DE10163C - Neuerungen in der Fabrikation sammetartiger Gewebe und an deren Hülfsmitteln - Google Patents

Neuerungen in der Fabrikation sammetartiger Gewebe und an deren Hülfsmitteln

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DE10163C
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S. C. LISTBR & J. REIXACH in Bradford (England)
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/16Double-plush looms, i.e. for weaving two pile fabrics face-to-face

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

1879.
SAMUEL CUNLIFFE LISTER und JOSE REIXACH in BRADFORD (England). Neuerungen in der Fabrikation sammtartiger Gewebe und an deren Hülfsmitteln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. März 1879 ab.
Der Zweck dieser Erfindung ist der, ein doppeltes, sammtartiges Gewebe, d. h. zwei verschiedene, durch die Polfäden verbundene Zeuge zu weben und die besagten Polfäden durchzuschneiden oder zu trennen, so dafs zwei sammtartige Gewebe entstehen. Dieses doppelte, sammtartige Gewebe wird mit zwei gleichzeitig geworfenen Schützen gewebt und wird der Flor oder die Pole während des Webens durch ein endloses Stahlband oder ein kreisförmiges, rotirendes Messer aufgeschnitten.
Um obige Zwecke zu erreichen, werden hier verschiedene Neuerungen vorgeschlagen.
Die erste Neuerung besteht in einer besonderen Anordnung der Litzen-Excenterscheiben, so dafs das Gewebe durch den Flor ein vollständiges bedecktes Aussehen bei einem geringeren Verbrauch von Flormaterial erhält, und da beim Arbeiten auf diese Art und Weise der Flor nicht feststeht, so wird die Anwendung des endlosen, Stahlmessers oder des kreisförmigen, rotirenden Messers zum Pole- oder Flortrennen erforderlich.
Um das sammtartige Gewebe vollkommen zu machen, wird eine neue Florbewegung angewendet, indem der Flor anstatt durch Druckwalzen mittelst Reibung auf rauh gemachten Walzen bewegt wird, wodurch gewisse Mängel im Gewebe beseitigt werden.
Eine weitere Neuerung ist eine selbstthätige Bewegung, um beim Einschufswächter die Gabeln oder Nägel vor den Haken zu schützen, wenn der Weber den Webstuhl zurückgehen läfst, um die Bremsung abzuhalten.
Eine andere Neuerung ist eine Führung, um jeden Eintrag oder Einschufs auf seinen eigenen Nagel oder seine Gabel zu bringen.
Eine andere Neuerung ist die Anwendung eines kreisförmigen Messers zum Trennen der Pole oder des Flors. Dieses Messer rotirt in einer Richtung, wenn es schneidet, und hört zu rotiren auf, wenn es zurückkommt, so dafs es nur bei seiner einen Bewegungsrichtung schneidet. Dies wird durch ein directes endloses Band oder einen Riemen bewirkt, der in einer Richtung läuft, wodurch das Messer, wie erklärt, zum Rotiren gebracht wird.
Eine a'ndere Neuerung ist ein Bindefaden, um eine Schlinge zu bilden zum Verbinden beider Sahlleisten mit einander, um sie über Spannstöcke oder Tempel zu halten, wie solche in den beiliegenden Zeichnungen gezeigt sind.
Weitere Neuerungen beziehen sich auf Anordnungen zum Schärfen der rotirenden, kreisförmigen Messer und der endlosen Stahlbänder. Für das erstere wird eine Reihe beweglicher Schärfsteine angewendet, welche sich beim Eintritt und Weggehen des Messers öffnen und beim Schärfen immer in derselben Richtung vorgehen. Für das letztere werden entweder rotirende, aus Leder, Stein oder einem anderen passenden Material gemachte Walzen verwendet oder es wird eine Anzahl hin- und herschwingender Steine mit selbstthätigen, ölenden Bürsten angewendet.
Eine andere Neuerung besteht darin, dafs die endlose Stahlmesserführung mit diagonalen Nuthen versehen wird, so dafs das Messer bei seiner Bewegung bewirkt, dafs jede ölige Substanz aus der Führung herausgetrieben und so eine Selbstreinigung erlangt wird.
Nachdem so die Beschaffenheit der Erfindung gekennzeichnet ist, soll die Art und Weise, dieselbe auszuführen, genauer beschrieben werden.
