CH508227A - Mehrschichtiges Bildempfangselement und Verwendung desselben - Google Patents

Mehrschichtiges Bildempfangselement und Verwendung desselben

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CH508227A
CH508227A CH968364A CH968364A CH508227A CH 508227 A CH508227 A CH 508227A CH 968364 A CH968364 A CH 968364A CH 968364 A CH968364 A CH 968364A CH 508227 A CH508227 A CH 508227A
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CH968364A
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Herbert Land Edwin
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Polaroid Corp
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Description


  
 



  Mehrschichtiges   Bildempfangselement    und Verwendung desselben
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Photographie und betrifft   ein    mehrschichtiges   Bildempfangselement    und dessen Verwendung in einem Diffusionssübertragungsverfahren.



     Diffusion,sübertragungsverfahren    zur Herstellung von   Übertragungsbildern    innerhalb einer Kamera smd allgemein   bekannt.    Im   allgemeinen    belichtet man bei diesen Verfahren nacheinander Flächen einer   lichtemp-    findlichen Bildregistrierschicht, worauf man auf jede belichtete Fläche eine Fläche einer zweiten Schicht legt und dazwischen eine Entwicklerflüssigkeit verteilt, um ein positives   Übertragungsbild    in einer   Bildempfangs-    schicht auf der zweiten Schicht nach einen Diffusions übertragungsverfahren zu erzeugen. Die dabei verwendeten Materialien enthalten eine Bildregistrierschicht, in der ein Bild bildendes Material, z. B. ein Schwermetallsalz (z. B.

  Silberhalogenid), anwesend ist, eine   zweite    Schicht bzw. Bildempfangsschicht, welche eine   Bildauf-    nahmefläche trägt, die ihrerseits ein   Diffusionsübertra-    gungsbild aufweist, und   eine Entwickierflüssigkeit,    welche eine Entwicklersubstanz für das lichtempfindliche Material darstellt und ein Alkali enthält, welches die Entwicklersubstanz   reaktionsfähig    macht.

  Man hat schon alle diese   Materialien      einlsdhliesslich    des lichtemp   Lfindlichen    Bildregistriermaterials,   des      Bildempàngsma-    terials, der Entwicklersubstanz, des Alkalis, der   über    tragbaren ein Bild bildenden Substanzen und/oder der Substanzen, welche übertragbare, ein   Bild      bildende    Substanzen erzeugen, und sogar Wasser in Schichten oder in Schichtform angeordnet, welche die Bildauf   nahmeschichten    und die zweiten Schichten enthalten, zur Herstellung   eines      Übertragungslbilds    angeordnet.



  Wenn jedoch Wasser oder insbesondere eine wässrige alkalische Flüssigkeit in einer Schicht oder eine Komponente einer dieser beiden Schichten enthalten war, so hat sich die Notwendigkeit ergeben, dass man eine   Schranke    bzw. Dämmschicht zum Isolieren der Flüssigkeit von den anderen Schichten und Substanzen, die darin enthalten sind, vorsehen muss sowie Mittel, um die Schranke zu entfernen und um alle Substanzen in Berührung miteinander zu bringen, wenn die Entwicklung durchgeführt wird. Bisher war für Filme dieses allgemeinen Typs eine sehr umständliche und kostspielige   mechanische    Vorrichtung notwendig, so dass eine entsprechend umständliche und kostspielige Arbeitsweise   angewandt    wer   den musste,    um deren Belichtung und Entwicklung zu   ,bewerksbellilgen.   



   Das mehrschichtige   Bildempfangselement    gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten desselben eine fortschreitend zunehmende Durchlässigkeit für   wässriges    Alkali von einer undurchlässigen   IGrundschicht    zu einer   durohTässigen    äusseren Schicht mit einer oder mehreren teilweise durchlässigen Zwischenschichten dazwischen aufweisen, wobei die äussere Schicht und jede   Zwischenschicht    mit einer wässrigen Alkalilösung imprägniert sind und die Oberfläche der äusseren Schicht sich praktisch trocken anfasst.



   Die Verwendung des   Bildempfangselementes    in einem   D.iffu,sionsülbertragungsverfahre,n.    ist dadurch gekennzeichnet, dass ein   belichtetes    lichtempfindliches Element mit der äusseren Schicht des Bildempfangsele   mentes    in Berührung gebracht wird, wobei die Berührung unter einem Druck bewirkt wird, der ausreicht, um die   miteinander    in   Berührung    stehenden Oberflächen   des      Bildempfangselementes    und des   belichteten    lichtempfindlichen Elementes mit dem wässrigen Alkali zu befeuchten,

   aber nicht ausreicht,   um    einen überwiegenden Teil der Alkalilösung   aaus    dem   IBlldempfangselle-    ment zu pressen, wodurch eine bildweise Verteilung von diffundierbaren bilderzeugenden Komponenten vom belichteten lichtempfindlichen Element auf das   Btildemp-    fangselement übertragen wird, um darin ein Bild zu erzeugen.  



   In der Zeichnung ist:
Fig. 1 ein Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen   Bildempfangselementes;   
Fig. 2 ein Querschnitt einer Kamera entlang einer Mittellinie zwischen deren oberen und unteren Seiten; sie zeigt eine Filmanordnung innerhalb der Kamera.



   Die vorliegende Erfindung ist besonders zur Herstellung von mehrfarbigen photographischen   t)íbertragungs-    bildern nach den Verfahren der USA-Patentschrift 2 983 606 geeignet; man verwendet einheitliche mehrschichtige Negative, in denen   Farbstoffentwiclklersub-    stanzen eingearbeitet sind, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 151 176 beschrieben sind.



   Bei dem Verfahren wird das mehrschichtige Negativ (in Blattform) belichtet, worauf auf dasselbe eine zweite Schicht gelegt wird, in der eine   Aufnahmesohicht    für   bildbildende    Farbstoffe ;enthalten ist,   welche    durch Diffusion von dem schichtförmigen Negativ übertragen worden sind; eine flüssige Substanz wird zwischen die beiden Schichten zum Eindringen in die'Schichten des Negativs verteilt, welche die lichtempfindlichen Materialien und die Farbstoffentwickler und die Bildempfangsschicht enthält.

  Die flüssige Substanz ist   alkalisch    und dient dazu, um die anderen Reagentien, insbesondere die Entwickler für die Entwicklung des belichteten Silberhalogenids, reaktionsfähig zu maohen, wodurch die bildbildenden Farbstoffe an den Flächen unbeweglich gemacht werden, an denen die Bildentwicklung stattfindet und die   bildbildenden    Farbstoffe an den   unbelichte-    ten Flächen zur   Übertragung    durch Diffusion auf die   Bild-(Farbstoff)-Empfangssohicht    veranlasst werden.



  Das Verfahren, das bei dieser Erfindung durchgeführt wird, und die neuen, hierfür geeigneten Produkte   unter    scheiden sich von bekannten   Verfahren    und Produkten grundsätzlich in der Art und Weise, wie die   Flüssig-    keit zum Eindringen in die   Negativschichten    zugeführt wird. Bisher wurde diese bewerkstelligt, indem man eine gewisse Menge der Flüssigkeit einschliesslich eines Ver   dickungsmittels    in einer Schicht zwischen den beiden Schichten vorsah und die verdickte (viskose) Flüssigkeit in einer dünnen Schicht über jede belichtete Fläche verteilte, indem man die Schichten aufeinander   liegend    zwischen ein einen Druck aufbringen des   Walzenpaar    hindurchführte.

  Es war bisher üblich, die Flüssigkeit für die Entwicklung aufeinander folgenden Flächen in zweierlei Weisen vorzusehen. Ein Weg war die   Aufeinander-    folge von aufreissbaren   Behältern,    die auf einer der Schichten befestigt sind und zusammen mit den Schichten zwischen Druck aufbringenden Glieder hindurch bewegt wurden. Oder man hat gesonderte   Blehälter    vorgesehen, die zu den Schichten bewegt wurden, um ihren flüssigen Inhalt zwischen die Schichten mit anschliessender Verteilung abzugeben.



   Nach der vorliegenden Erfindung wird die zur Entwicklung benötigte wässrige   alkalische    Flüssigkeit von der Bildempfangsschicht selbst   getragen.    Dies ermöglicht eine sehr einfache   Flimanordnung,    die im wesentlichen zwei Schichten und einen Behälter für die Bildempfangsschicht und Flüssigkeit enthält.   Demgegen-    über sind bei bekannten Film anordnungen, bei denen solche Massnahmen wie Masken, Behälter, Flüssigkeits   einfangvorrichtungen,      Schaltgl.ieder    und dergleichen enthalten sind, eine sorgfältige und genaue   Fabrikation    sowie Vorkehrungen erforderlich, welche einen sicheren Betrieb und eine geeignete Registrierung und Anordnung der verschiedenen Komponenten während der Entwicklung gewährleisten.

