CH90084A - Vorrichtung um gasförmige Fluida und Flüssigkeiten miteinander in innige Berührung zu bringen. - Google Patents

Vorrichtung um gasförmige Fluida und Flüssigkeiten miteinander in innige Berührung zu bringen.

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CH90084A
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Theodor Schmiedel
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Theodor Schmiedel
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  Vorrichtung um     gasförmige    Fluida und Flüssigkeiten miteinander in innige  Berührung zu bringen.    Es sind bereits viele Vorrichtungen in  Vorschlag gebracht worden, um gasförmige  Fluida und Flüssigkeiten miteinander in  innige Berührung zu bringen. Die meisten  dieser Vorrichtungen waren so konstruiert,  dass das gasförmige Fluidum möglichst weit  gehend in zahlreiche Ströme zerteilt wurde  und diese mit einer möglichst grossen     Flüssig-          keitsoberfläche    innig und lauge in Berührung  gebracht wurden.

   Nur verhältnismässig wenige  der bekannten Vorrichtungen     sing    so einge  richtet, dass die Gase oder Dämpfe in die  Flüssigkeiten     eingeleitet    werden, denn schon  bei geringer     Eintauchtiefe        erforuern    die meist  grossen Gasmengen, die durch die Flüssigkeit  befördert werden müssen, einen erheblichen  Kraftverbrauch.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun  eine Vorrichtung, um gasförmige Fluida und  Flüssigkeiten miteinander in innige Berührung  zu bringen, welche eine in einem Behälter  drehbar gelagerte Walze mit Antrieb besitzt,  um die in die Flüssigkeit eintauchende Walze  in so rasche Drehung versetzen zu können,    dar     gasförmiges    Fluidum in     die    Flüssigkeit  hineingerissen und zugleich von der Walze ein       flüssigkeitsregen    in das gasförmige Fluidum       abgeschleudert    wird.  



  In der Zeichnung ist der Gegenstand der  Erfindung in zwei     Ausführungsformen    bei  spielsweise     veranschaulicht.     



       Fig.    1 ist ein Schnitt durch eine erste  Ausführungsform,       Fig.    2 ist eine     Ansicht    von oben;       Fig.    3 ist ein Schnitt durch eine andere  Ausführungsform.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1  und 2 ist     a    ein kastenförmiger Behälter zur  Aufnahme einer Flüssigkeit b. Der Kasten  hat eine gasdichte Decke c, in der sich eine       Eintrittsöffnung    d und eine     Austrittsöffnung    e  für das Gas befindet. Mitten in dem Behälter       a    ist eine mit Antrieb versehene Walze derart  gelagert, dass sie mit     grosser        Geschwindigkeit,     beispielsweise mit 5 in     see.    in Umdrehung  versetzt werden kann.

   Sie befindet sich in  solcher Entfernung von der Decke des Be  hälters, dass über ihr ein genügender freier           Raum    bleibt. durch den das Gas sich von  der Eintrittsöffnung d nach der     Austritts-          öffnung        e    bewegen kann. Der Behälter ist  soweit mit Flüssigkeit gefüllt, dar die Walze f  unten in die Flüssigkeit b eintaucht, beispiels  weise mit<B>50</B> ,     u    des Volumens der Walze.

    Der Antrieb der Walze erfolgt zum Beispiel  von einem (nicht gezeichneten) Motor durch  Riemenübertragung auf eine auf der Welle     g     der     iValze    sitzende Riemenscheibe     lt.    Die       Flüssigkeit    kann im Behälter eingeschlossen  sein oder kann in beliebiger Richtung durch  fliessen. In letzterem Falle kann durch passend       anebrachte-Cberlauföffnungen    für einen gleich  hohen Stand des Flüssigkeitsspiegels gesorgt  werden. Zweckmässig wird man die Überlauf=       Öffnung    regelbar einrichten, um den Flüssig  keitsstand regulieren zu können.  



