DE101149C - - Google Patents

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DE101149C
DE101149C DENDAT101149D DE101149DA DE101149C DE 101149 C DE101149 C DE 101149C DE NDAT101149 D DENDAT101149 D DE NDAT101149D DE 101149D A DE101149D A DE 101149DA DE 101149 C DE101149 C DE 101149C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J25/00Actions or mechanisms not otherwise provided for
    • B41J25/24Case-shift mechanisms; Fount-change arrangements

Landscapes

  • Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
E. STAUDER in ZÜRICH. Tastenschreibmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. November 1897 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Tastenschreibmaschine, bei welcher die Tastenzahl erheblich verringert ist, ohne dafs Umschalttasten erforderlich werden.
Dies wird dadurch erreicht, dafs die Typen gruppenweise in beliebiger Anzahl und vortheilhaft in einer ihrer Häufigkeit in der Schriftsprache entsprechenden Auswahl auf gemeinsamen schwingenden Rahmen angeordnet sind, von denen jeder einer besonderen Taste zugetheilt ist, so dafs also die Tastenanzahl auf die Anzahl der Typenrahmen beschränkt ist.
Um nun Umschalttasten gänzlich zu vermeiden, sind die schwingenden Typenrahmen in einem gemeinsamen, in der Längsrichtung der Maschine verschiebbaren Typenwagen drehbar aufgehängt, wobei die Verschiebung des Typenwagens zum Zwecke der Einstellung einer bestimmten Type einer Typengruppe durch einen Handgriff geschieht, der gleichzeitig mittelst einer Zeigervorrichtung auf der Indexplatte anzeigt, welche Type einer jeden Typengruppe jeweilig zum Druck eingestellt ist.
Besondere Umschalttasten sind also nicht erforderlich, gleichgültig wie viele Typen einer jeden Typengruppe zuertheilt sind.
Um dieses erreichen zu können, d.h. um jeder Typengruppe beliebig viele Typen zuertheilen und dadurch die Tastenzahl ohne Anwendung entsprechend vieler Umschalttasten beliebig beschränken zu können, ist die Bewegung des Typenwagens von den Tastenhebeln in der Ruhestellung derselben dadurch gänzlich unabhängig gemacht, dafs die Bewegungsübertragung von den Tastenhebeln auf die Typenrahmen mittelst in der Bewegungsrichtung des Typenwagens verlaufender Achsen bewirkt wird, an welchen die an den Typenrahmen angreifenden Zughebel bezw. Stangen in der Ruhestellung der Tasten entlang gleiten können, ohne in ihrer Bewegung behindert oder nothwendigerweise begrenzt zu werden. Durch Anordnung einer Kröpfung an einer Stelle einer solchen Achse kann man erreichen, dafs der zugehörige Typenrahmen an der Stelle dieser Kröpfung beim Anschlag der entsprechenden Taste nicht bethätigt wird, so dafs also kein Abdruck erfolgt. Da die Abwärtsbewegung der Tasten in bekannter Weise gleichzeitig auch die seitliche Verschiebung des Papierschlittens um Buchstabenbreite bewirkt, kann man auf diese Weise Wortzwischenräume herstellen, ohne dafs eine besondere Spatiumtaste erforderlich ist.
Es giebt allerdings bereits Tastenschreibmaschinen, bei welchen, wie z. B. in dem D. R. P. Nr. 51033 angegeben, zwei oder höchstens drei Typen von einem gemeinsamen schwingenden Typenhebel getragen werden. In solchen Fällen ist aber die Auswahl der von den gemeinsamen Hebeln getragenen Typen keine beliebige, da z. B. jedem grofsen Buchstaben stets der entsprechende kleine Buchstabe beigeordnet sein mufs, um bei Anwendung der Umschalttaste nicht die Uebersicht über das Tastenfeld zu verlieren, wie z. B. bei der Remington-Schreibmaschine. Man ist also auch nicht in der Lage, die Indexzeichen auf der Indexplatte .bezw. den Tasten in beliebiger Weise anordnen zu . können und kann also nicht auf die Häufigkeit der einzelnen Schriftzeichen in der Schriftsprache genügend Rück-
sieht nehmen. Sind aber drei Typen, wie in D. R. P. Nr. 51033, oder noch mehr Typen auf einem gemeinsamen Hebel angeordnet, so sind auch sofort zwei oder noch mehr Umschalttasten erforderlich. Die Umschalttasten erschweren aber das Schreiben ungemein, da ein Fehldruck auch beim Anschlagen der richr tigen Taste vorkommen kann, wenn man die falsche Umschalttaste oder aber die richtige Umschalttaste zur falschen Zeit anschlägt.
Ueberdies ist die Anzahl der Typen auf dem gemeinsamen Typenhebel bei jenen Maschinen auf zwei oder höchstens drei beschränkt , da die Art der Bewegungsübertragung von den Tastenhebeln auf die Typenhebel nur eine ganz beschränkte Verschiebung des Typenwagens zuläfst.