  Die Entwicklerkomponenten der Kamera für die praktische Durchführung der Erfindung sind ebenfalls einfach, da sie nicht benötigt werden, um eine viskose Entwicklerflüssigkeit in einer genauen Menge abzugeben und/oder zu verteilen und überschüssige   Entwicklerfiüssigkeit    einzufangen, sondern es ist lediglich notwendig, zwei Schichten mit ihrer wirksamen Seite in Berührung aufeinander zu pressen, da die Flüssigkeit bereits in der erforderlichen Menge in der   Bildempfangsschicht    auf einer dieser Schichten verteilt ist.



   In dem Schweizer Patent Nr. 502 612 ist eine Vorrichtung beschrieben, die in Verbindung mit den neuen Bildempfangselementen gemäss der Erfindung und zur Durchführung von   Diffusionsübertragungsver-    fahren, bei denen diese neuen Bildempfangsschichten verwendet werden, geeignet ist.



   Die alkalische Flüssigkeit, von der im folgenden Beispiele angegeben sind, wird von der   BildempPangs-    schicht z.B. als stark alkalische Flüssigkeit getragen, wobei diese stark alkalische Reaktion durch den Einschluss eines   Alkalihydroxyds,    wie Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd, in die Flüssigkeit erreicht wird, vorzugsweise in solcher Menge, dass sich ein pH von wenigstens 12 ergibt. Um die Flüssigkeit in diesem stark alkalischen Zustand für längere Anwendungsperioden zu erhalten, müssen geeignete Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, um eine   pH-Verminderung    zu vermeiden, die   äus    einer Absorbtion von Kohlendioxyd in die Entwicklerlösung herrühren könnte.

  Eine Möglichkeit zum Ausschluss von Kohlendioxyd, das sich in der Atmosphäre vorfindet, aus der Flüssigkeit, ist die, dass   Sman    innerhalb der Kamera einen Behälter und/oder einen Behälterverschluss zum Schutz der Flüssigkeit enthaltenden Bildempfangsschicht vor der Atmosphäre vorsieht, wobei nachfolgende Flächen der Bildempfangsschicht, die aus dem Behälter (gasundurchlässig)   in    der Kamera entfernt werden, mit nachfolgenden belichteten Flächen der   Bildaufnahmeschicht      zusammengepresst      werden,    wie dies in den gleichzeitig eingereichten Patentanmeldungen beschrieben ist.

  Der Behälter und der Behälterverschluss können Komponenten der Kamera oder zusammenarbeitende Komponenten sowohl der Kamera als der darin verwendeten   Filmeinheit    verwenden, wobei man als hauptsächliches Ziel die einfachste und am wenigsten kostspielige   Filmanordnung    erhält, die in der am wenigsten komplizierten und der billigsten Kamera entwickelt werden kann.



   Ein typisches mehrschichtiges Negativ zur Erzeugung von   Meihrfarbübertragungsbildern      enthält    blauempfindliche, grünempfindliche und rotempfindliche Sil   berjodbromidEmulsionsschichten,    hinter denen in entsprechender Weise ein Farbstoffentwickler für Gelb ein Purpurfarbstoffentwickler und ein   Blaugrün-Farbstoff    entwickler angeordnet ist. Zwischen der Gelb-Farbstoffentwicklerschicht und der grünempfindlichen Emulsion befinden sich   Gelatiniezwischenschichten    und zwischen der   Purpur-Farbstoffentwicklerschicht    und der rotempfindlichen Emulsion ebenfalls. 

  Ferner ist ein Träger für die   Em ulsionsschichten,      Farbstoffentwicklerschichten    und inneren   Gelatineschichten    vorgesehen. Mehrschichtige Negative dieses Typs sind erläutert durch Figur 9 der USA-Patentschrift 2 983 606. Mehrfarbennegative des Typs, wie er beim   Polaroid-Pola-Color-Fllm    vom Typ 48 verwendet wird, sind besonders geeignet.  



   Das Bildempfangsmaterial oder die Bildempfangsschicht enthält   zweckmässig    einen Träger, vorzugsweise aus einem Material, welches chemisch inert oder unlöslich ist und nicht von der wässrigen alkalischen   Flüssig-    keit durchdrungen werden kann; es enthält ferner eine Bildempfangsschicht aus einem Material, welches die oben erwähnten   Farüstoftentwickier    aufnehmen kann, ist fest an dem Träger befestigt und so aufgebaut, dass es infolge seiner Zusammensetzung und Dicke eine solche Menge Flüssigkeit zurückhalten kann, die ausreicht, um das Negativ zu entwickeln.

  Es hat sich gezeigt, dass, wenn die Bildempfangsschicht wasserdurchlässig und alkalidurchlässig ist, eine unerwartet gute Lagerbeständigkeit erhalten wird, obwohl eine entsprechende Menge einer Entwicklerzubereitung mit hohem pH-Wert   anwe-    send sein kann. Dieser Vorteil wird erreicht, wenn man zwischen dem Träger und der Bildempfangsschicht wenigstens eine Schicht anordnet, die teilweise für Wasser und Alkali durchlässig ist. Bei den bevorzugten Ausführungsformen sind mehrere solcher   ZwischenW    schichten vorgesehen, wobei die Durchlässigkeit (gegen die   Entwicklerflüssiigkeit)    und der Grad des Aufquellens progressiv vom Träger nach aussen zunimmt. Solche Bildempfangsschichten zeigen gute Nassadhäsion in   Ge-    genwart von   A'lkalihydroxydlösungen    mit hohem pH.



  Bei einer bevorzugten Ausführungsform der   Bild-    empfangsschicht zeigt die gegenüber einer wässrigen alkalischen   Flussigkeit    permeable Schicht eine graduelle Permeabilität, die von einem undurchlässigen   Material    auf einen Träger, wie Papier, bis zu einem stark durchlässigen Material reicht, welches von der wässrigen alkalischen Flüssigkeit zum Quellen gebracht worden ist und eine Kombination von Schichten verschiedener Zusammensetzung und Permeabilität enthält, die aneinander und an den Träger gebunden sind, wobei der   Quellungsgrad    progressiv vom Träger nach aussen hin zunimmt.

  Die Bildempfangsmaterialien gemäss der Erfindung können so beschrieben werden, dass sie an der äusseren oder Bildempfangsschicht hydrophil sind, wobei die Zwischenschichten in ihrem hydrophilen Charakter allmählich abnehmen und sich die Unterlage schicht als Hydrophob erweist.



   Die wasser- und   alkallundurchlässige    Basisschicht kann auf einem Träger wie Papier oder einem Kunststoff als   Überzug    aufgebracht sein, oder sie kann den Träger selbst darstellen. In jedem Fall kann die Oberfläche oder ein dünner Oberflächenabschnitt dieser Unterlage chemisch in eine Form überführt worden sein, welche die gewünschten   physikalischen      Eigenschaften    zeigt, z. B. gute Nassadhäsion an die   anschliessend    darauf   aufgebrachten    Schichten. Wenn beispielsweise die Unterlageschicht Celluloseacetat ist, so kann deren Oberfläche hydrolysiert bzw. zu Cellulose regeneriert sein. Die Methoden und Verfahren!, um solche oberfläche Umwandlungen zu erzielen, z.

  B. alkalische Hydrolxyse, sind bekannt und brauchen daher nicht näher beschrieben werden.



   Die verschiedenen Schichten des   Bildlaufnlahmemate-    rials bestehen aus Materialien, vorzugsweise polymerer Natur, welche gegenüber wässrigen alkalischen Entwicklerlösungen chemisch stabil sind. Somit ist die Anwendung von   Geiatine    nicht vorgesehen,   da    Gelatine in Alkali im Laufe der Zeit einer Hydrolyse unterworfen ist und Produkte   ergibt,    welche für die Zwecke der Erfindung ungeeignet sind. Andererseits kann partiell hydrolysiertes Polyvinylacetat an bestimmten Stellen verwendet werden, da das vollhydrolysierte Produkt, d. h. Polyvinylalkohol, die erforderliche Alkalistabilität besitzt.



