CH86291A - Kraftwagen. - Google Patents

Kraftwagen.

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CH86291A
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CH
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Slaby Rudolf
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Slaby Rudolf
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  Kraftwagen.    Bei bisher bekannten Kraftwagen werden  die seitlichen Kräfte in der Weise     aufgenom-          nmen,    dass, ähnlich wie es bei     Sehienenfahr-          zeugen    der Fall ist, die Achsen in besondern  Achslagern gelagert sind, welche nur eine  reine Parallelbewegung ausführen können.  Um bei den häufig auftretenden starken seit  lieben Kräften ein Klemmnen der Aelhslager  in den vertikalen Gleitführungen zu ver  meiden, hilft mnan sich bis jetzt damit, dass  man den Achslagern seitlich etwas Spiel  gibt.

   Ein grosser Nachbeil dieser Anordnung  ist aber, dass die Achsen leicht in ihren Füh  rungen klappern und sieb daher seitlich  schnell ausschlagen, ganz abgesehen davon,  dass die einseitigen Durclhschläige der Federn  so erheblich sein können, dlass sie trotzdem  noch zu Klemmungen und Formänderungen  der Achse Veranlassung geben können. Man  hat diese-Mängel dadurch zu vermeiden ge  sucht, dass man die Mitte einer Querfeder  mit der Aclhse durch ein Gelenk verbunden  und ein Ende der Feder am Rahmen dreh  bar gelagert hat. Diese Anordnung ist aber  auch nicht einwandfrei, da die Achse beim    Durchbiegen der Federn seitlich ausweichen  muss. Ausserdem ist die Schwächung der  Achse in der Mitte, also gerade an ihrer  am stärksten beanspruchlten Stelle. Ausser  dem wird die Konstruktion schwer und  teuer.

   Man hat zum Beispiel versucht, bei  Lokomotiven die Beweglichkeit der Achsen  durch Einschalten drehbarer Lenkstücke zwi  schen den Achsbüchsen Lund den Achsgabel  balken zu erreichen, wobei die seitlichen  Kräifte durch pufferartig gewölbte Scheiben  an den Achsenden aufgenommen werden.  Alle diese     Konstruktionen    sind aber für  Kraftwagen ungeeignet, da sie gleichfalls  zu teuer und zu schwver sind. Ferner ist die  Aufnahme der seitliclhen Kräfte an den En  den der Aclhse wegen der hierdurch beding  ten schwerer Rahnmenkonstruktion nicht  möglich.  



  Diese Mäingel sollen beim Kraftwagen  naeh vorliegender Erfindung dadurch ver  mieden werden. dass an auf Querfedern ru  henden. in vertikalen Gleitbahnen verschieb  baren Achsen seitwäirts über cdieselben vor  springende Teile     riiijeordnet    sind, welche an      demn Gleitbahnen anliegende, nach einer Zy  linder fliiche bewölbte Flächen haben, so dass  die Achsen sich ohne Spiel in die Gleitbahn  ebenen auf- und abbewegen können.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in Fib. 1 bis 3 der Zeich  nung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1  die Hinteransicht eines Kraftwagens; Fig. 2  zeigt die Vorderansicht desselben, undl Fig. 3  ehre r Läingsschnitt durch das Fahrgestell und  G lei tbahnführungen.  



  Eine zweite beispielsweise Ausführungs  form zeigen Fig. 4 bis 6. Fig. d ist eine  Hinteransieht. Fi7. 5 eine Vorderansicht, und  Fig. 6i ein Längsehnitt.  



  Fig. 7 und 8 zeigen eine dritte     beispiels-          vweis    Ausführungsform. Fig. 7 zeigt die  Hinteransicht des Wagens, während Fig. 8  einen Horizontalschnitt durch die Hinter  achse in grösserem Massstabe darstellt.  



