfstützenverstellungen bekannt.
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Die
Gebrauchsstellung oder bestimmte Funktionsstellungen sind hierbei
z. T. aus Sicherheitsgründen verriegelt, so dass zur Verstellung
zunächst die Verriegelung zu entriegeln ist.
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Dies
erfolgt im Allgemeinen durch manuelle Betätigung einer
Entriegelungseinrichtung, woraufhin nach der Entriegelung die elektromotorische
Verstellung durch Betätigen eines weiteren Bedienelementes,
z. B. Schalters, erfolgt. Hierbei sind auch Systeme mit zwei Elektromotoren
bekannt, wobei der erste Elektromotor die Entriegelung bewirkt und
nachfolgend der zweite Elektromotor die Verstellung bewirkt.
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Der
hierfür erforderliche apparative Aufwand ist jedoch relativ
groß und somit kostspielig. Weiterhin ist ein erheblicher
Bauraum zur Anbringung verschiedener Verstellungen erforderlich.
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Die
DE 102 11 400 B4 zeigt
eine Vorrichtung zum Verriegeln einer klappbaren Rückenlehne
eines Fahrzeugsitzes, wobei die elektrische Verrie gelung mittels
einer Klinke und einem Bolzen erfolgt und eine Blockiervorrichtung
vorgesehen ist.
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Die
US 7,118,178 B2 zeigt
einen faltbaren Fahrzeugsitz, bei dem eine elektrische Vorklappung mittels
eines Planetenradsystems erfolgt, ohne dass eine Verriegelung der
Gebrauchsstellung vorgesehen ist.
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Die
DE 199 58 706 C2 zeigt
eine verriegelbare Klinke mit einem Prüfelement zur Überprüfung,
ob die Klinke in der Verriegelungsstellung ist.
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Die
DE 195 41 221 C2 zeigt
eine Vorrichtung zur Erleichterung des Zugangs zu den Rücksitzen
eines zweitürigen Kraftfahrzeuges, bei dem nach einer manuellen
Entriegelung eine elektromotorische Verstellung erfolgt.
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Die
DE 103 56 614 A1 zeigt
einen Fahrzeugsitz, bei dem ein in der Rückenlehne vorgesehener Elektromotor
in einer ersten Teilbewegung eine Entriegelung einer Verriegelungseinrichtung
und in einer zweiten Teilbewegung eine Betätigung einer
Versteileinrichtung zur Klappung der Rückenlehne nach vorne
bewirkt. Hierbei weist die als Zahnradsystem ausgebildete Verstelleinrichtung
ein Mitnehmersystem auf, das in der ersten Teilbewegung einen Leerweg durchläuft
und in der nachfolgenden zweiten Teilbewegung zur Verstellung dient.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Fahrzeugsitz zu schaffen,
der mit relativ geringem apparativen Aufwand eine Entriegelung der
beiden Sitzteile und eine nachfolgende Verstellung ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 gelöst.
Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Weiterbildungen.
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Der
Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde, die Entriegelung und die
nachfolgende Verstellung des zweiten Sitzteils gegenüber
dem ersten Sitzteil durch aufeinander folgende Teilbewegungen eines Elektromotors
zu erreichen. Der Elektromotor betätigt somit in der ersten
Teilbewegung die Entriegelungseinrichtung und führt in
der darauf folgenden zweiten Teilbewegung die Verstellung des zweiten Sitzteils
durch. Als „Sitzteil" wird erfindungsgemäß ein
Teil bzw. Element des Fahrzeugsitzes verstanden.
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Vorzugsweise
bilden die erste und zweite Teilbewegung eine durchgängige,
unterbrechungsfreie Gesamt-Bewegung.
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Vorteilhafterweise
sind für den Übergang von der ersten Teilbewegung
zur zweiten Teilbewegung keine zusätzlichen Steuersignale
von der Steuereinrichtung erforderlich.
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Die
Betätigung des Elektromotors kann z. B. durch fortdauerndes
Drücken bzw. Betätigung eines Bedienelementes
durch den Benutzer erfolgen. Weiterhin kann die vollständige
Motorbetätigung mit der ersten und zweiten Teilbewegung
auch nach einmaliger Betätigung eines Bedienelementes erfolgen.
