Vertikale Verbrennungskraftmaschine. <B>in</B> Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine vertikale Verbrennungskraftmaschine, vorzugsweise für Schiffsantrieb, bei welcher ein zur Übertragung von Kräften auf das Fundament dienendes Säulengebälk vorhan- (Icn ist, das den Zylinder umgibt, weleher seinerseits in der Mitte von einem unterhalb des Säulengebälkes gelagerten Kühlmantel zefasst ist, während er an beiden Enden sich frei ausdehnen kann.
Bei den bisherigen Verbrennungsmasehinen dieser Gattung ist der Zylinder entweder aus einem Stück mit dem ihn umgebenden Kühlmantel hergestellt, oder es ist ein Stahl mantel mit einem gusseisernen Einsatz ver sehen, wobei der Mantel zur Aufnahme der Ver(Iie'hti-ings- und N'erbrennungsdrücke be stimmt ist.
In beiden Fällen war es bisher gebräuchlich, dass der Zylinder und sein Mantel das Gewicht anderer, oberhalb der- selbert liegenden Maschinenteile aufnahmen und ebenso an diesen Masc'hinenteilen auf tretende Seitendrücke; Diese Seitendrücke können verschiedene Ursache haben. Ist die Maschine zum Beispiel auf einem Schiffe montiert, so können sie von seitlichen Schwaii- kungen. oder Anstoss desselben herrühren.
Bei stationären Maschinen mit seitlich des Zylinders vorgesehenem Kolbengestänge kann dieses die Ursache der Seitendrücke sein und dergleichen mehr. Wollte man die Über tragung der Seitendrücke auf den Zylinder ZD vermeiden, so müsste man diesem, bezw. dem Mantelgussstück eine sehr verwickelte Form geben.
Bei Maschinen, bei welchen der Mantel und der Einsatz als getrennte Gussstücke aus- geffthrt sind, war es gebräuchlich, beide Teile an einem Ende am Gestell zu befesti gen. Beim Betrieb dieser Maschine erwärmt sich der Einsatz mehr als der Mantel, so dass bei den -#Tentilverbind-tiDo-en und andern Or ganen, welche mit dem Verbrennungsraum in der Mitte des Zylinders in Verbindung stehen, dem Ausdehnungsunterschied zwi- sehen Einsatz und Mantel Rechnung getra gen werden musste.
Diesen Übelständen soll der Gegenstand vorliegender Erfindung abhelfen. Beiliegende Zeichnuin, veranschaulicht beispielsweise eine Ausführungosforin des Ei r- findungsgegenstandes als vertikale Verbren- ZD iningskraftmaschine für Schiffsantrieb -mit fregenläufigen Kolben, bei welcher der obere Kolb#,n mittelst seitlich des diesen < ,#ernein- ,
#i vlinders vorcesehener Gestän-e auf amen Z (eine gemeinsame Kurbelwelle treibt.
Fig. <B>1</B> ist ein senkrechter axialer Schnitt flurch den Zylinder mit gegenläufigen Kolben; Fil-. <B>22</B> zeigt dieselbe Masühine im Auf- riss.
Auf den Haupttragsätilen <B>10, 11</B> der Ma schine ist ein Brückenstück<B>1:)</B> befestigt, wel- elles sich über alle Säulen erstreckt. Auf das Brückenstück 12 ist ein Säulengebälk mon tiert, welches einen Unterteil<B>13.</B> Säulen 14 und eine obere Platte<B>15</B> aufweist.
Das was- #;ero-ekühlte Auspuffgehäuse<B>16</B> der 31aschine ist auf der Platte<B>15</B> befe,4io#t und ir;i",-t die Kreuzkopfführungen und andere Teile der liffaschine, -,welche zum obern Kolben gehören und all-emein mit<B>17</B> bezeichnet sind.
Der Einsatz<B>18</B> wird getra.gen von einem Kühlmantelteil <B>19,</B> dessen Unterteil 20 auf dem Brüe,],:enstü(,lz 12 ruht. Der Wasser- mantelteil <B>19</B> schliesst sieh bei 21 dicht an den mittleren Teil des Einsatzes<B>18</B> und nimmt dort das Gewicht des Einsatzes<B>18</B> auf.
