Mehrschichtiges Bildempfangselement und Verwendung desselben
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Photographie und betrifft ein mehrschichtiges Bildempfangselement und dessen Verwendung in einem Diffusionssübertragungsverfahren.
Diffusion,sübertragungsverfahren zur Herstellung von Übertragungsbildern innerhalb einer Kamera smd allgemein bekannt. Im allgemeinen belichtet man bei diesen Verfahren nacheinander Flächen einer lichtemp- findlichen Bildregistrierschicht, worauf man auf jede belichtete Fläche eine Fläche einer zweiten Schicht legt und dazwischen eine Entwicklerflüssigkeit verteilt, um ein positives Übertragungsbild in einer Bildempfangs- schicht auf der zweiten Schicht nach einen Diffusions übertragungsverfahren zu erzeugen. Die dabei verwendeten Materialien enthalten eine Bildregistrierschicht, in der ein Bild bildendes Material, z. B. ein Schwermetallsalz (z. B.
Silberhalogenid), anwesend ist, eine zweite Schicht bzw. Bildempfangsschicht, welche eine Bildauf- nahmefläche trägt, die ihrerseits ein Diffusionsübertra- gungsbild aufweist, und eine Entwickierflüssigkeit, welche eine Entwicklersubstanz für das lichtempfindliche Material darstellt und ein Alkali enthält, welches die Entwicklersubstanz reaktionsfähig macht.
Man hat schon alle diese Materialien einlsdhliesslich des lichtemp Lfindlichen Bildregistriermaterials, des Bildempàngsma- terials, der Entwicklersubstanz, des Alkalis, der über tragbaren ein Bild bildenden Substanzen und/oder der Substanzen, welche übertragbare, ein Bild bildende Substanzen erzeugen, und sogar Wasser in Schichten oder in Schichtform angeordnet, welche die Bildauf nahmeschichten und die zweiten Schichten enthalten, zur Herstellung eines Übertragungslbilds angeordnet.
Wenn jedoch Wasser oder insbesondere eine wässrige alkalische Flüssigkeit in einer Schicht oder eine Komponente einer dieser beiden Schichten enthalten war, so hat sich die Notwendigkeit ergeben, dass man eine Schranke bzw. Dämmschicht zum Isolieren der Flüssigkeit von den anderen Schichten und Substanzen, die darin enthalten sind, vorsehen muss sowie Mittel, um die Schranke zu entfernen und um alle Substanzen in Berührung miteinander zu bringen, wenn die Entwicklung durchgeführt wird. Bisher war für Filme dieses allgemeinen Typs eine sehr umständliche und kostspielige mechanische Vorrichtung notwendig, so dass eine entsprechend umständliche und kostspielige Arbeitsweise angewandt wer den musste, um deren Belichtung und Entwicklung zu ,bewerksbellilgen.
Das mehrschichtige Bildempfangselement gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten desselben eine fortschreitend zunehmende Durchlässigkeit für wässriges Alkali von einer undurchlässigen IGrundschicht zu einer durohTässigen äusseren Schicht mit einer oder mehreren teilweise durchlässigen Zwischenschichten dazwischen aufweisen, wobei die äussere Schicht und jede Zwischenschicht mit einer wässrigen Alkalilösung imprägniert sind und die Oberfläche der äusseren Schicht sich praktisch trocken anfasst.
Die Verwendung des Bildempfangselementes in einem D.iffu,sionsülbertragungsverfahre,n. ist dadurch gekennzeichnet, dass ein belichtetes lichtempfindliches Element mit der äusseren Schicht des Bildempfangsele mentes in Berührung gebracht wird, wobei die Berührung unter einem Druck bewirkt wird, der ausreicht, um die miteinander in Berührung stehenden Oberflächen des Bildempfangselementes und des belichteten lichtempfindlichen Elementes mit dem wässrigen Alkali zu befeuchten,
aber nicht ausreicht, um einen überwiegenden Teil der Alkalilösung aaus dem IBlldempfangselle- ment zu pressen, wodurch eine bildweise Verteilung von diffundierbaren bilderzeugenden Komponenten vom belichteten lichtempfindlichen Element auf das Btildemp- fangselement übertragen wird, um darin ein Bild zu erzeugen.
In der Zeichnung ist:
Fig. 1 ein Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Bildempfangselementes;
Fig. 2 ein Querschnitt einer Kamera entlang einer Mittellinie zwischen deren oberen und unteren Seiten; sie zeigt eine Filmanordnung innerhalb der Kamera.
Die vorliegende Erfindung ist besonders zur Herstellung von mehrfarbigen photographischen t)íbertragungs- bildern nach den Verfahren der USA-Patentschrift 2 983 606 geeignet; man verwendet einheitliche mehrschichtige Negative, in denen Farbstoffentwiclklersub- stanzen eingearbeitet sind, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 151 176 beschrieben sind.
Bei dem Verfahren wird das mehrschichtige Negativ (in Blattform) belichtet, worauf auf dasselbe eine zweite Schicht gelegt wird, in der eine Aufnahmesohicht für bildbildende Farbstoffe ;enthalten ist, welche durch Diffusion von dem schichtförmigen Negativ übertragen worden sind; eine flüssige Substanz wird zwischen die beiden Schichten zum Eindringen in die'Schichten des Negativs verteilt, welche die lichtempfindlichen Materialien und die Farbstoffentwickler und die Bildempfangsschicht enthält.
Die flüssige Substanz ist alkalisch und dient dazu, um die anderen Reagentien, insbesondere die Entwickler für die Entwicklung des belichteten Silberhalogenids, reaktionsfähig zu maohen, wodurch die bildbildenden Farbstoffe an den Flächen unbeweglich gemacht werden, an denen die Bildentwicklung stattfindet und die bildbildenden Farbstoffe an den unbelichte- ten Flächen zur Übertragung durch Diffusion auf die Bild-(Farbstoff)-Empfangssohicht veranlasst werden.
Das Verfahren, das bei dieser Erfindung durchgeführt wird, und die neuen, hierfür geeigneten Produkte unter scheiden sich von bekannten Verfahren und Produkten grundsätzlich in der Art und Weise, wie die Flüssig- keit zum Eindringen in die Negativschichten zugeführt wird. Bisher wurde diese bewerkstelligt, indem man eine gewisse Menge der Flüssigkeit einschliesslich eines Ver dickungsmittels in einer Schicht zwischen den beiden Schichten vorsah und die verdickte (viskose) Flüssigkeit in einer dünnen Schicht über jede belichtete Fläche verteilte, indem man die Schichten aufeinander liegend zwischen ein einen Druck aufbringen des Walzenpaar hindurchführte.
Es war bisher üblich, die Flüssigkeit für die Entwicklung aufeinander folgenden Flächen in zweierlei Weisen vorzusehen. Ein Weg war die Aufeinander- folge von aufreissbaren Behältern, die auf einer der Schichten befestigt sind und zusammen mit den Schichten zwischen Druck aufbringenden Glieder hindurch bewegt wurden. Oder man hat gesonderte Blehälter vorgesehen, die zu den Schichten bewegt wurden, um ihren flüssigen Inhalt zwischen die Schichten mit anschliessender Verteilung abzugeben.