   Die graduelle Permeabilität beim hydrophilen Charakter kann erhalten werden, wenn man eine hydrophobe Polyvinyl-butyral-Unterlage verwendet, d. h. dass sie einen so grossen Butyralgehalt besitzt, dass sie nicht quellen kann und Zwischenschichten aus partiellen   Polyvinylibutyralen    enthält, in denen das Verhältnis von Butyral zu den Hydroxylgruppen von der   hydrophoben    Unterlageschicht nach aussen zunimmt.



   Beispiele für Materialien, die sich als wasserundurchlässige und alkaliundurchlässige Unterlageschichten eignen, sind   PolyvinylOutyral,      Polyäthylen,      Athyl-    cellulose,  Papiere , die aus Polyäthylenfasern hergestellt worden sind und papierähnliche Schichten, die aus Polyäthylen bestehen, welches in Cellulose oder anderen Fasern eingekapselt ist. Andere brauchbare Materialien empfehlen sich dem Fachmann von selbst.



   Eine besonders brauchbare   Bildempfangsschicht    enthält eine Mischung von Polyvinylalkohol und Poly4vinylpyridin. Bei solch einer Bildempfangsschicht, die besonders als   Zwischenschichten    mit einem Gehalt von Mischungen von   Poly-4-vinylpyridin    und   Polyvinylatko-    hol brauchbar sind,   nehmen    die Anteile von Polyvinylalkohol progressiv von aussen zum Träger hin zu, wie dies im einzelnen in den folgenden Beispielen erläutert ist.



   Eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des neuen Bildempfangsmaterials ist in Figur 1 gezeigt. Dort trägt eine   alkaliundurchlässige    und wasserundurchlässige Unterlage 1 mehrere Zwischenschichten 3a, 3'b, 3c und 3d, welche progressiv von der Unterlage 1, auf der sie als wasserdurohlässige und   alkalidurchlässige      Bild-    empfangsschicht 5 aufgebracht sind, nach aussen zunehmende   Alkalidurchlässigkeit    zeigen. Die wässrige alkalische Entwicklerlösung ist in alle alkalidurchlässigen Schichten eingedrungen. Die Verteilung der Entwicklerlösung in diesen Schichten folgt der Alkalidurchlässigkeit, wobei die maximale Menge der Lösung pro   Flächeneinheit    in der Bildempfangsschicht 5   anwesend    ist.

  Diese Verteilungsmethode für die Entwicklerzubereitung verhilft auch zur Zufuhr der   Entw,icklerlösenlg    in entsprechenden Mengen, um das belichtete Negativ zu entwickeln, ohne dass sich überschüssige Lösung auf der Oberfläche der   Bildempfangsschicht    sammelt.



   Es ist eine Eigentümlichkeit der mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterialien gemäss der Er   findung,    dass die Oberfläche der Bildempfangsschicht im wesentlichen trocken ist, d. h. dass keine Feuchtigkeit oder freie Flüssigkeit auf   der    Oberfläche sichtbar ist und die Oberfläche im wesentlichen berührungstrocken ist.



   Eine Kamera, welche sich für die Verwendung der neuen Bildaufnahmematerialien gemäss der Erfindung   eignet    (und die in dem Schweizer Patent Nr. 502 612 beschrieben ist), ist in Figur 2 gezeigt. Eine solche, mit 10   bezeichnete    Kamera enthält ein Gehäuse einschliesslich drei im Verhältnis zueinander bewegbarer Abschnitte, die einen vorderen Abschnitt 12, einen rückwärtigen   Abschnitt    14 und einen Endabschnitt 16 enthalten. Der vordere Abschnitt des Kameragehäuses enthält eine vordere Wand 18 mit einer im allgemeinen rechteckigen Öffnung darin, einschliesslich einem ausgesparten Ausschnitt, der durch eine obere Seitenwand   (.nicht    gezeigt) bestimmt ist, eine untere Seitenwand 22, Endwände 24 und 26 und eine Rückwand 28, die mit einer rechteckigen Belichtungsöffnung 30 versehen ist. 

  Bei der Kamera handelt es sich um eine   Klappkamera    einschliesslich  einer üblichen Linsen- und Verschlussanordnung 32, die mit der Rückwand 28 durch einen Balgen 34 verbunden ist, der zusammenlegbar ist (wobei der übliche Ausziehmechanismus nicht gezeigt ist), um zu ermöglichen, dass der Balgen sowie die Linsen- und   Verschlussanordnung    innerhalb der Aussparung im rückwärtigen Gehäuseabschnitt aufgenommen werden kann.



   Der rückwärtige   Gehäuseabschnitt    enthält eine Rückwand 36 mit einem gebogenen Endabschnitt 38 (an der linken Seite in der   Zeichnung),    an dem der rückwärtige Gehäuseabschnitt über ein Gelenk mit dem vorderen Gehäuseabschnitt über ein Scharnier 40 verbunden ist. Der vordere und rückwärtige Gehäuseabschnitt, insbesondere die Vorderwand 18, die obere Seitenwand und die untere Seitenwand 22, die Wand 24 und der Endabschnitt 38 der Rückwand 36 ergeben zusammen einen Vorratsbehälter 42 zur Aufnahme und zur   Umsehliessung einer    Rolle einer lichtempfindlichen   Bildaufnahmeschicht    44 des beschriebenen Typs.

  Der rückwärtige   Gehäuseabschnitt    umfasst auch einen Abschnitt 46 am Ende der Rückwand 36 gegenüber dem Endabschnitt 38, der nach rückwärts aus der Rückwand
36 herausragt; er umfasst eine Wand 48 mit einem Lförmigen Querschnitt und oberen   und    unteren Seitenwänden 50, welche oberhalb und unterhalb der oberen und unteren Seitenwände angeordnet sind. Der rückwärtige Gehäuseabschnitt ist schwenkbar zwischen der geschlossenen Stellung und der Arbeitsstellung.

  Der vordere und rückwärtige Gehäuseabschnitt   arbeiten    zusammen, um den geschlossenen Vorrats'behälter 42 zu bilden und um in Offenstellung den Zutritt zum Behälter 42 zum Einlegen einer Spule einer   BilEdempfangsschicht   
44 und das Zuführen der Schicht oder einer mit ihr befe stigten Führungslasche durch die Kamera zwischen den
Rückwänden 28, 36 über die Belichtungsöffnung 30 zu ermöglichen. Die rückwärtige Fläche der Rückwand 28 und die vordere Fläche der Rückwand 36 befinden sich im allgemeinen in der Bildebene der Linsenanordnung 32 und arbeiten zusammen, um nachfolgende Abschnitte der Bildempfangsschicht in die Belichtungslage zu bringen, mit dem Licht, welches von den Linsen durch die  Öffnung 30 durchgelassen wird.



   Der vordere Gehäuseabschnitt 12 umfasst eine
Endwand 60, die sich in einem Abstand von der
Endwand 26 befindet und mit dieser zusammen sowie mit der vorderen Wand 18 und einer oberen Wand  (nicht gezeigt) und einer unteren Wand 22 einen weiteren Behälter 62 für die Komponenten   der amera    ergibt. Die Endwand 60 bildet auch eine Wand für einen verschlossenen Behälter (der im folgenden näher be schrieben ist). Die Endwände 26 und 60 erstrecken sich rückwärts und sind mit der Rückwand 36 am Ende des vorderen Gehäuseabschnitts 12 im weitesten Abstand von der Kammer 42 verbunden. Die inneren, oberen und unteren Wände (nicht gezeigt) des Endabschnitts
16, die Vorderwand 64 und die Endwand 66 sowie die
Rückwand 68 ergeben zusammen eine offene   Kammer   
82 für einen Vorrat der mit 84 bezeichneten Bildempfangsschicht.

  Der Endabschnitt 16 ist mit dem vorderen Gehäuseabschnitt 12 über ein Gelenk 86 verbunden, das so ausgebildet ist, dass eine begrenzte lineare Bewegung des Endabschnitts im Verhältnis zum vorderen Abschnitt ermöglicht ist, wie auch eine
Schwenkbewegung der beiden Abschnitte zueinander.



   Das Scharnier 86 ist an den vorderen Wänden 18 und
64 des vorderen und Endgehäuseabschnitts befestigt und ermöglicht, dass der Endabschnitt zum vorderen Abschnitt zwischen der Arbeitsstellung und der   geschiosse-    nen Stellung geschwenkt werden kann, so dass es sich in der offenen Stellung oder in der nicht   arbeitsfähigen    Stellung befindet. In der geschlossenen Stellung des Endabschnitts des Gehäuses ergibt die Endwand 60 des vorderen Abschnitts mit dem Endabschnitt einen Verschluss für die Aufnahmekammer 82, während in der offenen Stellung des   Endabschnitts    die   Kammer    82 zum Füllen mit einem Vorrat einer Bildempfangsschicht 84 bereit ist.