Eine vereinlachte Tastenschreibmaschine gemäfs vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt.
Alle nicht zur Erfindung gehörigen Theile sind als bekannt vorausgesetzt und in der Zeichnung nicht zur Darstellung gelangt.
Die Einrichtung und Wirkungsweise der Maschine ist im Wesentlichen folgende:
Es ist in dem in der Zeichnung angenommenen Fall nur eine Tastenreihe, bestehend aus acht Tasten a, und dementsprechend sind auch acht Typengruppen vorhanden. Jede Typengruppe ist auf dem Quersteg d eines Typenrahmens b angeordnet, welcher auf einer Achse c drehbar aufgehängt ist.
Von den acht Typenrahmen b sind vier (bx bis b*) in der rechten und vier (bh bis bsj in der linken Seite der Maschine gelagert; dabei sind die Rahmen in ihrer Länge so abgestuft, dafs sie mit der jeweilig eingestellten Type gegen das auf der Papierwalze e eingespannte Papier an einem, ganz bestimmten Punkt anschlagen, wenn infolge eines Druckes auf die zugehörige Taste α ein Typenrahmen b um die zugehörige Achse c nach aufwärts geschleudert wird (Fig. 2 und 7).
Dieser Druckpunkt ist natürlich für jeden Typenrahmen b und für jede Type derselbe, weil der Typenwagen f, in welchem sämmtliche Typenrahmen b aufgehängt sind, entsprechend verschoben wird.
Der Typenwagen f ist zu diesem Zweck mittelst Stegen g auf Rollen h verschiebbar gelagert und besitzt noch geeignete seitliche Führung, so dafs er in der Längsrichtung der Maschine hin- und hergeschoben werden kann, um die Typenrahmen b für eine bestimmte Type ihrer Typengruppe unter der Papierwalze e einzustellen.
Die Verschiebung wird durch einen Handgriff i bewirkt, der gleichzeitig mittelst eines straffgespannten Fadens oder Drahtes k auf der Indexplatte / anzeigt, welche Type einer jeden Typengruppe bei der jeweiligen Stellung des Typenwagens f durch Anschlagen der zugehörigen Taste α auf dem eingespannten Papier zum Abdruck gebracht werden kann.
Damit diese Einstellung eine möglichst genaue ist, ist der Handgriff i oder der zugehörige Hebelarm mit einem Zahn ausgestattet, welcher bei der Verstellung für jede Type der acht Typengruppen in geeigneter Weise in eine andere Zahnlücke einer festen Zahnstange eingreift (s. Fig. i, 7 und 8).
Durch Anschlag einer jeden Taste α wird ein zugehöriger, an der unteren Seite des Maschinengestelles gelagerter Hebel ο um seinen Drehpunkt ρ (Fig. 1, 4, 5 und 6) derart gedreht, dafs sein hinteres Ende sich nach aufwärts bewegt und dabei einen doppelarmigen Hebel q zu einem Ausschlag bringt, der mittelst seines Hebelarmes ql eine in der Bewegungsrichtung des Typenwagens f verlaufende Achse q'2 und dadurch eine Zugstange r nach abwärts zieht, die am Ende eines mit der zugehörigen Achse c fest verbundenen Armes s drehbar angreift und mit ihrem unteren, hakenförmig gebogenen Ende die Achse q2 umfafst und an derselben in der Ruhestellung der zugehörigen Taste ungehindert mit dem Wagen f entlang gleiten kann.
Durch die Tastenbewegung wird also der zugehörige Typenrahmen b mit der gesammten Typengruppe nach aufwärts gegen das eingespannte Papier geschleudert, während jedoch nur eine, die jeweilig eingestellte Type, auf dem Papier zum Abdruck gelangt.
Durch AbwärtsdrUcken einer jeden Taste wird gleichzeitig in bekannter Weise ein Hebelwerk in Thätigkeit gesetzt, welches den seitlichen Transport des Papierschlittens mit der Papierwalze veranlafst.
In einer der Achsen q- kann, wie in den Fig. 4 bis 6 dargestellt, an bestimmter Stelle eine nach aufwärts gerichtete Kröpfung ^3 derart vorgesehen sein, dafs bei der Abwärtsbewegung der zugehörigen Taste a die entsprechende Zugstange r an der Stelle dieser Kröpfung nicht mitgenommen wird und also ein Abdruck einer Type nicht erfolgt, während hingegen der Papierschlitten seitlich weiter geschaltet wird. Durch diese Einrichtung ist es also möglich, Wortzwischenräume herzustellen, ohne dafs hierzu eine besondere Spatiumtaste erforderlich ist.
Ist eine ungerade Anzahl von Typengruppen vorhanden, so wird ein Typenrahmen b, der in diesem Falle aus einer schwingenden Stange besteht, in der Mitte eines Seitensteges des Wagens derart aufgehängt, dafs die Typen seiner Typengruppe bei der Verschiebung des Wagens ebenfalls nach einander in die Druckstellung gelangen können, während die übrigen Typenrahmen symmetrisch rechts und links vertheilt werden.