Beschreibung der Zeichnungen.
Fig.'i der beiliegenden Zeichnungen ist ein theilweise im Querschnitt gezeigter Aufrifs eines Webstuhles.
A A A A ist das Gestell des Webstuhles, B ist die Kurbelwelle, C ist die untere Treiberwelle, D D sind die Ketten, welche bezw. das Grundgewebe der oberen und unteren Stücke bilden. E ist die Pole, welche die beiden Stücke mit einander verbindet.
Die Pole wird vom Baum / durch die beiden Walzen G G herabgezogen. Nachdem sie den Baum verlassen hat, geht sie zuerst unter die Walze a, dann aufwärts zur Walze a' und von da unter die fortziehenden Walzen G G, welche mit Velvet, Plüsch oder irgend einem anderen rauhen Material überzogen sind, um Reibung hervorzurufen. Durch diese Reibung wird der Flor oder die Pole gleichmäfsiger abgeliefert, als durch die früher verwendeten Druckwalzen, und fallen dadurch gewisse Fehler im Gewebe fort.
Es können eine oder mehrere Walzen angewendet werden. Nachdem die Pole die Walzen G G verlassen hat, geht sie über die Walze b,
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unter die Walze b1, dann über die Walze b1 und weiter in die Litzen. b' ist eine lose Walze, welche auf der Pole ruht und an der die Feder b3 mittelst des Drahtes bi befestigt ist, um das durch die Wirkung der Pollitze beim Fachbilden hervorgebrachte Lockern und Spannen der Polkette auszugleichen.
Die Walzen G G erhalten ihre Bewegung mittelst der Schnecken g1, welche letztere in die Räder gg eingreifen. Die Schnecken g'g* sind auf der Welle g2 befestigt, welche von der Treibwelle C durch die beiden konischen Räder j·-3,^3 getrieben wird. Am Ende der Wellen der Walzen G G ist eine Gleitstange c, welche so geformt ist, dafs sie bei ihrer Bewegung durch den Handgriff cl die Räder gg aufser Eingriff setzt, falls es nothwendig werden sollte, ohne Pole zu weben.
Auf der Treibwelle C ist ein kleines Getriebe d, welches in ein Stirnradi/1 eingreift, auf welchem eine Excenterscheibe d2 befestigt ist. Die Excenterscheibe d~ ertheilt mittelst des Hebels d3 und der Treibstange d'1 dem Hebel zum Antreiben der Steine d* eine hin- und hergehende Bewegung; in Fig. 2 ist dies in einem gröfseren Mafsstabe gezeigt. H, Fig. 1, ist eine Lade, welche die Schützen h h trägt, die gleichzeitig geworfen werden, e e sind die beiden geraden Schienen, zwischen welchen der Sammt durchgeht. K ist die Führung für das endlose Messer, welches in gröfserem Mafsstabe in Fig. 4 gezeigt ist. Die Bewegung, um die Stücke wegzunehmen, ist die gewöhnliche Schnecken- und Getriebebewegung und ist in Fig. 10 gezeigt.
Um die Stücke zu trennen, wird ein rotirendes kreisförmiges oder ein endloses Messer angewendet. Die Art und Weise, wie letzteres angeordnet wird, ist am besten aus Fig. 10 zu ersehen. // sind zwei Rollen, welche das endlose Band i tragen.
Die eine Rolle treibt mittelst des Messers selbst die andere Rolle und ist mit einer kleineren Rolle /' verbunden. Letztere wird durch den Riemen K^ von der grofsen, auf der Welle K3 befestigten Riemscheibe K1 aus getrieben, welche Welle direct von der Hauptwelle des Gebäudes oder Raumes, in welchem der Webstuhl arbeitet, Bewegung erhält und ihre eigene feste und lose Riemscheibe K1, unabhängig vom übrigen Webstuhl, hat. Die Gabel (welche in der Zeichnung nicht gezeigt ist) der Riemscheiben KA ist durch eine passende Anordnung mit der gewöhnlichen Vorrichtung auf dem Handgriff Χΰ verbunden, so dafs, wenn der Webstuhl stillsteht, das Messer auch stillsteht.
