DE1007906B - Verfahren zur Herstellung wasserunloeslicher Disazofarbstoffe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung wasserunloeslicher DisazofarbstoffeInfo
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Description
DEUTSCHES
Es wurde gefunden, daß man zu wertvollen, neuen, wasserunlöslichen Disazofarbstoffen gelangt, wenn man
eine Tetrazoverbindung eines 3,3'-Dialkoxy-4,4'-diaminodiphenyls,
vorzugsweise des 3,3'-Dimethoxy-4,4'-diaminodiphenyls, sowohl mit einer Acylacetylaminoverbindung
als auch mit einem 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamids kuppelt und dabei von wasserlöslichmachenden
Gruppen freie Ausgangsstoffe verwendet.
Außer dem bereits erwähnten tetrazotierten 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl kann man auch andere
Tetrazoverbindungen der angegebenen Art mit niedrigmolekularen Alkoxygruppen verwenden, so z. B. tetrazotiertes
3, 3'-Diäthoxy-4, 4'-diaminodiphenyl.
Die an erster Stelle als Azokomponenten genannten Acylacetylaminoarylverbindungen können beispielsweise
Benzoylacetylaminobenzole oder insbesondere Acetoacetylaminobenzole sein. Die an die — N Η-Gruppen gebundenen
Benzolkerne dieser Verbindungen können von weiteren Substituenten frei sein oder einen oder auch mehr
als einen weiteren Substituenten enthalten. Als solche kommen z. B. niedrigmolekulare Alkyl- oder Alkoxygruppen,
wie Methyl-, Äthyl-, Methoxy- oder Äthoxygruppen, Halogenatome, wie Brom oder Chlor, Acetylamino-
oder Benzoylaminogruppen in Betracht. Als Beispiele seien folgende Verbindungen erwähnt:
Benzoylacetylaminobenzol,
Acetoacetylaminobenzol,
l-Acetoacetylamino-2-chlorbenzol,
1 -Acetoacetylamino^-methoxybenzol,
l-Acetoacetylamino-4-methoxybenzol,
■ 1 -Acetoacetylamino^-methoxy-S-methylbenzol,
1 -Acetoacetylamino^, 4-dimethylbenzol,
1 -Acetoacetylamino^, 5-dimethoxybenzol,
l-Acetoacetylamino^-methoxy^-chlor-S-methylbenzol, l-Acetoacetylamino-2-äthoxy-4-chlor-5-methylbenzol, l-Acetoacetylamino^-methoxy^-brom-S-methylbenzol,
Benzoylacetylaminobenzol,
Acetoacetylaminobenzol,
l-Acetoacetylamino-2-chlorbenzol,
1 -Acetoacetylamino^-methoxybenzol,
l-Acetoacetylamino-4-methoxybenzol,
■ 1 -Acetoacetylamino^-methoxy-S-methylbenzol,
1 -Acetoacetylamino^, 4-dimethylbenzol,
1 -Acetoacetylamino^, 5-dimethoxybenzol,
l-Acetoacetylamino^-methoxy^-chlor-S-methylbenzol, l-Acetoacetylamino-2-äthoxy-4-chlor-5-methylbenzol, l-Acetoacetylamino^-methoxy^-brom-S-methylbenzol,
l-Acetoacetylamino-2-äthoxy-4-brom-5-methylbenzol, l-Acetoacetylamino^-methoxy^-acetylamino-5-chlorbenzol,
1 -Acetoacetylamino^, 5-dimethoxy-4-benzoylaminobenzol.
Die beim vorliegenden Verfahren als weitere Azokomponenten zu verwendenden 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamide
können als Arylamidrest beispielsweise einen Naphthylamid- oder vorzugsweise einen gegebenenfalls
noch weitersubstituierten, Phenylamidrest enthalten. Als Substituenten kommen auch hier die schon erwähnten
niedrigmolekularen Alkyl- oder Alkoxygruppen sowie Chloratome in Betracht. Gute Ergebnisse werden z. B.
mit folgenden Azokomponenten erzielt:
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurephenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2'-methoxyphenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurephenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2'-methoxyphenylamid,
Verfahren zur Herstellung
wasserunlöslicher Disazofarbstoffe
wasserunlöslicher Disazofarbstoffe
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt,
Hamburg 36, Neuer Wall 10
Hamburg 36, Neuer Wall 10
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 4. August 1954
Schweiz vom 4. August 1954
Dr. Hans-Luzi Schucan, Bettingen (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
2-Oxynaphthalin-3-carbpnsäure-4'-nlethoxyphenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2'-äthoxyphenylamid, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-4'-äthoxyphenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2'-methylphenylamid, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2', 4'-dimethoxyphenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2', 5'-dimethoxyphenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2', 4'-dimethoxy-5'-chlorphenylamid,
2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2', 5'-dimethoxy-4'-chlorphenylamid.