Claims (3)

  1. Das Abdrucken eines bestimmten Buchstabens, z. B. des Buchstabens K, spielt sich also wie folgt ab:
    Man stellt zuerst durch die linke Hand den Handgriff i derart ein, dafs der Faden k auf der Indexplatte / gerade unter derjenigen Typenreihe liegt, zu welcher die Type K gehört. Es sei hier noch bemerkt, dafs jede Type einer Typengruppe einer anderen wagerechten Reihe der Typen auf der Indexplatte / angehört. Durch die vorerwähnte Einstellung ist gleichzeitig der Wagen f mit den einzelnen Typenrahmen b unter der Papierwalze e in diejenige Stellung verschoben worden, welche für die Typen der einzelnen Rahmen der durch den Faden k bezeichneten wagerechten Typenreihe der Indexplatte entspricht. Drückt man nun auf die Taste α7, so wird durch das zugehörige Hebelwerk o, q, q\ r und s der Typenrahmen b1 um seine Achse c nach aufwärts geschleudert und dadurch der Buchstabe K seiner Typengruppe zum Abdruck gebracht. Läfst man nun die angeschlagene Taste wieder los, so wird durch das Eigengewicht des zurückfallenden. Rahmens b 7, nötigenfalls durch Federkraft unterstützt, die ganze Hebelanordnung in ihre Anfangsstellung zurückgeführt.
    Patknt-Ansprüche:
    i. Eine Tastenschreibmaschine, bei welcher die Typen gruppenweise in beliebiger Anzahl und Reihenfolge auf schwingenden Typenrahmen von einem in der Längsrichtung der Maschine verschiebbaren Wagen getragen werden, dadurch gekennzeichnet, dafs dieser Wagen mit einem zur Einstellung dienenden Handgriff und einer Anzeigevorrichtung ausgestattet ist, die durch Vermittelung einer den Typengruppen entsprechend eingetheilten Indexplatte die Einstellung jeder beliebigen Type einer jeden Typengruppe durch den vorerwähnten Handgriff gestattet, zum Zweck, die Anwendung von Umschalttasten zu vermeiden und das Tastenfeld auf die Anzahl der Typengruppen bezw. Typenrahmen zu beschränken.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Tastenschreibmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung der Drucktasten auf die Typenrahmen des Typenwagens durch in der Bewegungsrichtung des Wagens verlaufende Achsen (q'1) übertragen wird, an welchen die umgebogenen Enden der an den Typenrahmen angreifenden Stangen (r) gleiten können, ohne in der Ruhestellung der Tasten durch diese Achsen in ihrer Bewegungsfreiheit gehindert zu werden.
  3. 3. Eine Ausführungsform der Tastenschreibmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dafs eine der zur Bewegungsübertragung dienenden Achsen (q-) an einer Stelle (q3) derart gekröpft ist, dafs die Stange (r) des zugehörigen Typenrahmens an der Stelle dieser Kröpfung bei dem Tastendruck nicht mitgenommen wird, zum Zweck, ohne Verwendung einer besonderen Spatiumtaste Wortzwischenräume herstellen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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