DE10171C - Wassermesser - Google Patents

Wassermesser

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DE10171C
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DE
Germany
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wheel
water
axis
capsule
housing
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Active
Application number
DENDAT10171D
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English (en)
Original Assignee
F. FRIED und J. OSWALD in Frankfurt a. M., Hagelstr. 5 und Hanauerlandstr. 27
Publication of DE10171C publication Critical patent/DE10171C/de
Active legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/02Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F3/04Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
    • G01F3/06Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising members rotating in a fluid-tight or substantially fluid-tight manner in a housing

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

1879.
Klasse 42.
FRANZ FRIED und jOH. OSWALD in FRANKFURT a. M.
Wassermesser.
Patentirt im.Deutschen Reiche vom 23. August 1879 ab.
Dieser Wassermesser besteht im wesentlichen aus einem in vier oder mehrere Kammern getheilten Kapselrade p, Fig. 3, auch Kammer-, Wasser- oder Mefsrad genannt, dem zugehörigen Zählwerke und den eigenthümlich geformten, in die Zu- und Ableitung eingeschalteten Rohr-' Erweiterungen α und b.
, Letztere haben den Zweck, den directen Stofs des zufliefsenden Wassers auf das Kapselrad zu brechen und einen gewissen Gleichgewichtszustand unter den Wasserschichten vor und hinter dem Kapselrade herzustellen, und zwar dadurch, dafs die Geschwindigkeiten des durchfliefsenden Wassers dicht vor und hinter dem Kapselrade in der Zu- und Abflufsleitung durch plötzliche Erweiterung derselben auf ein thunlichst geringes Mafs reducirt werden. Erschütterungen oder Vibrationen und hierdurch entstehende nachtheilige Einwirkungen auf die Dauerhaftigkeit der bewegten Theile und daraus folgenden Unregelmäfsigkeiten können deshalb nicht vorkommen, vielmehr ist bei der geringen Geschwindigkeit des durchfliefsenden Wassers das Rad p in einer gleichmäfsigen Rotation und eine genaue Messung wesentlich gefördert. Betreffs der Gröfsenverhältnisse dieser Erweiterungen α und b ist auf den Druck und die Geschwindigkeit des Wassers in der Leitung Rücksicht zu nehmen, und zwar insofern, als bei stärkerem Druck und höherer Geschwindigkeit die Erweiterungen gröfser, bei niedrigem Druck und geringer Geschwindigkeit dieselben kleiner ausgeführt werden; eine besondere Genauigkeit jedoch ist bei der Wahl der Gröfse, der Erweiterung und auch bei der Wahl von deren Form nicht zu beobachten; beides kann dem Bedarf angepafst werden, ohne die Wirkung der Construction besonders zu beeinträchtigen. Die Erweiterung im Zufiufsrohr verengt sich bei der Einströmung h, Fig. 3, in das Kapselrad möglichst nur so viel, wie dessen Gröfsenverhältnisse bedingen, und zwar geschieht dieser Zufiufs, damit die Drehung des Mefsrades in dem gewünschten Sinne stattfindet, von rechts oder von links, excentrisch zur Axe. Der Aus-■flufs i aus dem Mefsrade ist dagegen centrisch und mit möglichst grofser Mündung, gröfser wie die des Zuflusses, angeordnet, so dafs also die Entleerung einer Kammer stets schneller als die Füllung der correspondirenden vor sich gehen mufs. Dieses ist für die vollkommene Entleerung der Kammern von Wichtigkeit und Bedingung für die richtige Messung der durchfliefsenden Wassermenge.
Die Erweiterungskammern α und b werden in verschiedenen Formen und verschiedenen Lagen zum Mefsrade ausgeführt; entweder nach Fig. 1, 2 und 3 und aus mehreren Theilen durch Verschraubung oder Flantschen e und d zusammengesetzt, oder z. B. bei kleineren Gröfsenverhältnissen aus einem Stück mit dem Gehäuse des Kapselrades gefertigt, wie Fig. 6 und 7 zeigen. Sind die Ein- und Ausströmungsöffnungen des Radgehäuses und der Erweiterungskammern oder die der letzteren und der anschliefsenden Rohrleitungen unter sich nicht übereinstimmend, so werden zur Erzielung eines sanften Ueberganges irgendwie geformte Zwischenstücke eingeschaltet, wie die Fig. 8, 9 und 10 andeuten.
Das Kapselrad p enthält vier oder auch mehr gegen einander vollständig abgeschlossene Kapseln oder Kammern a' b1 c' d', Fig. 25, und ist dicht, jedoch ohne nennenswerthe Reibung, in das Gehäuse c eingeschliffen. Die die Kammern trennenden Wände (Schaufeln) e' e2e3e'' können gerade, Fig. 11 und 14, oder gebogen, Fig. 3, 12 und 25, angeordnet sein, auch können dieselben an der Peripherie zu breiteren Flächen aiislaufen behufs besserer Abdichtung gegen das Gehäuse, Fig. 30. Die die Seitenwände des Kapselrades bildenden Scheiben/1/2, Fig. 26, stehen ringsum etwas vor und laufen in Nuthen eines besonderen zweitheiligen Dichtungsringes I \ welcher gleichzeitig mit dem Rad/ in das Gehäuse c eingeschoben wird.
