Zw anglänfiges Klinkengesper r e. Bei den bisher bekannten Klinken gesperren erfolgt der Eingriff der Klinken in die Sperrzähne des zweiten Gesperrteils unter .anderem unter Einwirkung von Schwer kraft, Federkraft, Reibung oder Fliehkraft. Derartige Klinkengesperre arbeiten somit nicht zwangsläufig und gewährleisten keinen verlässlichen Eingriff der Sperrklinken in die Sperrzähne .des andern Gesperrteils. Auch weisen die bisher bekannten Klinkengesperre zum Teil sehr komplizierte Bauart auf.
Sämtliche der vorstehend angeführten Nach teile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt, und zwar dadurch, .dass die Klinken des einen Gesperrteils und die Zähne des an dern Gesperrteils mit Steuermitteln ausge stattet werden.
die bei Leerlauf des G esperres mindestens eine Klinke des einen Gesperr- teils zwangsläufig derart steuern, -.dass diese zur Verhinderung der Rückdrehung beim Beginn derselben in mindestens einen Zalin des andern Gesperrteils eingreift.
In der Zeichnung sind verschiedene Aus führungsbeispiele der Erfindung veranschau licht. Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Ausfüh rungsform des Gesperres im Längsschnitt und zwei Querschnitten, wobei Fig. 2 die Stellung der Gesperrteile im gesperrten Zustande und Fig. 3 die Stellung derselben beim Leerlauf zeigt.
In den Fig. 4 bis 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel im Längsschnitt und zwei Querschnitten mit verschiedenen Stel lungen der Gesperrteile gezeigt;
die F ig. 7 bis 9, sowie die Fig. 10 bis 12 zeigen ein drittes und viertes Ausführungsbeispiel eines Klinkengesperres gemäss der Erfindung; die Fig. 1.3, 14, sowie 15, 16 und 17, 18 veran schaulichen drei weitere Ausführungsformen von Klinkengesperren gemäss der Erfindung in Längsschnitten und Querschnitten.
Bei sämtlichen in den Zeichnungen dar gestellten Ausführungsbeispielen stellt 1 den einen Gesperrteil (z. B. den sich drehenden Gesperrteil) und 2 den andern Gesperrteil (z. B. den ortsfest angeordneten Cxesp-zrrteil) dar. x sind die auf dem Gesperrteil 1 vor gesehenen Klinken und y die mit den Klin ken x zusammenwirkenden Sperrzähne des G.esperrteils 2.
Die Klinken<I>x,</I> sowie die Sperrzähne <I>y</I> weisen eigenartige Steuermittel z', "" auf, die beim Leerlauf des Gesperres die Klinken des Gesperrteils 1 derart zwangsläufig steuern, dass diese ständig in der vorbereiten den Stellung für ihren Eingriff in die Zähne y des Gesperrteils 2 gehalten werden.
Die Steuermittel der Klinken x und der Sperr zähne y können verschieden ausgebildet sein; sie bestehen bei den in den Zeichnungen dar gestellten Ausführungsbeispielen aus Steuer flächen z' bezw. die auf den Klinken und den Sperrzähnen angeordnet sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 bis 3 weist das Klinkengesperre eine zweiarmige Klinke x auf, die in einem Schlitz 5 des scheibenförmig ausgebildeten Gesperrteils 1 schwingbar eingesetzt ist. 6 ist der Drehzapfen der Klinke x. 7, 8 sind die im stumpfen Winkel zueinander angeordneten Grundflächen des Schlitzes 5. Der eine Arm der Klinke x ist als Sperrkörper 10 ausge bildet. Der zweite Arm der Klinke x bildet einen Steuerkörper 11, der auf seinem äussern Ende die Steuerfläche r' trägt.
"Der zweite Gesperrteil 2 wird von einer durch irgend ein Mittel, z. B. durch einen Keil festgehaltenen Scheibe, gebildet, die auf ihrem Rande die Sperrzähne y aufweist. Die Sperrzähne besitzen dreikantige Quer schnittsform und sind derart auf dein Ge- sperrteil 2 angeordnet, dass sie den Gesperr- teil 1 mit Spiel seitlich umgreifen. a" stellen die auf den Sperrzähnen y vorgesehenen Steuerflächen dar, die, wie, nachstehend be schrieben, die zwangsläufige Steuerung der Klinken x bewirken.
