DE1007142B - Verfahren zum wahlweisen Herstellen von phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden, emaillierten Leuchtschildern - Google Patents
Verfahren zum wahlweisen Herstellen von phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden, emaillierten LeuchtschildernInfo
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, phosphoreszierende Emails nach dem sogenannten Naßpuderverfahren herzustellen,
indem in oder auf die Naßmasse eine trockene Puderschicht aufgetragen, dann die beiden Schichten angetrocknet
und zusammen gebrannt werden.
Ferner ist bekannt, zum Zweck der Einsparung an teueren Erregersubstanzen feueremaillierte Leuchtschilder
unter gleichzeitiger Verwendung selbstleuchtender und phosphoreszierender Leuchtmassen
herzustellen, wobei die beiden Leuchtmassen wieder durch transparente Glasuren voneinander getrennt
aufgetragen und getrennt eingebrannt werden. Um ferner das Haften der selbstleuchtenden Pigmente auf
den mit den Schichten versehenen Leuchtschildern zu erreichen, wurden Klebeschichten auf die fertigen
Unterlagen aufgetragen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein \^erfahren zum
wahlweisen Herstellen von phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden, emaillierten Leuchtschildern,
welches bezweckt, Leuchtschilder mit beiden unterschiedlichen Leuchtbelagen herzustellen, indem zuerst
das phosphoreszierende Leuchtschild in einer Arbeitsstufe hergestellt und dieses dann als Unterlage für das
selbstleuchtende Schild benutzt wird, falls ein solches gewünscht wird. Sowohl das Herstellen des erstgenannten
Leuchtschildes sowie des zweiten erfolgt in einem einzigen Arbeitsvorgang, und die beiden Verfahrensstufen
können in zusammenhängender Form ausgeführt werden, wodurch eine gegenüber den bisherigen
Verfahren wesentlich vereinfachte und verbilligte Herstellungsweise sich ergibt. Es ist also nach
dem neuen Verfahren der Vorteil gegeben, daß entweder nur ein phosphoreszierendes oder ein selbstleuchtendes
Schild herzustellen ist und die Haltbarkeit und Leuchtkraft solcher Doppelsohilder gegenüber den
bisherigen einfachen Leuchtschildern wesentlich erhöht wird. Vor allem wird durch die gegenseitige
Ergänzung der phosphoreszierenden und selbstleuchtenden Schicht eine Einsparung an teueren
Erregersubstanzen, dann eine Verminderung von Klebe- und Isolierschichten sowie eine Herabsetzung
der Brände erzielt, durchweg Vorzüge von wirtschaftlicher Bedeutung, denn bei einem Massenartikel, wie
ihn Leuchtschilder darstellen, spielen die Herstellungsund damit die Anschaffungskosten zweifellos eine
wesentliche Rolle.
Das neue Verfahren wird wie folgt ausgeführt, wobei in der Zeichnung in schematischer und
deutlichkeitshalber stark vergrößerter Darstellung die einzelnen Arbeitsvorgänge angedeutet sind, und
zwar in
Abb. 1 für ein phosphoreszierendes Leuchtschild und in
Abb. 2 für ein selbstleuchtendes.
Verfahren zum wahlweisen Herstellen
von phosphoreszierenden oder
selbstleuchtenden, emaillierten
Leuchtschildern
Anmelder:
Georg Kaiser, München 12, Anglerstr. 28
Georg Kaiser, München 12, Anglerstr. 28
Georg Kaiser, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ao Mit 1 ist die Unterlage des Schildes bezeichnet, welche aus Blech und Grundemail besteht.
Auf der Unterlage 1 wird zunächst eine Schicht 2 aufgetragen, welche durch ein Weißemail gebildet
wird, die mit etwa 15 bis 20% phosphoreszierenden Leuchtfarbenpigmenten i vermischt ist. Die dünnflüssige
Mischung wird auf die Unterlage 1 aufgestrichen, aufgespritzt oder aufgegossen und dann
etwas angetrocknet, was durch Erwärmung geregelt wird und in kürzester Zeit zu erreichen ist. Auf
die angetrocknete Weiß- und Leuchtschicht 2 siebt man weitere phosphoreszierende, hochfeuerbeständige
Leuchtfarbenpigmente i (z. B. Zinksulfid) gleichmäßig und gut deckend auf, wie sie für eine gute Phosphoreszenz
notwendig sind. Die aufgesiebten phosphoreszierenden Leuchtpigmente werden sodann hauchdünn
mit einer transparenten Glasur überspritzt oder überschüttet.