Das Mengenverhältnis, in welchem die beiden beim vorliegenden Verfahren benötigten Azokomponenten zueinander
stehen, kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Es ist angezeigt, insgesamt so viel von beiden Azokomponenten
zusammen zu verwenden, daß kein Überschuß an Tetrazoverbindung, sondern ein Überschuß an Azokomponenten
oder doch mindestens die theoretisch für die vollständige Bildung von Disazofarbstoffen erforderliche
Menge der Azokomponenten vorhanden ist. Dagegen ist es keineswegs notwendig, äquimolekulare Mengen der
beiden Azokomponenten zu verwenden. Die Mengen der beiden Azokomponenten sollen immerhin von der gleichen
Größenordnung sein. So kann das molare Mengenverhältnis Acylacetylaminoarylverbindung zu 2-Oxynaphthalini3-carbonsäurearylamid
z. B. 2 : 8 bis 9 :1 und vorteilhaft 2:8 bis 8:2 betragen.
Die Kupplung der Tetrazoverbindung erfolgt beim vorliegenden Verfahren entweder zuerst mit der einen und
dann mit der andern Azokomponente oder vorteilhaft
709 508/416
mit beiden Azokomponenten gleichzeitig. Weiterhin kann die Kupplung entweder in Substanz oder auf einem
Substrat ausgeführt werden. Durch Kupplung in Substanz erhält man Pigmente. Als besonders wertvoll erweist
sich aber hier die Kupplung auf einen; Substrat, insbesondere auf cellulosehaltigen Fasern, 'wie Baumwolle,
Leinen, Kunstseide oder Zellwolle aus regenerierter Cellulose. Dabei kann diese Kupplung nach den an sich bekannten,
für die Herstellung von Eisfarben gebräuchlichen Methoden vorgenommen werden.
So kann man beispielsweise Cellulosefasern mit einer Lösung der beiden Azokomponenten imprägnieren und
dann die so vorbereiteten Fasern mit der Tetrazoverbindung behandeln, entweder durch Einwirkung einer Tetrazolösung
auf das gesamte grundierte Material oder durch Bedrucken eines so grundierten Gewebes mit einer Druckpaste,
die die Tetrazoverbindung enthält, d. h. durch sogenannten Basenaufdruck.
Besonders zweckmäßig sind diejenigen Methoden, bei welchen die Tetrazoverbindung in stabilisierter Form
verwendet wird, z. B. als Bis-antidiazotat oder als Bisdiazoaminoverbindung. Dabei können die Herstellung und
die Anwendung dieser stabilisierten Tetrazoverbindungen in an sich bekannter Weise erfolgen.
Für die genannten Verwendungszwecke lassen sich wertvolle, beständige Präparate herstellen, z. B. solche,
welche sowohl eine von wasserlöslichmachenden Gruppen freie Acylacetylaminoarylverbindung als auch ein von
wasserlöslichmachenden Gruppen freies 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamid
enthalten. Insbesondere zur Ver-Wendung im Textildruck geeignete Präparate erhält man,
wenn man noch die Tetrazoverbindung in stabilisierter Form zusetzt.
Mit diesen Präparaten können, ohne weitere für die eigentliche Farbstoffbildung erforderliche Zusätze und
lediglich mit den üblichen Verdickungs- und Druckereihilfsmitteln, z. B. hydrotropen Mitteln, Netz- oder Dispergiermitteln,
Schaumverhütungsmitteln, in einfacher Weise, so wie wenn es sich um eine einheitliche Monoazokupplung
handeln würde, Druckfarben erhalten werden, die nach den gebräuchlichen Druckmethoden wertvolle,
kräftige, in der Regel braunschwarze bis blauschwarze Drucke ergeben. Die so erzeugten Färbungen oder Drucke
erweisen sich nicht nur wegen der guten Ausgiebigkeit der neuen Kombinationen als vorteilhaft, sondern auch deshalb,
weil hier mit Hilfe von verhältnismäßig einfachen Komponenten mit Leichtigkeit tiefschwarze Töne von
guten Echtheitseigenschaften, insbesondere guten Naßechtheiten und guter Lichtechtheit erhältlich sind.
