DD69722B1 - Schaedlingsbekaempfungsmittel mit depotwirkung - Google Patents
Schaedlingsbekaempfungsmittel mit depotwirkungInfo
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- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
• .
Es ist bekannt, daß viele Derivate der Phosphorsäure ausgezeichnete biozide Eigenschaften besitzen, welche sie in die Lage versetzen, tierische Schädlinge wie Insekten und deren verschiedene Entwicklungsstadien, Spinnmilben und Nematoden wirksam zu bekämpfen. Die meisten dieser Phosphorsäurederivate sind relativ instabil, zersetzen sich in Gegenwart von Wasser schnell oder verflüchtigen sich infolge ihres hohen Dampfdruckes, so daß nach verhältnismäßig kurzer Zeit ein starker Wirkungsabfall eintritt.
Zweck der Erfindung ist es, Präparate zu schaffen, welche in der Umgebung der zu schützenden Objekte eine wesentlich verlängerte Wirkung entfalten, ohne daß deswegen die Aufwandmenge erhöht zu werden brauchte.. Die erfindungsgemäßen Präparate enthalten besonders solche Wirkstoffe, die entweder infolge ihres hohen Dampfdruckes leicht an die Umgebung abgegeben oder solche, die infolge ihrer Fähigkeit, in die Wurzeln der zu schützenden Pflanzen einzudringen, von diesen aus der sie umgebenden Erde aufgenommen werden können. Die Stabilisierung der Phosphorsäurederivate wird dadurch erreicht, daß sie an vernetzte makromolekulare, poröse organische Stoffe, welche an ihrer Oberfläche auch ionisierbare Gruppen wie z.B. SO3H und SO3Me tragen und worin Me = Na, 1/2Mg bedeuten, absorbiert werden.
Durch Variation des Vernetzungsgrades und des Gehaltes an ionisierbaren Gruppen lassen sich Absorptions- und Desorptionseigenschaften und die Hydrophilität der erfindungsgemäßen Präparate in weiten Grenzen verändern und so an den gewünschten Verwendungszweck anpassen. So kann z. B. durch Erhöhung der Zahl der ionisierbaren Gruppen im Makromolekül der Trägersubstanz die Benetzbarkeit der Präparate mit Wasser verbessert und dadurch die Abgabe der Wirkstoffe an eine wasserhaltige Umgebung erleichtert werden. Umgekehrt kann durch Verringerung oder Wegfall des Gehaltes an ionisierbaren Gruppen ein hydrophober Träger erhalten werden, dessen spezifisches Gewicht sich so einstellen läßt, daß das Präparat in Wasser schwimmfähig bleibt. Ein großer Vorteil der erfindungsgemäßen Präparate besteht darin, daß sie sich auf einfache Art und Weise durch Vermischen der Trägerstoffe mit den flüssigen bzw. verflüssigten Wirkstoffen herstellen lassen, ohne daß dazu eine Plastizierung notwendig ist. Die Herstellung der benutzten Trägerstoffe erfolgt z. B. durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart vernetender Stoffe wie Divinylbenzol in einem geeigneten Lösungsmittel und gegebenenfalls anschließende Sulfonierung. Solche Lösungsmittel sind vorzugsweise aliphatische Kohlenwasserstoffe. Durch Variation der Lösungsmittelmenge kann der Grad der Porosität der Träger verändert werden. Folgende Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie auf diese Beispiele zu beschränken:
Es wurden 80g eines porösen Trägers, bestehend aus dem Na-SaIz der mit Divinylbenzol vernetzten Polystyrolsulfonsäure, mit einer Oberfläche von etwa 32 m3/g mit 20 g Dimethylchlorvinylphosphat versetzt und durch kurzes Schütteln miteinander vermischt. Dabei wurde ein völlig trockenes, rieselfähiges Granulat erhalten.
Es wurden 70g eines mit Divinylbenzol vernetzten porösen Styrolpolymerisates mit einer Oberfläche von 50m2/g mit 30g Dimethyldichlorvinylphosphat versetzt und durch kurzes Schütteln miteinander vermischt. Dabei wurde ein völlig trockenes, rieselfähiges und stabiles Granulat erhalten, welches schwimmfähig ist.
40g des Mg-Salzes der mit Divinylbenzol vernetzten Polystyrolsulfonsäure wurden mit 60g Dimethylchlorvinylphosphat versetzt und durch kurzes Schütteln miteinander vermischt. Dabei wurde ein völlig trockenes, rieselfähiges und stabiles Granulat erhalten.
Es wurden 40g 0,0-Dimethyl(1-hydroxy-2,2,2-trichlorethyl)phosphonsäureester durch kurzes Erwärmen geschmolzen und mit 60g einer mit Divinylbenzol vernetzten Polystyrolsulfonsäure versetzt und durch kurzes Schütteln miteinander vermischt. Dabei wurde ein trockenes und rieselfähiges Granulat erhalten.