   Der Endabschnitt 16 des Gehäuses umfasst einen nach rückwärts herausragenden Abschnitt 88 mit oberen und unteren Wänden, die mit einer L-förmigen Wand 92 verbunden sind, die sich von der Rückwand 68 rückwärts und dann parallel mit der Rückwand erstreckt und mit den oberen und unteren Wänden eine Kammer 94 für die Komponenten der Kamera ergibt.



   Die Kamera umfasst Mittel, um die Gehäuseabschnitte in der geschlossenen Stellung oder in der Arbeitsstellung, wie sie in Figur 2 gezeigt sind, festzuhalten. Diese Mittel umfassen Ausdehnungen 96 an den oberen und unteren Abschnitten der L-förmigen Wand 92, die sich in der geschlossenen Lage des Gehäuses ausserhalb der Wand 48 des Abschnitts 46 des rückwärtigen   Gehäuseabschnius    14 erstrecken. Um das Gehäuse zu schliessen, wird der rückwärtige Gehäuseabschnitt 14 von der Offenstellung in die Geschlossenstellung geschwenkt, worauf der   Endabschnitt    16 von der Offenstellung in eine Geschlossenstellung geschwenkt wird, so dass die Verlängerungsstücke 96 sich ausserhalb der Wand 48 erstrecken und   eine      Drehsbewegung    des rückwärtigen Gehäuseabschnitts aus seiner Geschlossenlage verhindern.

  Es sind   Klinken    vorgesehen, um den Endgehäuseabschnitt 16 in seiner Verschlussstellung festzuhalten; es kann sich um   zwei    im allgemeinen L-förmige Klinkenarme handeln, von denen jeder an seinem inneren Ende mit einem Haken ausgestattet ist.



   In der   Arbeitssteilung    der Gehäuseabschnitte ergeben die Wände 48 und 92 sowie die   Verlängerungsarme    96 sowie die Wand 92 einen Schlitz 114, welcher mit der Kammer 94 in Verbindung steht, die durch die Ab schnitte 46 und 88 der rückwärtigen und der   Endgehäu-      seabschnitte    gebildet wird.

  Der Schlitz 114 ist so bemessen, dass eine Entfernung der aufeinanderliegenden Bildregistrierschicht und der   Bildaufnahme-    schicht aus der Kamera über einen Schneidstab möglich ist, der   eine      geschärfte,    gezahnte Kante besitzt, die innerhalb des Schlitzes 114 an der Wand 48 befestigt ist, um das Abtrennen der schichtförmigen Materialien zu erleichtern, die aus dem Kameragehäuse durch den   Sohlitz    herausragen.



   Die lichtempfindliche Bildregistrierschicht 44 befin det sich als Vorrat in aufgewickeltem Zustand in der  üblichen Weise, z. B. auf einer Spule, umschlossen innerhalb der Kammer 42 und wird aus der Kammer   über    die   Öffnung    30 zwischen den Rückwänden 28 und 36 in die Kammer 94 geführt. Die mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht 84 wird in aufgewik keltem Zustand einem Behälter zugeführt, der im we sentlichen für die   Entwicklerflüssigkeit    sowie für Was serdampf und Gase, insbesondere für Kohlendioxyd  (und für Sauerstoff, wenn eine   Silberhalogenid-En°wick-    lersubstanz in der Entwicklerflüssigkeit anwesend ist) undurchlässig ist. Ein typischer Behälter für die mit
Flüssigkeit imprägnierte   Bildempfangsschicht    ist durch
Figur 2 erläutert. 

  Dieser Behälter 118 besitzt eine im  allgemeinen zylindrische gebogene Wand 120 und zwei kreisförmige Endwände. Die Wand 120 ist mit einem achsialen Schlitz versehen, der   idurch    zwei   überlappende    äussere und innere Lippen bestimmt ist, die   mit    124 bzw. 126 bezeichnet sind. Der Kantenabschnitt der äusseren Lippe ist dicker, und die innere Lippe ist mit einer Rippe versehen, -um die beiden Lippen zu versteifen und   sie    in geschlossener Stellung im Eingriff mit einem Teil der   Bildempfangsschicht    84 zu halten, die sich von dem Behälter durch den Durchgang zwischen den Lippen erstreckt.

  Die Kante der inneren Lippe 126, welche der äusseren Lippe am nächsten ist, ist mit einer   geschärften    Kante versehen,   welche    zum Abquetschen und Entfernen jeglicher   Flüssigkeit    aus einer   Oberfläche    der   BiMem,pfangsschicht    84 dient. Der Behälter 118 kann   aus    jedem geeigneten Material, insbesondere aus organischen Kunststoffen, wie Polyäthylen, hergestellt sein, die gegenüber Luft und Wasserdampf   undurchläs-    sig und gegenüber wässrigen alkalischen Flüssigkeiten beständig sind. Die Bildempfangsschicht wird in aufgewickeltem Zustand in den Behälter 118 mit einem Führungsendabschnitt der Schicht eingeführt, die sich von dem Behälter durch den Durchgang zwischen den Lippen 124 und 126 erstreckt.

  Es können zusätzliche Mittel zum   Versohliessen    des Durchgangs gegen den Zutritt von Luft und das Entweichen von Wasser oder Wasserdampf vorgesehen sein. So können diese Abschlussmittel einen   Verschluss    aus einem   Material    wie Wachs darstellen, das in   erweichtem    oder geschmolzenem Zustand in den Durchgang zwischen den Lippen 124 und 126 eingeführt wird, so dass es die   Schicht    umgibt und den Durchgang ausfüllt und eine aufreissbare Bindung zwischen der Schicht und dem Behälter ergibt, um den Zutritt von Luft und Wasser zwischen die Lippen zu verhindern.



   Die   Aufnahmeschicht    24 kann aufgewickelt sein, wobei die mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht nach innen oder nach aussen weist, wie dies in Figur 2 gezeigt ist, wo die mit Flüssigkeit imprägnierte Schicht nach aussen zeigt. Da der Behälter geöffnet werden muss, um die Entfernung der Bildempfangsschicht zu   ermöglichen,    und dabei möglicherweise Wasserdampf entweichen und/oder Luft zutreten kann, kann es erwünscht sein, ein Reservoir für überschüssige   Entwicklerflüssigkeit    innerhalb des Behälters zusammen mit Mitteln zum Einfangen von Kohlendioxyd vorzusehen, so dass jegliches Kohlendioxyd, welches Zutritt zu dem Behälter erhalten könnte, nicht mit dem Hydroxyd in der   Entwicklerflüssigkeit    reagieren kann und damit nicht deren pH-Wert verringert.

  Die   Bildempfangsschicht    ist vorzugsweise dicht auf sich selbst aufgewickelt, um einen Kontakt zwischen der mit   Fl-üssigkeit    imprägnierten Bildempfangsschicht und der Atmosphäre des Behälters zu verhindern. Um (durch Verdampfen) einen Verlust von   Entwicklerflüssigkeit    aus der Bildempfangsschicht zu   verhindern,    wird die Atmosphäre des Behälters vorzugsweise mit Wasserdampf gesättigt gehalten, um einen Vorrat an Wasser oder   Entwieklerfliissigkeit    bereit zu stellen.

  Dieser Vorrat an   überschüssiger    Entwicklerflüssigkeit oder an Wasser kann die Bildempfangsschicht selbst sein, die mit der überschüssigen Flüssigkeit imprägniert sein kann, welche durch Ausquetschen während der Entfernung der   Bildempfangs    schicht aus dem Behälter entfernt werden könnte. Bei dieser Ausführungsform müssten Quetschvorrichtungen an beiden Lippen 124 und 126 zur Entfernung von Flüssigkeit aus beiden Oberflächen der Bildempfangsschicht angeordnet sein, so dass die Schicht bei der Entfernung aus dem Behälter im   weslentlichiell      berüh-    rungstrocken ist, obwohl sich noch alle zur Entwicklung erforderliche Flüssigkeit innerhalb der Bildempfangsschicht befindet.

  Bei einer anderen   Aiisführungsfomi    kann Wasser oder Entwicklerflüssigkeit in einem Reservoir neben der Bildempfangsschicht vorgesehen sein. Ein solches Reservoir kann   beispielsweise    ein   mit einer      Flüssigkeit    imprägniertes absorbierendes Material sein, welches um die Aussenseite der aufgewickelten Bildempfangsschicht gewickelt sein kann, doch könnte sich dieses bei einer anderen Ausführungsform auch innerhalb der aufgewickelten Empfangsschicht   befindenl.   