Um das endlose Messer zu schärfen, wird eine Anordnung angewendet, welche genauer in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Am hin- und hergehenden Hebel db, dem auf die schon beschriebene Art und Weise Bewegung ertheilt wird, sind Treibarme befestigt, um ihn mit den hin- und hergehenden Steinen // zu verbinden, welche rückwärts in den Gestellen JJ gleiten nnd dabei bei jeder Bewegung über die Kante des Messers K gehen und es schärfen.
Um die Steine in gut geöltem Zustande zu erhalten, werden an den Gestellen JJ kleine, mit OeI oder anderem Schmiermittel angefeuchtete Bürsten am Ende der Federn m m befestigt, unter und über welche die Steine fortgesetzt hin- und hergehen.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Schärfsteine und zeigt die Anordnung der Kopf- und Bodensteine.
Fig. 4 ist ein Grundrifs und Schnitt der Messerführung. η η sind diagonale Nuthen, welche in die Messerschiene geschnitten sind; das Messer K veranlafst beim Durchgehen, dafs irgend welche ölige, daran klebende Substanz aus denselben heraustritt, wodurch das Messer selbstreinigend gemacht wird. Um diese Art Messer zu schärfen, können glatte Walzen aus Stein, Leder oder irgend einer anderen schärfenden Substanz angewendet werden.
Wenn das kreisförmige Messer arbeiten soll, wird eine Schnur angewendet, um den dasselbe tragenden Rahmen quer über den Webstuhl hin- und herzuziehen. L, Fig. 11, ist die an den Rollen befestigte Schnur, welche die Hin- und Herbewegung erzeugt, p ist der Rahmen, welcher in den Nuthen der Führung P, Fig. 13, gleitet und welcher das kreisförmige Messer O trägt. Das endlose Band oder die Schnur q versetzt das Messer durch die kleine Rolle oder Riemscheibe r in rotirende Bewegung. Die Schnur erhält durch die Riemscheibe Q Bewegung, welche durch die Riemscheibe auf der unteren Welle C, Fig. 1, getrieben wird. Da das Band immer in derselben Richtung läuft, so wird das Messer nur rotiren, wenn es in entgegengesetzter Richtung zu ersterem läuft. Wenn es in derselben Richtung läuft, so hört es auf zu rotiren, weil es mit derselben Geschwindigkeit geht, deshalb schneidet das Messer nur auf einem Wege.
Fig. 13 zeigt die Anordnung zum Schärfen.
Der Hebel S wird durch den auf dem Centrum 5' arbeitenden Hebel d hin- und herbewegt , und die kleinen Rollen ί.? drücken gegen die Neigungsstücke s' s1, die an den Hebeln R R' befestigt sind, welch letztere dadurch den Steinen t vorwärtsrückende Bewegung ertheilen. Die Bodensteine sind in einem Rahmen am Ende des Hebels R befestigt und die oberen oder Kopfsteine am Ende des Hebels T, welch letzterem durch den Hebel R' Bewegung ertheilt wird, so dafs die Boden- und Kopfsteine dieselbe kreisförmige Bewegung erhalten. Jeder Stein ist mit Federn versehen, welche denselben leicht gegen die Messerkante pressen. Der Daumen oder die Excenterscheibe, welche dem Hebel S Bewegung ertheilt und welche an Stelle der Excenterscheibe d'1 von Fig. 1 tritt, ist so construirt, dafs durch sie die Steine vorwärtsrücken, wenn der Messerrahmen f feststeht, wobei das Messer selbst, wie vorhin erklärt, rotirt. Damit die Steine, wenn das Messer eintritt und aus
denselben austritt, diese seine Kante freigeben, sind Verstärkungen oder Ansätze ν ν am Rahmenwerk der Steine angebracht. Wenn die Steine vorrücken, kommen diese Ansätze mit den Platten u u in Berührung und drücken die Steine, welche infolge ihrer Federn nachgeben, auf- oder abwärts, je nachdem es der Fall sein mag.
Die Anordnungen sind so getroffen, dafs sich die Steine nach einwärts gegen das Messer nur dann bewegen, wenn dies in der Stellung zum Schärfen ist und dafs sie zurückkehren, wenn es sich nicht mehr in erwähnter Stellung befindet, so dafs die Steine nur in einer Richtung schärfen.