Nach der vorliegenden Erfindung wird die zur Entwicklung benötigte wässrige alkalische Flüssigkeit von der Bildempfangsschicht selbst getragen. Dies ermöglicht eine sehr einfache Flimanordnung, die im wesentlichen zwei Schichten und einen Behälter für die Bildempfangsschicht und Flüssigkeit enthält. Demgegen- über sind bei bekannten Film anordnungen, bei denen solche Massnahmen wie Masken, Behälter, Flüssigkeits einfangvorrichtungen, Schaltgl.ieder und dergleichen enthalten sind, eine sorgfältige und genaue Fabrikation sowie Vorkehrungen erforderlich, welche einen sicheren Betrieb und eine geeignete Registrierung und Anordnung der verschiedenen Komponenten während der Entwicklung gewährleisten.
Die Entwicklerkomponenten der Kamera für die praktische Durchführung der Erfindung sind ebenfalls einfach, da sie nicht benötigt werden, um eine viskose Entwicklerflüssigkeit in einer genauen Menge abzugeben und/oder zu verteilen und überschüssige Entwicklerfiüssigkeit einzufangen, sondern es ist lediglich notwendig, zwei Schichten mit ihrer wirksamen Seite in Berührung aufeinander zu pressen, da die Flüssigkeit bereits in der erforderlichen Menge in der Bildempfangsschicht auf einer dieser Schichten verteilt ist.
In dem Schweizer Patent Nr. 502 612 ist eine Vorrichtung beschrieben, die in Verbindung mit den neuen Bildempfangselementen gemäss der Erfindung und zur Durchführung von Diffusionsübertragungsver- fahren, bei denen diese neuen Bildempfangsschichten verwendet werden, geeignet ist.
Die alkalische Flüssigkeit, von der im folgenden Beispiele angegeben sind, wird von der BildempPangs- schicht z.B. als stark alkalische Flüssigkeit getragen, wobei diese stark alkalische Reaktion durch den Einschluss eines Alkalihydroxyds, wie Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd, in die Flüssigkeit erreicht wird, vorzugsweise in solcher Menge, dass sich ein pH von wenigstens 12 ergibt. Um die Flüssigkeit in diesem stark alkalischen Zustand für längere Anwendungsperioden zu erhalten, müssen geeignete Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, um eine pH-Verminderung zu vermeiden, die äus einer Absorbtion von Kohlendioxyd in die Entwicklerlösung herrühren könnte.
Eine Möglichkeit zum Ausschluss von Kohlendioxyd, das sich in der Atmosphäre vorfindet, aus der Flüssigkeit, ist die, dass Sman innerhalb der Kamera einen Behälter und/oder einen Behälterverschluss zum Schutz der Flüssigkeit enthaltenden Bildempfangsschicht vor der Atmosphäre vorsieht, wobei nachfolgende Flächen der Bildempfangsschicht, die aus dem Behälter (gasundurchlässig) in der Kamera entfernt werden, mit nachfolgenden belichteten Flächen der Bildaufnahmeschicht zusammengepresst werden, wie dies in den gleichzeitig eingereichten Patentanmeldungen beschrieben ist.
Der Behälter und der Behälterverschluss können Komponenten der Kamera oder zusammenarbeitende Komponenten sowohl der Kamera als der darin verwendeten Filmeinheit verwenden, wobei man als hauptsächliches Ziel die einfachste und am wenigsten kostspielige Filmanordnung erhält, die in der am wenigsten komplizierten und der billigsten Kamera entwickelt werden kann.
Ein typisches mehrschichtiges Negativ zur Erzeugung von Meihrfarbübertragungsbildern enthält blauempfindliche, grünempfindliche und rotempfindliche Sil berjodbromidEmulsionsschichten, hinter denen in entsprechender Weise ein Farbstoffentwickler für Gelb ein Purpurfarbstoffentwickler und ein Blaugrün-Farbstoff entwickler angeordnet ist. Zwischen der Gelb-Farbstoffentwicklerschicht und der grünempfindlichen Emulsion befinden sich Gelatiniezwischenschichten und zwischen der Purpur-Farbstoffentwicklerschicht und der rotempfindlichen Emulsion ebenfalls.
Ferner ist ein Träger für die Em ulsionsschichten, Farbstoffentwicklerschichten und inneren Gelatineschichten vorgesehen. Mehrschichtige Negative dieses Typs sind erläutert durch Figur 9 der USA-Patentschrift 2 983 606. Mehrfarbennegative des Typs, wie er beim Polaroid-Pola-Color-Fllm vom Typ 48 verwendet wird, sind besonders geeignet.
Das Bildempfangsmaterial oder die Bildempfangsschicht enthält zweckmässig einen Träger, vorzugsweise aus einem Material, welches chemisch inert oder unlöslich ist und nicht von der wässrigen alkalischen Flüssig- keit durchdrungen werden kann; es enthält ferner eine Bildempfangsschicht aus einem Material, welches die oben erwähnten Farüstoftentwickier aufnehmen kann, ist fest an dem Träger befestigt und so aufgebaut, dass es infolge seiner Zusammensetzung und Dicke eine solche Menge Flüssigkeit zurückhalten kann, die ausreicht, um das Negativ zu entwickeln.
Es hat sich gezeigt, dass, wenn die Bildempfangsschicht wasserdurchlässig und alkalidurchlässig ist, eine unerwartet gute Lagerbeständigkeit erhalten wird, obwohl eine entsprechende Menge einer Entwicklerzubereitung mit hohem pH-Wert anwe- send sein kann. Dieser Vorteil wird erreicht, wenn man zwischen dem Träger und der Bildempfangsschicht wenigstens eine Schicht anordnet, die teilweise für Wasser und Alkali durchlässig ist. Bei den bevorzugten Ausführungsformen sind mehrere solcher ZwischenW schichten vorgesehen, wobei die Durchlässigkeit (gegen die Entwicklerflüssiigkeit) und der Grad des Aufquellens progressiv vom Träger nach aussen zunimmt. Solche Bildempfangsschichten zeigen gute Nassadhäsion in Ge- genwart von A'lkalihydroxydlösungen mit hohem pH.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Bild- empfangsschicht zeigt die gegenüber einer wässrigen alkalischen Flussigkeit permeable Schicht eine graduelle Permeabilität, die von einem undurchlässigen Material auf einen Träger, wie Papier, bis zu einem stark durchlässigen Material reicht, welches von der wässrigen alkalischen Flüssigkeit zum Quellen gebracht worden ist und eine Kombination von Schichten verschiedener Zusammensetzung und Permeabilität enthält, die aneinander und an den Träger gebunden sind, wobei der Quellungsgrad progressiv vom Träger nach aussen hin zunimmt.
Die Bildempfangsmaterialien gemäss der Erfindung können so beschrieben werden, dass sie an der äusseren oder Bildempfangsschicht hydrophil sind, wobei die Zwischenschichten in ihrem hydrophilen Charakter allmählich abnehmen und sich die Unterlage schicht als Hydrophob erweist.
Die wasser- und alkallundurchlässige Basisschicht kann auf einem Träger wie Papier oder einem Kunststoff als Überzug aufgebracht sein, oder sie kann den Träger selbst darstellen. In jedem Fall kann die Oberfläche oder ein dünner Oberflächenabschnitt dieser Unterlage chemisch in eine Form überführt worden sein, welche die gewünschten physikalischen Eigenschaften zeigt, z. B. gute Nassadhäsion an die anschliessend darauf aufgebrachten Schichten. Wenn beispielsweise die Unterlageschicht Celluloseacetat ist, so kann deren Oberfläche hydrolysiert bzw. zu Cellulose regeneriert sein. Die Methoden und Verfahren!, um solche oberfläche Umwandlungen zu erzielen, z.