     Um    den hohen pH-Wert der von der Bildempfangsschicht mitgeführten Flüssigkeit aufrecht zu halten, kann es notwendig sein, ein Einfangmittel für Kohlendioxyd vorzusehen, welches gegebenenfalls in den   Behälter    gelangt. Da Hydroxyde, insbesondere diejenigen Hydroxyde, welche in der   Entwicklerflüssigkeit    enthalten sind, mit Kohlendioxyd rasch reagieren, könnte ein solches   Einfangmittel    selbst ein Hydroxyd darstellen.,   welches    beispielsweise innerhalb des Flüssigkeitsreservoirs enthalten ist, welches die mit Wasserdampf gesättigte Atmosphäre innerhalb des   Behälters    aufrecht erhält.



  Erdalkalihydroxyde sind für diesen Zweck   als Einfang-    mittel besonders   zweckmässig;    hierzu gehören Hydroxyde, welche mit Kohlendioxyd unter Bildung von   Cafbo-    .alten reagieren, die schlechter löslich sind als die von den Alkalihydroxyden in der   Entwicklerflüssigkeit    gebildeten Carbonate. Wenn beispielsweise Kaliumhydroxyd in der Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, kann Calciumhydroxyd zur Umsetzung mit Kohlendioxyd verwendet werden, um die Reaktion des   Kaliumhydroxyds    mit Kohlendioxyd innerhalb des Behälters zu vermeiden.



     Blariumhydroxyd    ist auch als   Einfanginittel    geeignet, wenn Kaliumhydroxyd in der Entwicklerflüssigkeit verwendet wird.   Natriumhydroxyd    kann in der   Entwickler-    flüssigkeit anstelle von Kaliumhydroxyd enthalten sein, um einen hohen pH zu ergeben; in diesem Fall können Kaliumhydroxyd,   Bariumhydroxyd    und/oder Calciumhydroxyd in dem Behälter als   Einfangmittei    für Kohlendioxyd enthalten sein.



   Der Behälter 118, in dem sich die mit Flüssigkeit imprägnierte Schicht 24 als Vorrat befindet, ist nicht verschlossen, wenn   die    Entfernung   der    Bildempfangsschicht daraus beginnt und bleibt in der gezeigten Form danach unverschlossen.   Infolgedessen,    enthält die Kamera, in der der Behälter verwendet wird: Mittel zum Verschliessen des Behälters gegen das Entweichen von Wasserdampf und den Zutritt von   Kohlendioxyd    oder einen Behälter zum Festhalten des Behälters 118, der gegen das Entweichen von Wasserdampf und den Zutritt von'Kohlendioxyd zwischen den Schritten, bei denen die Bildempfangsschicht aus dem Behälter 118 und/oder aus dem Behälter innerhalb der Kamera entfernt wird, verschlossen   werden    kann. 

  Die in Figur 2 gezeigte Kamera enthält einen Behälter, der   im wesentli-      chen    gegen Wasserdampf und   Kohlendioxyd    undurchlässig ist und der gegen den Zutritt oder das Entweichen von Wasserdampf bzw. Kohlendioxyd   verschlossen    und geöffnet werden kann, um die   Entfernung    der Bildempfangsschicht zu ermöglichen. Dieser Behälter enthält eine Lagerungskammer 82, welche durch die Endwand 60, eine innere obere   Wand    (nicht gezeigt), eine innere untere Wand (nicht gezeigt) und die Endwand 66 bestimmt ist.

  Es sind Mittel zum   Abschliessen    der Kammer 82 vorgesehen; sie enthalten vorzugsweise zwei     Verschlussmittel,    die aus einem elastomeren Material gebildet sind, welches gegenüber Hydroxyd verträglich ist oder von ihm nicht angegriffen wird, im wesentlichen gegenüber Wasserdampf und Kohlendioxyd undurchlässig ist und so kräftig ist, dass es einen permanenten Druck ausüben kann.



   Um eine belichtete Fläche der Bildempfangsschicht 44 unter Erzeugung eines   tZbertra"anlgsbilds    in einer entsprechenden Fläche der   Bildempfangsschichten    zu entwickeln, werden die beiden Schichten aufeinander gepresst. Diese Entwicklung wird durch zwei Druckwalzen 164 und 166 bewerkstelligt. Jede Walze 164 und
166 ist ein Metallschaft, der von einem elastomeren Material bedeckt ist, so dass die Walzen schwach zusammenpressbar sind und die Nachgiebigkeit des elastomeren Materials tatsächlich verwendet werden kann, um den nötigen Druck auf die   beiden    Schichten auszuüben.

  Die Walze 164 ist schwenkbar an dem rückwärtigen Gehäuseabschnitt 14 zwischen den oberen und unteren Seitenwänden 50 befestigt, so dass sie in Zusammenarbeit mit der Walze 166 gebracht   werden    kann, die ebenfalls innerhalb der Kammer 94 der inneren oberen und inneren unteren Wände befestigt ist.



   Bei der Betätigung der Kamera erstreckt sich die Bildempfangsschicht 84 aus der Kammer 82 auf der Bildregistrierschicht 44 liegend zwischen die Walzen 164 und 166. Die Walzen werden im Eingriff mit den aufeinander liegenden Flächen in Drehung versetzt, um auf eine belichtete Fläche der lichtempfindlichen Schicht eine Fläche der Bildempfangsschicht zu legen und gleichzeitig das so gebildete sandwichartige Gebilde aus der Kamera durch den Schlitz 114 herauszubewegen und weiter die nachfolgende Fläche der   Bildregistner-    schicht zur Belichtung im Eingriff mit   wider    Öffnung 30 zu halten.

  Geeignete Antriebsmittel (nicht gezeigt) können als Walzen ausgebildet sein,   die    vorzugsweise mit reinem solchen Antriebsverhältnis bewegt werden, dass bei einer vollständigen Umdrehung einer Kurbel sich die Walze 164 so genügend dreht, dass eine belichtete Fläche der Bildregistrierschicht auf die Bildempfangsschicht zu   lie-    gen kommt und aus der Kamera herausgeführt wird. Es ist zu bemerken, dass die Walze 164 so dicht wie möglich an der Endkante der   Beiichtungsöffnung    30 und an die Öffnung in der Kammer 82 befestigt wird, dass der Abschnitt des schichtförmigen Materials, der als Abfall zwischen aufeinanderfolgenden belichteten Flächen der lichtempfindlichen Schicht angepsrochen werden muss, und die Länge der Bildregistrierschicht, die darauf liegt, verringert wird.



   Die in Figur 2 gezeigte Kamera ist im einzelnen in dem oben erwähnten Schweizer Pantent Nr. 502 692 beschrieben.



   Die Filmanordnung einschliesslich der schichtförmigen Materialien, die in der Kamera verwendet werden, werden mit einem Führungsendabschnitt oder einem Führungsmittel, das daran befestigt ist, zugeführt, die aus dem Behälter 118 herausragen und mit einer Führungslasche oder einem Führungsende der Bildträgerschicht verbunden sind.

  Zum   Ladenl    der Kamera wird die Rolle der Bildregistrierschicht in die   Kammer    42 eingeführt; der rückwärtige   Gehäuseabschnitt    wird in die geschlossene Stellung geklappt; der Behälter der Bildempfangsschicht wird in die Kammer 82 gegeben; der Gehäuseendabschnitt 16 wird dann in die   Verschlussstellunig    gebracht,   wobei      Idie      Klinken arme    im Gegenuhrzeigersinn angeklappt werden, um die Kamera in Verschlussstellung zu halten. Die Kameragehäuseabschnitte sind somit verschlossen, wobei sich die gekuppelten Führungsmittel zwischen den Walzen 164 und 166 durch den Schlitz 114 erstrecken. Eine Fläche der Bildregistrierschicht wird dann zur Belichtung weiter hervorgezogen, z.

  B. indem man an den gekuppelten Führungslaschen zieht oder indem man geeignete Transportmittel in Bewegung setzt. Nach der Belichtung dieses Abschnitts und jeder nachfolgenden Fläche der Bildregistrierschicht werden die vereinigten Führungslaschen erneut weiter bewegt, wodurch jede belichtete Fläche der Bildregistrierschicht auf   eine    Fläche der Bildempfangsschicht unter Bildung einer sandwichartigen Struktur gepresst wird, worauf man das Sandwichgebilde aus der Kamera durch den Schlitz 114 heraus entfernt. Die   aufeinianderliegenden    Flächen der beiden Schichten, welche das Sandwich darstellen, können von den innerhalb des Kameragehäuses verbleibenden Schichten abgerissen werden, indem man' das Sandwich gegen eine (nicht gezeigt) Schneidschiene zieht.



