CH99772A - Abwärmeverwertungsanlage für Zellulosekocher. - Google Patents
Abwärmeverwertungsanlage für Zellulosekocher.Info
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Description
Abwärmever Wertungsanlage für Zellulosekocher. Bei der Zellstoffabrikation im Kocher betrieb stehen zu Ende eines jeden Kochvor ganges grosse Mengen von heisser Ablauge, Dämpfen und bei gewissen Verfahren auch von heissem, gebrauchtem Waschwasser zur Verfügung. Die Wiedergewinnung der in solcher Ablauge und solchem Waschwasser enthaltenen Abwärme wurde bisher insbe sondere infolge des absatzweisen Anfalles derselben erschwert.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Abwärmeverwertungsanlage für Zellulosekocher, bei welcher in einfacher Weise @ eine gute Ausnutzung der Abwärme der Ablauge und des verbrauchten Wassers möglich ist. Zu diesem Behufe ist bei der Abwä rmeverwertungsanlage gemäss vorlie gender Erfindung der Kocher über einen Zwischenbehälter mit einem Gegenstrom apparat verbunden, an den anderseits eine Frischwasserleitung und ein Heisswasser sammelbehälter angeschlossen sind.
Die in Zwischenräumen anfallende Ablauge und das verbrauchte Wasser werden zunächst im Zwischenbehälter aufgefangen, um von hier unter Wärmeabgabe an das Frischwasser be ständig durch den Gegenstromapparat abzu fliessen.
Der Kocher kann durch eine besondere Leitung mit dem Heisswasserbehälter ver bunden sein. Durch diese Leitung kann vor dem Ablassen der Ablauge der Dampf aus dem Kocher in den Heisswasserbehälter ab gelassen werden.
Zwischen dem Zwischenbehälter und dem Heisswasserbehälter kann eine Verbindungs leitung vorgesehen sein, welche zum Über führen der Dämpfe, die infolge Nachver dampfung der unter Druck aus dem Kocher in den Zwischenbehälter abgelassenen Ab lauge entstehen, in den unter Atmosphären druck stehenden Heiss.wassersammelbehälter dient.
In der Leitung zwischen Zwischenbehäl ter und Gegenstromapparat kann zweck mässig ein Regelorgan vorgesehen sein, wel ches das ununterbrochene Abfliessen des In haltes des Zwischenbehälters in den Gegen stromapparat gewährleistet. Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Er findungsgegenstandes schematisch veran schaulicht.
Fig. 1 zeigt die erste Ausführungsform, und Fig. 2 die zweite.
Einander entsprechende Teile sind in den beiden Figuren mit demselben Bezugszeichen belegt.
1 bezeichnet einen Zellulosekocher, der auf nicht gezeigte Weise beispielsweise mit Frischdampf geheizt werden kann. Dieser Kocher ist mit einer Ablauge- und Wasch wasser-Auslassleitung 2 versehen, welche in eine Sammelleitung 3 für Ablauge und Waschwasser mündet. An diese Leitung 3 können mehrere Zellulosekocher, von dersel ben Beschaffenheit wie der Kocher, ange schlossen sein. 4 ist ein Zwischenbehälter, in den die Ablauge und das Waschwasser= aus dem Kocher 1 absatzweise abgelassen wird. Dieser Behälter ist mit einem Gegenstrom apparat verbunden, der aus zwei ineinander angeordneten Rohrsystemen 5, 6 besteht. Durch das innere Rohrsystem 5 fliesst der Inhalt des Behälters 4 ab,. wobei dessen Durchfluss durch ein Einstellorgan 7 be herrscht wird.
Das äussere Rohrsystem 6 ist mit einer Frischwasserleitung verbunden. Der Zufluss des Frischwassers wird durch ein Ventil 8 beherrscht. Das Rohrsystem 6 steht ferner durch eine Leitung 9 mit einem Be hälter 10 in Verbindung. Letzterer weist einen von einem Ventil 11 beherrschten Aus lass 12 auf. 13 bezeichnet eine absperrbare Leitung, welche den Kocher 1 mit dem Heiss wasserbehälter 10 zu verbinden gestattet.