B. alkalische Hydrolxyse, sind bekannt und brauchen daher nicht näher beschrieben werden.
Die verschiedenen Schichten des Bildlaufnlahmemate- rials bestehen aus Materialien, vorzugsweise polymerer Natur, welche gegenüber wässrigen alkalischen Entwicklerlösungen chemisch stabil sind. Somit ist die Anwendung von Geiatine nicht vorgesehen, da Gelatine in Alkali im Laufe der Zeit einer Hydrolyse unterworfen ist und Produkte ergibt, welche für die Zwecke der Erfindung ungeeignet sind. Andererseits kann partiell hydrolysiertes Polyvinylacetat an bestimmten Stellen verwendet werden, da das vollhydrolysierte Produkt, d. h. Polyvinylalkohol, die erforderliche Alkalistabilität besitzt.
Die graduelle Permeabilität beim hydrophilen Charakter kann erhalten werden, wenn man eine hydrophobe Polyvinyl-butyral-Unterlage verwendet, d. h. dass sie einen so grossen Butyralgehalt besitzt, dass sie nicht quellen kann und Zwischenschichten aus partiellen Polyvinylibutyralen enthält, in denen das Verhältnis von Butyral zu den Hydroxylgruppen von der hydrophoben Unterlageschicht nach aussen zunimmt.
Beispiele für Materialien, die sich als wasserundurchlässige und alkaliundurchlässige Unterlageschichten eignen, sind PolyvinylOutyral, Polyäthylen, Athyl- cellulose, Papiere , die aus Polyäthylenfasern hergestellt worden sind und papierähnliche Schichten, die aus Polyäthylen bestehen, welches in Cellulose oder anderen Fasern eingekapselt ist. Andere brauchbare Materialien empfehlen sich dem Fachmann von selbst.
Eine besonders brauchbare Bildempfangsschicht enthält eine Mischung von Polyvinylalkohol und Poly4vinylpyridin. Bei solch einer Bildempfangsschicht, die besonders als Zwischenschichten mit einem Gehalt von Mischungen von Poly-4-vinylpyridin und Polyvinylatko- hol brauchbar sind, nehmen die Anteile von Polyvinylalkohol progressiv von aussen zum Träger hin zu, wie dies im einzelnen in den folgenden Beispielen erläutert ist.
Eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des neuen Bildempfangsmaterials ist in Figur 1 gezeigt. Dort trägt eine alkaliundurchlässige und wasserundurchlässige Unterlage 1 mehrere Zwischenschichten 3a, 3'b, 3c und 3d, welche progressiv von der Unterlage 1, auf der sie als wasserdurohlässige und alkalidurchlässige Bild- empfangsschicht 5 aufgebracht sind, nach aussen zunehmende Alkalidurchlässigkeit zeigen. Die wässrige alkalische Entwicklerlösung ist in alle alkalidurchlässigen Schichten eingedrungen. Die Verteilung der Entwicklerlösung in diesen Schichten folgt der Alkalidurchlässigkeit, wobei die maximale Menge der Lösung pro Flächeneinheit in der Bildempfangsschicht 5 anwesend ist.
Diese Verteilungsmethode für die Entwicklerzubereitung verhilft auch zur Zufuhr der Entw,icklerlösenlg in entsprechenden Mengen, um das belichtete Negativ zu entwickeln, ohne dass sich überschüssige Lösung auf der Oberfläche der Bildempfangsschicht sammelt.
Es ist eine Eigentümlichkeit der mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterialien gemäss der Er findung, dass die Oberfläche der Bildempfangsschicht im wesentlichen trocken ist, d. h. dass keine Feuchtigkeit oder freie Flüssigkeit auf der Oberfläche sichtbar ist und die Oberfläche im wesentlichen berührungstrocken ist.
Eine Kamera, welche sich für die Verwendung der neuen Bildaufnahmematerialien gemäss der Erfindung eignet (und die in dem Schweizer Patent Nr. 502 612 beschrieben ist), ist in Figur 2 gezeigt. Eine solche, mit 10 bezeichnete Kamera enthält ein Gehäuse einschliesslich drei im Verhältnis zueinander bewegbarer Abschnitte, die einen vorderen Abschnitt 12, einen rückwärtigen Abschnitt 14 und einen Endabschnitt 16 enthalten. Der vordere Abschnitt des Kameragehäuses enthält eine vordere Wand 18 mit einer im allgemeinen rechteckigen Öffnung darin, einschliesslich einem ausgesparten Ausschnitt, der durch eine obere Seitenwand (.nicht gezeigt) bestimmt ist, eine untere Seitenwand 22, Endwände 24 und 26 und eine Rückwand 28, die mit einer rechteckigen Belichtungsöffnung 30 versehen ist.
Bei der Kamera handelt es sich um eine Klappkamera einschliesslich einer üblichen Linsen- und Verschlussanordnung 32, die mit der Rückwand 28 durch einen Balgen 34 verbunden ist, der zusammenlegbar ist (wobei der übliche Ausziehmechanismus nicht gezeigt ist), um zu ermöglichen, dass der Balgen sowie die Linsen- und Verschlussanordnung innerhalb der Aussparung im rückwärtigen Gehäuseabschnitt aufgenommen werden kann.
Der rückwärtige Gehäuseabschnitt enthält eine Rückwand 36 mit einem gebogenen Endabschnitt 38 (an der linken Seite in der Zeichnung), an dem der rückwärtige Gehäuseabschnitt über ein Gelenk mit dem vorderen Gehäuseabschnitt über ein Scharnier 40 verbunden ist. Der vordere und rückwärtige Gehäuseabschnitt, insbesondere die Vorderwand 18, die obere Seitenwand und die untere Seitenwand 22, die Wand 24 und der Endabschnitt 38 der Rückwand 36 ergeben zusammen einen Vorratsbehälter 42 zur Aufnahme und zur Umsehliessung einer Rolle einer lichtempfindlichen Bildaufnahmeschicht 44 des beschriebenen Typs.
Der rückwärtige Gehäuseabschnitt umfasst auch einen Abschnitt 46 am Ende der Rückwand 36 gegenüber dem Endabschnitt 38, der nach rückwärts aus der Rückwand
36 herausragt; er umfasst eine Wand 48 mit einem Lförmigen Querschnitt und oberen und unteren Seitenwänden 50, welche oberhalb und unterhalb der oberen und unteren Seitenwände angeordnet sind. Der rückwärtige Gehäuseabschnitt ist schwenkbar zwischen der geschlossenen Stellung und der Arbeitsstellung.
Der vordere und rückwärtige Gehäuseabschnitt arbeiten zusammen, um den geschlossenen Vorrats'behälter 42 zu bilden und um in Offenstellung den Zutritt zum Behälter 42 zum Einlegen einer Spule einer BilEdempfangsschicht
44 und das Zuführen der Schicht oder einer mit ihr befe stigten Führungslasche durch die Kamera zwischen den
Rückwänden 28, 36 über die Belichtungsöffnung 30 zu ermöglichen. Die rückwärtige Fläche der Rückwand 28 und die vordere Fläche der Rückwand 36 befinden sich im allgemeinen in der Bildebene der Linsenanordnung 32 und arbeiten zusammen, um nachfolgende Abschnitte der Bildempfangsschicht in die Belichtungslage zu bringen, mit dem Licht, welches von den Linsen durch die Öffnung 30 durchgelassen wird.