   Die Schichten bleiben während der Entwicklungsperiode in der bestimmten Dauer aufeinander liegen, worauf die Schichten voneinander getrennt werden, um ein   Obertragungsbild    auf der Bildempfangssohicht freizulegen.



   Die Bildempfangsschicht 84 kann in aufgewickeltem Zustand auch in einen Behälter in Form eines Beutels zugegeben werden. Das schichtförmige Material, welches den Beutel umfasst, kann ein mehrfach gefaltetes Material, z. B. aus Papier und/oder Metallfolie mit einer inneren   Besohichtung    eines polymeren Materials sein, vorzugsweise ein Material, das thermoplastisch ist und an sich selbst und an anderen Materialien durch Aufbringen von Wärme und Druck gebunden ist. Der vollständige Behälter wird mit zwei Lippen hergestellt, die entfernbar mit der Bildempfangsschicht verbunden sind und somit eine Mündung ergeben, durch welche die Bildempfangsschicht herausgezogen werden kann. Man kann auch eine Klemme oder andere Mittel vorsehen, um die Lippen vor dem Füllen des Behälters in geschlossenem Zustand zu halten.

  Ein Vorratsbehälter für überschüssiges Wasser oder überschüssige Entwick   lerfiüssigkeit    und Abfangsmittel für Kohlendioxyd können als Schicht aus einem absorbierenden Material anwesend sein, die mit der gewünschten Flüssigkeit imprägniert ist und um die aufgewickelte Bildempfangsschicht   angeordnet    ist.



   Die hier beschriebene Filmanordnung ist zusammen mit der Kamera für intermittierende Bildbelichtung und Entwicklung vorgesehen, wobei die   Filmanordnung    selbst erheblich vereinfacht ist im Vergleich zu bereits vorhandenen   Selbstentwickler-Roflfilmen,    weil deren wesentliche   Filmbestandteile    auf eine Bildregistrierschicht, eine mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht und auf einen Behälter für letztere begrenzt sind.

 

  (Bild-) Masken, Vorrichtungen zum Sammeln und Zurückhalten von Flüssigkeiten, Weitertransporthinweise und dgl., die bisher bei derartigen Rollfilmen notwendig waren, sind überflüssig geworden. Auch die Kamera selbst ist vereinfacht worden, insbesondere im Hinblick auf den Mechanismus zum Zusammenpressen der beiden Schichten und zum Verteilen der Entwicklerflüssigkeit   zwischen,    den Ibeiden Schichten.



   Die Kamera kann so abgewandelt werden, dass zur Entfernung der Schichten diese manuell zum Eingriff gebracht werden und man an den Schichten zieht. In dieser Form kann an der Kamera ein Transportsystem in   Zusammenwirkung mit den Walzen vorgesehen sein, sowie manuell bedienbare Mittel, wenigstens zum   Öff-    nen des   Behälters,    um   eine    Entfernung der Bildempfangsschicht zu ermöglichen.



   Die sandwichartige Form, in der die beiden Schichten aufeinander liegen, kann direkt aus der Kamera herausgeführt werden, in der die Belichtung und Entwicklung in entsprechender Weise bewerkstellig wird, wobei die Träger sowohl für die lichtempfindliche Schicht als   lauch    für die   Bildlempfangslschicht    jeweils aus einem Material hergestellt sind oder mit einer Schicht versehen sind, welche für aktinisches Licht opak ist.



   Die folgenden Beispiele für die Herstellung von Bildempfangsmaterialien gemäss der Erfindung dienen nur dem Zweck der Erläuterung.



   Beispiel 1
Eine mit Flüssigkeit imprägnierte   Bildempfangs-    schicht   wurde    wie folgt hergestellt: Ein Bogen Barytpapier wurde auf beiden Seiten mit einer Lösung überzogen, die 5 g Polyvinylbutyral in 100 ml Äthanol   enthielt,    wodurch der Träger für wässrige alkalische Flüssigkeit undurchlässig gemacht wird. Die auf diese Weise über   zogene    Unterlage wurde mit einem Überzug aus folgender Lösung versehen:
Polyvinylbutyral 5 g
Poly-4-vinylpyridin 5 g  Äthanol 200   ml   
Dieser Überzug wurde aus einer Lösung aufgebracht, die 10 g   Poly-4-vinylpyridin    in 200 ml Äthanol enthielt.

  Drei weitere Überzüge wurden dann mit 3:1-, 2:1- und 1:1-Mischungen der Lösungen A und B aufgebracht:    Lösung    A
Poly4-vinylpyridin 5 g
Essigsäure 3 g
Wasser 100 ml
Lösung B
Polyvinylalkohol 5 g
Wasser   100 ml   
Jede der 3:1-, 2:1- und 1:1-Mischungen wurde mit   der    gleichen Menge Wasser vor dem Aufbringen verdünnt. Alle Schichten wurden in üblicher Weise mit der   Umkehrwalzentechnik    aufgebracht, bei der ein Auf   streichmesser    in einem Abstand von 0,0076 cm (0,003") von der   Überzugswalze    verwendet wurde; die aus 6 Schichten bestehende Bildempfangsschicht hatte nach dem Trocknen eine   Gesamtdicke    von etwa 0,00178 cm   (0,0007").   



   Die so erhaltene Bildempfangsschicht wurde 5 Minuten   ,in    eine wässrige   alkSalische    Entwicklerlösung folgender   Zusammensetzung eingetaucht:   
KOH 7,26 g
Natriumtetraborat 2,0 g
Benzotriazol 2,3 g    N fibenzyl-x-picoliniumbromid    2,3 g
Wasser 100 ml
Vor dem Aufpressen der Flüssigkeit enthaltenden Bildempfangsschicht auf eine belichtete lichtempfindliche Schicht des Typs, wie sie im Polaroid   Pola-Color Film    48 verwendet wird, um die Entwicklung der letzteren und die Bildung eines   Farbstoffuber-    tragungsbilds auf der Bildempfangsschicht zu bewirken, wurden beide Oberflächen der Bildempfangsschicht ausgequetscht,

   um überschüssige Flüssigkeit aus der Bild   empfangsschioht    zu entfernen und die Oberfläche des Trägers berührungstrocken zu machen. Die zur Behandlung der lichtempfindlichen Schicht erforderliche Entwicklerflüssigkeit ist vollständig innerhalb .der gequolleneu Bildempfangsschicht enthalten, so dass diese Schicht ebenfalls im wesentlichen trocken gegen Berührung erscheinen kann. Keinesfalls bleibt freie Flüssigkeit auf der Oberfläche der Bildempfangsschicht nach dem Ausquetschen zurück. Die belichtete lichtempfindliche Schicht und das imprägnierte   Biidempfangsmaterial    wurden zwischen zwei weiche Gummiwalzen hindurchgeführt. Der Druck auf die Gummiwalzen war so eingestellt, dass kein tatsächliches Ausquetschen, sondern nur eine gute Oberflächenberührung erfolgte.

  Es wurde gerade genug Flüssigkeit ausgequetscht, um eine gute Nassberührung   zwischen    den aufeinander liegenden Schichten zu gewährleisten. Der Druck war geringer als er erforderlich wäre, um einen grösseren Anteil der Flüssigkeit auszupressen. Nach einer Einwirkungsperio   de    von ungefär 1 Minute wurde das Bildempfangsmaterial abgetrennt; es enthielt ein positives   MehrfarbenübertragungsSbild.    Die Oberfläche des abgetrennten   Bildempfangsmaterials    war ganz schwach nass (offensichtlich, weil das lichtempfindliche Material nicht alle   Flüssigkeit    absorbierte, welche anfangs im Bild   empfangsmaterial    anwesend war), trocknete jedoch vollständig innerhalb von 1 oder 2 Minuten.



   Beispiel 2
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der   Abweichung,    dass anstelle des mit Polyvinylbutyral überzogenen Barytpapiers eine gegossene Filmschicht von Polyvinylbutyral verwendet wurde.



   Beispiel 3
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass der rückseitige   Überzug    aus Polyvinylbutyral durch Äthylcellulose ersetzt wurde.



   Beispiel 4
Das Verfahren des Beispiels 2 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass die Polyvinylbutyralschicht pigmentiert wurde, so dass sich eine opake Unterlage ergab.



   Beispiel 5
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass das   mit    Polyvinylbutyral überzogene Barytpapier durch eine papierähnliche Schicht aus Polyäthylenfasern ersetzt wurde.  



