CH96321A - Verfahren zur Reinigung des Azetylens von Phosphorwasserstoffen und Schwefelwasserstoff. - Google Patents

Verfahren zur Reinigung des Azetylens von Phosphorwasserstoffen und Schwefelwasserstoff.

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CH96321A
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Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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  Verfahren zur Reinigung     des-Azetylens    von     Phosphorwasserstoffen    und  Schwefelwasserstoff.    Es ist bekannt, dass     Phosphorwasserstoffe,     insbesondere     PHs    und     Schwefelwasserstoff    aus  dem Azetylen durch Oxydationsmittel, wie  Chromsäure,     Chlorkalk    und sonstige     Hypo-          chlorite,    Brom und Jod, entfernt werden kön  nen.

   Es ist ferner bekannt, dass     unterchlorig-          saure    Salze in verdünntem Zustande auf Phos  phorwasserstoff nur wenig einwirken, hingegen  wird nach den vorliegenden Literaturangaben       (vergl.    Vogel: "Das     Azetylen'-,    1911, Seite  2223) allgemein angenommen, dass Chlor,  Brom und freie     unterchlorige    Säure beim Zu  sammenbringen mit     Azetylen.    zur Explosion       Anlass    geben, jedenfalls auf Azetylen chemisch  einwirken.

   Es war aus diesem Grunde anzu  nehmen, dass sich auf die Verwendung dieser       Stoffe    eine technisch brauchbare Reinigung  des Azetylens von     Phosphorwasserstoffen    und  Schwefelwasserstoff nicht würde gründen lassen.  



  Es wurde nun überraschenderweise ge  funden, dass, wenn man auf unreines Azetylen  Lösungen von Halogenen in gegen Halogen in  differenten Flüssigkeiten einwirken     laasst,    diese    auf     Phosphorwasserstoffe    und Schwefelwasser  stoff sofort einwirken, dagegen auf Azetylen  nur mit praktisch belangloser Geschwindig  keit. Als Lösungsmittel für zum Beispiel  Brom und Chlor können angewendet werden  Wasserstoffsäuren, Salzlösungen,     Tetrachlor-          kohlenstoff,        Tetrachloräthan    und sonstige,  gegen Halogen. indifferente organische Lö  sungsmittel. Es können auch Gemische von  Lösungsmitteln angewendet werden.

   Derartige  Lösungen können auf elektrochemischem, oder  auch auf chemischem Wege hergestellt wer  den. Die Entfernung des Phosphorwasser  stoffes und des Schwefelwasserstoffes aus dem       Azetylen    ist beim Zusatz der     stöchiometrisch     erforderlichen Menge des Reinigungsmittels  eine vollständige und verläuft mit sehr gro  sser Geschwindigkeit, so dass ein kontinuier  licher Betrieb in verhältnismässig kleinen Ap  paraten ermöglicht ist. Explosionen kommen  hierbei nicht vor, da das Azetylen jeweils  nur mit der erforderlichen Menge des Reini  gungsmittels     zusammengebracht    wird.

             Beispiel   <I>1:</I>  Durch ein zur Hälfte mit 20     o/oiger    Salz  säure gefülltes Rohr von 40 mm Durchmesser  und 300 mm Länge, in welches zwei Platin  elektroden eingesetzt sind, wird ein Gleich  strom von     1,25        Amp.    geleitet. Gleichzeitig  lässt man durch die Flüssigkeit einen Strom  von 100 Liter Azetylen stündlich streichen.  Das Azetylen, welches vorher 0,1     Volum-          prozent        Phosphorwasserstoff    enthielt, ist nach  dem Passieren des Apparates frei hiervon.

    <I>Beispiel 2</I>  Durch eine der üblichen     Gaswaschvor-          richtungen    werden gleichzeitig 100 Liter Aze  tylen in der Stunde und 150 ccm mit Chlor  nahezu gesättigtes Wasser geleitet. Das vor  her 0,1 Prozent     Phosphorwasserstoff    enthal  tende Azetylen ist sodann phosphorfrei.    <I>Beispiel 3</I>  Durch eine der     üblicheu        Gaswaschvorrich-          tungen    werden gleichzeitig 100 Liter Aze  tylen in der Stunde und 150     ccrn    entspre  chend konzentriertes Bromwasser geleitet. Das  vorher 0,1 Prozent Phosphorwasserstoff ent  haltende Azetylen ist sodann phosphorfrei.

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  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung des Azetylens von Phosphorwasserstoffen und Schwefelwas serstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das Azetylen Lösungen, die Halogene in gegen Halogen indifferenten Flüssigkeiten ent halten, einwirken lässt.
CH96321D 1920-06-01 1921-05-28 Verfahren zur Reinigung des Azetylens von Phosphorwasserstoffen und Schwefelwasserstoff. CH96321A (de)

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