Das Gehäuse c ist entweder nur auf einer oder auf beiden Seiten offen; Fig. 16 und 2 6 zeigen einseitigen Verschlufs durch den Deckel;;/, Fig. 2 zeigt zwei Verschlüsse durch die Deckel / und m. Wenn das Gehäuse c aus zwei durch eine Ebene in der Axe getrennten Hälften besteht, so kann der Dichtungsring / wegfallen; die beiden Theile werden dann durch Flantschen fest mit einander verbunden.
Wo die Axe ^1 des Kapselrades nach dem Zählwerke hingeht, ist eine Dichtung mittelst einer Lederscheibe χ und Verpackung je erforderlich, wie Fig. 26 näher erläutert. Eine Abdichtung der Axe an der entgegengesetzten Seite ist nicht erforderlich, weil die Lagerung L
daselbst und deren Schutzmantel ζ genügenden Wasserschlufs bildet.
Um die Drehung des Kapselrades noch gleichmäfsiger zu gestalten, ist an der Axe eine Art Hemmung oder ein Regulator angebracht. Derselbe ist mit den zugehörigen Theilen der Axe in Fig. 16, 17, 18, 19, 20 und 21 dargestellt und besteht in einer kleinen Spiralfeder r, welche, aufserhalb des Gehäuses angebracht, auf eine vierkantige Stelle ί der Radaxe drückt und also bei jeder Umdrehung derselben viermal gehoben werden mufs. Dieser leichte aber constante Druck der Feder leistet einen um weniges geringeren Widerstand, als die ganz gefüllte Kammer durch den einseitig wirkenden Druck zur Drehung der Axe zu überwinden vermag, und verhindert demnach ein zu frühes Passiren einer noch nicht ganz gefüllten Kammer.
Die Axe gl läuft auf beiden Seiten in Achatspitzen und Achatlagern L und L \ welche durch Schrauben, z. B. durch Schraube ^1, Fig. 26, nachgestellt werden können. Dieses Material ist der geringen Abnutzung halber gewählt, doch kann auch Stahl, Messing etc. zur Lagerung benutzt, sowie solche ohne Spitzen construirt werden.
Auf einer Seite ist mit der Axe das Zählwerk verbunden, welches, in Verbindung mit dem bekannten vorher gemessenen Inhalt der Kapseln des Mefsrades und passender Radübersetzung, die Quantitäten des durchflossenen Wassers von ο bis 1000 oder ο bis 10 000 oder ο bis 100 000 cbm angiebt. Die Uebertragung der Umdrehung des Kapselrades /, welche jede also ein bestimmtes, bekanntes Wasserquantum repräsentirt, geschieht durch Einwirkung entweder einer excentrisch auf die Axe aufgekeilten Scheibe;«2, Fig. 29, oder eines auf einer runden Scheibe m' befindlichen Wulstes n, Fig. 27, auf ein in zwei verschiedenen Anordnungen, Fig. 23 und 29, dargestelltes Schaltwerk. Hierbei wird der Hebel 0 von der Scheibe m' oder m2 gehoben und gleichzeitig durch die Verbindung desselben mit der Zugstange0' und dem Hebelo"-mit der Klinke q das Sperrrad ρ l je nach Gröfse der Hebung durch die Scheibe m1 oder »z2, um ein oder mehrere Zähne fortbewegt, bezw. gedreht. Von der Axe dieses Sperrrades findet sodann zum Zählwerk entweder direct eine mehrfache Räderübersetzung, wie Fig. 26, in Verbindung mit dem Zifferblatt, Fig. 28, zeigen, statt; oder es wird vorerst eine Schnecke s\ und Schneckenrad s2 eingeschaltet, wodurch weniger Räderpaare erforderlich sind und das Zifferblatt eine gefälligere Form h' erhält und deutlicher lesbar wird, Fig. 23 und 24. Fig. 27 zeigt eine Klinke r' zur Sicherung des Sperrrades gegen Zurückgehen, eine Feder r2, welche dieselbe stets andrückt. Ebenso ist t eine Feder zum Andrücken des Hebels ο an die Scheibe m'. Das Zählwerk selbst wird durch ein Gehäuse k gegen Staub und unbefugte Störung geschützt und mit einer Verschlufsvorrichtung A, Fig. 2, versehen.
Im allgemeinen wird dieser Wassermesser,* Fig. i, 2, 3, 6 und 7, vertical in die Rohrleitung eingeschaltet, indem derselbe sich mit an den Erweiterungen angebrachten Gewinden (auch Flantschen oder Muffen) g und/ an dieselbe dicht anschliefst; doch sind auch geneigte Stellungen zulässig. Hierbei müssen jedoch die Gewichte S des an dem Schaltwerk befindlichen Hebels o2 durch Federn ersetzt werden.
Es ist zweckmäfsig, vor dem Wassermesser bei unreinem Wasser einen Schlammfänger anzubringen. Auch können beliebige andere Flüssigkeiten mit demselben gemessen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der Wassermesser, welcher das durchfliefsende Wasser mittelst eines mehrkammerigen Kapselrades mifst, des letzteren Abdichtung für sich und an der Axe, die Anbringung der Erweiterungen vor und hinter dem Mefsrade und die Uebertragung der Umdrehung desselben auf das Zählwerk, im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT10171D Wassermesser Active DE10171C (de)

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Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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