   Beispiel 6
Anstelle der Entwicklerzubereitung des Beispiels 1 wurde folgender Entwickler verwendet:
NaOH 4,0 g
Natriumtetraborat 2,0 g
Benzotriazol 2,3 g    N-Benzyl-N-picoli,nium-bromid    2,3 g
Wasser 100 ml
Beispiel 7
Anstelle der   Entwicklerzubereitung    des Beispiels 1 wurde folgender Entwickler verwendet:
KOH 7,26 g
Natriumtetraborat 2,0 g
Benzotriazol 2,3 g    N-Benzyl--picoliniumrbromid    2,3 g    Natriumthiosulfat    0,5 g
Wasser 100 ml
Beispiel 8
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass das mit Polyvinylbutyral überzogene Barytpapier ersetzt wurde durch eine mit einem Sarankunststoff überzogenen Unterlage aus  Mylar  (Handelsbezeichnung der Firma E.I.

  Du Pont de Nemours   a    Co. für einen   Polyäthylen-Terephthalat-Film-    träger), die (über den Saran-Kunststoff-Zwischenüberzug) überzogen war mit einer Schicht von Polyvinylbutyral, welches dispergiertes Titandioxyd ;enthielt. Es wurde eine ausgezeichnete Nassadhäsion erreicht.



   In den obigen Beispielen wurde das Bildempfangsmaterial in die flüssige   EntwicklerlösurDg    etwa 5   Min.u-    ten eingetaucht. Es zeigte sich, dass längere   Einwirkungs-    perioden nicht zu einer nennenswert grösseren Flüssigkeitsabsorption führten. Die Eintauchzeit kann je nach der besonderen Zusammensetzung des   Bildempfangsma-    terials variiert werden. Die zur Absorption der gewünschten Flüssigkeitsmenge   erforderlichle      Mindlestzeit    kann also leicht durch   einen    Fachmann bestimmt   werdea.   



   Es hat sich gezeigt, dass das Eintauchen des Bildempfangsmaterials in die Entwicklerlösung für eine Zeitspanne von etwa 2   1/2 Stunden    ein guter Test für die Bestimmung der angemessenen Nassadhäsion der verschiedenen Schichten ist.   Bildempfangsmaterialien,    welche eine angemessene Adhäsion unter   diesensBedingun-    gen zeigen, behalten im allgemeinen eine angemessene Nassadhäsion über längere Zeiträume bei.



   Wenn die Unterlage für das   Bildempfangsmaterial    eine Schicht oder einen Kern aufweist, der für die Entwicklerlösung durchlässig ist, muss man sorgfältig arbeiten, um eine Flüssigkeitabsorption an den Kanten dieser Schicht zu vermeiden oder wenigstens zu verringern, da eine solche Flüssigkeitsabsorption gegebenenfalls zu Bläschen oder in anderer Weise zur Schwächung der Adhäsion zwischen den verschiedenen Schichten beitragen kann. Aus diesem Grund zieht man vor, dass die Papierunterlagen mit einem Kunststoff imprägniert sind, der eine solche Absorption von Flüssigkeit an den Kanten verringert oder verhindert.



   Sorgfalt ist auch bei der Auswahl   der    Lösungsmittel nötig, um eine   unerwünschte    Zurückhaltung des Lösungsmittels durch die überzogene Bildempfangsschicht zu verringern. So wird beispielsweise Äthanol von Polyvinylbutyral zurückgehalten und wirkt für letzteres als Weichmacher. Das   Athanol    wird vom Polyvinylbutyral nicht leicht abgegeben, selbst beim Erwärmen. Eine solche   Zurückhaltun,g    des Überzugslösungsmittels kann im Laufe der Zeit zu Änderungen der Eigenschaften des mit Flüssigkeit imprägnierten   Bildempfangsmaterials    führen.



   Das mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsmaterial wird vorzugsweise nicht über scharfe Kanten gezogen, weil sich sonst die Schichten voneinander lösen könnten.



   Es ist darauf hinzuweisen, dass die mit   Flüssigkeit    imprägnierten   Bildempfangsmaterialien    gemäss der Erfindung keine Schicht zur Steuerung des pH-Werts von dem Typ enthalten können, wie er in dem belgischen Patent   639 452    beschrieben ist. Diese mit Flüssigkeit imprägnierten   Bildempfangsmaterialien    sind jedoch besonders   brauchbar    bei lichtempfindlichen Materialien, welche eine polymere Säureschicht neben dem Träger aufweisen, wie dies in dem französischen Patent 1 395 192 beschrieben, ist. Das folgende Beispiel erläu   tert die    Herstellung eines solchen   lichtempfindllchen    Materials, das jedoch nur zum Zwecke der   Erläuterung    dient.



   Beispiel 9
300 g eines hochviskosen Mischpolymerisats von Polyäthylen mit Maleinsäureanhydrid (im Handel erhältlich von Monsanto   Chemical    Co., St. Louis, Missouri, unter der Bezeichnung DX-840-31 Resin) wurden in 1500   ml    Aceton gelöst. 150 g   nJButylalkohol    und 1 ml 85   0/obige    Phosphorsäure wurden zugegeben, worauf die Mischung 14 Stunden zum Rückfluss erhitzt wurde. Die entstandene Lösung eines Polymers, welches wiederkehrendl Abschnitte der allgemeinen Formel
EMI8.1     
 enthielt, liess man   abkühlen;    sie wurde dann als Überzug auf ein mit Cellulosenitrat überzogenes Barytpapier aufgebracht, wobei eine polymere Säureschicht mit einer Dicke von 50,8 (0,8 mil) erhalten wurde.

  Eine dünne Schicht von Celluloseacetat wurde dann unter Verwendung einer Lösung, welche 3   O/o    Celluloseacetat in einer Mischung von Methanol und Äthylacetat enthielt, als Zwischenschicht aufgebracht. Dann wurden Schichten aus Blaugrün-, Purpur- und Gelb-Farbstoffentwicklern,   Gelatinezwischenschichten    sowie rotempfindliche,   lgrün-    empfindliche und blauempfindliche Silberhalogenidemulsionen aufgebracht, so dass sich ein   lichtempfindli-    ches Material des Typs ergab,   wie    es in den vorhergehenden Beispielen verwendet wurde.

 

   Die Verwendung eines   lichtempfindlichen    Materials des Typs, wie er in dem französischen Patent 1 395 192 und im Beispiel 9 beschrieben ist, führt dazu, dass der pH in der Oberfläche des abgetrennten Bildempfangsmaterials erheblich   niedriger    ist. Die Übertragungsbild  farben sind   glänzeIlder    und die Oberfläche ist viel trockner wegen der zusätzlichen Flüssigkeit, die durch solche lichtempfindliche   aMaterialien    absorbiert wird.



   Obwohl die Erfindung im Zusammenhang mit der   Verwendung    von Kameras erläutert worden ist, ist zu bemerken, dass die mit Flüssigkeit   imprägnierten    Bildempfangsmaterialien auch bei kontinuierlicher   Entwick-    lung sehr brauchlbar sind, z. B. bei der   Photofinish-    Entwicklung von Farbbilderkopien.



   Die Verwendung der mit Flüssigkeit imprägnierten   Bildempfangsmateriallen    gemäss   Ider    Erfindung ergibt eine Anzahl von Vorteilen. Ein wichtiger Vorteil ist die   Beseitigung    von überschüssiger Entwicklerzubereitung, der solche Lösungen wegen des   hohen    pH's möglicherweise für die Haut schädlich macht. Weiter ist zu erwähnen, dass die Art der Zufuhr von flüssiger Entwicklerlösung und ,deren Verteilung gleichmässiger ist, als wenn ein   üblicher    aufreissbarer Behälter verwendet wird. Die Prüfung der nach den obigen Beispielen erhaltenen   Übertragungsbilder    hat auch Anzeichen für bessere   Farbtrennung    ergeben.

  Wegen der innigen Be   Berührung      zwischeIl den,    beiden Schichten und des Fehlens einer   Schicht    aus einem viskosen Reagens zwischen diesen Schichten wird eine Querdiffusion von   lübertra-    genden Farbstoffen verringert.



   Die Verwendung von Lösungen von   AlkalJ.hydroxy-    den mit hohem pH, welche in die   Bildempfangsmateria-    lien eingearbeitet sind, macht Verfahren, die bei niederen   pH-Werten    nicht arbeitsfähig sind oder nicht gut arbeiten, bei Verwendung von Lösungen, in denen organische Amine anwesend sind und von imprägnierten   Gelatineschichten    durchführbar.