  In der Ausführungsform nach     Fig.    3 ist  die Walze<I>f 1 in</I> dem Behälter<I>a 1</I> so     eingebaut,          daf,    zwischen der     )r'Palze    und der Decke c 1  des Behälters nur ein für eine ungehinderte  Drehung der Walze nötiger Zwischenraum       übribleibt,        sn    dass dort so gut wie kein       Gasdurchgang    stattfinden kann und eine fast  gasdichte Trennung des Gasraumes     .il    am       Eirr-,

  'rittsende    des Behälters vor der     Walze          von    dem Gasraum     i.2    am Austrittsende des       Behälters    hinter der Walze erreicht wird.       Auf)erdem    ist noch eine Schirmwand     k    an  gebracht, die so ausgebildet ist, dass durch  sie die Trennung der Räume     il    und     i\        ver-          voll,ständigt    wird, so dass fast alles Gas       gez@.v        ungen    wird, unter der Walze durch die       Flüssigkeit    zu gehen.  



  Da die Walze bei der Drehung im we  sentlichen nur die Reibung an der Flüssig  keitsoberfläche und in den Lagern zu     über-          wirden    hat, ist der Kraftbedarf trotz inten  siver     Wirkung    ausserordentlich gering.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist       folgende:    Wird die Walze in rasche Um  drehung versetzt,. so     Wird    infolge Adhäsion  eine     Flüssigkeitsschicht    auf der Walzenober  fläche hängen bleiben und mitgeführt. Ausser  dem wird die Flüssigkeit unter der Walze  bei deren Drehung infolge Reibung in eine  entsprechend rasche Bewegung nach vorwärts    im Drehsinne versetzt.

   Durch die     Re:bung-          des    Gases an der Oberfläche der Walze und  der darunter hinbewegten Flüssigkeit     wird     das zwischen Walze und     Flüssigkeitsoberfliiche     befindliche Gas mitgerissen und     gezwungen,     in feinzerteilter Form in die Flüssigkeit unter  der Walze einzudringen. Dadurch entsteht  eine innige Mischung (Lösung, Emulsion) von  Gas in Flüssigkeit, so dass Gelegenheit     zür     einer intensiven     Wechselwirkung    zwischen  beiden geschaffen ist.  



  Gleichzeitig tritt aber noch eine andere  Wirkung ein. Bei zunehmender     Umdrehungs-          geschwindigkeit    der Walze kommt der Augen  blick, wo die Adhäsionskraft der auf der Wal  zenoberfläche haftenden Flüssigkeitsschicht  von der Fliehkraft überwunden wird und die  Flüssigkeit in Tropfenform     abgeschleudert     und in den Gasraum eingespritzt wird.

   Es  entsteht dann ein mit zunehmender U     rndre-          hungsgeschwindigkeit    immer dichter und feiner  werdender Flüssigkeitsregen um die Walze  in dem Gasraum, der das über der Walze  befindliche Gas in     wirksamster        GG'eise    durch  dringt und benetzt, so dass auch auf diese  Weise Gelegenheit zu einer intensiven     Wech-          selwirkung    zwischen Gas und     Flüssigkeit     geboten ist.

   Befördert wird diese auch noch  dadurch; dass die auf die     Flüssigkeitsoberfläche     beiderseits der Walze zurückfallenden Tropfen  Gas in die Flüssigkeit hineinreissen und Spritzer  in den Gasraum     senden.     



  Tritt nun     zum    Beispiel bei der Ausfüh  rungsform nach     Fig.    I und 2, während die  Walze in rascher Umdrehung     begriffen    ist,  Gas durch die     Öffnung        d_    ein, so gerät es in  einen äusserst feinverteilten Flüssigkeitsregen  und wird von ihm durchsetzt. Ein Teil des  Gases wandert, durch diesen Regen in seiner  Geschwindigkeit gehemmt und daher zu aus  giebiger Berührung gezwungen, von der Ein  trittsöffnung d nach der Austrittsöffnung e  über die Wale hinweg. Ein anderer geringerer  Teil des Gases wird von den niederfallenden  Tropfen in die     Flüssigkeitsoberfliiche    hinein  getrieben und mischt sich     sclraurnbildend    mit  dieser.

