Neuerung an Giessformen für Einzellettergiess- und -Setzmaschinen, insbesondere der Lanston-Monotype-Maschine. Gegentand der Erfindung ist eine Neue rung an Giessformen für Einzellettergiess- und -Setzmaschinen, insbesondere der Lanston- Monotype-Maschine.
Bevor auf das Wesen der Neuerung ein gegangen wird, sei Folgendes vorausgeschickt. Erste Bedingung der Gebrauchsfähigkeit aller Schriftlettern (Buchstaben, Typen) ist, dass dieselben stets die erforderliche genaue Schrifthöhe haben. Schon bei kleinen Diffe renzen der Typen in der Sehrifthöhe ergeben sich beim Drucken derselben grosse Schwierig keiten. Das Druckbild wird ungleich, indem die höheren Typen fetter drucken, die niedri gen Typen schwächer oder gar nicht drucken. Die zulässige Minusdifferenz in der Höhe der Typen beträgt '/,o bis '/"o mm gegenüber der ursprünglichen Höhe. Bei grösseren Differen zen ist wie schon gesagt, die Verwendung der Typen mit sehr grossen Schwierigkeiten ver bunden.
Beträgt die Höhedifferenz der Typen mehr als '/,o mm, so sind diese für den Druck unbrauchbar. Bei der in erster Linie in Be- tracht kommenden Einzellettergiess- und -Setz maschine der Lanston---L#Tonotype-Conipa.ny haben die G-ussforinen derselben im neuen Zu stande die erforderliche genaue Höhe.
Die Teile, welche bei der G-ussforni der Lanston- Maschine für die Scbrifthöhe in Frage kom- inen, sind die beiden Kernbacken, der dazwi schen liegende Giesskern und das kleine Ein stück des Schlussstiickes. Beim Gusse von <B>-</B> -at7 Typen wird der Giesskern um so viel nach hinten zurüclzgezo ;
en, wie die jeweilig zti giessende Type stark sein muss. Die dadurch entstehende Offnung der Giessform wird oben durch die jeweilig abzugiessende Matrize fest al)geschlossen. Diese Matrizen haben aber an der betreffenden Fläche nur einen Qüa- dratdurclimesser von ca. 5 mm.
Durch das hiiufige Aufschlagen der Matrize auf die Giessform, täglich 50,000 bis 80,000 mal, ent steht naturgemiiss ein der Stärke der Matrizen entsprechender Einschlag au± die oben ge nannten Teile der Giessform.
Die Schrifthöhe der Typen wird nun aber um so viel -nie driger, als wie der durch das Aufschlagen der
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Zlatrizen <SEP> enl@@ehende <SEP> Einschlag <SEP> tief <SEP> ist. <SEP> Bei
<tb> der <SEP> e=rwähnten <SEP> Häufi <SEP> ;keif <SEP> des <SEP> Anschlagens
<tb> der <SEP> Matrizen <SEP> ouf <SEP> die <SEP> Giessform <SEP> ist <SEP> aber <SEP> schon
<tb> nach <SEP> verhältni=niässig <SEP> kurzer <SEP> Gebrauchsdauer
<tb> der <SEP> Giessformen. <SEP> im <SEP> Durchschnitt <SEP> 4 <SEP> bis <SEP> 5
<tb> @@"o@hen, <SEP> das <SEP> oben <SEP> genannte <SEP> zulässige <SEP> Höhen minimum <SEP> von <SEP> 1;"" <SEP> bis <SEP> '1-;o <SEP> mm <SEP> erreicht. <SEP> Kor relz;
,-rweise <SEP> müssen <SEP> nun <SEP> die <SEP> in <SEP> Betracht <SEP> koni niei)cl < _@n <SEP> Teile <SEP> der <SEP> Giessformen <SEP> erneuert <SEP> wer den. <SEP> Wegen <SEP> der <SEP> bedeutenden <SEP> Kosten, <SEP> welche
<tb> die <SEP> Erneuerung <SEP> erfordert, <SEP> werden <SEP> die <SEP> Giess foriiiz-n <SEP> aber <SEP> so <SEP> lange <SEP> wie <SEP> irgend <SEP> angängig
<tb> weit,r <SEP> benutzt. <SEP> Im <SEP> Verlaufe <SEP> von <SEP> 4 <SEP> bis <SEP> 5
<tb> Monaten <SEP> ist <SEP> die <SEP> Höhe <SEP> der <SEP> Giessformen <SEP> jedoch
<tb> so <SEP> i=iedrig. <SEP> g<B><I>i</I></B>-v:
orden, <SEP> bezw. <SEP> der <SEP> durch <SEP> das
<tb> Au@s-@lilagen <SEP> der <SEP> -Matrizen <SEP> auf <SEP> die <SEP> Giessform
<tb> entstandene <SEP> Einschlag <SEP> so <SEP> tief, <SEP> dass <SEP> nun <SEP> ein
<tb> ErnF-nern <SEP> der <SEP> teetreffenden <SEP> Teile <SEP> der <SEP> Giess=
<tb> form <SEP> stattfinden <SEP> muss. <SEP> Da <SEP> dieser <SEP> die <SEP> Schrift Einschlag <SEP> durch <SEP> das
<tb> ständige <SEP> Aufselilagen <SEP> auf <SEP> die <SEP> Giessform <SEP> täb lich <SEP> -ich <SEP> vertieft, <SEP> wird <SEP> also <SEP> auch <SEP> die <SEP> Schrift lii*-lie <SEP> der <SEP> gegossenen <SEP> Typen <SEP> um <SEP> den <SEP> sich <SEP> täg lir-li <SEP> vertiefeiidc=n <SEP> Einschlag <SEP> der <SEP> Giessform.
