CH657441A5 - Abzugshaube fuer einen offenen kamin. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abzugshaube für einen offenen Kamin, dessen Feuerrost in Gestalt eines Wärmetauschers mit hohlen Roststäben und dessen Aschenschublade als unterer Abzug ausgebildet ist.
Abzugshauben für derartige Heizkamine dienen üblicherweise als oberer Abzug, wobei der untere Abzug über einen zweiten Schornstein oder einen zweiten Schornsteinanschluss erfolgt. Dem Vorteil des unteren Abzugs und der Möglichkeit des Einbaus eines Wärmetauschers in einen Heizkamin steht damit der Nachteil gegenüber, dass der Aufwand zum Ableiten der Gase aus dem oberen und dem unteren Abzug wegen der zwei verschiedenen Schornsteinanschlüsse verhältnismässig gross ist. Dadurch ergeben sich nicht nur höhere Kosten für den Einbau eines solchen Heizkamins, sondern auch ein zusätzlicher Raumbedarf.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abzugshaube zu schaffen, die lediglich einen einzigen Kaminanschluss erfordert und die sowohl die Gase des oberen Rauchabzugs als auch die des unteren Rauchabzugs wirksam abzieht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Abzugshaube einen an den unteren Abzug des Feuerraums anzuschliessen bestimmten Mündungskasten aufweist, der über eine zwischen dem Rauchrohranschluss und der Rauchklappe angeordnete Öffnung mit einem Rauchsammeiraum verbunden ist.
Durch die erhöhte Temperatur der Gase des unteren Abzugs wird im Rauchsammeiraum oberhalb der Rauchklappe ein Auftrieb erzeugt, dessen Unterdruck ausreicht, um im oberen Abzugsraum unterhalb der geöffneten Rauchklappe einen Unterdruck zu erzeugen, mit dessen Hilfe Rauch und sonstige Gase aus dem Feuerraum von oben abgezogen werden können.
Bei einem zweckmässigen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Mündungskasten eine den unteren Abzug zu steuern bestimmte, wahlweise verstellbare Regulierklappe angeordnet, mit deren Hilfe die Stärke des unteren Abzugs und damit die Höhe der Flammen im Feuerraum eingestellt werden können.
Zum Auffangen und Umlenken der Fallgase ist es zweckmässig, wenn die Rauchklappe entlang ihrer unteren Berandung an der zum Mündungskasten weisenden Rückseite gelagert ist.
Bei einem zweckmässigen Ausführungsbeispiel kann die Regulierklappe über eine Regulierstange betätigt werden, die als Zahnstange ausgebildet ist und durch eine Öffnung in der Rückwand der Abzugshaube in den Mündungskasten hineinragt.
Weiterbildungen des Gegenstandes der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, die eine Abzugshaube im Querschnitt zeigt.
Die in der Zeichnung im Schnitt dargestellte Abzugshaube 1 ist aus Metallblech hergestellt und verfügt über vier nach oben zusammenlaufende Wände, von denen die Vorderwand 2 und die Rückwand 3 in der Zeichnung zu erkennen sind. Die Abzugshaube 1 geht oben in einen Stutzen 4 zum Anschluss eines in der Zeichnung nicht dargestellten Rauchrohres über.
Am unteren Rand der Abzugshaube 1 ist ein Umlenkboden 5 vorgesehen, der die untere Öffnung der Abzugshaube rah-menförmig umgibt. In der Nähe des Umlenkbodens 5 befindet sich ein Frischluftkanal 6, über den Frischluft entsprechend der Einstellung einer Frischluftklappe 7 dem Feuerraum, der sich unterhalb der Abzugshaube 1 befindet, zugeführt wird. Die zugeführte Frischluft wird in einer an der Vorderwand 2 befestigten Frischluftaustrittskammer 8 etwas vorgewärmt, die an ihrem oberen Ende mit einem Anschluss 9 für die Frischluftzufuhr versehen ist.
Der Innenraum der Abzugshaube 1 wird durch eine Rauchklappe 10 in einen oberen Rauchsammeiraum 11 und einen oberen Abzugsraum 12 aufgeteilt. Der Abzugsraum 12 steht über eine Hauptöffnung 13 mit dem Feuerraum des offenen Kamins in Verbindung.
Der in der Zeichnung nicht dargestellte Feuerraum befindet sich im wesentlichen unter der Hauptöffnung 13 und ist nach unten über ein in der Zeichnung ebenfalls nicht dargestelltes Feuerrost abgeschlossen, das über hohle Roststäbe verfügt, so dass das Feuerrost in bekannter Weise als Wärmetauscher zum Aufheizen von Luft oder Wasser verwendet wird. Die unter dem Feuerrost angeordnete Aschenschublade ist als unterer Abzug ausgebildet, der über in der Rückwand des Kamins vorgesehene Kanäle mit der Zusatzöffnung 14 in Verbindung steht, über die die Gase aus dem unteren Abzug in einen Mündungskasten 15 geleitet werden, der an der Rückwand 3 der Abzugshaube 1 befestigt ist und mit dem Rauchsammeiraum 11 über eine Zwischenöffnung 16 in Verbindung steht.