   Ein dritter Teil endlich wird durch  die Walze in die Flüssigkeit hineingerissen      und unter dem Einfluss der starken mechani  schen Einwirkung zwischen der bewegten       Flüssigkeitsoberfläche    und der sich rasch  drehenden Walzenfläche in die Flüssigkeit  hineingerissen.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    3  gelangt das Gas auf der Eintrittsseite in den       'tropfregen.    wird zum Teil     von    ihm in die  Flüssigkeit gleichsam hineingepeitscht und       kann    im übrigen nur in dem Male, als es  von der Walze mitgerissen und durch die  Flüssigkeit befördert wird, auf die andere       Seite    der Walze in den Austrittsraum gelan  gen. Bei dieser Ausführungsform ist die  durch die Vorrichtung hindurchgehende Gas  menge zwar wesentlich geringer, aber alles  eintretende Gas kommt in so vollkommene  Berührung     finit    der Flüssigkeit, wie es zum  Beispiel nur durch     Emulgierung    möglich wird.  



  Die beschriebenen Wirkungen lassen sich  durch einfache Änderungen an den Vorrich  tungen abschwächen und verstärken. Zunächst  kann die     Eintauchtiefe    der Walze     abänderbar     sein und wird damit eine Verminderung oder  Vermehrung des     Tropfenfalls    und der     Walz-          wirkung    erzielt. Dasselbe kann auch durch  Veränderung der     Geschwindigkeit    der Um  drehung und durch Wahl verschiedener Wal  zendurchmesser erzielt werden. Die höchste  Wirkung wird durch eine hohe Geschwindig  keit, grossen Durchmesser und geringe Ein  tauchtiefe der Walze erzielt.

   Von Einfluss  auf die     Tropfenbildung    und die Walzenwir  kung ist auch die     Oberflächenbeschaffenheit     der Walze. Günstig wirkt in vielen Fällen  eine raube Oberfläche, die zum Beispiel durch  Riffelung, Körnung, Umlegung von Geweben  (Draht) und dergleichen erzielt werden kann,  oder die Anordnung von Vertiefungen oder  Erhöhungen verschiedener Art auf der Walze.  



  Die Anwendbarkeit der Vorrichtung ist  vielseitig. In erster Linie ist sie für solche  Fälle brauchbar, wo es sich um die Herbei  führung einer Einwirkung von gasförmigen       Fluiden    (Gas und Dämpfe) und Flüssigkeit  aufeinander handelt, zum Beispiel bei der    Bindung eines chemisch aktiven     Ciases    durch  eine Flüssigkeit.

   Weiterhin bei der Lösung  von Gas in einer Flüssigkeit und auch bei der  Vereinigung eines Gases mit einem in einer  Flüssigkeit aufgeschäumten     Stoff.    Günstig  wirkt die Vorrichtung bei     der        Einleitung    und  Durchführung von     Gasreaktionen    unter dem       Einfluf,    von     Katalysatoren.        Schliesslich    ist  sie auch bedeutungsvoll     für    die Gasreinigung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung um gasförmige Fluida und Flüssigkeiten miteinander in innige Berührung zu bringen, gekennzeichnet durch eine in- einein Behälter drehbar gelagerte Walze finit einem Antrieb.
    uni die in die Flüssigkeit eintauchende Walze in so rasehe Drehung versetzen zu können, dass gasförmiges Fluidum in die Flüssigkeit hineingerissen und zugleich von der Walze ein Flüssigkeitsregen in das gasförmige Fluidum abgesehleudert wird.
    UN TERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze so tief im Behälter liegt, dass von der Walze abge- schleuderter Flüssigkeitsregen sich in einem über der Walze befindlichen Gasraum ausbreiten kann, und dass Ein- und Au- flUss für die Gase so an den Gasraum angeschlossen sind, dass die zu behandeln den Gase vorwiegend durch den Flüssig keitsregen hindurch über die Walze hin wegströnien müssen. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze einen Gas raum über ihr in zwei diesseits und jen seits der Walze gelegene Abteilungen teilt, von denen die eine die Gaseintritts-, die andere die Gasaustrittsöftnung besitzt, so dass der Gasübergang aus einer Abteilung in die andere im wesentlichen unter der Walze durch die Flüssigkeit hindurch erfolgen muh.
CH90084D 1919-08-11 1919-11-19 Vorrichtung um gasförmige Fluida und Flüssigkeiten miteinander in innige Berührung zu bringen. CH90084A (de)

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