Der vordere Gehäuseabschnitt 12 umfasst eine
Endwand 60, die sich in einem Abstand von der
Endwand 26 befindet und mit dieser zusammen sowie mit der vorderen Wand 18 und einer oberen Wand (nicht gezeigt) und einer unteren Wand 22 einen weiteren Behälter 62 für die Komponenten der amera ergibt. Die Endwand 60 bildet auch eine Wand für einen verschlossenen Behälter (der im folgenden näher be schrieben ist). Die Endwände 26 und 60 erstrecken sich rückwärts und sind mit der Rückwand 36 am Ende des vorderen Gehäuseabschnitts 12 im weitesten Abstand von der Kammer 42 verbunden. Die inneren, oberen und unteren Wände (nicht gezeigt) des Endabschnitts
16, die Vorderwand 64 und die Endwand 66 sowie die
Rückwand 68 ergeben zusammen eine offene Kammer
82 für einen Vorrat der mit 84 bezeichneten Bildempfangsschicht.
Der Endabschnitt 16 ist mit dem vorderen Gehäuseabschnitt 12 über ein Gelenk 86 verbunden, das so ausgebildet ist, dass eine begrenzte lineare Bewegung des Endabschnitts im Verhältnis zum vorderen Abschnitt ermöglicht ist, wie auch eine
Schwenkbewegung der beiden Abschnitte zueinander.
Das Scharnier 86 ist an den vorderen Wänden 18 und
64 des vorderen und Endgehäuseabschnitts befestigt und ermöglicht, dass der Endabschnitt zum vorderen Abschnitt zwischen der Arbeitsstellung und der geschiosse- nen Stellung geschwenkt werden kann, so dass es sich in der offenen Stellung oder in der nicht arbeitsfähigen Stellung befindet. In der geschlossenen Stellung des Endabschnitts des Gehäuses ergibt die Endwand 60 des vorderen Abschnitts mit dem Endabschnitt einen Verschluss für die Aufnahmekammer 82, während in der offenen Stellung des Endabschnitts die Kammer 82 zum Füllen mit einem Vorrat einer Bildempfangsschicht 84 bereit ist.
Der Endabschnitt 16 des Gehäuses umfasst einen nach rückwärts herausragenden Abschnitt 88 mit oberen und unteren Wänden, die mit einer L-förmigen Wand 92 verbunden sind, die sich von der Rückwand 68 rückwärts und dann parallel mit der Rückwand erstreckt und mit den oberen und unteren Wänden eine Kammer 94 für die Komponenten der Kamera ergibt.
Die Kamera umfasst Mittel, um die Gehäuseabschnitte in der geschlossenen Stellung oder in der Arbeitsstellung, wie sie in Figur 2 gezeigt sind, festzuhalten. Diese Mittel umfassen Ausdehnungen 96 an den oberen und unteren Abschnitten der L-förmigen Wand 92, die sich in der geschlossenen Lage des Gehäuses ausserhalb der Wand 48 des Abschnitts 46 des rückwärtigen Gehäuseabschnius 14 erstrecken. Um das Gehäuse zu schliessen, wird der rückwärtige Gehäuseabschnitt 14 von der Offenstellung in die Geschlossenstellung geschwenkt, worauf der Endabschnitt 16 von der Offenstellung in eine Geschlossenstellung geschwenkt wird, so dass die Verlängerungsstücke 96 sich ausserhalb der Wand 48 erstrecken und eine Drehsbewegung des rückwärtigen Gehäuseabschnitts aus seiner Geschlossenlage verhindern.
Es sind Klinken vorgesehen, um den Endgehäuseabschnitt 16 in seiner Verschlussstellung festzuhalten; es kann sich um zwei im allgemeinen L-förmige Klinkenarme handeln, von denen jeder an seinem inneren Ende mit einem Haken ausgestattet ist.
In der Arbeitssteilung der Gehäuseabschnitte ergeben die Wände 48 und 92 sowie die Verlängerungsarme 96 sowie die Wand 92 einen Schlitz 114, welcher mit der Kammer 94 in Verbindung steht, die durch die Ab schnitte 46 und 88 der rückwärtigen und der Endgehäu- seabschnitte gebildet wird.
Der Schlitz 114 ist so bemessen, dass eine Entfernung der aufeinanderliegenden Bildregistrierschicht und der Bildaufnahme- schicht aus der Kamera über einen Schneidstab möglich ist, der eine geschärfte, gezahnte Kante besitzt, die innerhalb des Schlitzes 114 an der Wand 48 befestigt ist, um das Abtrennen der schichtförmigen Materialien zu erleichtern, die aus dem Kameragehäuse durch den Sohlitz herausragen.
Die lichtempfindliche Bildregistrierschicht 44 befin det sich als Vorrat in aufgewickeltem Zustand in der üblichen Weise, z. B. auf einer Spule, umschlossen innerhalb der Kammer 42 und wird aus der Kammer über die Öffnung 30 zwischen den Rückwänden 28 und 36 in die Kammer 94 geführt. Die mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht 84 wird in aufgewik keltem Zustand einem Behälter zugeführt, der im we sentlichen für die Entwicklerflüssigkeit sowie für Was serdampf und Gase, insbesondere für Kohlendioxyd (und für Sauerstoff, wenn eine Silberhalogenid-En°wick- lersubstanz in der Entwicklerflüssigkeit anwesend ist) undurchlässig ist. Ein typischer Behälter für die mit
Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht ist durch
Figur 2 erläutert.
Dieser Behälter 118 besitzt eine im allgemeinen zylindrische gebogene Wand 120 und zwei kreisförmige Endwände. Die Wand 120 ist mit einem achsialen Schlitz versehen, der idurch zwei überlappende äussere und innere Lippen bestimmt ist, die mit 124 bzw. 126 bezeichnet sind. Der Kantenabschnitt der äusseren Lippe ist dicker, und die innere Lippe ist mit einer Rippe versehen, -um die beiden Lippen zu versteifen und sie in geschlossener Stellung im Eingriff mit einem Teil der Bildempfangsschicht 84 zu halten, die sich von dem Behälter durch den Durchgang zwischen den Lippen erstreckt.
Die Kante der inneren Lippe 126, welche der äusseren Lippe am nächsten ist, ist mit einer geschärften Kante versehen, welche zum Abquetschen und Entfernen jeglicher Flüssigkeit aus einer Oberfläche der BiMem,pfangsschicht 84 dient. Der Behälter 118 kann aus jedem geeigneten Material, insbesondere aus organischen Kunststoffen, wie Polyäthylen, hergestellt sein, die gegenüber Luft und Wasserdampf undurchläs- sig und gegenüber wässrigen alkalischen Flüssigkeiten beständig sind. Die Bildempfangsschicht wird in aufgewickeltem Zustand in den Behälter 118 mit einem Führungsendabschnitt der Schicht eingeführt, die sich von dem Behälter durch den Durchgang zwischen den Lippen 124 und 126 erstreckt.
Es können zusätzliche Mittel zum Versohliessen des Durchgangs gegen den Zutritt von Luft und das Entweichen von Wasser oder Wasserdampf vorgesehen sein. So können diese Abschlussmittel einen Verschluss aus einem Material wie Wachs darstellen, das in erweichtem oder geschmolzenem Zustand in den Durchgang zwischen den Lippen 124 und 126 eingeführt wird, so dass es die Schicht umgibt und den Durchgang ausfüllt und eine aufreissbare Bindung zwischen der Schicht und dem Behälter ergibt, um den Zutritt von Luft und Wasser zwischen die Lippen zu verhindern.