Im Inneren des Mündungskastens 15 ist eine Regulierklappe 17 schräg angeordnet und an der Rückwand 18 des Mündungskastens 15 verschwenkbar gelagert. Das dem Lager 19 gegenüberliegende Ende 20 der Regulierklappe 17 ist nach oben abgewinkelt, so dass die Regulierklappe 17 mit ihrem abgewinkelten Ende 20 gegen die Rückwand 18 des Mündungskastens 15 vor dem Erreichen der senkrechten Lage zur Anlage kommt. Diese Stellung ist in der Zeichnung durch den Pfeil 21 angedeutet.
Die Regulierklappe 17 ist über ein Gelenk 22 mit einer Zahnstange 23 verbunden, mit deren Hilfe die Stellung der Re5
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gulierklappe 17 manuell verstellbar ist. Dabei rasten die Zähne
24 der Zahnstange 23 an der unteren Berandung einer Öffnung
25 ein, die in einem Tragsteg 26 ausgebildet ist. Eine weitere Öffnung 27 ist in der Rückwand 3 zum Durchführen der Zahnstange 23 zur Regulierklappe 17 vorgesehen.
Die Rauchklappe 10 ist in der Nähe des oberen Randes des Tragstegs 26 gelagert und kann beliebig zwischen zwei Extremlagen gestellt werden, die in der Zeichnung dargestellt sind. Die Bewegung der Vorderkante 28, die ebenfalls abgewinkelt ist, ist durch den Pfeil 29 angedeutet. Zum Verstellen der Rauchklappe 10 ist diese über ein Beschlagteil 30 mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Versteilvorrichtung verbunden.
In der geschlossenen Stellung ruht das vordere Ende der Rauchklappe 10 auf einem Anschlag 31.
Beim Betrieb eines offenen Kamins mit der erfindungsge-mässen Abzugshaube gelangen die heissen Gase aus dem unteren Abzug über den Mündungskasten 15 und den Rauchsammel-raum 11 in das Rauchrohr und den Schornstein. Wegen der erhöhten Temperatur dieser Gase entsteht dabei ein besonders guter Auftrieb im Kamin, der es gestattet, bei etwas geöffneter Rauchklappe 10 den verhältnismässig kalten Rauch aus dem Feuerraum über den Abzugaraum 12 und den Spalt zwischen der Vorderkante 28 der Rauchklappe 10 und dem Anschlag 31
abzusaugen. Dabei wird der Sog im Kamin über die Stellung der Rauchklappe 10 reguliert.
Je nach der Stellung der Regulierklappe 17 wird der untere Abzug über die Aschenschublade unterhalb des Feuerrostes be-einflusst. Bei völlig geöffneter Regulierklappe 17 wirkt sich der untere Abzug besonders stark aus, so dass die Höhe der Flammen über dem Feuerrost sehr klein wird. Schliesst man nach und nach die Regulierklappe 17, wird die Wirksamkeit des unteren Abzugs geringer und die Höhe der Flammen über dem Feuerrost grösser. Auf diese Weise kann das Kaminfeuer den jeweiligen Wünschen entsprechend eingestellt werden. Wegen der erhöhten Temperatur der dem unteren Abzug entnommenen Gase stellt sich im Rauchsammeiraum 11 der Abzugshaube 1 ein Unterdruck ein, der ausreicht um über den Abzugsraum 12 und die Hauptöffnung 13 Rauch aus dem Feuerraum abzusaugen, wobei dieser doppelte Abzug des unteren Rauchabzugs und oberen Rauchabzugs über einen einzigen Kaminanschluss über den Stutzen 4 möglich ist.
20 Infolge der Anlenkung der Rauchklappe 10 und der Regulierklappe 17 an ihrer unteren Berandung ergeben sich auch günstige Verhältnisse zum Auffangen und Umlenken der Fallgase aus dem Schornstein.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Abzugshaube für einen offenen Kamin, dessen Feuerrost in Gestalt eines Wärmetauschers mit hohlen Roststäben und dessen Aschenschublade als unterer Abzug ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen an den unteren Abzug des Feuerraums anzuschliessen bestimmten Mündungskasten (15) aufweist, der über eine zwischen dem Rauchrohranschluss (4) und der Rauchklappe (10) angeordnete Öffnung (16) mit einem Rauchsammeiraum (11) verbunden ist.
2. Abzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Mündungskasten (15) eine den unteren Abzug zu steuern bestimmte, wahlweise verstellbare Regulierklappe (17) angeordnet ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Abzugshaube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierklappe (17) zwischen einer schrägen Lage im geschlossenen Zustand und einer fast senkrechten Lage in völlig geöffnetem Zustand beliebig einstellbar und verschwenkbar ist.
4. Abzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauchklappe (10) zwischen einer schrägen Lage im geschlossenen Zustand und einer fast senkrechten Lage im völlig geöffnetem Zustand beliebig einstellbar und verschwenkbar ist.
5. Abzugshaube nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauchklappe (10) entlang ihrer unteren Berandung auf der zum Mündungskasten (15) weisenden Seite gelagert ist.
6. Abzugshaube nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierklappe (17) des Mündungskastens (15) mit einer Regulierstange (23) verbunden ist, die sich bis unter die Rauchklappe (10) erstreckt.
7. Abzugshaube nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauchklappe (10) und die Regulierklappe (17) im geschlossenen Zustand im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und die jeweiligen Lager etwa den gleichen Abstand vom unteren Rand (5) der Abzugshaube (1) haben.
8. Abzugshaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierstange als Zahnstange (23) ausgebildet ist, durch die eine Öffnung (27) in der Rückwand der Abzugshaube (1) in den Mündungskasten (15) hineinragt.
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