DE1008317B - Verfahren zur Herstellung von chemotherapeutisch wirksamen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von chemotherapeutisch wirksamen Verbindungen

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DE1008317B
DE1008317B DEN8598A DEN0008598A DE1008317B DE 1008317 B DE1008317 B DE 1008317B DE N8598 A DEN8598 A DE N8598A DE N0008598 A DEN0008598 A DE N0008598A DE 1008317 B DE1008317 B DE 1008317B
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acid
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Walter Charles
Joseph Ross
Walter Davis
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/68Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton
    • C07C209/74Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton by halogenation, hydrohalogenation, dehalogenation, or dehydrohalogenation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C211/00Compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C211/43Compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton having amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the carbon skeleton
    • C07C211/44Compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton having amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the carbon skeleton having amino groups bound to only one six-membered aromatic ring
    • C07C211/52Compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton having amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the carbon skeleton having amino groups bound to only one six-membered aromatic ring the carbon skeleton being further substituted by halogen atoms or by nitro or nitroso groups

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von chemotherapeutisch wirksamen Verbindungen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von chemotherapeutischen Mitteln zur Verhinderung des Wachstums von Tumoren.
  • Bis-Chloräthylamine der allgemeinen Formel R N (C H,CH2C1)2 (I) in der R einen aliphatischen Rest bedeutet, sind als cytotoxische Mittel bekannt, die imstande sind, dem Wachstum von überpflanzten tierischen Tumoren Einhalt zu gebieten (s. Haddow, -Brit. Med. Bull., [1947], 4, S.422). Ein Nachteil dieser Verbindungen, der deren Verwendung als chemotherapeutische Mittel begrenzt, ist, daß sie, soweit festgestellt wurde, nicht spezifisch wirken. Sie sind toxisch gegenüber allen Arten von schnell wuchernden Geweben, z. B. Knochenmark, Keimdrüsengewebe und Magenschleimhaut, sowie neoplastischen Geweben.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Verbindungen der allgemeinen Formel in der R' Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest und n eine ganze Zahl nicht größer als 4 bedeuten, nicht nur das Wachstum der Tumoren verhindern, sondern im scharfen Gegensatz zu den oben angeführten bekannten Verbindungen selektiv in ihrer Wirkung sind. Während die bisher bekannten Verbindungen sowohl gegenüber normalen Geweben als auch gegenüber Tumorgewebe toxisch wirken, sind die neuen Verbindungen bei geeigneten Dosierungen nur gegenüber Tumoren wirksam und greifen die normalen tierischen Gewebe im wesentlichen nicht an.
  • Unter den Verbindungen der oben angeführten allgemeinen Formel erweist sich die p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxypropionsäure der Formel als besonders wirksames Mittel zur Verhinderung des Wachstums von Tumoren.
  • Erfindungsgemäß besteht das Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der obigen Formel (II) darin, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel in der R" einen niederen Alkylrest und n eine ganze Zahl nicht größer als 4 bedeutet, mit Phosphoroxychlorid in an sich bekannter Weise umgesetzt wird, wobei eine Verbindung der allgemeinen Formel entsteht, die gegebenenfalls in saurem Medium zu einer Verbindung der allgemeinen Formel hydrolysiert wird, wobei n und R" jeweils die oben angegebene Bedeutung haben.
  • Die folgenden Beispiele, in denen Teile Gewichtsteile bedeuten, erläutern die Erfindung.