Beim vorliegenden Verfahren kuppelt man auch von der in geringerer Menge verwendeten Azokomponente
einen mindestens nennenswerten Anteil, d. h. zweckmäßig mindestens einige Prozente, verglichen mit der Menge der
anderen Azokomponente, mit der Tetrazoverbindung. Unter der Voraussetzung, daß zum größten Teil beide diazotierten
Aminogruppen der Tetrazoverbindung kuppeln, erhält man als Endstoffe Disazofarbstoffe. Es läßt sich aber
nicht ohne weiteres feststellen, wie groß im einzelnen Falle
der Gehalt des unsymmetrischen und derjenige der beiden
möglichen symmetrischen Farbstoffe ist. Dementsprechend kann die Zusammensetzung der Endstoffe durch die
Formel
= N-R1
= N-R9
N = N-R1
— O—Alkyl
• O — Alkyl -Ο —Alkyl
+ y
Ο —Alkyl
J—0 —Alkyl .'— O — Alkyl
= N-R1
N = N-] = N-R,
definiert werden. R1 bedeutet einen von wasserlöslichmachenden
Gruppen freien Rest einer Acylacetylaminoarylverbindung und R2 einen von wasserlöslichmachenden
Gruppen freien Rest eines 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamides.
Die Zahlenwerte x, y und ζ sind beliebig bzw. unbestimmt, gegebenenfalls auch gleich Null, mit der
Einschränkung, daß die beiden Summen χ -f- ζ und y -\- ζ
von der gleichen Größenordnung sein müssen. Wie aus den übrigen Angaben ersichtlich ist, sind diejenigen, dieser
Definition entsprechenden Produkte von besonderem Interesse, bei welchen das Verhältnis (2χ +ζ): (2y +ζ)
Werte von 2 : 8 bis 9:1, vorzugsweise solche von 2 : 8 bis 8:2, annimmt.
Da die nach dem Verfahren erhältlichen Farbstoffe metallkomplexbildende Gruppen, nämlich o-Oxy-o'-Alkoxyazogruppierungen
enthalten, lassen sie sich mit metallabgebenden, vorzugsweise kupferabgebenden Mitteln
in komplexe Metallverbindungen überführen. Die Behandlung mit dem metallabgebenden Mittel kann beispielsweise
auf der Faser vorgenommen werden, wodurch die Lichtechtheit verbessert wird. Sofern die Farbstoffe in
Substanz, d.h. nicht auf einem Substrat, hergestellt werden, kann mit Vorteil auch eine entalkylierende Metallisierung,
z. B. eine entmethylierende Kupferung stattfinden.
Aus der deutschen Patentschrift 636 352 ist der durch Kupplung von 1 Mol tetrazotiertem 3,3'-Dimethoxy-4,
4'-diaminodiphenyl mit je 1 Mol Acetoacetylaminobenzol
und 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäuredodecylamid erhältliche Farbstoff bekanntgeworden. Im Vergleich zu
diesem bekannten Farbstoff weist der nach dem vorliegenden Verfahren erhältliche neue Farbstoff, bei dessen Herstellung
an Stelle des 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäuredodecylamides 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurenaphthyl-(l)-amid
als Azokomponente verwendet wird, den Vorzug auf, Pigmentdrucke von wesentlich besserer Echtheit in
der Trockenreinigung zu ergeben.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten, sofern nichts anderes angegeben wird, die Teile Gewichtsteile, die Prozente
Gewichtsprozente.
a) Man bereitet eine Mischung aus 190 Teilen der Diazoaminoverbindung aus tetrazotiertem
3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl und Methyltaurin
36 „ Acetoacetylaminobenzol 176 ,, 2-Oxynaphthalin~3-carbonsäure-2'-äthoxy-
phenylamid
6 „ butylnaphthalinsulfonsaurem Natrium 592 ,, Natriumchlorid oder Harnstoff
1000 Teile
Mit Hilfe dieses Präparates können Gewebe aus cellulosehaltigen Fasern z. B. wie folgt bedruckt werden: Aus
120 Teilen des Druckpräparates
| 50 | j | Harnstoff |
| 50 | Thiodiäthylenglykol | |
| 240 | t | Wasser |
| 30 | 30 °/oiger Natriumhydroxydlösung | |
| 10 | eines Schaumverhütungsmittels | |
| 500 | lie | neutraler Stärke-Tragant-Verdickung |
| 1000 Te | ||
wird eine Druckfarbe hergestellt. Mit dieser wird ein Gewebe aus natürlicher oder regenerierter Cellulose in üblicher
Weise, z. B. im Walzen- oder Filmdruck, bedruckt. Hierauf wird das bedruckte Material getrocknet, 5 Minuten
sauer, beispielsweise in Gegenwart von Ameisensäure, gedämpft und wie üblich kochend geseift. Man erhält
tiefschwarze Druckmuster von guten Echtheitseigenschaften.