  A n das Fahrgestell a, welches zugleich  als Karosserie ausgebildet ist, und beispiels  weise ans Holz bestehen kann, sind an bei  den Stirnseiten je zwei vertikale     Gleit-          führnrgen    b angeschraubt, welche einen un  ter das Fahrgestell greifenden Arm c auf  weisen. Jede dieser Gleitführungen bestell  i aus einen Flacheisentsück, welches     #-förmig     umgebogen ist mA an welches zur bequemen  Befestigung mit dem Fahrgestell eine Ver  längerung di angeschmiedet oder angescllhveisst  ist. Inr den an der bleichen Stirnwand an  gebrachten Gleitfülhrungen ist die Vorder  achse c, beziehungsweise die Hinterachse f  i iiif riid abseliirbbar geführt. Gemäss Fig. 1.  



  und 4 trägt die Hinterachse zwischen den bei  den Führungen b ein hohlzylindrisches     Zwi-          selhenstiick    g unl die Vorderachse nach Fig.  



  2 und 5 ein analoges Zwischenstück h.  Diese Zwischenstücke sind reit der betreffen  den Aclhse starr verbunden, dienen zur     Ver-          stirkung    derselben und tragen an den bei  den an der Innenseite der Gleitbahnen an  liegenden Enden je einen Bund i, welcher  an der freien Stirnwand derart zylindrisch  gewölbt ist, dass die Achsen sieh ohne Spiel  zwisclhen den Geleitbahnen auf- und ab  bewegen können. Mit den Zwischenstücken    ist in der Mitte durclh Federbriden je eine  Querfeder k, bezw. L verbundlen, deren En  den auf jeder je zwischen zwei im Allstand  übereinanderliegenden Bolzen ja und n glei  ten lkönnen, welche mit der betreffenden  Gleitbahn verschraubt sind, so dlass die Her  stellung der Feder ohne besondere Federun  gen die denkbar einfachste und billigste ist.  



  Der Vorteil dieser Anordnung besielht in  der einfachen, soliden und billigen     Ausüh-          rung    der Einzelteile, in der sichern unmittel  baren Aufnahme aller Seiten- und Schub  kräfte und der günstigen Beanspruchung  und Ausl ildung der Querfedern. Wesentlich  ist auch, dass zur Erreichung einer niedrigen  Schwerpunlktslage des ganzen Wagens die  Achsen nicht abgekröpft zu werden brauchen.  Ausserdem können die Achsen schnell mon  tiert und demontiert werden, zu welchem  Zweclke lediglich die Bolzen m und n zu  lösen sind.  



  Der Antrieb der Hinterräder kann ver  mittelst Kegel- order Schneckenrädern auf dis  Rehse f oder mittelst Kettentriebes auf die  Hinterriider erfolgen. Statt der     Zwischen-          stüche    g und ha können einfache Stellringe  verwendet werden, die an den an den Gleit  bahnen anliegenden Stirnseiten nach eliner  zu einer horizontalen Achse konzentrischen  Zyllnlderflächle gewölbi sind. Anlstatt dass die  h ederenden unmittelbar an den Bolzen üm  und n gleiten, können dieselben auch von  Hülsen umgeben sein, wodurch die Möglich  keit begeben ist, die Hülsen bei Abnutzung  leicht auswechseln zu können.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 4  bis 6 sind die zu beiden Seiten des Fahr  zeuges angeordneten Gleitlalhnen b durch  zwei Stube tv starr miteinander verbunden.  Diese die beiden zusammengehörenden     Gleit-          hahnen    v erbindenden Stege -v können ans je  einem gewöhnlichen Bandeisen     bestehen,wel-          ches    mit den Gleitbahnen verschraubt oder  vernietet ist. Sie können aber auch mit der  Gleitbahn aus einem Stücke gegossen oder  geschmniedet sein.

   Die Stege v Traben den  Vorteil. dass die     Entfernung        zwischen        den     durch sie miteinander     verbrin    denen Gleit-      bahnen unveränderlich ist und die Montage  diWrselben vereinfacht wird.  