Angenommen, das Gesperro befindet sich in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung und die zu sperrende Kraft wirke in der Dreh richtung 1r. In diesem Falle greift der Sperr körper 10 der Klinken x in einen der Sperr zähne y des nicht drehbaren Gesperrteils 2 ein und bewirkt die Stillsetzung des Gesperr- teils 1.
Beim Leerlauf (das ist bei Drehung des Gesperrteils 1 entgegengesetzt der Pfeil richtung<I>p)</I> werden -die Klinken <I>x</I> abwech selnd z#vangsläufig ein- und ausgeschaltet. Es schlägt zunächst ein Zahn y des Gesperr- te.ils 2 gegen den Klinkenarm 10 und bewirkt ein Verschwenken der Klinken x um den Drehzapfen 6 (ver;l. Klinkenlage in Fig. 3).
In dieser Lage ruht der Klinkenarm 10 mit seiner innern Kante auf der Grundfläche 8 des Schlitzes 5 auf, während der Arm 11 mit seiner Steuerfl;iehe ::' auf dem Schlitz Herausragt. Bei der #veiteren Leerlaufbewe- gung des Gesperrteils 1 stösst. ein Zahn y gegen den Klinkenarm 11.
Hierbei wirken die Steuerflächen r <I>, q"</I> aufeinander ein und verschwenken die Klinke x in eine Stellung, die bei Beginn der Drehung des Gesperrteils 1 in der Pfeilrichtung p den zwangsläufigen eingriff der Teile 10, y gewährleistet und somit die zwanaslä ufige Stillsetzung .des Ge- sperrteils 1 bewirkt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemiss clen Fig. 4 bis 6 ist die Klinke x radial verschieb- bar in dem Gesperrteil 1 gelagert. Zu diesem Zweck trägt letzterer einen dem Querschnitt der Klinke angepassten Schlitz 15, in dem ein Zapfen 1.6 eingesetzt ist.
Der Zapfen 16 greift in einen auf der Klinke.)- vorgesehenen Langloehselilitz 1.7 ein und bewirbt, wie später beschrieben, eine Begrenzung der Steuerbewegung. Die Klinke x besitzt bei diesem Ausführungsbeispiel zwei Sperrkör per 20, sowie zwei Steuerflächen z, die auf den beiden Enden der Klinke x angeordnet sind.
In der Sperrstellung des Gesperres steht einer der Sperrkörper 30 mit einem der Sperr zähne y in Eingriff und gewährleistet die Stillsetzung des Gesperrteils 1 in der in Fig. 5 gezeichneten Pfeilrichtung. Beim Leerlauf des Gesperres schlägt ein Zahn y an die Steuerfläche r des jeweilig in Eingriff befindlichen Sperrkörpers 20 an und bewirkt eine radiale Verschiebung der Klinke x.
Hierdurch kommt der auf dem gegenüber liegenden . Ende der Klinke vorgesehene Sperrkörper 20 in den Bereich der Sperr zähne y (vergl. striehlierte Lage in Fig. 6 ) und in die vorbereitende, Stellung für den Eingriff in die Zähne y. Hält der Leerlauf an, so wird durch das Auftreffen der Steuer fläche r" des nächstfolgenden Zahnes auf die Steuerfläche z' des zweiten Sperrkörpers die Klinke x wieder in jene Lage verschoben,
bei -@lcher der erste Sperrkörper sich in der vorbereitenden Eingriffstellung befindet.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den I'ig. 7 bis 9 weist der Sperrteil 1 zwei Klin ken<I>x, x</I> auf, die in bezug aufeinander der art angeordnet sind, dass stets wechselweise die eine Klinke durch die zwangsläufig ge steuerte zweite Klinke in Eingriff mit einem rler Sperrzähne y gebracht wird.