Fig. i2 ist der Grundrifs von Messer und Steinen.
Um zu verhüten, dafs die Nägel oder Gabeln des Eintrages oder Einschusses durch die Haken gefangen werden, wenn der Webstuhl rückwärts bewegt wird, ist eine Anordnung befestigt, welche in Fig. 7 und 8 gezeigt ist. Am Handgriff K'" ist eine Schiebstange V befestigt, in deren Ende ein Schlitz ist. Im Schlitz arbeitet ein Stift oder Zapfen z] dieser Zapfen ist an einer Stange χ befestigt, welche mit zwei anderen Stiften Z1Z1 verbunden ist. Die Stifte ζ' werden von einem Rohr getragen, welches mit der Stange χ durch eine zwischenliegende Feder verbunden ist. Die zwei Stifte z1 z1 stehen gerade unter den Gabeln oder Nägeln, wie in Fig. 8 gezeigt. Wenn der Hebel K'° angezogen wird, um den Webstuhl zum Stillstand zu bringen, so bewegt sich die Schiebstange V und wird die Stange χ infolge des Schlitzes nach aufwärts gestofsen und bewegt die Gabeln oder Nägel aufserhalb des Bereiches der Haken. Wenn dann der Webstuhl wieder in Gang gesetzt wird, so nehmen sie ihre Plätze wieder ein; zuweilen, wenn der Webstuhl durch die Wirkung des Nagels oder der Gabel zum Stillstand gebracht wird, wird die Gabel oder der Nagel durch die Haken festgehalten, und wenn die Stifte sich heben, um den ersteren von den Haken, wie erklärt, zu befreien, so würden dieselben bei starrer Befestigung die Gabel biegen. Um dies zu vermeiden, werden die vorhin erwähnten Federn hinzugefügt, um den Stiften Spiel zu gestatten. Z, Fig. 9, ist ein Vertheiler (seine Arbeitsstellung ist in Fig. 8 gezeigt), um während der Vorwärtsbewegung der Lade jeden Eintrag auf seine eigenen Gabeln oder Nägel zu bringen. Der Vertheiler ist mit einem Schlitz versehen, so dafs er zurückgleiten kann, falls der Schützen an seiner Vorderseite stillsteht.
Bei Anwendung von zwei Schützen geht der Einschufs nicht von einem Stück zu dem anderen/ wie bei einem Webstuhl mit einem Schützen für ein doppeltes, sammtartiges Gewebe, er bildet deshalb keine bindende Kante, die auf dem Zeugspanner oder Tempel gehalten wird, Fig. 5. Anstatt des Einschufs-Bindefadens wird ein solcher verwendet, der durch eine Litze eingearbeitet wird, welcher die Kante der oberen
und unteren oder der Kopf- und Bodensahlleiste mit einander verbindet und eine Reihe Schlingen bildet, in denen der Zeugspanner wirkt, wie in Fig. 6 gezeigt.
Fig. 14 ist eine schematische Darstellung, welche das Ergebnifs einer besonderen Anordnung der Litzen-Excenterscheiben oder Herzscheiben zeigt. Dadurch erhält das Gewebe bei geringerem Materialverbrauch ein vollkommeneres Aussehen, da die Polfäden nur um einen Schützenschlag des Einschusses herumgehen, anstatt abwechselnd über und unter jeden Schlag drei oder mehr, wie dies früher beim Kraftstuhl mit nur einem Schützen für doppeltes, sammtartiges Gewebe gemacht wurde.
Fig. 15 ist die Pole-Excenterscheibe, von welcher eine erforderlich ist.
Fig. 16 und 17 sind die Ketten - Excenterscheiben, welche beide erforderlich sind.
Fig. 18 ist eine andere schematische Darstellung, als Fig. 14, und kann' gleichfalls auf dem in Rede stehenden Webstuhl gemacht werden. Dazu gehören zwei Pole - Excenterscheiben, wie in Fig. 19, und vier Ketten-Excenterscheiben, wie in Fig. 20, um sie hervorzubringen. Fig. 21 ist die Excenterscheibe, um die vorhin hierin erwähnte Bindefadenlitze anzutreiben.