<tb> niedi-i^,er. <SEP> Fol-,lie.li <SEP> besteht <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> Ty pen. <SEP> :
T-elclie <SEP> kurz <SEP> vor <SEP> der <SEP> Erneuerung <SEP> der <SEP> be treff@_nden <SEP> CTiessformteile <SEP> begossen <SEP> wurden,
<tb> und <SEP> solchen <SEP> T-,-,)en. <SEP> welche <SEP> gegossen. <SEP> wurden,
<tb> als <SEP> die <SEP> Giessform <SEP> noch <SEP> die <SEP> genaue <SEP> Schrifthöhe
<tb> Latte. <SEP> eine <SEP> derartige <SEP> Differenz <SEP> in <SEP> der <SEP> Schrift liölie. <SEP> dass <SEP> eine <SEP> ;teichzeitige <SEP> Z'erwenclung
<tb> dieser <SEP> Typen <SEP> finit <SEP> den <SEP> grössten <SEP> Schwierigkei ten <SEP> T-f.rbunden, <SEP> <B>Ja</B> <SEP> oft <SEP> sogar <SEP> ganz <SEP> unmöglich
<tb> ist. <SEP> Aus <SEP> dem <SEP> Augeführten <SEP> geht <SEP> hervor, <SEP> dass
<tb> bei <SEP> cl(--r <SEP> jetzigen <SEP> _@iisbestaltun;
<SEP> der <SEP> Giessform teile <SEP> der <SEP> Lan-ton-llaschine <SEP> eine <SEP> beständig
<tb> @leielimässig <SEP> bleüiende <SEP> genaue <SEP> Schrifthöhe <SEP> der
<tb> Tylic-n <SEP> nicht <SEP> erzielt <SEP> werden <SEP> kann, <SEP> es <SEP> sei <SEP> denn,
<tb> dass <SEP> rli@ <SEP> in <SEP> Frage <SEP> honimenden <SEP> Teile <SEP> der <SEP> Giess forni,-ii <SEP> in <SEP> hurzcn <SEP> Zwischenräumen <SEP> erneuert
<tb> werrkn.
<tb> Die <SEP> @iessfruinen <SEP> dieser <SEP> @ettergiessmasc@i nen <SEP> -reis <SEP> auf <SEP> rlc@r <SEP> erforderlichen, <SEP> konstanten
<tb> Hiilie- <SEP> erhalten <SEP> zu <SEP> können, <SEP> ist <SEP> \Wesen <SEP> und
<tb> Zweeh <SEP> der <SEP> vorliegenden <SEP> Neuerung, <SEP> und <SEP> wird.
<tb> dies <SEP> dadurch <SEP> erreicht,
<SEP> dass <SEP> die <SEP> Kernbacken
<tb> mit <SEP> auf <SEP> legtear <SEP> en <SEP> i1öliestiiclzen <SEP> und <SEP> das <SEP> Schluss stiicl_ <SEP> mit <SEP> abnehmbarem <SEP> Einsatzstück <SEP> ver-
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sehen <SEP> sind <SEP> und <SEP> der <SEP> Giesskern <SEP> ein <SEP> austvecii@cl bares <SEP> Höhestück <SEP> besitzt..
<tb>
Durch <SEP> diese <SEP> Ausbildung <SEP> können <SEP> die <SEP> Hö <SEP> lie stücke <SEP> der <SEP> Kernbacken <SEP> und <SEP> das <SEP> Einsatzstück
<tb> des <SEP> Sclilussstückes <SEP> unterlegt <SEP> und <SEP> das <SEP> Höhe stück <SEP> des <SEP> Kernes <SEP> ausgewechselt <SEP> werden. <SEP> Da durch <SEP> ist <SEP> jeder <SEP> an <SEP> der <SEP> Maseline <SEP> Beschiiftigie
<tb> imstande, <SEP> das <SEP> geringste <SEP> Minus <SEP> in <SEP> der <SEP> Schrift höhe <SEP> selbst <SEP> auszugleichen.
<SEP> Als <SEP> Material
<tb> zum <SEP> Unterlegen <SEP> der <SEP> Höhestücke <SEP> der <SEP> Kern backen <SEP> und <SEP> des <SEP> Einsatzstiicl@es <SEP> des <SEP> Schluss stüches <SEP> zwecks <SEP> Ausgleich <SEP> des <SEP> entstandenen
<tb> Minus <SEP> in <SEP> der <SEP> Schrifthöhe <SEP> kann <SEP> zum <SEP> Beispiel
<tb> Blattmetall, <SEP> sogenanntes <SEP> Hauchbold, <SEP> zur
<tb> Verwendung <SEP> belangen.