  • Beispiel 1 p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxyessigsäure 19 Teile p-Aminophenoxyessigsäureäthylester wurden mit Äthylenoxyd (10 Teile) und 25 Teilen normaler Essigsäure unter Rühren bei Raumtemperatur während 4 Stunden behandelt und das Reaktionsgemisch über Nacht stehengelassen. 4 Teile der so erhaltenen Ausgangssubstanz p-N, N-Di-(2-oxyäthyl)-aminophenoxyessigsäureäthylester wurden mit 5 Teilen Phosphoroxychlorid und 25 Teilen Chloroform unter Rückfluß während 1 Stunde erhitzt. Die Hydrolyse von 1 Teil p-N, N-Di-(2 - chloräthyl) - aminophenoxyessigsäureäthylester mit 5Teilen konzentrierter Salzsäure wurde unter Rückfluß während 30 Minuten bewirkt. Die Neutralisation mit Ammoniak und die Extraktion mit Äther ergaben p-N, N -Di- (2-chloräthyl)-aminophenoxyessigsäure, die aus Benzol/Leichtpetroleum, 60 bis 80°, umkristallisiert wurde. Schmelzpunkt 105°.
  • Beispiel 2 p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxypropionsäure 7 Teile p-Aminophenoxypropionsäuremethylester wurden mit 10 Teilen Äthylenoxyd -und 25 Teilen normaler Essigsäure unter Rühren bei Raumtemperatur während 4 Stunden behandelt und das Reaktionsgemisch über Nacht stehengelassen. Nach Entfernen des Äthylenoxyds und Extraktion mit Chloroform wurde der als Ausgangssubstanz dienende p-N, N-Di-(2-oxyäthyl)-aminophenoxypropionsäuremethylester erhalten, der nach Rekristallisation aus Benzol einen Schmelzpunkt von 68° hatte. Die Ausbeute betrug 7 Teile. Die Chlorierung von 7 Teilen der Verbindung mit 7 Teilen Phosphoroxychlorid in Anwesenheit von 50 Teilen Benzol ergab nach Erhitzen unter Rückfluß während, 1 Stunde p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxypropionsäuremethylester, der aus Benzol umkristallisiert wurde und einen Schmelzpunkt von 51° hatte. Diese Verbindung wurde mit einer gleichen Menge konzentrierter Salzsäure hydrolysiert, wobei p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxypropionsäure erhalten wurde, die aus Cyclohexan umkristallisiert wurde und einen Schmelzpunkt von 93° hatte.
  • Beispiel 3 p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxybuttersäure 10 Teile p-Aminophenoxybuttersäuremethylester wurden mit 20 Teilen Äthylenoxyd und 25 Teilen normaler Essigsäure während 4 Stunden unter Rühren behandelt. Nach Entfernen des Äthylenoxyds und Extraktion mit Chloroform wurde die Ausgangssubstanz, der p-N, N-Di-(2-oxyäthyl)-aminophenoxybuttersäuremethylester, erhalten, der aus Benzol/Cyclohexan umkristallisiert wurde und einen Schmelzpunkt von 57° hatte. 5 Teile dieser Verbindung wurden mit 5 Teilen Phosphoroxychlorid und 40 Teilen Benzol während 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt, wobei p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxybuttersäuremethylester erhalten wurde, der aus Tetraclilorkohlenstoff/Leichtpetroleum, 40 bis 60°, umkristallisiert wurde und einen Schmelzpunkt von 65° hatte. Die Hydrolyse von 2 Teilen dieses Methylesters mit 2 Teilen konzentrierter Salzsäure ergab p-N, N-Di-(2-chloräthyl)-aminophenoxybuttersäure, die aus Cyclohexan umkristallisiert wurde und einen Schmelzpunkt von 85,5° hatte.

Claims (2)

  1. PATEN TANSPPLTCII: Verfahren zur Herstellung von chemotherapeutisch wirksamen Verbindungen der allgemeinen Formel in der R' Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest und n eine ganze Zahl nicht größer als 4 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel in der R" einen niederen Alkylrest bedeutet und n die oben angegebene Bedeutung hat, mit Phosphoroxychlorid in an sich bekannter Weise umgesetzt und gegebenenfalls anschließend der Ester in saurem Medium hydrolysiert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Conrad Weygand, Organ.-chemische Experimentierkunst,
  2. 2. Auflage (1948), S. 232, Absatz 3.
DEN8598A 1953-03-10 1954-03-09 Verfahren zur Herstellung von chemotherapeutisch wirksamen Verbindungen Pending DE1008317B (de)

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