Die Aufnahmeschicht 24 kann aufgewickelt sein, wobei die mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht nach innen oder nach aussen weist, wie dies in Figur 2 gezeigt ist, wo die mit Flüssigkeit imprägnierte Schicht nach aussen zeigt. Da der Behälter geöffnet werden muss, um die Entfernung der Bildempfangsschicht zu ermöglichen, und dabei möglicherweise Wasserdampf entweichen und/oder Luft zutreten kann, kann es erwünscht sein, ein Reservoir für überschüssige Entwicklerflüssigkeit innerhalb des Behälters zusammen mit Mitteln zum Einfangen von Kohlendioxyd vorzusehen, so dass jegliches Kohlendioxyd, welches Zutritt zu dem Behälter erhalten könnte, nicht mit dem Hydroxyd in der Entwicklerflüssigkeit reagieren kann und damit nicht deren pH-Wert verringert.
Die Bildempfangsschicht ist vorzugsweise dicht auf sich selbst aufgewickelt, um einen Kontakt zwischen der mit Fl-üssigkeit imprägnierten Bildempfangsschicht und der Atmosphäre des Behälters zu verhindern. Um (durch Verdampfen) einen Verlust von Entwicklerflüssigkeit aus der Bildempfangsschicht zu verhindern, wird die Atmosphäre des Behälters vorzugsweise mit Wasserdampf gesättigt gehalten, um einen Vorrat an Wasser oder Entwieklerfliissigkeit bereit zu stellen.
Dieser Vorrat an überschüssiger Entwicklerflüssigkeit oder an Wasser kann die Bildempfangsschicht selbst sein, die mit der überschüssigen Flüssigkeit imprägniert sein kann, welche durch Ausquetschen während der Entfernung der Bildempfangs schicht aus dem Behälter entfernt werden könnte. Bei dieser Ausführungsform müssten Quetschvorrichtungen an beiden Lippen 124 und 126 zur Entfernung von Flüssigkeit aus beiden Oberflächen der Bildempfangsschicht angeordnet sein, so dass die Schicht bei der Entfernung aus dem Behälter im weslentlichiell berüh- rungstrocken ist, obwohl sich noch alle zur Entwicklung erforderliche Flüssigkeit innerhalb der Bildempfangsschicht befindet.
Bei einer anderen Aiisführungsfomi kann Wasser oder Entwicklerflüssigkeit in einem Reservoir neben der Bildempfangsschicht vorgesehen sein. Ein solches Reservoir kann beispielsweise ein mit einer Flüssigkeit imprägniertes absorbierendes Material sein, welches um die Aussenseite der aufgewickelten Bildempfangsschicht gewickelt sein kann, doch könnte sich dieses bei einer anderen Ausführungsform auch innerhalb der aufgewickelten Empfangsschicht befindenl.
Um den hohen pH-Wert der von der Bildempfangsschicht mitgeführten Flüssigkeit aufrecht zu halten, kann es notwendig sein, ein Einfangmittel für Kohlendioxyd vorzusehen, welches gegebenenfalls in den Behälter gelangt. Da Hydroxyde, insbesondere diejenigen Hydroxyde, welche in der Entwicklerflüssigkeit enthalten sind, mit Kohlendioxyd rasch reagieren, könnte ein solches Einfangmittel selbst ein Hydroxyd darstellen., welches beispielsweise innerhalb des Flüssigkeitsreservoirs enthalten ist, welches die mit Wasserdampf gesättigte Atmosphäre innerhalb des Behälters aufrecht erhält.
Erdalkalihydroxyde sind für diesen Zweck als Einfang- mittel besonders zweckmässig; hierzu gehören Hydroxyde, welche mit Kohlendioxyd unter Bildung von Cafbo- .alten reagieren, die schlechter löslich sind als die von den Alkalihydroxyden in der Entwicklerflüssigkeit gebildeten Carbonate. Wenn beispielsweise Kaliumhydroxyd in der Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, kann Calciumhydroxyd zur Umsetzung mit Kohlendioxyd verwendet werden, um die Reaktion des Kaliumhydroxyds mit Kohlendioxyd innerhalb des Behälters zu vermeiden.
Blariumhydroxyd ist auch als Einfanginittel geeignet, wenn Kaliumhydroxyd in der Entwicklerflüssigkeit verwendet wird. Natriumhydroxyd kann in der Entwickler- flüssigkeit anstelle von Kaliumhydroxyd enthalten sein, um einen hohen pH zu ergeben; in diesem Fall können Kaliumhydroxyd, Bariumhydroxyd und/oder Calciumhydroxyd in dem Behälter als Einfangmittei für Kohlendioxyd enthalten sein.
Der Behälter 118, in dem sich die mit Flüssigkeit imprägnierte Schicht 24 als Vorrat befindet, ist nicht verschlossen, wenn die Entfernung der Bildempfangsschicht daraus beginnt und bleibt in der gezeigten Form danach unverschlossen. Infolgedessen, enthält die Kamera, in der der Behälter verwendet wird: Mittel zum Verschliessen des Behälters gegen das Entweichen von Wasserdampf und den Zutritt von Kohlendioxyd oder einen Behälter zum Festhalten des Behälters 118, der gegen das Entweichen von Wasserdampf und den Zutritt von'Kohlendioxyd zwischen den Schritten, bei denen die Bildempfangsschicht aus dem Behälter 118 und/oder aus dem Behälter innerhalb der Kamera entfernt wird, verschlossen werden kann.
Die in Figur 2 gezeigte Kamera enthält einen Behälter, der im wesentli- chen gegen Wasserdampf und Kohlendioxyd undurchlässig ist und der gegen den Zutritt oder das Entweichen von Wasserdampf bzw. Kohlendioxyd verschlossen und geöffnet werden kann, um die Entfernung der Bildempfangsschicht zu ermöglichen. Dieser Behälter enthält eine Lagerungskammer 82, welche durch die Endwand 60, eine innere obere Wand (nicht gezeigt), eine innere untere Wand (nicht gezeigt) und die Endwand 66 bestimmt ist.
Es sind Mittel zum Abschliessen der Kammer 82 vorgesehen; sie enthalten vorzugsweise zwei Verschlussmittel, die aus einem elastomeren Material gebildet sind, welches gegenüber Hydroxyd verträglich ist oder von ihm nicht angegriffen wird, im wesentlichen gegenüber Wasserdampf und Kohlendioxyd undurchlässig ist und so kräftig ist, dass es einen permanenten Druck ausüben kann.
Um eine belichtete Fläche der Bildempfangsschicht 44 unter Erzeugung eines tZbertra"anlgsbilds in einer entsprechenden Fläche der Bildempfangsschichten zu entwickeln, werden die beiden Schichten aufeinander gepresst. Diese Entwicklung wird durch zwei Druckwalzen 164 und 166 bewerkstelligt. Jede Walze 164 und
166 ist ein Metallschaft, der von einem elastomeren Material bedeckt ist, so dass die Walzen schwach zusammenpressbar sind und die Nachgiebigkeit des elastomeren Materials tatsächlich verwendet werden kann, um den nötigen Druck auf die beiden Schichten auszuüben.
Die Walze 164 ist schwenkbar an dem rückwärtigen Gehäuseabschnitt 14 zwischen den oberen und unteren Seitenwänden 50 befestigt, so dass sie in Zusammenarbeit mit der Walze 166 gebracht werden kann, die ebenfalls innerhalb der Kammer 94 der inneren oberen und inneren unteren Wände befestigt ist.
Bei der Betätigung der Kamera erstreckt sich die Bildempfangsschicht 84 aus der Kammer 82 auf der Bildregistrierschicht 44 liegend zwischen die Walzen 164 und 166. Die Walzen werden im Eingriff mit den aufeinander liegenden Flächen in Drehung versetzt, um auf eine belichtete Fläche der lichtempfindlichen Schicht eine Fläche der Bildempfangsschicht zu legen und gleichzeitig das so gebildete sandwichartige Gebilde aus der Kamera durch den Schlitz 114 herauszubewegen und weiter die nachfolgende Fläche der Bildregistner- schicht zur Belichtung im Eingriff mit wider Öffnung 30 zu halten.