Die Klin ken x, x' sind bei diesem Ausführungsbeispiel zweiarmig ausgebildet und in einem Schlitz <B>-25</B> des Gesperrteils 1 gelagert. 26, 27 sind die Drehzapfen der Klinken, 28, 28' die zu Sperrkörpern ausgebildeten Klinkenarme und 29,. 29' die andern Klinkenarme. z sind die auf den Klinken x vorgesehenen Steuer flächen, die, wie später beschrieben, mit den Steuerflächen z' der Steuerzähne zusammen wirken. Zur Übertragung der Steuerbewe gung von der Klinke x auf die Klinke x und umgekehrt trägt der Arm 28' der Klinke x einen Anschlag 30, der mit dem Ende des Armes 29 zusammenwirkt.
Beim Leerlauf des Gesperres trifft die Steuerfläche z' der jeweilig in Eingriff be findlichen Klinke auf die Steuerfläche z' des folgenden Sperrzahnes auf und bewirkt ein Verscliwenken dieser Klinke. Diese Schwenkbewegung wird zwangsläufig durch den Eingriff des Armes 29 in die Rast 30 auf die andere Klinke übertragen und diese bezw. ihr Sperrkörperteil, in die vorberei tende Stellung für den Eingriff in die Zähne y des Gesperrteils 2 gebracht. Dieses wech selseitige Spiel wiederholt sich so lange, als die Leerlaufbewegung anhält.
Bei Beginn der der Leerlaufbeweung entgegengesetzten Bewegung schlägt der jeweilig im Bereiche der feststehenden Sperrzähne befindliche Sperrkörper 28 oder 28' der Klinke<I>x</I> oder<I>x</I> an einen der Sperrzähne y an, wodurch diese Bewegung des Gesperrteils 1 unterbrochen wird.
Das Klinkengesperre gemäss den Iuig. 10 bis 12 weist gleichfalls zwei Klinken x, x auf, die in bezug aufeinander derart ange ordnet sind, dass stets wechselweise die eine Klinke durch die zwangsläufig gesteuerte zweite Klinke in Eingriff mit den Sperr zähnen gebracht wird. Der Gesperrteil 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel zu einem auf seinem Umfange mit den Sperrzähnen y ver- sehenen, nicht drehbaren Sperrzahnrad aus gebildet, das im Innern des kapselförmig ausgebildeten Gesperrteils 1 eingesetzt ist.
Die Steuerflächen z" der Sperrzähne<B>y</B> wer den hierbei von den obern Zahnflanken der Zähne<I>y</I> gebildet. Die Klinken<I>x, x'</I> sind zweiarmig ausgebildet. 36, 37 sind die Dreh zapfen der Klinken; 38, 38' die zu Sperr körpern ausgebildeten Arme. Die Arme 39, 39' dienen bei diesem Ausführungsbeispiel zur Begrenzung der Klinkensteuerbewegung; sie wirken, wie später beschrieben, mit der Umfläche des kapselförmig ausgebildeten Sperrteils 1 zusammen.
Bei der Sperrung greift einer der Sperr körper 38, 38' in einen Zahn y ein, wodurch der Sperrteil 1 durch den Sperrteil 2 still gesetzt wird. Beim Leerlauf des Gesperres wird die jeweilig in Eingriff stehende Klinke durch die Wirkung der Steuerfläche z" des nächstfolgenden Zahnes y in jene Läge ver- schwenkt, in welcher sich ihr Sperrkörperteil ausser Eingriff mit den Zähnen y befindet. Diese Schwenkbewegung der einen Klinke wird zwangsläufig auf die andere Klinke übertragen und diese in Sperrstellung ge bracht, so dass eine der Klinken stets in der vorbereitenden Stellung für ihren Eingriff in die Sperrzähne y des Sperrteils 2 gehalten wird.
Bei den vorstehend beschriebenen Aus führungsbeispielen gemäss den Fig. 7 bis 9 bezw. 10 bis 12 können, .ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen, auch drei oder mehrere solcher Klinken in dem einen Ge- sperrteil vorgesehen sein. Wesentlich ist nur, dass die Klinken derart in bezug aufeinander angeordnet sind, dass von zwei benachbarten Klinken stets wechselweise die eine Klinke durch die zwangsläufig gesteuerte zweite Klinke in Eingriff mit- den Sperrzähnen ge bracht wird.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 13 und 14 wird die Klinke x von einem 3 Zapfen 50 getragen, der senkrecht zur Achse des Gesperres angeordnet ist. Die Klinke ist bei diesem Ausführungsbeispiel zweiarmig ausgebildet und trägt auf beiden Enden die Steuermittel z'. Mit 51 ist ein in dem Kopf des Gesperrteils 1 vorgesehener Lagerschlitz bezeichnet, in welchem das von den Zapfen 50 getragene Lagerauge 52 der Klinke x schwingbar eingesetzt ist.