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Weiterhin
kann auch die Rückverstellung zum einen bei fortdauernder
Betätigung des Bedienelementes durch den Benutzer, oder
auch nach einmaliger Betätigung des Bedienelementes als
Verfahrautomatik selbsttätig erfolgen, so dass zunächst die
zweite Verstellbewegung in umgekehrter Richtung gefahren wird und
das zweite Sitzteil zurückgestellt wird, und nachfolgend
die Verriegelung erfolgt, so dass eine Rückverstellung
ohne nachfolgende Verriegelung des zweiten Sitzteils ausgeschlossen ist.
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Das
zweite Sitzteil kann insbesondere eine klappbare Rückenlehne
sein, die in ihrer aufrechten Gebrauchsposition verriegelt ist,
wobei das erste Sitzteil eine chassisfeste Konsole oder ein auf
dem Chassis längsverstellbarer Sitzrahmen ist. Der Elektromotor
dient somit zunächst zur Entriegelung des Verriegelungselementes,
z. B. einer Verriegelungsklinke; die Verriegelungsklinke kann hierbei
z. B. durch einen vom Elektromotor betätigten Steuernocken
gesteuert werden.
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Erfindungsgemäß ist
der Elektromotor bzw. die von ihm angetriebene Verstelleinrichtung
verstellbar am ersten Sitzteil angebracht, insbesondere angelenkt,
und verstellt die relative Position der Verriegelungseinrichtung
und des zweiten Sitzteils zueinander. In der ersten Teilbewegung
bewirkt diese relative Verstellung eine Entriegelungsbewegung der Verriegelungseinrichtung,
vorzugsweise bis zu einem Anschlag. In der nachfolgenden zweiten
Teilbewegung wird dann das zweite Sitzteil verstellt, z. B. die Rückenlehne
nach vorne geklappt.
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Durch
diese gelenkige Anbringung des Elektromotors am ersten Sitzteil
wird eine Verstellkinematik ermöglicht, bei der der Elektromotor
den relativen Abstand von zwei Bezugspunkten, insbesondere Gelenken,
zwischen dem ersten Sitzteil und der Verriegelungseinrichtung oder
einem die Verriegelungseinrichtung verstellenden Steuermittel, z.
B. Nocken, verändert. Als Verstelleinrichtung kann insbesondere ein
Spindelbetrieb vorgesehen sein, der durch einen Spindelstock und
eine auf dieser längsverstellbaren Spindelmutter gebildet
wird. Somit ergibt sich ein variables Verstelldreieck aus der Spindelmutter
und den Gelenken an dem ersten Sitzteil und der Verrieglungseinrichtung
oder ihrem Steuermittel. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform treibt die Spindelmutter eine Schere an,
die mit zwei an der Spindelmutter angelenkten Streben den Abstand
zwischen den Bezugspunkten am ersten Lehnenteil sowie der Verstelleinrichtung
bzw. deren Steuermittel verstellt.
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Hierbei
können die die Schere bildenden Streben unterschiedlich
lang und insbesondere auch gegenüber dem Spindelstock unsymmetrisch
angeordnet sein, so dass ein flexible Auslegung je nach Anordnung
der Verriege lungseinrichtung, deren Steuermittel sowie einem geeigneten
Anbindungspunkt an dem ersten Sitzteil ermöglicht ist.
Zusammen mit der frei wählbaren Position des Schwenkgelenks
des Elektromotors ergibt sich hierdurch eine variable Konfiguration.
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Grundsätzlich
sind jedoch auch andere Verstellsysteme als eine Schere sowie ein
Spindeltrieb möglich, z. B. auch über Zahnräder.
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Das
Ende der ersten Teilbewegung kann durch einen Anschlag festgelegt
werden, z. B. einen Anschlag des Nockens oder der Verriegelungsklinke, so
dass die anschließende lineare Verstellung des Spindeltriebs
in der zweiten Teilbewegung zu einer Verstellung des ersten Sitzteils
führt.
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Die
Rückverstellung erfolgt vorteilhafterweise zunächst
durch eine reverse zweite Teilbewegung, bei der das zu verstellende
Sitzteil wieder zurückverstellt wird und eine nachfolgende
Verriegelung als reverse erste Teilbewegung.