Geeignete Antriebsmittel (nicht gezeigt) können als Walzen ausgebildet sein, die vorzugsweise mit reinem solchen Antriebsverhältnis bewegt werden, dass bei einer vollständigen Umdrehung einer Kurbel sich die Walze 164 so genügend dreht, dass eine belichtete Fläche der Bildregistrierschicht auf die Bildempfangsschicht zu lie- gen kommt und aus der Kamera herausgeführt wird. Es ist zu bemerken, dass die Walze 164 so dicht wie möglich an der Endkante der Beiichtungsöffnung 30 und an die Öffnung in der Kammer 82 befestigt wird, dass der Abschnitt des schichtförmigen Materials, der als Abfall zwischen aufeinanderfolgenden belichteten Flächen der lichtempfindlichen Schicht angepsrochen werden muss, und die Länge der Bildregistrierschicht, die darauf liegt, verringert wird.
Die in Figur 2 gezeigte Kamera ist im einzelnen in dem oben erwähnten Schweizer Pantent Nr. 502 692 beschrieben.
Die Filmanordnung einschliesslich der schichtförmigen Materialien, die in der Kamera verwendet werden, werden mit einem Führungsendabschnitt oder einem Führungsmittel, das daran befestigt ist, zugeführt, die aus dem Behälter 118 herausragen und mit einer Führungslasche oder einem Führungsende der Bildträgerschicht verbunden sind.
Zum Ladenl der Kamera wird die Rolle der Bildregistrierschicht in die Kammer 42 eingeführt; der rückwärtige Gehäuseabschnitt wird in die geschlossene Stellung geklappt; der Behälter der Bildempfangsschicht wird in die Kammer 82 gegeben; der Gehäuseendabschnitt 16 wird dann in die Verschlussstellunig gebracht, wobei Idie Klinken arme im Gegenuhrzeigersinn angeklappt werden, um die Kamera in Verschlussstellung zu halten. Die Kameragehäuseabschnitte sind somit verschlossen, wobei sich die gekuppelten Führungsmittel zwischen den Walzen 164 und 166 durch den Schlitz 114 erstrecken. Eine Fläche der Bildregistrierschicht wird dann zur Belichtung weiter hervorgezogen, z.
B. indem man an den gekuppelten Führungslaschen zieht oder indem man geeignete Transportmittel in Bewegung setzt. Nach der Belichtung dieses Abschnitts und jeder nachfolgenden Fläche der Bildregistrierschicht werden die vereinigten Führungslaschen erneut weiter bewegt, wodurch jede belichtete Fläche der Bildregistrierschicht auf eine Fläche der Bildempfangsschicht unter Bildung einer sandwichartigen Struktur gepresst wird, worauf man das Sandwichgebilde aus der Kamera durch den Schlitz 114 heraus entfernt. Die aufeinianderliegenden Flächen der beiden Schichten, welche das Sandwich darstellen, können von den innerhalb des Kameragehäuses verbleibenden Schichten abgerissen werden, indem man' das Sandwich gegen eine (nicht gezeigt) Schneidschiene zieht.
Die Schichten bleiben während der Entwicklungsperiode in der bestimmten Dauer aufeinander liegen, worauf die Schichten voneinander getrennt werden, um ein Obertragungsbild auf der Bildempfangssohicht freizulegen.
Die Bildempfangsschicht 84 kann in aufgewickeltem Zustand auch in einen Behälter in Form eines Beutels zugegeben werden. Das schichtförmige Material, welches den Beutel umfasst, kann ein mehrfach gefaltetes Material, z. B. aus Papier und/oder Metallfolie mit einer inneren Besohichtung eines polymeren Materials sein, vorzugsweise ein Material, das thermoplastisch ist und an sich selbst und an anderen Materialien durch Aufbringen von Wärme und Druck gebunden ist. Der vollständige Behälter wird mit zwei Lippen hergestellt, die entfernbar mit der Bildempfangsschicht verbunden sind und somit eine Mündung ergeben, durch welche die Bildempfangsschicht herausgezogen werden kann. Man kann auch eine Klemme oder andere Mittel vorsehen, um die Lippen vor dem Füllen des Behälters in geschlossenem Zustand zu halten.
Ein Vorratsbehälter für überschüssiges Wasser oder überschüssige Entwick lerfiüssigkeit und Abfangsmittel für Kohlendioxyd können als Schicht aus einem absorbierenden Material anwesend sein, die mit der gewünschten Flüssigkeit imprägniert ist und um die aufgewickelte Bildempfangsschicht angeordnet ist.
Die hier beschriebene Filmanordnung ist zusammen mit der Kamera für intermittierende Bildbelichtung und Entwicklung vorgesehen, wobei die Filmanordnung selbst erheblich vereinfacht ist im Vergleich zu bereits vorhandenen Selbstentwickler-Roflfilmen, weil deren wesentliche Filmbestandteile auf eine Bildregistrierschicht, eine mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsschicht und auf einen Behälter für letztere begrenzt sind.
(Bild-) Masken, Vorrichtungen zum Sammeln und Zurückhalten von Flüssigkeiten, Weitertransporthinweise und dgl., die bisher bei derartigen Rollfilmen notwendig waren, sind überflüssig geworden. Auch die Kamera selbst ist vereinfacht worden, insbesondere im Hinblick auf den Mechanismus zum Zusammenpressen der beiden Schichten und zum Verteilen der Entwicklerflüssigkeit zwischen, den Ibeiden Schichten.
Die Kamera kann so abgewandelt werden, dass zur Entfernung der Schichten diese manuell zum Eingriff gebracht werden und man an den Schichten zieht. In dieser Form kann an der Kamera ein Transportsystem in Zusammenwirkung mit den Walzen vorgesehen sein, sowie manuell bedienbare Mittel, wenigstens zum Öff- nen des Behälters, um eine Entfernung der Bildempfangsschicht zu ermöglichen.
Die sandwichartige Form, in der die beiden Schichten aufeinander liegen, kann direkt aus der Kamera herausgeführt werden, in der die Belichtung und Entwicklung in entsprechender Weise bewerkstellig wird, wobei die Träger sowohl für die lichtempfindliche Schicht als lauch für die Bildlempfangslschicht jeweils aus einem Material hergestellt sind oder mit einer Schicht versehen sind, welche für aktinisches Licht opak ist.
Die folgenden Beispiele für die Herstellung von Bildempfangsmaterialien gemäss der Erfindung dienen nur dem Zweck der Erläuterung.
Beispiel 1
Eine mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangs- schicht wurde wie folgt hergestellt: Ein Bogen Barytpapier wurde auf beiden Seiten mit einer Lösung überzogen, die 5 g Polyvinylbutyral in 100 ml Äthanol enthielt, wodurch der Träger für wässrige alkalische Flüssigkeit undurchlässig gemacht wird. Die auf diese Weise über zogene Unterlage wurde mit einem Überzug aus folgender Lösung versehen:
Polyvinylbutyral 5 g
Poly-4-vinylpyridin 5 g Äthanol 200 ml
Dieser Überzug wurde aus einer Lösung aufgebracht, die 10 g Poly-4-vinylpyridin in 200 ml Äthanol enthielt.