<tb>
Dicses <SEP> Unterlegen <SEP> der <SEP> betreffenden <SEP> Teile
<tb> kann <SEP> nach <SEP> Erfordernis <SEP> immer <SEP> wiederholt
<tb> werden, <SEP> indem <SEP> man <SEP> das <SEP> Blattmetall <SEP> zwei fach, <SEP> dann <SEP> drei- <SEP> und <SEP> vierfach, <SEP> dann <SEP> wieder
<tb> stiirl@eres <SEP> Blattmetall <SEP> nehmen <SEP> hann <SEP> und <SEP> so
<tb> fort. <SEP> Auf <SEP> diese <SEP> Weise <SEP> behalten <SEP> Kernhacken
<tb> und <SEP> Schlussstück <SEP> stets <SEP> die <SEP> erforderliche <SEP> Höhe.
<tb> Dem <SEP> Giesskerne, <SEP> bei <SEP> dem <SEP> der <SEP> gleiche <SEP> Ein schla- <SEP> entsteht <SEP> wie <SEP> bei <SEP> den <SEP> eben <SEP> an <SEP> r;eführ ten <SEP> Teilen, <SEP> wird <SEP> durch <SEP> auswechselbare <SEP> Kern höhestücke <SEP> die <SEP> erforderliche <SEP> genaue <SEP> Höhe <SEP> @e beben.
<tb>
Auf <SEP> der <SEP> Zeielinung <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Ausfiihrixn,- beispiel <SEP> der <SEP> Neuerung <SEP> dargestellt, <SEP> es <SEP> zeigt:
<tb> Fig. <SEP> 1 <SEP> eine <SEP> Monotype-Giessform, <SEP> in <SEP> wel cher <SEP> die <SEP> zweiteiligen <SEP> Kernbacken <SEP> und <SEP> der
<tb> zweiteilige <SEP> Bern <SEP> eingesetzt <SEP> sind. <SEP> unter <SEP> We', la <SEP> ssung <SEP> der <SEP> Deckelfederplatte,
<tb> Fig. <SEP> 1.h <SEP> das <SEP> Schlussstiiel@ <SEP> mit <SEP> dem <SEP> ab nehmbaren <SEP> Einsatzstücke,
<tb> Fi-. <SEP> \i <SEP> das <SEP> Kernhöhestück <SEP> in <SEP> grösserem
<tb> Massstabe,
<tb> Fi-. <SEP> 3 <SEP> den <SEP> Giesskern,
<tb> Fig. <SEP> 4 <SEP> den <SEP> kompletten <SEP> Giesskern <SEP> mit <SEP> dem
<tb> einbesetzten <SEP> Kernhöhestück,
<tb> Fig.
<SEP> 5 <SEP> und <SEP> ss <SEP> die <SEP> Höhestücke <SEP> für <SEP> die <SEP> Kern backen,
<tb> Fig. <SEP> G <SEP> und <SEP> 9 <SEP> dia_ <SEP> heruha@@hen,
<tb> Fig. <SEP> 7 <SEP> und <SEP> 10 <SEP> die <SEP> Kernbacken <SEP> finit <SEP> rlen
<tb> eingesetzten <SEP> 1:Piliestiicken.
<tb>
Die <SEP> Kernbacken <SEP> A. <SEP> A1 <SEP> sind <SEP> mit <SEP> einsetz baren <SEP> Höhestiicken <SEP> P, <SEP> f <SEP> ausgerüstet <SEP> und <SEP> da durch <SEP> zweiteilig <SEP> ausgebildet. <SEP> Ebenfalls <SEP> ist das S(-lilussstiick E zweiteilig gestaltet, in dem das Einsatzstüel#. I' abnehmbar ist.
Durch diese zweit=eilige Ausbildung der vorgenann ten Teile ist es möglich, durch Einlegen von Blattmetall entsprechender Stärke zwischen die Kernhacken und die Höbestücke und zwi schen Schlussstück und Einsatzstück das entstandene Minus in der Schrifthöhe aus zugleichen. Der Ausgleich am Kerne C wird durch Aufschieben eines auswechselbaren föhestiickes D herbeigeführt, dessen Höhe der jeweiligen Minusdifferenz entspricht.
Die in den Kernbacken<I>A, A'</I> eingesetzten Eölrestücke B, B' werden durch wechselsei- tige. einander angepasste Zapfen d und e und Ausfräsungen d<B>'</B> und e' genau fixiert, durch einen in den sich deckenden Schwalben- s(-liwaiizführungen f und g eingeschobenen Schieber h, zusammengehalten und mittelst einer Schraube i fest miteinander verschraubt.
Der zwischen den Kernbacken geführte Kern C besitzt eine Querführung b' .für den spitzwinkligen Ansatz b und eine Leiste c' für die Zunge c des Höhestückes D, welches von der Seite straff auf den Kern aufgesclio- ben wird, wobei die Ausfräsung a ini Höhe stücke von dem Kerne ausgefüllt wird.