   Es ist   ein    charakteristischer Gesichtspunkt dieser Erfindung, dass die Bildempfangsschicht zwei Funktionen ausübt:  (1) Sie enthält über eine Zeitspanne abgabebereit die Flüssigkeit bereit, die notwendig ist, um ein lichtempfindliches Material   zulentwicklen    und    ,(2)    sie gibt   diese    Flüssigkeit im Austausch für die   Blildfarbstoffe    frei, die durch Diffusion auf die   Bildemp-    fangsschicht durch diese Flüssigkeit übertragen werden.



      PATENTANSPRUCH 1   
Mehrschichtiges Bildempfangselement, dadurch ge   kennzeichnet, dass    die Schichten desselben eine fort schreitend zunehmende   Durchlässigkeit    für wässriges Alkali von einer undurchlässigen Grundschicht zu einer durchlässigen äusseren Schicht mit einer oder mehreren teilweise durchlässigen Zwischenschichten dazwischen aufweisen', wobei die äussere Schicht und jede Zwischenschicht mit einer wässrigen Alkalilösung imprägniert sind und die Oberfläche der äusseren Schicht sich praktisch trocken anfasst.



      UNTERANSPRÜCHE   
1. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht und die Zwischenschicht oder -schichten aus einem Gemisch von Polyvinylalkohol und Poly-4-vinylpyridin bestehen, wobei die relative Menge Poly-4-vinylpyridin in dem Gemisch fortschreitend in jeder Schicht nach innen von der äusseren Schicht aus zunimmt.



   2.   Bildempfanlgselement    nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkali ein Alkalimetallhydroxyd ist.



   3. Bildempfangselement nach   Patentanspruch    I, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Alkalilösung einen pH-Wert von mindestens 12 hat.



   4. Bildempfangsschicht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Alkalilösung eine quaternäre Ammoniumverbindung enthält.



   5. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die   Grundschicht    von einem Papierträger getragen wird.



   6. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere   Schicht    ein Farbstoffbeizimittel enthält.



   PATENTANSPRUCH II
Verwendung des   Bildempfangselementes    nach   Paten,tanspruch    I im   Diffusionsüóertragungsver Eahren,    dadurch gekennzeichnet, dass ein belichtetes lichtempfindliches Element   mit    der äusseren Schicht des Bild   empfangseleinentes    in Berührung gebracht wird,   wobei    die Berührung unter einem Druck bewirkt wird, der ausreicht, um die miteinander in Berührung stehenden   Oberflächen    des Bildempfangselementes und des belichteten lichtempfindlichen   Elementes    mit dem wässrigen Alkali zu befeuchten, aber nicht ausreicht, um einen überwiegenden Teil der Alkalilösung aus dem   Bildemp-    fangselement zu pressen,

   wodurch eine bildweise Verteilung von diffundierbaren   Bilderzeugenden    Komponenten vom belichteten lichtempfindlichen Element   au±    das   Bildempfangselemenlt    übertragen wird, um darin   ein Bild    zu erzeugen.

 

   UNTERANSPRÜCHE
7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die diffundierbaren bilderzeugenden Komponenten Farbentwickler sind.



   8. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Element aus einem Träger, einer Schicht einer polymeren Säure und einer oder mehreren lichtempfindlichen Schichten besteht, wobei die äusserste lichtempfindliche Schicht mit der äusseren Schicht des   Bildempfangselementes    in Berührung gebracht wird, wodurch der pH-Wert der Oberfläche der äusseren Schicht   des      Bildempfangsele-    mentes herabgesetzt wird, ehe das lichtempfindliche Element von dem   Bildempfangselement    getrennt wird.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. farben sind glänzeIlder und die Oberfläche ist viel trockner wegen der zusätzlichen Flüssigkeit, die durch solche lichtempfindliche aMaterialien absorbiert wird.
    Obwohl die Erfindung im Zusammenhang mit der Verwendung von Kameras erläutert worden ist, ist zu bemerken, dass die mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterialien auch bei kontinuierlicher Entwick- lung sehr brauchlbar sind, z. B. bei der Photofinish- Entwicklung von Farbbilderkopien.
    Die Verwendung der mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmateriallen gemäss Ider Erfindung ergibt eine Anzahl von Vorteilen. Ein wichtiger Vorteil ist die Beseitigung von überschüssiger Entwicklerzubereitung, der solche Lösungen wegen des hohen pH's möglicherweise für die Haut schädlich macht. Weiter ist zu erwähnen, dass die Art der Zufuhr von flüssiger Entwicklerlösung und ,deren Verteilung gleichmässiger ist, als wenn ein üblicher aufreissbarer Behälter verwendet wird. Die Prüfung der nach den obigen Beispielen erhaltenen Übertragungsbilder hat auch Anzeichen für bessere Farbtrennung ergeben.
    Wegen der innigen Be Berührung zwischeIl den, beiden Schichten und des Fehlens einer Schicht aus einem viskosen Reagens zwischen diesen Schichten wird eine Querdiffusion von lübertra- genden Farbstoffen verringert.
    Die Verwendung von Lösungen von AlkalJ.hydroxy- den mit hohem pH, welche in die Bildempfangsmateria- lien eingearbeitet sind, macht Verfahren, die bei niederen pH-Werten nicht arbeitsfähig sind oder nicht gut arbeiten, bei Verwendung von Lösungen, in denen organische Amine anwesend sind und von imprägnierten Gelatineschichten durchführbar.
    Es ist ein charakteristischer Gesichtspunkt dieser Erfindung, dass die Bildempfangsschicht zwei Funktionen ausübt: (1) Sie enthält über eine Zeitspanne abgabebereit die Flüssigkeit bereit, die notwendig ist, um ein lichtempfindliches Material zulentwicklen und ,(2) sie gibt diese Flüssigkeit im Austausch für die Blildfarbstoffe frei, die durch Diffusion auf die Bildemp- fangsschicht durch diese Flüssigkeit übertragen werden.
    PATENTANSPRUCH 1 Mehrschichtiges Bildempfangselement, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schichten desselben eine fort schreitend zunehmende Durchlässigkeit für wässriges Alkali von einer undurchlässigen Grundschicht zu einer durchlässigen äusseren Schicht mit einer oder mehreren teilweise durchlässigen Zwischenschichten dazwischen aufweisen', wobei die äussere Schicht und jede Zwischenschicht mit einer wässrigen Alkalilösung imprägniert sind und die Oberfläche der äusseren Schicht sich praktisch trocken anfasst.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht und die Zwischenschicht oder -schichten aus einem Gemisch von Polyvinylalkohol und Poly-4-vinylpyridin bestehen, wobei die relative Menge Poly-4-vinylpyridin in dem Gemisch fortschreitend in jeder Schicht nach innen von der äusseren Schicht aus zunimmt.
    2. Bildempfanlgselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkali ein Alkalimetallhydroxyd ist.
    3. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Alkalilösung einen pH-Wert von mindestens 12 hat.
    4. Bildempfangsschicht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Alkalilösung eine quaternäre Ammoniumverbindung enthält.
    5. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschicht von einem Papierträger getragen wird.
    6. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht ein Farbstoffbeizimittel enthält.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung des Bildempfangselementes nach Paten,tanspruch I im Diffusionsüóertragungsver Eahren, dadurch gekennzeichnet, dass ein belichtetes lichtempfindliches Element mit der äusseren Schicht des Bild empfangseleinentes in Berührung gebracht wird, wobei die Berührung unter einem Druck bewirkt wird, der ausreicht, um die miteinander in Berührung stehenden Oberflächen des Bildempfangselementes und des belichteten lichtempfindlichen Elementes mit dem wässrigen Alkali zu befeuchten, aber nicht ausreicht, um einen überwiegenden Teil der Alkalilösung aus dem Bildemp- fangselement zu pressen,
    wodurch eine bildweise Verteilung von diffundierbaren Bilderzeugenden Komponenten vom belichteten lichtempfindlichen Element au± das Bildempfangselemenlt übertragen wird, um darin ein Bild zu erzeugen.
    UNTERANSPRÜCHE 7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die diffundierbaren bilderzeugenden Komponenten Farbentwickler sind.
    8. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Element aus einem Träger, einer Schicht einer polymeren Säure und einer oder mehreren lichtempfindlichen Schichten besteht, wobei die äusserste lichtempfindliche Schicht mit der äusseren Schicht des Bildempfangselementes in Berührung gebracht wird, wodurch der pH-Wert der Oberfläche der äusseren Schicht des Bildempfangsele- mentes herabgesetzt wird, ehe das lichtempfindliche Element von dem Bildempfangselement getrennt wird.
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