Drei weitere Überzüge wurden dann mit 3:1-, 2:1- und 1:1-Mischungen der Lösungen A und B aufgebracht: Lösung A
Poly4-vinylpyridin 5 g
Essigsäure 3 g
Wasser 100 ml
Lösung B
Polyvinylalkohol 5 g
Wasser 100 ml
Jede der 3:1-, 2:1- und 1:1-Mischungen wurde mit der gleichen Menge Wasser vor dem Aufbringen verdünnt. Alle Schichten wurden in üblicher Weise mit der Umkehrwalzentechnik aufgebracht, bei der ein Auf streichmesser in einem Abstand von 0,0076 cm (0,003") von der Überzugswalze verwendet wurde; die aus 6 Schichten bestehende Bildempfangsschicht hatte nach dem Trocknen eine Gesamtdicke von etwa 0,00178 cm (0,0007").
Die so erhaltene Bildempfangsschicht wurde 5 Minuten ,in eine wässrige alkSalische Entwicklerlösung folgender Zusammensetzung eingetaucht:
KOH 7,26 g
Natriumtetraborat 2,0 g
Benzotriazol 2,3 g N fibenzyl-x-picoliniumbromid 2,3 g
Wasser 100 ml
Vor dem Aufpressen der Flüssigkeit enthaltenden Bildempfangsschicht auf eine belichtete lichtempfindliche Schicht des Typs, wie sie im Polaroid Pola-Color Film 48 verwendet wird, um die Entwicklung der letzteren und die Bildung eines Farbstoffuber- tragungsbilds auf der Bildempfangsschicht zu bewirken, wurden beide Oberflächen der Bildempfangsschicht ausgequetscht,
um überschüssige Flüssigkeit aus der Bild empfangsschioht zu entfernen und die Oberfläche des Trägers berührungstrocken zu machen. Die zur Behandlung der lichtempfindlichen Schicht erforderliche Entwicklerflüssigkeit ist vollständig innerhalb .der gequolleneu Bildempfangsschicht enthalten, so dass diese Schicht ebenfalls im wesentlichen trocken gegen Berührung erscheinen kann. Keinesfalls bleibt freie Flüssigkeit auf der Oberfläche der Bildempfangsschicht nach dem Ausquetschen zurück. Die belichtete lichtempfindliche Schicht und das imprägnierte Biidempfangsmaterial wurden zwischen zwei weiche Gummiwalzen hindurchgeführt. Der Druck auf die Gummiwalzen war so eingestellt, dass kein tatsächliches Ausquetschen, sondern nur eine gute Oberflächenberührung erfolgte.
Es wurde gerade genug Flüssigkeit ausgequetscht, um eine gute Nassberührung zwischen den aufeinander liegenden Schichten zu gewährleisten. Der Druck war geringer als er erforderlich wäre, um einen grösseren Anteil der Flüssigkeit auszupressen. Nach einer Einwirkungsperio de von ungefär 1 Minute wurde das Bildempfangsmaterial abgetrennt; es enthielt ein positives MehrfarbenübertragungsSbild. Die Oberfläche des abgetrennten Bildempfangsmaterials war ganz schwach nass (offensichtlich, weil das lichtempfindliche Material nicht alle Flüssigkeit absorbierte, welche anfangs im Bild empfangsmaterial anwesend war), trocknete jedoch vollständig innerhalb von 1 oder 2 Minuten.
Beispiel 2
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass anstelle des mit Polyvinylbutyral überzogenen Barytpapiers eine gegossene Filmschicht von Polyvinylbutyral verwendet wurde.
Beispiel 3
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass der rückseitige Überzug aus Polyvinylbutyral durch Äthylcellulose ersetzt wurde.
Beispiel 4
Das Verfahren des Beispiels 2 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass die Polyvinylbutyralschicht pigmentiert wurde, so dass sich eine opake Unterlage ergab.
Beispiel 5
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass das mit Polyvinylbutyral überzogene Barytpapier durch eine papierähnliche Schicht aus Polyäthylenfasern ersetzt wurde.
Beispiel 6
Anstelle der Entwicklerzubereitung des Beispiels 1 wurde folgender Entwickler verwendet:
NaOH 4,0 g
Natriumtetraborat 2,0 g
Benzotriazol 2,3 g N-Benzyl-N-picoli,nium-bromid 2,3 g
Wasser 100 ml
Beispiel 7
Anstelle der Entwicklerzubereitung des Beispiels 1 wurde folgender Entwickler verwendet:
KOH 7,26 g
Natriumtetraborat 2,0 g
Benzotriazol 2,3 g N-Benzyl--picoliniumrbromid 2,3 g Natriumthiosulfat 0,5 g
Wasser 100 ml
Beispiel 8
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Abweichung, dass das mit Polyvinylbutyral überzogene Barytpapier ersetzt wurde durch eine mit einem Sarankunststoff überzogenen Unterlage aus Mylar (Handelsbezeichnung der Firma E.I.
Du Pont de Nemours a Co. für einen Polyäthylen-Terephthalat-Film- träger), die (über den Saran-Kunststoff-Zwischenüberzug) überzogen war mit einer Schicht von Polyvinylbutyral, welches dispergiertes Titandioxyd ;enthielt. Es wurde eine ausgezeichnete Nassadhäsion erreicht.
In den obigen Beispielen wurde das Bildempfangsmaterial in die flüssige EntwicklerlösurDg etwa 5 Min.u- ten eingetaucht. Es zeigte sich, dass längere Einwirkungs- perioden nicht zu einer nennenswert grösseren Flüssigkeitsabsorption führten. Die Eintauchzeit kann je nach der besonderen Zusammensetzung des Bildempfangsma- terials variiert werden. Die zur Absorption der gewünschten Flüssigkeitsmenge erforderlichle Mindlestzeit kann also leicht durch einen Fachmann bestimmt werdea.
Es hat sich gezeigt, dass das Eintauchen des Bildempfangsmaterials in die Entwicklerlösung für eine Zeitspanne von etwa 2 1/2 Stunden ein guter Test für die Bestimmung der angemessenen Nassadhäsion der verschiedenen Schichten ist. Bildempfangsmaterialien, welche eine angemessene Adhäsion unter diesensBedingun- gen zeigen, behalten im allgemeinen eine angemessene Nassadhäsion über längere Zeiträume bei.
Wenn die Unterlage für das Bildempfangsmaterial eine Schicht oder einen Kern aufweist, der für die Entwicklerlösung durchlässig ist, muss man sorgfältig arbeiten, um eine Flüssigkeitabsorption an den Kanten dieser Schicht zu vermeiden oder wenigstens zu verringern, da eine solche Flüssigkeitsabsorption gegebenenfalls zu Bläschen oder in anderer Weise zur Schwächung der Adhäsion zwischen den verschiedenen Schichten beitragen kann. Aus diesem Grund zieht man vor, dass die Papierunterlagen mit einem Kunststoff imprägniert sind, der eine solche Absorption von Flüssigkeit an den Kanten verringert oder verhindert.
Sorgfalt ist auch bei der Auswahl der Lösungsmittel nötig, um eine unerwünschte Zurückhaltung des Lösungsmittels durch die überzogene Bildempfangsschicht zu verringern. So wird beispielsweise Äthanol von Polyvinylbutyral zurückgehalten und wirkt für letzteres als Weichmacher. Das Athanol wird vom Polyvinylbutyral nicht leicht abgegeben, selbst beim Erwärmen. Eine solche Zurückhaltun,g des Überzugslösungsmittels kann im Laufe der Zeit zu Änderungen der Eigenschaften des mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterials führen.
