DE100581C - - Google Patents

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DE100581C
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cards
card
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C15/00Pattern cards or chains
    • D03C15/08Apparatus for interconnecting, e.g. by lacing, or disconnecting pattern cards

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den Jacquardkarten-Bindemaschinen, bei denen die Bindung in ähnlicher Weise wie bei der Doppelsteppstichnähmaschine mittelst Nadeln und Schiffchen geschieht, ist es erforderlich, dafs die Karten um verschieden grofse Stichlängen weiter gerückt werden, so dafs man nicht mit einem gleichmäfsigen Vorschub arbeiten kann.
Man verwendet zu diesem Zwecke ein sehr complicirtes Klinkwerk, wie ein solches z. B. die Patentschrift Nr. 38527 aufweist.
Dieses Klinkwerk ist aber sehr starker Abnutzung unterworfen, und es ist bei Aenderung der Karten von Zweiloch- auf Vierlochkarten ein Auswechseln vieler Theile und ein schwieriges Einstellen erforderlich.
Um die Umwandlung der Maschine von Zweiloch- auf Vierlochkarten zu erleichtern, ist die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Einrichtung getroffen.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung an der Maschine angebracht, von der Seite gesehen.
Fig. 2 zeigt dieselbe im Grundrifs.
Fig. 3, 4, 5, 6, 7 und 8 zeigen das Arbeiten des Excenters für Zweilochkarten.
Fig. 9 zeigt die Kartentransportvorrichtung im Grundrifs.
Fig. 10 zeigt genähte Zweilochkarten.
Fig. 11 zeigt genähte Vierlochkarten
Auf der Welle w des Zahnsectors a (Fig. 1 und 2), der in die Zahnstange % des Kartenschiebers b eingreift, ist eine Kurbel c befestigt, welche mit ihrer Rolle r auf dem Excenter e> aufliegt und von einer Feder f, die am Umfang der gleichfalls auf der Welle n> befestigten Scheibe g angreift, angedrückt wird.
Das Excenter e sitzt fest auf der WTelle h, aufweiche die Kettenräder k1 k2 lose aufgesteckt sind, von denen mittelst des auf dem vierkantigen Theil der Welle h verschiebbaren Klauenmuffes m entweder das eine oder das andere mit der Welle verkuppelt wird. ·
Auf der Antriebswelle i stecken fest die Kettenräder klx k2x, welche durch Ketten die Räder k1 und k2 in Umdrehung versetzen. Die Anzahl der Zähne der Räder Α1* k' k2x k2 ist so gewählt, dafs bei einer Umdrehung der Antriebswelle i das Rad k2 eine Drittel- und das Rad kl eine Fünftelumdrehung macht. Zwischen den beiden Kettenrädern k1 k'2 ist die Welle k vierkantig, und auf diesem Vierkant kann der an beiden Seiten mit Klauen versehene Muff so verschoben und festgestellt werden, dafs er entweder in die Klauen des Kettenrades k2 oder in die Klauen des Kettenrades kl eingreift. Im ersteren Falle macht die Welle h eine Umdrehung, während die Welle i sich dreimal umgedreht hat. Da nun bekanntlich bei jeder Umdrehung der Hauptwelle i ein Stich der Naht vollendet wird, so kommen auf eine Umdrehung der Welle h drei Stiche der Naht, und da hierbei Karten mit zwei Löchern genäht werden, kommt von diesen Stichen einer zwischen die beiden zu verbindenden Karten und die übrigen Stiche kommen in die beiden Löcher der anzubindenden Karte (Fig· 7)·
Diesen drei Stichen entsprechen drei Stellungen der Transportschienen b, welche von der Curvenscheibe e, die dementsprechend drei in verschiedenen Entfernungen vom Mittelpunkt liegende Kreisbögen enthält, und der Rolle r

Claims (1)

  1. und somit auch dem Hebel c drei verschiedene Ruhestellungen (Fig. 3,4 und 5) ertheilt, ihre Bewegung erhalten. Der Hebel c und der Zahnsector α sind mit der Welle w fest verbunden; der Zahnsector α greift in die Zahnstange \ ein, die an der die Transportschienen b tragenden Querschiene ο angeschraubt ist und so den Transportschienen und den darauf liegenden Jacquardkarten die richtige Stellung giebt.
    Die beiden Transportschienen b (Fig. 9) sind am anderen Ende durch die Querschiene t verbunden , welche unter dem die Karte k enthaltenden Kasten sich hin- und herbewegt und die unterste der Karten den Nadeln zuschiebt.
    Der Transport der Karten ist durch die Fig. 3 bis 8 veranschaulicht und geschieht wie folgt:
    In Fig. 3 hat sich vor die Querschiene t die unterste der Karten k gelegt, und während die Rolle r auf dem kleinsten Kreisbogen der Curvenscheibe e läuft, wird von den Nä'hwerkzeugen, Nadel, Schiffchen und Faden, ein Stich vollendet. Während die Nadel unten steht, steigt die Rolle r von dem kleinsten auf den mittleren Kreisbogen der Curvenscheibe e, und unter Vermittelung von c a \ und t rückt die anzuheftende Karte sammt den bereits gehefteten um eine Stichlänge weiter, wonach, so lange die Rolle r auf dem mittleren Kreisbogen der Scheibe e läuft, der zweite Stich vollendet wird (Fig. 4). Hierauf steigt die Rolle r auf dem grofsen Kreisbogen der Scheibe e und die Karten werden um die Gröfse der Entfernung ihrer Löcher weiter gerückt, so dafs nunmehr die Nadeln η in die . letzten Löcher der anzuheftenden Karte stechen und, während die Rolle r auf dem gröfsten Kreisbogen läuft, den dritten Stich vollenden.
    Hierauf steigt die Rolle r (Fig. 6) auf die Nase s der Curvenscheibe e, wodurch die soeben geheftete Karte über die Nadeln η hinausgerückt wird und letztere hinter dieser Karte einstechen/
    Von jetzt ab geht die Rolle r vom höchsten bis zum tiefsten Punkt der Scheibe e. Die gesammte Fortrückvorrichtung wird von der Feder f (Fig. 1) zurückgezogen, während die Nadeln η die Rückwärtsbewegung der Karten verhindern (Fig. 7). In der äufsersten Linksstellung der Schiene t legt sich eine neue Karte vor letztere (Fig. 8) und wird nach und nach in der oben beschriebenen Weise weiter geführt.
    Sollen Karten mit vier Löchern gebunden werden, so schiebt man den Muff m so, dafs er und sonach auch die Welle h von dem Rad k1 mitgenommen wird, und steckt an Stelle der Curvenscheibe e mit drei Ruhebögen eine solche mit fünf Ruhebögen auf, deren Entfernungen vom Mittelpunkt der Welle /2 so bemessen sind, dafs die Nadeln η einmal zwischen die Karten und dann der Reihe nach in die vier Löcher der Karten stechen (Fig. 11).
    Patenτ-Anspruch:
    Fortrückvorrichtung für die Karten von Karten-Bindemaschinen der durch D. R. P. Nr. 38527 geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs die den verschieden langen Bindestichen entsprechenden Stellungen der Transportschienen (b und t) von einer Curvenscheibe (e) hervorgerufen werden, welche auf eine Welle (h) aufgesteckt wird, die beim Binden von Zweilochkarten eine Drittel- und beim Binden von Vierlochkarten eine Fünftelumdrehung während einer Stichbildung macht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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