CH96086A - Vakuum-Gleichrichter. - Google Patents
Vakuum-Gleichrichter.Info
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Description
Yakunin-Gleichrichter. Fürzuverlässige Wirkungsweise der Gleich richter für sehr hohe, 1000 Volt übersteigende Spannungen ist nicht so sehr die Frage der Dichtung wie die der Herstellung eines hohen und besonders eines reinen Vakuums von Wichtigkeit. Die bis jetzt bekannten Gleich richter, besonders die in Metallgefässen, ver mögen auch trotz einer sehr weitgehenden Verdünnung im Vakuumraum hohe Spannun gen deshalb nicht auszuhalten, weil das ganze Innere des Gefässes mit einem Gasgemisch gefüllt ist, welches die Durchschlagsfestigkeit des Quecksilberdampfes stark herabsetzt.
Die ses Gasgemisch besteht teilweise aus Luft resten, teilweise aus Spuren von andern Gasen, die absorbiert von festen, insbesondere von metallischen Teilen des Gleichrichters, bei deren Erwärmung in das Vakuum austreten.
Die Erfindung schafft nun die Möglichkeit, Gleichrichter für besonders hohe Spannungen auch von mehreren tausend Volt herzustellen. Dies wird erfindungsgemäss durch Ausnutzung der saugenden Wirkung der Quecksilberdämpfe erreicht, wobei die Anoden an einer Stelle angebracht sind, die durch das Arbeiten des Gleichrichters selbsttätig im Zustande eines hochgradigen, von fremden Gasen freien Va kuums gehalten wird. Zu diesem Zweck wird dafür gesorgt, dass die Dampfströmung in der Nähe der Anoden im Sinne eines aus dem Anodenraume austretenden Strahles fliesst.
So kann zum Beispiel der etwa von der Kathode aufsteigende erhitzte Quecksilberdampf durch einen passend gestalteten Führungsweg ge zwungen werden, beim Ausgang in den Raum, wo er in Berührung mit den abzusaugenden Gasen kommt, in der von den Anoden im wesentlichen abgekehrten Richtung zu strö men. Darin treffen die beiden Strömungen, die saugende und die abzusaugende, unter einem möglichst spitzen Winkel zusammen, was eine wirksame Evakuierung des Anoden raumes verursacht.
Damit die Anordnung recht günstig ar beitet, empfiehlt es sich, die Wärmeentwick lung, die das Austreten der im Körper ein geschlossenen Gase verursacht, vor demjeni gen Raume möglichst fernzuhalten, in welchem die unter hoher gegenseitiger Spannung ste henden Stromzuführungen sich befinden. Dann wird man zweckmässigerweise einerseits den Saugraum künstlich kühlen und anderseits, um einen Wärmeübergang vom Quecksilber- darnpfentwicklungsraum zum Saugraum und zum Anodenraum nach Möglichkeit zu ver hüten, die diese Räume trennenden Körper doppelwandig ausführen.
Eine Ausführungsform des Erfindungsge dankens ist in der Figur veranschaulicht. In einem Gleichrichtergefäh 1 sind meh rere unter hoher Spannung stehende Anoden innerhalb von Armen 3 und Schutzröhren 4 untergebracht. Die Arme 3 haben hier den Zweck, der an den Anoden 2 entwickelten Wärme einen möglichst unmittelbaren Aus tritt nach aussen zu gewähren, so dass diese Wärme nicht in den obern Hauptraum des Gefässes 1 eintreten kann.
Die Kathode 5 ist in bekannter Weise vom Gefäss 1 durch einen abgedichteten Iso- lierring 6 isoliert. Der Quecksilberdampf, wel cher durch der) Lichtbogen auf der Kathode 5 entwickelt wird, geht nun nicht; wie sonst üblich, frei in den Raum hinein, in welchem die Anoden sich befinden, sondern er wird zunächst benutzt, um durch die Bildung einer geeignet gerichteten Strömung den obern Raum des Gefässes 1, in welchem sich die Anoden 2 befinden, von eingeschlossenen Ga sen zu befreien.