  Bei beiden vorbesclhrielbenen Ausführungs  formen können die Achsen finit der Zeit  durch Erschü tterungen beim Fahren in den  Gleitbalhmen Spiel bekommen und zu klap  pern anfangen. Dieser Mangel ist bei der  Ausführungsform nach Fig. 7 und 8 ver  mieden.  



  Bei dieser Ausführungsforen besteht die  Hinteraclse o aus einem dloppel-T-förnmigen  Gesenklschmiedestüclk, dessen Flanschen an  den beiden Endteilen durch seitwärts vor  springerde Rippen r miteinander verbunden  sind. In die durch die Rippen r und die  Flanschen der doppel-T-förmigen Achse be  grenzten, in den Gleitbahnen liegenden Aus  sparungen sind je zwei Gleitbacken p ein  gelegt welche beispielsweise aus Bronze be  stehen können. Die Gleitbacken p haben  seitlich etwas Spiel und werden durch Fe  dern s, wvie Fig. 8 zeigt, auseinander, das  heisst gegen die Führungsflächen der     Gleit-          habnen    h bedruckt.

   Die Gleitbacken p be  sitzen an den innern Enden seitwärts vor  springende, an den Innenseiten der Gleit  bahnen anliegende Nasen p', die an ihren    freie Stirnseiten analog den Rippen abge  schrägt sind, so dass sie mit den andern  Stirnflächen, die nach einer Zylinderfläche  gewölbt sind, an der Innenseite der Gleit  bahnen stets satt anliegen und die Achsen  mit     clen    Gleitbacken sich ohne Spiel in den  Gleitbahnebenen verschwenken können. Zur  Schmierung der Gleitführungen sind an den  selben Fettbüchsen t angeordnet. Die Achse o  ist wie bei den vorbeschriebenen Beispielen  auf der Querfeder l abgestützt. Anstatt der  Achse doppel-T-förmigen Querschnitt zu  geben, kann dieselbe natürlich auch einen  runden oder rechteckigen Querschnitt be  sitzen, wobei dann an beiden Enden Aus  sparungen.

   Einfräsungen oder Vorsprünge  vorhanden sein können, durch welche die  Gleitbacken seitlich gehalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kraftwagen, dadurch gekennzeichnet, dass an auf Querfedern ruhenden, in vertikalen Gleitlbalhnen verschiebbaren Achsen seitwärts über dieselben vorspringende Teile angeord net sind, welche an den Gleitbahnen an liegende, nach einer Zylinderfläehe gewölbte Flüchen haben, so dass die Achsen sich ohne Spiel in den Gleitebenen auf- und abbewegen können. UNTERANSPRtÜCHE: 1. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gleitbahn aus je einem #-förmig gebogenen Flaeheisen- stüick besteht, dessen freie Schenkelenden durch zwei im Abstand übereinander an geordnete Bolzen miteinander verbunden sind, zwischen welche das eine Ende der Querfeder hineinragt. so dass sie gleiten kann.
    2. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass die zu beiden Seiten des Fahrgestelles angeordneten, zu einer gemeinschaftlichene Achse gehörigen Gleit bahnen starr miteinander verbunden sind. 3. Kraftwagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten der Achse Gleitbacken angeordnet sind, wel che durch Federn gegen die Führungs flächen der Gleitbahnen. gedrückt werden. 4. Kraftwagen nach Patentanspruch und Unteransprueli 3, dadurch gekennzeichnet.
    dass in Aussparungen der Achsen zu bei den Seiten derselben angeordnete, federnd auseinanclergeclrüehte, an ihren einen Enden ab:geselirä.gte Gleitbacken seitlich gegen die Gleitbahnen anliegende Nasen besitzen, welche an ihren an den letzteren anlie-enden Flächen nach einer Zylinder fläche gewölbt sind.
CH86291D 1919-01-22 1920-01-13 Kraftwagen. CH86291A (de)

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DE170719X 1919-07-17
DE161019X 1919-10-16

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CH86291D CH86291A (de) 1919-01-22 1920-01-13 Kraftwagen.

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