Das mit Flüssigkeit imprägnierte Bildempfangsmaterial wird vorzugsweise nicht über scharfe Kanten gezogen, weil sich sonst die Schichten voneinander lösen könnten.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterialien gemäss der Erfindung keine Schicht zur Steuerung des pH-Werts von dem Typ enthalten können, wie er in dem belgischen Patent 639 452 beschrieben ist. Diese mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterialien sind jedoch besonders brauchbar bei lichtempfindlichen Materialien, welche eine polymere Säureschicht neben dem Träger aufweisen, wie dies in dem französischen Patent 1 395 192 beschrieben, ist. Das folgende Beispiel erläu tert die Herstellung eines solchen lichtempfindllchen Materials, das jedoch nur zum Zwecke der Erläuterung dient.
Beispiel 9
300 g eines hochviskosen Mischpolymerisats von Polyäthylen mit Maleinsäureanhydrid (im Handel erhältlich von Monsanto Chemical Co., St. Louis, Missouri, unter der Bezeichnung DX-840-31 Resin) wurden in 1500 ml Aceton gelöst. 150 g nJButylalkohol und 1 ml 85 0/obige Phosphorsäure wurden zugegeben, worauf die Mischung 14 Stunden zum Rückfluss erhitzt wurde. Die entstandene Lösung eines Polymers, welches wiederkehrendl Abschnitte der allgemeinen Formel
EMI8.1
enthielt, liess man abkühlen; sie wurde dann als Überzug auf ein mit Cellulosenitrat überzogenes Barytpapier aufgebracht, wobei eine polymere Säureschicht mit einer Dicke von 50,8 (0,8 mil) erhalten wurde.
Eine dünne Schicht von Celluloseacetat wurde dann unter Verwendung einer Lösung, welche 3 O/o Celluloseacetat in einer Mischung von Methanol und Äthylacetat enthielt, als Zwischenschicht aufgebracht. Dann wurden Schichten aus Blaugrün-, Purpur- und Gelb-Farbstoffentwicklern, Gelatinezwischenschichten sowie rotempfindliche, lgrün- empfindliche und blauempfindliche Silberhalogenidemulsionen aufgebracht, so dass sich ein lichtempfindli- ches Material des Typs ergab, wie es in den vorhergehenden Beispielen verwendet wurde.
Die Verwendung eines lichtempfindlichen Materials des Typs, wie er in dem französischen Patent 1 395 192 und im Beispiel 9 beschrieben ist, führt dazu, dass der pH in der Oberfläche des abgetrennten Bildempfangsmaterials erheblich niedriger ist. Die Übertragungsbild farben sind glänzeIlder und die Oberfläche ist viel trockner wegen der zusätzlichen Flüssigkeit, die durch solche lichtempfindliche aMaterialien absorbiert wird.
Obwohl die Erfindung im Zusammenhang mit der Verwendung von Kameras erläutert worden ist, ist zu bemerken, dass die mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmaterialien auch bei kontinuierlicher Entwick- lung sehr brauchlbar sind, z. B. bei der Photofinish- Entwicklung von Farbbilderkopien.
Die Verwendung der mit Flüssigkeit imprägnierten Bildempfangsmateriallen gemäss Ider Erfindung ergibt eine Anzahl von Vorteilen. Ein wichtiger Vorteil ist die Beseitigung von überschüssiger Entwicklerzubereitung, der solche Lösungen wegen des hohen pH's möglicherweise für die Haut schädlich macht. Weiter ist zu erwähnen, dass die Art der Zufuhr von flüssiger Entwicklerlösung und ,deren Verteilung gleichmässiger ist, als wenn ein üblicher aufreissbarer Behälter verwendet wird. Die Prüfung der nach den obigen Beispielen erhaltenen Übertragungsbilder hat auch Anzeichen für bessere Farbtrennung ergeben.
Wegen der innigen Be Berührung zwischeIl den, beiden Schichten und des Fehlens einer Schicht aus einem viskosen Reagens zwischen diesen Schichten wird eine Querdiffusion von lübertra- genden Farbstoffen verringert.
Die Verwendung von Lösungen von AlkalJ.hydroxy- den mit hohem pH, welche in die Bildempfangsmateria- lien eingearbeitet sind, macht Verfahren, die bei niederen pH-Werten nicht arbeitsfähig sind oder nicht gut arbeiten, bei Verwendung von Lösungen, in denen organische Amine anwesend sind und von imprägnierten Gelatineschichten durchführbar.
Es ist ein charakteristischer Gesichtspunkt dieser Erfindung, dass die Bildempfangsschicht zwei Funktionen ausübt: (1) Sie enthält über eine Zeitspanne abgabebereit die Flüssigkeit bereit, die notwendig ist, um ein lichtempfindliches Material zulentwicklen und ,(2) sie gibt diese Flüssigkeit im Austausch für die Blildfarbstoffe frei, die durch Diffusion auf die Bildemp- fangsschicht durch diese Flüssigkeit übertragen werden.
PATENTANSPRUCH 1
Mehrschichtiges Bildempfangselement, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schichten desselben eine fort schreitend zunehmende Durchlässigkeit für wässriges Alkali von einer undurchlässigen Grundschicht zu einer durchlässigen äusseren Schicht mit einer oder mehreren teilweise durchlässigen Zwischenschichten dazwischen aufweisen', wobei die äussere Schicht und jede Zwischenschicht mit einer wässrigen Alkalilösung imprägniert sind und die Oberfläche der äusseren Schicht sich praktisch trocken anfasst.
UNTERANSPRÜCHE
1. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht und die Zwischenschicht oder -schichten aus einem Gemisch von Polyvinylalkohol und Poly-4-vinylpyridin bestehen, wobei die relative Menge Poly-4-vinylpyridin in dem Gemisch fortschreitend in jeder Schicht nach innen von der äusseren Schicht aus zunimmt.
2. Bildempfanlgselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkali ein Alkalimetallhydroxyd ist.
3. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Alkalilösung einen pH-Wert von mindestens 12 hat.
4. Bildempfangsschicht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Alkalilösung eine quaternäre Ammoniumverbindung enthält.
5. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschicht von einem Papierträger getragen wird.
6. Bildempfangselement nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht ein Farbstoffbeizimittel enthält.
PATENTANSPRUCH II
Verwendung des Bildempfangselementes nach Paten,tanspruch I im Diffusionsüóertragungsver Eahren, dadurch gekennzeichnet, dass ein belichtetes lichtempfindliches Element mit der äusseren Schicht des Bild empfangseleinentes in Berührung gebracht wird, wobei die Berührung unter einem Druck bewirkt wird, der ausreicht, um die miteinander in Berührung stehenden Oberflächen des Bildempfangselementes und des belichteten lichtempfindlichen Elementes mit dem wässrigen Alkali zu befeuchten, aber nicht ausreicht, um einen überwiegenden Teil der Alkalilösung aus dem Bildemp- fangselement zu pressen,
wodurch eine bildweise Verteilung von diffundierbaren Bilderzeugenden Komponenten vom belichteten lichtempfindlichen Element au± das Bildempfangselemenlt übertragen wird, um darin ein Bild zu erzeugen.
UNTERANSPRÜCHE
7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die diffundierbaren bilderzeugenden Komponenten Farbentwickler sind.
8. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Element aus einem Träger, einer Schicht einer polymeren Säure und einer oder mehreren lichtempfindlichen Schichten besteht, wobei die äusserste lichtempfindliche Schicht mit der äusseren Schicht des Bildempfangselementes in Berührung gebracht wird, wodurch der pH-Wert der Oberfläche der äusseren Schicht des Bildempfangsele- mentes herabgesetzt wird, ehe das lichtempfindliche Element von dem Bildempfangselement getrennt wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.