Weitere schwarze Drucke von ebenfalls guten Echtheitseigenschaften
erhält man, wenn man an Stelle des oben angegebenen Präparates eines der folgenden Präparate
zur Herstellung einer Druckpaste von im übrigen gleicher Zusammensetzung verwendet und Cellulosegewebe
mit dieser Paste bedruckt.
b) 190 Teile der unter a) angegebenen Diazoamino-
verbindung
54 ,, l-Acetoacetylamino^-chlor^-acetyl-
54 ,, l-Acetoacetylamino^-chlor^-acetyl-
amino-5-methoxybenzol 176 „ 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-
2'-äthoxyphenylamid
6 „ butylnaphthalinsulfonsaures Natrium 574 ,, Natriumchlorid oder Harnstoff
1000 Teile
c) 190 Teile der unter a) angegebenen Diazoamino-
verbindung
54 ,, l-Acetoacetylamino^-chlor^-acetyl-
54 ,, l-Acetoacetylamino^-chlor^-acetyl-
amino-5-methoxybenzol 188 „ 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2', 5'-di-
methbxyphenylamid
6 „ butylnaphthalinsulfonsaures Natrium 562 ,. Natriumchlorid oder Harnstoff
Man bereitet eine Mischung aus
145 Teilen des Bis-antidiazotates aus 3,3'-Di-
methoxy-4, 4'-diaminodiphenyl
57 „ l-Acetoacetylamino^-chlor^acetyl-
57 „ l-Acetoacetylamino^-chlor^acetyl-
amino-5-methoxybenzol
190 „ 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure
190 „ 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure
2'-äthoxyphenylamid
608 ,, Natriumchlorid oder Harnstoff
608 ,, Natriumchlorid oder Harnstoff
1000 Teile
1000 Teile
d) 190 Teile der unter a) angegebenen Diazoamino-
verbindung
90 „ l-Acetoacetylamino-2,5-diäthoxy-
90 „ l-Acetoacetylamino-2,5-diäthoxy-
4-benzoylaminobenzol 156 ,, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-
2'-äthoxyphenylamid
10 ,, butylnaphthalinsulfonsaures Natrium 554 „ Natriumchlorid oder Harnstoff
1000 Teile
e) 200 Teile der unter a) angegebenen Diazoamino-
verbindung
142 ,, l-Acetoacetylamino-2,5-diäthoxy-
142 ,, l-Acetoacetylamino-2,5-diäthoxy-
4-benzoylaminobenzol 120 ,, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2', 5'-di-
methoxyphenylamid
6 „ butylnaphthalinsulfonsaures Natrium 532 „ Natriumsulfat oder Harnstoff
1000 Teile
Dieses Präparat kann in genau der gleichen Weise wie im Beispiel 1 zum Bedrucken cellulosehaltiger Gewebe
verwendet werden. Man erhält auch hier schwarze Druckmuster von guten Echtheitseigenschaften.
56 Teile l-Acetoacetylamino^-chlor^-acetylamino-5-methox}'benzol,
115 Teile 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-2'-äthoxyphenylamid, 5 Teile μ,-heptadecyl-N
- benzylbenzimidazol - disulf onsaures Natrium und 74 Teile Natriumchlorid werden miteinander vermischt.
Man stellt eine wäßrige Lösung her, welche in 1000 Raumteilen 25 Teile des obigen Präparates, 20 Teile Türkischrotöl
und 22 Teile 30 %ige Natriumhydroxydlösung enthält. Mit dieser Lösung wird natürliche oder regenerierte
Cellulosefaser imprägniert. Ein so behandeltes Gewebe wird getrocknet und hierauf mit einer nach den folgenden
Angaben erhaltenen Paste bedruckt:
20 Teile 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden unter Zusatz von 6 Teilen Oleyl-diäthylaminoäthylamid
und 10 Teilen Ameisensäure in 20 Teilen Wasser gelöst. Durch Zusatz von 5 Teilen Natriumnitrit wird bei Raumtemperatur
tetrazotiert und hierauf mit Hilfe von 500 bis 600 Teilen Stärke-Tragant-Verdickung und der erforderlichen
Menge Wasser das Ganze zu 1000 Teilen Paste verarbeitet.
