DE101577C - - Google Patents

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DE101577C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/02Sulfur dyes from nitro compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Diejenige Klasse von Farbstoffen, die durch O. N. Witt als Mercaptosäuren bezeichnet wurde, zählte während vieler Jahre einen einzigen Vertreter, das Gachou de Laval bezw. Cattü Italiano von unbestimmter graubrauner Farbe.
In dem Patent Nr. 82748 (französisches Patent Nr. 239714 mit Zusatz-Patent vom 11. Februar 1895) wird die Darstellung von gelben, braunen und rothbraunen Farbstoffen beschrieben. Die Patente Nr. 84632 (französisches Patent Nr. 231188) und Nr. 85330 (französisches Patent Nr. 236405) schützen die Darstellung anderer Farbstoffe der gleichen Klasse. Man stellt diese Farbstoffe nach den Angaben der genannten Patente dadurch dar, dafs man Schwefel und Natronlauge bezw. Ammoniak auf eine Reihe aromatischer Verbindungen einwirken läfst. Die Farbstoffe haben die Eigenschaft, Baumwolle schwarz, bläulichschwarz oder grUnlichschwarz zu färben, sind aber stets von unbestimmter, nicht scharf ausgeprägter Nuance.
Es hat sich nun gezeigt, dafs durch Einwirkung von Schwefelalkalien auf p-Amido- oder p-Nitrophenol unter Zusatz von Kupfersalzen nicht mehr unbestimmt schwarze oder blau - und grünschwarze Farbstoffe entstehen, sondern es bildet sich ein rein grüner Farbstoff von hervorragender Echtheit, der die Eigenschaft besitzt, sich weifs ätzen zu lassen.
An Stelle von p-Nitrophenol oder p-Amidophenol können auch deren Aether gebraucht werden, auch können die Mengenverhältnisse und die Temperatur innerhalb weiter Grenzen schwanken.
Beispiel.
Man bereitet eine heifse Lösung aus 19 kg Aetznatron oder der äquivalenten Menge Aetzkali, 17,0 1 heifsen Wassers, 17,5 kg Schwefel und fügt derselben langsam unter Umrühren 12,5 kg p-Nitrophenol und 4,5 kg Kupfersulfat oder die äquivalente Menge eines anderen Kupfersalzes, gelöst in 30 1 Wasser, hinzu. Man erhitzt unter Umrühren, bis ein starker Ammoniakgeruch auftritt und die Masse dickflüssig geworden ist; dann hört man mit dem Umrühren auf und erhitzt langsam bis auf ca. 2100C. bezw. bis eine Probe, in Wasser gelöst, keine Zunahme der Farbstoffbildung erkennen läfst.
Die zu Stücken zerschlagene Masse ist direct zum Färben zu gebrauchen.
Der Farbstoff löst sich in jedem Verhältnifs mit blaugrüner Farbe in Wasser auf, die Lösung verhält sich wie eine Art Küpe, indem sich an der Oberfläche rasch eine unlösliche Haut bildet; an den Wänden eines Gefäfses nimmt die Lösung rasch eine intensive smaragdgrüne Farbe an. In Säuren ist der Farbstoff unlöslich.
Die durch directes Färben im kochenden Bade auf Baumwolle erhaltene satte grasgrüne Färbung hat die wichtige Eigenschaft, auch bei künstlichem Lichte rein grün zu bleiben. Durch heifse Seifen- und Laugenlösungen wird die Farbe nicht verändert und blutet nicht in's Weifse. Die Lichtechtheit ist eine ganz hervorragende.
Behandelt man die grün gefärbte Baumwolle mit heifsen Oxydationsmitteln, wie heifse Bichromat - oder Kupfersulfatlösungen oder
Wasserstoffsuperoxyd und dergl., so geht die grüne Farbe in Blauschwarz .über.
Der neue Farbstoff besitzt die werthvolle Eigenschaft, unter geeigneten Bedingungen sich durch energische Oxydationsmittel sowohl in der Kälte wie durch Dämpfen ätzen zu lassen, was für die Technik von grofser Bedeutung ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines direct baumwollfärbenden grünen Farbstoffs durch Einwirkung von Sulfiden der Alkalien auf p-Nitrophenol oder p-Amidophenol bei Gegenwart von Kupfersalzen.
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