Zu diesem Zwecke wird der Quecksilberdampf durch einen doppelwandi gen, etwa röhrenförmigen Schirm 7 zunächst vorn Raum 1 abgeschlossen und zum Auf steigen in dieser Röhre veranlasst, dann wird er durch einen doppelwandigen Gegenschirm 9 des weiteren verhindert, in den obern Raum des Gefässes 1 zu den Anoden zu gelangen. sondern vielmehr genötigt, in einer den Ano den abgekehrten Richtung zu fliessen, um nach den durch den Wassermantel 10 gekühlten Flächen des Gefässes hinzuströmen. Diese Strömungsrichtung ist durch einen Pfeil 11 angedeutet; sie bewirkt eine durch den Pfeil 12 veranschaulichte Absaugung der Gase, welche sich in dem obern Raum des Gefässes 1 befinden.
Durch diese Einrichtung wird der obere Raum, in welchem sich die Anoden be finden, ein ausserordentlich reines und hohes Vaku m erhalten, während der untere Raum des Gefässes 1 ein weniger hohes und weni ger sauberes Vakuum enthält. Aus diesem Raume werden die Gase durch das Abzugs rohr 13 abgepumpt. Das an den Wänden von 1 kondensierte Quecksilber läuft in der üb lichen Weise durch einen Quecksilberüberfall 8 nach der Kathode zurück. Der Weg des Lichtbogens von den Anoden 2 zur Kathode 5 wird durch die Glocke 9 und den Zylinder 7 mehrmals gebrochen, und es entsteht da durch im Gleichrichter ein höherer Spannungs abfall.
Dieser besitzt für die mit Hochspan nung arbeitenden Apparate nicht die Bedeu tung, die er für Niederspannungs-Gleichrichter hab eil würde, so dass hierin kein Hinderungs grund für die Anwendung der Einrichtung besteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vakuum-Gleichrichter, dadurch Bekenn zeichnet, dass die Quecksilberdampfströmung in der Nähe der Anoden im Sinne eines aus der Anode austretenden Strahles fliesst. UNTERANSPR CJCFIE 1. Vakuum-Gleichrichter nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Führungsanord nung, die die Strömung der abzusaugenden Restgase in die Richtung der Quecksilber dampfströmung lenkt.2. Vakuum-Gleichrichter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gelkennzeiclr- net, dass die saugend wirkende Quecksilber dampfströmung durch Führungswege ge zwungen ist, irr den Saugraum in der den Anoden abgekehrten Richtung einzutreten.3. Vakuum-Gleichrichter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekenn zeichnet durch eine über dem Quecksilber behälter befindliche röhrenförmige Dampf fortführung und eine über dieser befindliche, vom Anodenraum ablenkende Dampfum- kehrführung. 4. nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Quecksilberdampf an der Quecksilberkathode entwickelt wird. 5. Vakuum-Gleichrichter nach Patentänspruch und Unteransprüchen 1-4, gekennzeichnet durch doppelwandige Ausführung<B>der</B> Queck- silberdampfführungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE535514X | 1920-05-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH96086A true CH96086A (de) | 1922-09-01 |
Family
ID=6556923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH96086D CH96086A (de) | 1920-05-15 | 1921-04-27 | Vakuum-Gleichrichter. |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH96086A (de) |
| FR (1) | FR535514A (de) |
| GB (1) | GB163325A (de) |
-
1921
- 1921-04-27 CH CH96086D patent/CH96086A/de unknown
- 1921-05-14 FR FR535514D patent/FR535514A/fr not_active Expired
- 1921-05-17 GB GB13816/21A patent/GB163325A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR535514A (fr) | 1922-04-15 |
| GB163325A (en) | 1922-06-01 |
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