Das Brennstoffventil<B>29-,</B> sowie alle an- Jern mit dem Innern des Zylinders in Ver- -bindun(r stehenden Ventile, die auf der Zeich nung nicht ersichtlich sind, sind in dieser Zone. untergebracht, da hier keine durch Ausdehnungsunterschiede verursachte rela- tive Bewegung g zwischen Einsatz und Man- tel stattfinden kann.
Sonst besteht nirgends eine feste Verbindung zwischen Einsatz und Zylindermantel, so dass der Einsatz sieh nach beiden Seiten frei ausdelinen kann.
Das untere Ende des Kühlwasserraumes ist aussen durch eine innere Wand<B>23</B> des Briiei#erisiüeL-es <B>1-9</B> begrenzt; Rohranschlüsse 24 dienen zum Einführen von Wasser in den Manfel.
Unten ist der Kühlwasserraum mittelst einer Stopfbüchse<B>25</B> abgedichtet. Auf dem Kühlmantelteil <B>19</B> ist ein zyliii- drischer Kühlinantelteil <B>216,</B> welcher mit dem zylindrischen Kühlmantelteii <B>27</B> durch eine Stopfbüchse<B>28</B> dicht verbunden ist. Der Teil 'li bildet oben eine Stopfbüchse <B>9-9,</B> die zwi- sehen dem untern. Ende des Auspuffgehäuses <B>16</B> und dein Einsatz<B>18</B> dichtet.
Eine weitere Brichse <B>30</B> dichtet am obern Ende des Aus puffgehäuses '20 demselben und dein Einsatz<B>18,</B> und eine Stopfbüchse<B>31</B> dichtet den Kühlwasserraum am obern Ende ab.
Für den Wasserauslass ist ein Ptohran- sehluss <B>32</B> am obern Ende des 1,-,'ühlwasser- raumes des Auspuffgehäuses<B>16</B> vorgesehen.
Das Kühlwasser tritt durch die Rohr- ansehlüsse 24 in den Mantel ein und -elit <B>en</B> nach aufwärts durch die Teile<B>23, 19</B> bis zum Teil<I>21 des</I> Mantels. Von dieser Stelle (re Wi el <B>,</B> ht das asser durch eine :
Reihe Längs nuten<B>33,</B> welche im Einsatz vorgesehen sind, empor,-in derf Teil<B>26.</B> Durch die. -Nuten<B>33</B> für die )Vasserführun- wird das -enaue An passen des Mantels 21 auf den Einsatz<B>18</B> nicht beeinfriiehtigt. Das Wasser dringt nach ,iufw < #i,rts bis zum Auspuffgehäuse und geht, an Auspufföffnungen <B>35</B> mittelst Läng'.s- kanälen 34 vorbei,
welch letztere in den Siewen <B>38</B> des Einsatzes zwischen den Off- nungen 3-5-vorgeselien sind. Diese Bauart ge stattet eine ausreichende Kühlung der Stege <B>38,</B> welche sonst immer durch die Überhit- 7ung leiden. Das Wasser geht dann aus den Kanalen 34 in den Manfel des Auspuffge häuses<B>16</B> und von dort in die Ableitung<B>32.</B>
Bei der gezeigten Ausführungsform sind im Zylinder zwei gegenlaufige Kolben<B>36, 37</B> vorhanden. Wenn mir ein Kolben in jedem Zylinder angeordnet ist, wird (las Auspuff gehäuse<B>16</B> durch den Z-,#,linclerlzopf ersetzt sein, wobei das Gewicht des Kopfes und der damit verbundene Teil in gleicher Weise durch ein S-Julengebälke <B>13.</B> 14,<B>1.5</B> getragen wird.
Die Verwendung eines Säulengebälkes offener Form,<B>d.</B> h. eines Säulengebälkes, welches aus obern und untern, durch Säulen verbundenen Platten besteht, macht den Zy- lindermantel, die Büchsen und die Ventile leicht zugänglich.