Nach Beendigung einer Kochung wird zunächst der Druck im Kocher 1 abgelassen. Der dabei durch Nachverdampfung sich bil dende Dampf wird zur Abwärmeverwertung herbeigezogen, indem er durch die Leitung 13 unmittelbar in den Behälter 10 abgelassen wird. Die nach jeder Kochung, dann mit einer Temperatur von 90 bis<B>100'</B> aus dem Kocher 1 anfallende Ablauge und das an fallende Waschwasser werden in dem Zwi- schenbehälter 4 aufgespeichert, aus dem sie ununterbrochen durch das Rohrsystem 5 durchfliessen.
Die aus dem Behälter 4 aus strömende Flüssigkeit gibt im Gegenstrom apparat 5, 6 ihre Wärme an das von unten nach oben durch das Rohrsystem 6 fliessende Frischwasser ab, welches im Behälter 10 ge sammelt wird. Das durch die Leitung 12 ab fliessende heisse Wasser wird einesteils nach Mischung mit konzentrierter Kochlauge oder dergleichen für die nächste Kochung, andern teils als Waschwasser verwendet. Durch Einführung von schon heisser Frischlauge in den Kocher 1 kann der Kochprozess- abge kürzt und an Frischdampf gespart werden. Ferner hat es sich gezeigt, dass es für die Güte des Stoffes von günstigem Einfluss ist., wenn gut gewaschen und die Wascheng mit warmem Wasser ausgeführt werden kann.
Die Wärmeeinheiten, die in der beschriebenen Anlage aus gewonnen und dem Frischwasser zugeführt werden, ermöglichen es, eine wesentliche Ersparnis an Brenn. material, das zum Heizen .des Kochers 1 ver brannt werden muss, zu erzielen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführung ist noch eine Verbindungsleitung 14 zwischen dem Zwischenbehälter 4 und dem Heisswas serbehälter 10 vorgesehen. Diese Leitung 14 dient zum Überführen der Dämpfe, welche infolge Nachverdampfung der unter Druck aus dem Kocher 1 in den Zwischenbebälter 4 abgelassenen Ablauge entstehen, in den unter Atmosphärendruck stehenden Heisswasser behälter 10. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, kann in der Leitung zwischen Zwisehenbebälter 4 und Gegenstromapparat 5, 6 ein Regelorgan 15 vorgesehen sein, welches das uaunter- brochene Abfliessen des Inhaltes des Zwi schenbehälters 4 in den Gegenstromapparat gewährleistet.
Erforderlichenfalls kann der Zwischen behälter 4 noch mit Mitteln versehen sein, die eine Reinigung der in denselben gelangenden Flüssigkeiten gestatten. Die dann beispiels weise aus der in den Zwischenbehälter 4 fliessenden Ablauge sich absetzenden festen Bestandteile können von Zeit zu Z,!il auf zweckmässige Weise aus diesem Behälter 4 entfernt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Abwärmeverwertungsanlage für Zellu- losekocher, dadurch gekennzeichnet, dass der Kocher über einen Zwischenbehälter mit einem Gegenstromapparat verbunden ist, an den .anderseits eine Frischwasserleitung und ein Heisswassersammelbehälter angeschlossen sind, wobei in Zwischenräumen anfallende Ablauge und gebrauchtes Wasser zun@i,!:list im Zwischenbehälter aufgefangen werden und von hier unter Wärmeabgabe an das Frisch wasser ununterbrochen durch den Gegen. stromapparat abfliessen.UNTERANSPRÜCHE: y.. Abwärmeverwertungsanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kocher durch eine besondere Leitung mit dem Heisswasserbehälter verbunden ist, durch welche vor dem Ablassen der Ablauge Dampf aus dem Kocher in Zen Heisswasserbehälter abgelassen werden kann.2. Abwärmeverwertungsanlage nach Pateni- anspruch und Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch eine Verbindungsleitung zwischen Zwischenbehälter und Heisswas serbehälter, welche zum Überführen der infolge Nachverdampfung der unter Druck aus dem Kocher in den Zwischenbehälter abgelassenenAblauge entstehendenDämpfe in den unter Atmosphärendruck stehenden Heisswassersammelbehälter dient.3. Abwärmeverwertungsanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leitung zwischen Zwischenbehälter und Gegenstromapparat ein Regelorgan vorgesehen ist, welches das ununterbro chene Abfliessen des Inhaltes des Zwi schenbehälters in den Gegenstromapparat gewährleistet. 4. Abwärmeverwertungsanlage nach Pa;ieiit- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenbehälter mit Mitteln ausge rüstet ist, die eine Reinigung der in den selben gelangenden Flüssigkeiten ge statten:
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