Nach dem Drucken und Trocknen behandelt man das Gewebe 5 Minuten bei Siedetemperatur in einer 0,3 °/oigen
Natriumhydroxydlösung und spült anschließend mit kaltem Wasser. Hierauf wird kochend geseift, z. B. mit
einer Lösung, die in 1000 Raumteilen Wasser 3 Teile wasserfreies Natriumcarbonat und 3 Teile μ-heptadecyl-N-benzylbenzimidazol-disulfonsaures
Natrium enthält. Nun wird nochmals kalt gespült und getrocknet. Man erhält schwarze Druckmuster.
Neben tetrazotiertem 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl kann man mit einer zweiten Walze diazotiertes
l-Amino-2-chlor-5-trifluormethylbenzol aufdrucken und erhält so neben schwarzen orange Druckmuster.
Anstatt das mit dem Gemisch der beiden Azokomponenten vorbehandelte Material in der angegebenen Weise
zu bedrucken, kann man es auch in einer wäßrigen Lösung nachbehandeln, die in 1000 Raumteilen die Tetrazoverbindung
aus 20 Teilen 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl enthält. In diesem Falle können nicht nur Gewebe,
sondern z. B. auch Stränge verwendet werden. Man erhält tiefschwarze Färbungen.
24,4 Teile 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl werden in üblicher Weise tetrazotiert. Die von etwa vorhandenen
festen Verunreinigungen abfiltrierte Tetrazolösung läßt man unter gutem Rühren in eine essigsaure Suspension
einer Mischung von 41 Teilen 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurephenylamid
und 12 Teilen 1-Acetoacetylaminobenzol einlaufen. Die Temperatur hält man bei 30
bis 40° und den pH-Wert des Kupplungsgemischs bei 4,5 bis 5,5.
Nach beendeter Kupplung wird das Pigment abgenutscht, mit heißem Wasser gründlich ausgewaschen und
getrocknet. Die Kupplung erfolgt vorteilhafterweise in Gegenwart eines Dispergators. Das erhaltene Pigment ist
ein schwarzes Pulver, das beispielsweise zur Färbung von Spinnmassen verwendet werden kann.
Durch geeignete Behandlung mit kupferabgebenden Mitteln kann eine Metallkomplexverbindung von ähnlichem
Farbton mit verbesserter Lichtechtheit erhalten werden.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung neuer wasserunlöslicher
Disazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Tetrazoverbindung eines 3, 3'-Dialkoxy-4, 4'-diaminodiphenyls,
vorzugsweise des 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyls, sowohl mit einer Acylacetylaminoverbindung
als auch mit einem 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamid
in Substanz oder auf einem Substrat, insbesondere auf Cellulosefasern, kuppelt und dabei von wasserlöslich machenden
Gruppen freie Ausgangsstoffe verwendet.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Acetoacetylaminoarylverbindungen
der Benzolreihe als eine der Azokomponenten verwendet.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamide,
deren Arylrest der Benzolreihe angehört, als eine der Azokomponenten verwendet.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung der Tetrazoverbindung
mit beiden Azokomponenten gleichzeitig erfolgt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das molare Mengenverhältnis Acyl
acetylaminoarylverbindung zu 2 - Oxynaphthalin-3-carbonsäurearylamid
2:8 bis 9:1, vorzugsweise 2 : 8 bis 8 : 2 beträgt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Tetrazoverbindung in
stabilisierter Form, z. B. als Bis-antidiazotat oder Bisdiazoaminoverbindung, verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 636 352.
Deutsche Patentschrift Nr. 636 352.
© 709' 508/416 4.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1128837X | 1954-08-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=4559053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC11624A Pending DE1007906B (de) | 1954-08-04 | 1955-07-29 | Verfahren zur Herstellung wasserunloeslicher Disazofarbstoffe |
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| DE (1) | DE1007906B (de) |
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE636352C (de) * | 1933-09-07 | 1936-10-12 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
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0
- BE BE540336D patent/BE540336A/xx unknown
-
1954
- 1954-08-04 CH CH328398D patent/CH328398A/de unknown
-
1955
- 1955-07-29 DE DEC11624A patent/DE1007906B/de active Pending
- 1955-08-04 FR FR1128837D patent/FR1128837A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE636352C (de) * | 1933-09-07 | 1936-10-12 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1128837A (fr) | 1957-01-10 |
| BE540336A (de) | |
| CH328398A (de) | 1958-03-15 |
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