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Erfindungsgemäß wird
erkannt, dass grundsätzlich eine Fehlfunktion des Systems
oder eine Fehlbedienung möglich wäre, da der Benutzer
ggf. die Motorbetätigung bei der erreichten Position des zu
verstellenden Sitzteils stoppt, ohne dass bereits die vollständige
Verriegelung eingetreten ist. Um eine derartige Fehlbedienung zu
vermeiden, können erfindungsgemäß unterschiedliche
Mittel bzw. Einrichtungen vorgesehen sein. Zum einen kann wie oben
geschildert bei Betätigung des Bedienelementes selbsttätig
eine Verstellautomatik eingeleitet werden, die eine vollständige
Motorbetätigung bis zur Verriegelung gewährleistet.
Weiterhin kann bei der anfänglichen ersten Teilbewegung
zur Entriegelung der Verriegelungseinrichtung auch z. B. eine Feder
gespannt werden, so dass die erste Teilbewegung auch das Spannen
der Federeinrichtung umfasst; bei der Rückverstellung des
Sitzteils kann dann nachfolgend die Verriegelung selbsttätig
unter Entspannung der Feder erfolgen.
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Erfindungsgemäß sind
weiterhin vorteilhafterweise auch Prüfelemente einsetzbar,
die die vollständige Verriegelung prüfen. Dies
kann z. B. ein Prüfkontakt sein, der durch das Verriegelungsmittel oder
ihren Steuernocken geöffnet oder geschlossen wird. Das
Prüfelement kann z. B. ein Signal ausgeben, wenn keine
vollständige Verriegelung oder aber die vollständige
Verriegelung erfolgt ist. Ein derartiges von dem Prüfelement
ausgegebenes Signal kann auch in der Steuereinrichtung des Sitzes
aufgenommen und entweder dem Benutzer als Warnsignal angezeigt werden,
oder ggf. auch zur abschließenden Betätigung des
Motors zur Erreichung der vollständigen Verriegelung verwendet
werden. Anstelle derartiger Prüfelemente kann z. B. auch
ein Prüfsystem vorgesehen sein, z. B. ein Motor mit Ripple-Counter-Technik.
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Weiterhin
sind Positionssensoren einsetzbar, die die Position des zu verstellenden
Sitzteils, d. h. insbesondere der Rückenlehne, detektieren.
Hierzu kann z. B. ein Hall-Sensor oder Reed-Sensor eingesetzt werden.
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Die
vom Benutzer zu betätigende Bedienelemente können
sowohl am Sitz als auch im Kofferraumbereich oder im Cockpit vorgesehen
sein, so dass eine wahlweise Betätigung vom Sitz bzw. neben dem
Sitz aus oder von hinten oder vom Cockpit aus ermöglicht
ist.
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Erfindungsgemäß kann
weiterhin eine Sitzbelegungserkennung, z. B. durch einen im Sitz
vorgesehenen Sitzbelegungs-Sensor, und/oder eine Innenraumüberwachung,
z. B. mittels Videokamera, vorgesehen sein, um eine Verletzung eines
Sitzinsassen bzw. eine Beschädigung eines auf dem Sitz aufgenommenen
Gegenstandes zu vermeiden. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass
die Lehnenklappung nur in einer bestimmten Längsposition
des Fahrzeugsitzes ermöglicht wird. Bei Einbindung der erfindungsgemäßen
Lehnenklappung in eine Easy-Entry-Verstellung kann eine Sitzlängsverstellung auch
kombiniert werden, so dass die jeweils geeignete Easy-Entry-Längsposition
eingenommen wird.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen
an einer Ausführungsform erläutert. Es zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines Teilbereichs eines Fahrzeugsitzes in aufrechter,
verriegelter Gebrauchsstellung der Rückenlehne vor Betätigung
des Motors gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
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2 den
Fahrzeugsitz aus 1 am Ende der ersten Teilbewegung
des Motors bei entriegelter Rückenlehne;
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3 den
Fahrzeugsitz bei vollständig vorgeklappter Rückenlehne
am Ende der zweiten Teilbewegung des Motors.
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Ein
Fahrzeugsitz 1 weist eine Konsole 2 und eine an
der Konsole 2 in einer Schwenkachse bzw. Klappachse A angelenkte
Rückenlehne 3 auf. Die Konsole 2 kann
insbesondere ein Sitzrahmen 2 sein, der fest am Chassis
angebracht oder auch längsverschiebbar aufgenommen ist,
z. B. mittels Oberschienen, die auf chassisfeste Unterschienen in
Längsrichtung verstellbar sind. Die Rückenlehne 3 kann
z. B. auch ein Lehnenteil einer unterteilten Sitzbank darstellen.