Claims (9)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anwendung eines endlosen Stahlbandes oder eines kreisförmigen, rotirenden Messers zur Trennung oder Durchschneidung der Pole oder des Flors sammtartiger Gewebe, welche Pole aus Polkettenfäden zusammengesetzt ist, wobei zwei verschiedene Zeuge verbunden werden, welche durch zwei verschiedene, gleichzeitig geworfene Schützen gewebt werden.
2. Die Weiterbewegung der zur Florbildung doppelter, sammtartiger Gewebe verwendeten Polketten mittelst Reibung oder deren Vorziehen, Was dadurch erreicht wird, dafs man die Polketten unter oder über eine Walze oder Walzen gehen läfst, welche mit Velvet, Plüsch oder anderem rauhen Material überzogen sind und wobei diese Walze oder Walzen mit der verlangten Geschwindigkeit rotirt werden, um den verlangten Betrag von Polkette abzugeben.
3. Die Anwendung von durch ein Rohr getragenen Stiften, welches Rohr mit einer Hebelstange durch eine zwischenliegende Feder verbunden ist, um die Eintraggabeln oder Nägel aufserhalb des Bereiches der Haken zu der Zeit zu bringen, zu welcher der Webstuhlgang umgekehrt wird, so dafs die Bremse nicht wirken und der Webstuhl sich frei nach rückwärts bewegen kann.
4. Die Anwendung eines keil- oder herzförmigen Vertheilers, der im Webstuhl derart z\vischen dem Zeuge und den Schützenkästen und nahe den Eintraggabeln oder Nägeln angeordnet ist, dafs bei der nach ihm hin-
■ gerichteten Vorwärtsbewegung der Lade seine ; Spitze zwischen die zwei Einschüsse kommt und er dieselbe leitet, und zwar einen Eintrag aufwärts, den anderen abwärts, so dafs diese Einschüsse auf ihre entsprechenden Nägel oder Gabeln kommen, wie in Fig. 8 gezeigt.
5. Die Bewegungsertheilung an das hin- und und hergehende, zur Poletrennung doppelte?, sammtartiger Gewebe verwendete rotirende, kreisförmige Messer, so dafs es nur bei seiner einen Bewegungsrichtung schneidet, indem die Rotationsbewegung dem kreisförmigen Messer mittelst einer endlosen Schnur mitgetheilt wird, welche mit derselben Geschwindigkeit läuft, als diejenige ist, mit der das Messer hin- und herbewegt wird, so dafs bei der Messerbewegung in einer Richtung dasselbe keine Rotationsbewegung empfängt, während es rotirt wird, wenn es in entgegengesetzter Richtung "geht.
6. Die Anwendung eines durch eine Litze eingearbeiteten Bindefadens, so dafs die Kante des oberen Zeuges und diejenige des unteren Zeuges durch eine Reihenfolge Schlingen für den Zeugspanner oder Tempel verbunden werden, um die Zeuge ausgestreckt zu halten und zu bewahren.
7. Das Schärfen rotirender, kreisförmiger, zur Flortrennung doppelter, sammtartiger Gewebe
ions verwendeter Messer durch zwei Serien Steine, von denen eine zur Zeit des Schärfens gegen die obere Kante und die andere gegen die tiefere Kante des rotirenden' Messers gehalten wird und wobei solche Steine in Ebenen, die zum Messer geneigt und radial sind, hin- und herbewegt werden und sich immer während des Schärfens in derselben Richtung bewegen. .
8. Das Schärfen endloser, zur Flortrennung doppelter, sammtartiger Gewebe verwendeter Bandmesser mittelst zweier Serien Steine, deren eine gegen die obere Seite der Messerkante und deren andere gegen die untere Seite derselben wirkt, wobei solche Steine sich in zum Messer geneigten Ebenen hin- und herbewegen, indem diese Steine durch Gelenke mit den entgegengesetzten Armen eines hin- und hergehenden Hebels verbunden werden, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt.
9. Bei der Anwendung eines endlosen Stahlmessers zur Flortrennung doppelter, sammtartiger Gewebe die Herstellung geneigter Nuthen in den Führungsflächen, zwischen welchen das endlose Messer arbeitet, so dafs das Messer bei seiner Bewegung jede ölige Substanz aus der Führung hinaustreibt und dadurch das Messer selbstreinigend gemacht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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