Der Gesperrteil 2 besteht aus einer Scheibe, die auf ihrer vor- dern Fläche mit den Sperrzähnen y ausge stattet ist. Die Steuermittel z" dieser Zähne werden von den Anlaufflanken derselben ge bildet. In der Sperrstellung greift einer der Klinkenarme in einen Zahn y ein (Fig. 14).
Bei der Leerlaufbewegung wird der jeweilig in Eingriff befindliche Klinkenarm durch die Steuerfläche z" des nächstfolgenden Zah nes aus dem Bereich der Sperrzähne y ge bracht, während der gegenüberliegende Sperr arm in die vorbereitende Stellung für seinen Eingriff in die Zähne y verschwenkt wird. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 15 und 16 ist die Klinke x gleiclifeills auf einem senkrecht zur Achse des Gespe_@res stehenden Zapfen 60 gelagert.
61 ist der auf dem Gesperrteil 1 vorgesehene Lagerschlitz, in welchem die Klinke mit ihrem Lagerauge schwingbar sitzt. Die Klinke x wird bei diesem Ausführungsbeispiel von einer ein armigen Schwinge gebildet, die auf ihrem Ende die Steuermittel z' trägt. Der Gesperr- teil ? besteht aus einer Scheibe, die auf ihrem Rande eine- herumlaufende Nut zur Auf nahme der Sperrzähne besitzt.
Die Sperr zähne sind ziz beiden Seiten der in die Rand nut des Gesperrteils 2 hineinragenden Klinke ,r1 angeordnet Tig. 15), um, wie später be- #:
chrieben, beim Leerlauf des Gesperrteils 1 die Klinko x wechselseitig zu steuern und ivccliselseitig in Eingriff mit den Sperr- zähnen zix bringen. Zweckmässig sind clie Zähne y abwechselnd auf der Scheibe 63 und dem Ring 64 des Gesperrteils 2 angeordnet. In der Sperrstellung greift die Klinke mit ihrem Ende in einen der Sperrzähne y ein.
Beim Leerlauf wird die Klinke durch die wechselseitig auf .den Wänden 63, 04 a<B>, (31</B> iMeordneten Sperrzähne y in eine von .den Teilen 63, 64 begrenzte schwingende Be@we- gung versetzt. Dies hat zur Folge, da.ss die Klinke ständig in der vorbereitenden Sperr stellung für ihren Eingriff in die Zähne des Gesperrteils 2 gehalten wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel ;gemäss den Fig. 1.7 und 1S ist der Sperrteil 2 genau in der gleichen Weise ausgebildet wie bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbei spiel nach Fig. 16. Der Sperrteil 1 wird bei dieser Gesperrebauart von einem Arm 70 ge bildet, der auf seinem Ende eine achsial ver schiebbare Klinke ;r trägt.
In der Sperr stellung befindet sich eines der Klinkenenden in Eingriff mit den Zähnen y. Beim Leer lauf des (lesperres wird -die Klinke x durch .die i:'e,chselseitig .angeordneten Steuerflächen ;" in clem Kopf 71 des Armes 70 hin- und liergesteuert, so dass ivecliseliveise Glas eine oder andere Ende der Klinke x in der vor- bereitenden Sperrstellung sich befindet.
Die vorstehend beschriebenen Ausfüh rungsbeispiele können, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen, beliebig mit einander kombiniert -werden. Hierbei kann sowohl die Zahl der Ziline, wie auch die Zahl der Klinko-n eine beliebige sein. Auch ist es vollständig belanglos, ob die Klink-i im ruhenden (.esperrteil oder in dem sich drehenden Gesperrteil angeordnet sind.
We sentlich ist nur, d.ass sowohl die Klinken, wie auch die Sperrzähne Steuermittel a.iifivei:#en, .die beim Leerlauf des Gesperres die zwangs läufige Steuerung der Klinken in die vor bereitende Stellung für ihren Eingriff in die Sperrzähne gewä.lirleisten.