Weiterhin kann statt einer Lehne 3 auch ein Lehnensegment
bzw. ein anderes, vorklappbares Sitzteil, z. B. eine Durchlade vorgesehen
sein.
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An
der Konsole 2 sind weiterhin ein Nocken 4 mit
geeigneter Formgebung sowie eine Verriegelungsklinke 5 angelenkt,
die eine Steuerkurve 5.1, die durch den Nocken 4 verstellt
wird, sowie einen als Verriegelungsmittel dienenden Verzahnungsbereich 5.2 aufweist,
der mit einem Verzahnungsbe reich 3.1 der Rückenlehne 3 oder
eines an der Rückenlehne 3 befestigten, z. B.
angeschraubten Beschlages 3.2 in Eingriff ist. Die aufrechte
Gebrauchsposition der Rückenlehne 3 ist gemäß 1 nach
hinten durch einen Anschlag 6 begrenzt, der wie in der
Ausführungsform gezeigt unterhalb der Klappachse A und vor
der Rückenlehne 3 oder auch oberhalb der Klappachse
A und hinter der Rückenlehne 3 angeordnet sein
kann.
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Ein
Elektromotor 7 ist gemäß dieser Ausführungsform
als Spindelmotor ausgebildet und treibt einen Spindelmotor 8 mit
einem Spindelstock 8.3 sowie einer Spindelmutter 8.4 an.
An der Spindelmutter 8.4 sind in einem Gelenk B eine obere
Strebe 40 und eine untere Strebe 41 angelenkt,
wobei die obere Strebe 40 an ihrem anderen, oberen Ende 40.1 an der
Rückenlehne 3 oder an deren Beschlag 3.2 und die
untere Strebe 41 an ihrem anderen, vorderen Ende in einem
Gelenk 41.1 am Nocken 4 außerhalb dessen
Gelenk 4.1 angelenkt ist. Der Elektromotor 7 dreht
somit den Spindelstock 8.3, wodurch die Spindelmutter 8.4 mit
dem Gelenk B auf dem Spindelstock 8.3 verstellt wird. Die
Streben 40, 41 wirken somit als Schere, in der
die obere Strebe 40 das obere Scherenblatt und die untere
Strebe 41 das untere Scherenblatt 41 darstellt.
Dieses Schere 40, 41 dient zur Relativverstellung
der Gelenkpunkte 40.1 und 41.1 zueinander. Die
Schere kann insbesondere wie gezeigt unsymmetrisch um Spindelstock 8.3 verlaufen
mit ungleich langen Scherenblättern. Die Verstellbewegung
der Spindelmutter 8.4 auf dem Spindelstock 8.3 wird
durch einen vorderen und hinteren Anschlag begrenzt.
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Erfindungsgemäß ist
der aus dem Elektromotor 7 und dem Spindeltrieb 8 gebildete
gesamte Spindelmotor an der Konsole 2 in einem Gelenk C angelenkt,
so dass der Elektromotor 7 entsprechend der Scherenstellung
schwenken kann.
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Bei
der gezeigten Ausführungsform ist die Spindelmutter 8.4 in
der verriegelten Gebrauchsstellung der 1 in Ihrer
vollständig zurückgefahrenen Stellung am hinteren
Anschlag, wobei bei der nachfolgenden Verstellung die Schere 40, 41 auf
Druck beansprucht wird und sich öffnet. Alternativ hierzu sind
jedoch auch andere Ausführungsformen möglich,
bei denen die Schere z. B. auf Zug beansprucht wird. Insbesondere
kann der Spindeltrieb 8 mit dem Elektromotor 7 von
den Gelenken 40.1, 41.1 aus sich nach vorne, d.
h. in 1 nach links erstrecken, wodurch der hinter dem
Fahrzeugsitz 1 sich erstreckende Bereich, z. B. ein Fußbereich
eines dahinter liegenden Sitzes durch den Spindelmotor 7, 8 nicht
beeinträchtigt wird.