Hierauf erfolgt erstmals das Einbrennen dieser drei Schichten, und zwar, wie üblich, bei etwa 850° C.
Das phosphoreszierende Leuchtschild ist somit bereits fertig. Man kann aber auch nur die Weiß- und
Leuchtfarbenschicht zusammen einbrennen und nachher noch mit einer transparenten Glasurschicht hauchdünn
überspritzen oder überschütten und nochmals bei 850° C etwa 2 Minuten lang einbrennen.
Falls ein selbstleuchtendes Schild gewünscht wird, wird das Verfahren in der Weise fortgesetzt, daß
(vgl. Abb. 2) auf das fertige Leuchtschild zunächst eine Klebeschicht 4 aufgetragen wird, deren Kleber
So aus einem ausbrennbaren Stoff besteht. Auf diese Haftschicht werden die selbstleuchtenden Pigmente α
gleichmäßig aufgesiebt, ähnlich wie beim phosphoreszierenden Leuchtschild die Pigmente i und dann
eine hauchdünne Deckglasur 5 aufgetragen.
709 506/241
Damit ist auch das selbstleuchtende Schild fertiggestellt und wird mit den sämtlichen Schichten zum
zweiten Mal mit etwa 850° C gebrannt.
Das Einbrennen des selbstleuchtenden Schildes a
kann auch ohne die Deckglasur 5 erfolgen, in welchem Fall diese eines (dritten) zusätzlichen Brandes bedarf.
Nach dem neuen Verfahren hergestellte Leuchtfarbenschilder sind vollkommen wetterfest. Auch bei
stärkster Sonnenbestrahlung tritt keinerlei Vergrauung der phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden
Zinksulfidpigmente ein, wie dies bei Leuchtfarbenschildern, die z. B. in der Lacktechnik hergestellt
wurden, bei Verwendung im Freien schon nach einigen Wochen der Fall ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum wahlweisen Herstellen von phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden, emaillierten Leuchtschildern, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine in bekannter Weise aus einer Fritte mit phosphoreszierendem Leuchtpulver hergestellte, einzubrennende Schicht eine zweite, wieder aus einer Fritte mit selbstleuchtendem Pulver vermischte Schicht bekannter Art aufgetragen und zusammen mit der phosphoreszierenden Schicht eingebrannt wird.ίο In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschrift Nr. 662 727;
schweizerische Patentschrift Nr. 208 356;
deutsche Patentanmeldung D 7553 VI a/48c;
»Handbuch der Emailtechnik« des Vereins Deutscher Emailfachleute e.V., Blatt EIXb, EIXc, FIIg;Stuckert, »Die Emailfabrikation«, 2. Auflage, 1941, S. 257, 258.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709506/241 4.57
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|---|---|---|---|
| DEK15770A DE1007142B (de) | 1952-10-10 | 1952-10-10 | Verfahren zum wahlweisen Herstellen von phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden, emaillierten Leuchtschildern |
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| DE1007142B true DE1007142B (de) | 1957-04-25 |
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| DEK15770A Pending DE1007142B (de) | 1952-10-10 | 1952-10-10 | Verfahren zum wahlweisen Herstellen von phosphoreszierenden oder selbstleuchtenden, emaillierten Leuchtschildern |
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| Country | Link |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE662727C (de) * | 1934-03-09 | 1938-07-20 | Walter Eckhoff Fa Dipl Ing | Verfahren zum Emaillieren von gusseisernen Gegenstaenden |
| CH208356A (de) * | 1937-07-30 | 1940-01-31 | Auergesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von Leuchtemail. |
-
1952
- 1952-10-10 DE DEK15770A patent/DE1007142B/de active Pending
Patent Citations (2)
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| DE662727C (de) * | 1934-03-09 | 1938-07-20 | Walter Eckhoff Fa Dipl Ing | Verfahren zum Emaillieren von gusseisernen Gegenstaenden |
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