-4- 0691722
50mg des im Beispiel 1 beschriebenen Granulates wurden in einer gasdurchlässigen Papiertüte in ein Glasgefäß von 151 Inhalteingehängt. In dieses Gefäß wurden bei 20 bis 25"C nach in derfolgenden Tabelle beschriebenen Zeiten 2 bis 4 Tage alte Fliegen(Musca domestica) eingebracht, und es wurde die Zeit bestimmt, nach der 50% der eingebrachten Fliegen flugunfähig warten(ETso-Werte). Zwischen den einzelnen Versuchen wurde das Gefäß jedesmal belüftet und dadurch von gasförmig enthaltenem
des Versuchs 1 6 24 28 56 77
In ein Glasgefäß mit 3I Wasser wurden 100 mg des Präparates nach Beispiel 2 eingebracht. Nach den in derfolgenden Tabelle beschriebenen Zeiten wurden 0,8 ml des so behandelten Wassers in Petrischalen, in denen sich jeweils 20 Fliegen auf einem Papierfilter befanden, eingebracht, und es wurden aus mehrfachen Wiederholungen die ETso-Werte bestimmt. Der gleiche: Versuch wurde unter Verwendung von 40mg eines 50%igen flüssigen DDVP-Emulsionskonzentrates anstelle des Präparates nach Beispiel 2 durchgeführt.
| ETso-Werte (Min.) | 1 | 14 | 35 | 49 | 72 |
| Tage nach Beginn | 35 | 32 | 70 | 190 | 180 |
| des Versuchs | |||||
| Präp. nach Beispiel 2 | 23 | 23 | 62 > | 360 > | 24I- |
| flüssiges DDVP-Emul- | |||||
| sionskonzentrat | |||||
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:1. Schädlingsbekämpfungsmittel mit Depotwirkung auf Basis von Phosphorderivaten der allgemeinen Formelν 'in der A und 6 = niedere Alkoxygruppen mit 1 bis 4 C-Atomen, niedere Alkylaminogruppen, niedere Dialkylaminogruppen und die Aminogruppen, wobei A und B gleich oder verschieden sein können und^C = -CH-CC1-, -0-CH a CCl2,-OCHBr-CCl2Br, -0-C » CH-CO-CH3,CH3HO-0-C * CCl-COU(C2H5)2, -0-C = C-H-N(CH3)2, CH3Jl-Y-CH2CH2-S-CH3, -Y-CH2CH2-S-C2H5, -Y-CH2CH2-SO-C2H5, -Y-CH2CH2-SO-CH3,-Y-CHCH2-SO-C2H5, -Y-CH2CH2(C2H5)2, CH-j-S-CH-COOC2H5 -S-CH2-CO-MH-CH3,-S-CH2-CH = CH2,HH2-S-CH2 --SCH3 undCH3Cl►-Br und Y und Z=O oder S bedeuten Clund einem porösen vernetzten polymeren Träger, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger ein mit Divinylbenzol räumlich vernetztes Styrolpolymerisat mit großer Oberfläche enthalten ist.
- 2. Schädlingsbekämpfungsmittel mit Depotwirkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger an seiner Oberfläche ionisierbare Gruppen enthält wie SO3H und SO3Me, worin Me = Na und V2 Mg bedeuten.Die Erfindung betrifft Schädlingsbekämpfungsmittel mit Depotwirkung, welche als Trägermaterial vernetzte hochmolekulare poröse organische Stoffe mit innerer Oberfläche und als Wirkstoffe die an sich bekannten Phosphorsäurederivate der ; allgemeinen Formelenthalten, in der A und B = niedere Alkoxygruppen mit 1 bis 4 C-Atomen, niedere Alkylaminogruppen, niedere Dialkylaminogruppen und die Aminogruppe, wobei A und B gleich oder verschieden sein können undC. = -CH-CCl3, -0-OH = CCl2, θΉ-OCHBr-CCl2Br, -0-C = CH-CO-CH3,CH3-0-C « CC1-COU(C2H5)2, -G-C = CH-C0-N(CH3)2, CH3 CH3-0-C = CHCl Cl-Cl -Y-CH2-CH2-S-CH3, -T-CH2-CH-1-CH2-CH2-SO-C2H5, -Y-CH2-CH2-SO-CH3,-Y-CH-CH2-SO-C2H5, -Y-CH2-CH2-Bf(C2H5)2 CH3-S-CH-COOC2H5, -S-CH2-CO-UH-CH3.CH2-COOC2H5 -S-CH2-CH = ~-SCH,JH3
Cl J-0-/ \-Br und X und Y=O oder S bedeuten.
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1968
- 1968-05-08 DD DD13199568A patent/DD69722B1/de unknown
- 1968-10-03 BG BG010757A patent/BG17278A3/xx unknown
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