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In
der verriegelten Gebrauchsstellung der 1 ist die
Rückenlehne 3 in ihrer aufrechten, etwas nach
hinten geneigten Stellung. Ihr Verzahnungsbereich 3.1 und
der Verzahnungsbereich 5.2 der Verriegelungsklinke 5 sind
in Eingriff, wobei die Schwenkstellung der Verriegelungsklinke 5 durch den
Nocken 4 festgelegt ist, der von der unteren Strebe 41 über
die Spindelmutter 8.4 verstellt wird. Von 1 ausgehend
verstellt der Elektromotor 7 in seiner ersten Teilbewegung
durch Drehung des Spindelstocks 8.3 die Spindelmutter 8.4 zunächst
etwas nach vorne in die Stellung der 2, die der
Entriegelung der Rückenlehne 3 dient. Mit der
Spindelmutter 8.4 wird das Gelenk B nach vorne verstellt,
so dass die Schere 40, 41 sich öffnet
und eine Vergrößerung des Abstandes der Gelenkpunkte 40.1, 41.1 bewirkt.
Da die Rückenlehne 3 zunächst noch verriegelt
ist und nicht nach vorne schwenken kann, wird der Nocken 4 im
Gegenuhrzeigersinn nach vorne und unten geschwenkt, wobei er derartig
an der Steuerkurve 5.1 der Verriegelungsklinke 5 gleitet,
dass er die Verriegelungsklinke 5 um deren Schwenkachse 5.3 im
Uhrzeigersinn nach unten schwenkt, bis die Verriegelungsklinke 5 gegen
einen konsolenfesten Anschlag 10 gelangt; hierbei gelangt
der Nocken 4 auf einem in 1 erkennbaren
Absatz 5.4 am unteren Ende der Steuerkurve 5.1 der
Verriegelungsklinke 5.. Gemäß 2 gibt
der Verzahnungsbereich 5.2 den Verzahnungsbereich 3.1 des
Beschlages 3.2 der Rückenlehne 3 frei,
so dass diese nunmehr entriegelt ist.
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Bei
der nachfolgenden zweiten Teilbewegung des Elektromotors 7 gelangt
die Spindelmutter 8.4 nachfolgend – vorteilhafterweise
ohne Unterberechung ihrer linearen Verstellbewegung – weiter
nach vorne, wodurch der Abstand der Gelenke 40.1 und 41.1 weiter
vergrößert wird. Der Nocken 4 kann jedoch
nicht weiter geschwenkt werden, da die Verriegelungsklinke 5 durch
den Anschlag 10 festgelegt ist. Somit wird nachfolgend
das Gelenk 40.1 nach oben und vorne verstellt, wodurch
die Rückenlehne 3 nach vorne geklappt wird in
die in 3 gezeigte Funktionsstellung, in der die Oberseite
der Rückenlehne 3 z. B. eine im Wesentlichen horizontale
Fläche bilden kann, um eine Tischstellung oder eine Laderraumstellung
zur Vergrößerung eines dahinter liegenden Laderaums
zu bilden. Die Funktionsstellung ist wiederum durch einen Anschlag
festgelegt, wobei auch für diese Stellung wiederum der
Anschlag 6 an der Konsole dienen kann oder ein weiterer
Anschlag vorgesehen ist.
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Gemäß den 1, 2, 3 schwenkt der
Elektromotor 7 um sein Gelenk C entsprechend der jeweils
erforderlichen Stellung der aus den Streben 40, 41 gebildeten
Schere. Bei der Verstellung des Spindeltriebes wird der Abstand
der Gelenke B und C linear vergrößert. Da der
Abstand zwischen den Gelenken 40.1 und B sowie der Abstand
zwischen den Gelenken 41.1 und B durch die Länge
der Streben 40, 41 fest ist, ermöglicht
gerade die erfindungsgemäße Anlenkung des Elektromotors 7 bzw. der
elektromotorischen Spindelverstellung 7, 8 an der
Konsole 2 die erfindungsgemäße Gesamtbewegung
mit der Entriegelung als ersten Teilbewegung und nachfolgenden Klappbewegung
der Rückenlehne 3 als zweiten Teilbewegung.
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Die
Rückverstellung erfolgt entsprechend in Reihenfolge der 3, 2, 1,
so dass zunächst die Rückenlehne 3 nach
hinten gestellt wird in die aufrechte Gebrauchsstellung der 2 und nachfolgend
eine Verriegelung der Rückenlehne 3 durch die
Verriegelungsklinke 5 erfolgt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 10211400
B4 [0006]
- - US 7118178 B2 [0007]
- - DE 19958706 C2 [0008]
- - DE 19541221 C2 [0009]
- - DE 10356614 A1 [0010]