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Streich- und Glättwerkzeug zum Weich- und Glänzendmachen von Garn
oder Tuch. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die Tuch oder Garn durch
polierende Werkzeuge ein weiches, seidenartiges Aussehen geben soll. Sie zeichnet
sich vor den bekannten Ausführungen dadurch aus. daß die pfeilförmigen Reibkörper
an ihrer Spitze mit einer besonders hergerichteten Kappe versehen sind und das Gut
auf beiden Seiten bearbeiten, wobei die in Sternform angeordneten Pfeile zahnradartig
ineinandergreifen.
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In der Zeichnung ist ein derartiges Streich-und Glättwerkzeug beispielsweise
dargestellt. Der besseren Anschaulichkeit wegen ist eine schematische Skizze der
Maschine im Längsschnitt gewählt. Dabei ist zu bemerken, daß alle drehbaren Teile
beiderseits in entsprechenden Böcken oder Gestellen gelagert sind. i ist :das Gestell,
auf dem die Vorrichtung ruht. 2 sind Wellen, die in Böcken 3 gelagert sind und Führungswalzen
q. tragen. 5 und 6 sind Tragarme an den Enden des Gestelles i, dessen Länge entsprechend
den jeweiliger. Verhältnissen gewählt werden kann. In diesen Armen sind Wellen
5 1 und 61 gelagert und auf ihnen Walzen 52 und 62 befestigt. Die Walzen
werden durch eine beliebige Kraftquelle mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben.
In den Armen 5 und 6 sind ferner einstellbare Lager 53 und 63 angebracht, in denen
Wellen 54 und 64 gelagert sind. Auf diesen Wellen sind Walzen 55 und 65 befestigt,
die sich auf die Walzen 52 und 62 oder auf das zu behandelnde Gut a, das über diese
Walzen läuft, auflegen. Zwischen den Armen 5 und 6 sind weitere Tragarme 7, 8 und
9 auf dem Gestell i befestigt. Die Arme
und 9 sind von gleicher
Abmessung. In den beiden letzteren sind Wellen 71 bzw. 9i gelagert und auf diesen
Streckwalzen 72 und 92 befestigt. Die beiden Streckwalzen sind vollständig gleichmäßig.
ausgebildet. Die Streckwalze 72 besteht aus einer Nabe 73, die auf der Welle 71
befestigt ist, so daß sie sich zwangläufig mit dieser bewegt. In die Nabe sind in
sternförmiger Anordnung Arme 7G1.. eingesetzt, die an ihrem freien Ende 75 Pfeilspitzenartig
ausgebildet sind. Die Wellen 71
und g i werden in der Breite der Vorrichtung
ausgeführt und an beiden Enden in den Tragarmen 7 und 9 gelagert. An Stelle der
Streckwalzen können auch mehrere Streckräder verwendet werden. So kann z. B. an
den Enden jeder Welle je ein Streckrad 72 bzw. 92 angebracht werden. Es können ferner
auf die Länge der Wellen verteilt noch mehrere derartige Räder vorgesehen werden,
um der Vorrichtung eine genügende Steifigkeit zu geben. Über jede Pfeilspitze 75
wird eine Kappe 76 bzw. 86 gezogen, die in vorteilhafter Weise aus Holz oder anderem
gut polierenden Baustoff besteht. Diese Kappen werden in der Breite der Vorrichtung
hergestellt und von den einzelnen Streckrädern getragen. Auf diese Weise entstehen
eine Reihe äußerst fester Polierflächen, die nacheinander mit der Oberfläche des
zu behandelnden Gutes in Berührung kommen.
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In dem Tragarm 8 ist ebenfalls eine Welle 81 gelagert und auf ihr
Streckräder 82 befestigt, die in gleicher Weise ausgeführt sind wie das Streckrad
72. Die Arme 7, 8 und 9 werden in derartigem Abstand voneinander angeordnet und
die Wellen in ihnen derartig gelagert, daß die Arme der einzelnen Streckwalzen zahnradartig
etwas ineinandergreifen. Auf diese Weise wird der Stoff beim, Durchgang zwischen
den Streckwalzen aus seiner geraden Richtung abgelenkt und dadurch gespannt, so
daß er seine Rauheit verliert, weich, wird und einen seidenartigen Glanz erhält.
Die Wellen 71, 81 und 9i werden mittels Zahnräder in der Richtung der Pfeile gedreht,
und zwar mit gleicher Geschwindigkeit. Garne können in gleicher Weise behandelt
und veredelt werden.
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Der Tragarm 8 ist höher als die Arme 7
und 9 und an seinem oberen
Ende gabelförmig ausgebildet. An den Enden des gabelförmigen Fortsatzes sind Führungswalzen
87 und 89 gelagert, so daß der Stoff a, der zwischen den Walzen 52 und 55 zugeführt
wird, zunächst über die Walze 87 geleitet und dann zwischen den Streckwalzen 72
und 82 hindurch abwärts geführt wird. Dann wird der Stoff .um die Führungswalzen
q. herumgeführt, zwischen den Streckwalzen 82 und 92 hindurch wieder nach oben geleitet
und über die Führungswalze 89 zu den Abzugswalzen 62 und 65 fortgeführt. Da die
Abzugswalzen 62 und 65 und die Einführungswalzen 52 und 55 sich mit gleicher Geschwindigkeit
drehen, so wind der Stoff stets unter Spannung gehalten, so daß er durch die Streckwalzen
gereckt werden kann. Die Geschwindigkeit, mit der der Stoff durch die Vorrichtung
hindurchgeführt wird, ist abhängig von der Geschwindigkeit der Walzen 52 und 62,
die mit den Walzen 55 und 65 derart zusammenarbeiten, daß sie den Stoff ergreifen
und in die Vorrichtung hinein- bzw. durch dieselbe hindurchziehen. Die Geschwindigkeit
der Streckwalzen ist etwas größer als der Vorschub de3 Stoffes, der verhältnismäßig
langsam erfolgt, so daß die gesamte Oberfläche des Stoffes beim Durchgang durch
die Streckwalzer. poliert wird. Die Geschwindigkeit der Streckwalzen kann in passendem
Verhältnis zur Vorschubgeschwindigkeit des zu behandelnden Stoffes geregelt werden.
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Die Erfindung ist nicht an das in der Abbildung dargestellte Ausführungsbeispiel
gebunden. Es ist dieses nur eine beispielsweise Ausführungsform, die sich in der
Praxis äußerst vorteilhaft bewährt hat.