Hilfsgerät zur Verstellung der Seitenkorrekturschraube am Lochvisier des Sturmgewehr 57
Die Erfindung betrifft ein Hilfsgerät, welches dem Sturmgewehrschützen die Korrektur zur Seite mit der Seitenkorrekturschraube am Lochvisier des Sturmgewehr 57 erleichtert und ihm für diese Korrektur der Schusslage eine grössere Präzision zu gunsten eines besseren Resultas gibt.
Die Anweisung zur Bedienung des Sturmgewehr 57 sagt dem Schützen, dass für die Korrektur zur Seite die Seitenkorrekturschraube am Lochvisier mit einem Schraubenzieher oder einem Zehnrappenstück zu drehen ist. Eine Drehung nach links soll erfolgen, um den Treffpunkt nach links zu verschieben. Bei einer Rechtsdrehung wird der Treffpunkt nach rechts verschoben. Auf 300 Meter Schussdistanz verschiebt sich der Treffpunkt beim Drehen der Seitenkorrekturschraube um eine Kerbe um ca. 6 cm. Ein geübter Schütze, welcher ganz präzise Schusslage-Korrekturen vorzunehmen vermag, erreicht mit dem Sturmgewehr 57 regelmässige Volltreffer und somit hervorragende Resultate.
Zu viele Sturmgewehrschützen aber, welche alljährlich die obligatorischen Übungen absolvieren, schiessen wesentlich tiefere Treffer und liegen mit ihren Resultaten oft sogar unter dem errechneten Durchschnitt. Falsches oder ungenaues Ausführen und besonders das Unterlassen einer Schusslage-Korrektur zur Seite sind die häufigten Gründen dazu. Dies einzig darum, weil schon die wenigsten der Schiesspflichtigen ein Taschenmesser mit mit Schraubenzieherklinge auf sich tragen und sich nur wenige bemühen, die seitliche Schusslage durch Verstellen der Visiereinrichtung mit einem Zehnrappenstück zu korrigieren. Dort, wo mit diesen bekannten Hilfsmitteln Korrekturen vorgenommen werden, erweisen sie sich in der Anwendung vielfach problematisch und ungenau. Oft sind die Korrekturanweisungen den Schützen nicht mehr geläufig.
Wenn beispielsweise die Begriffe Linksdrehung/ Rechtsdrehung miteinander verwechselt werden, resultiert daraus eine üble Falschkorrektur. Auch ist es entscheidend, ob eine Korrekturdrehung im genau richtigen Verhältnis zu den gleichmässig an der Korrekturschraube angebrachten Kerben geschieht. Wer schlussendlich ohne jegliches Hilfsmittel korrigiert und eine Verbesserung der seitlichen Schusslage durch verklemmtes Zielen zu erreichen versucht, kommt bei einiger Übung wohl auf etwas bessere Treffer, doch bleiben diese aber unregelmässig.
Dem erfinderischen Hilfsgerät liegt die Aufgabe zugrunde, mit ihm am Sturmgewehr 57 eine Korrektur zur Seite äusserst schnell, fehlerfrei und mit grösster Präzision vornehmen zu können.
Im folgenden ist anhand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert.
Fig. 1 zeigt das Hilfsgerät mit der Korrekturhilfe b, welche Hinweis für die seitenrichtige Korrekturdrehung gibt. Die Klinge Ia ist leicht gerundet. Fig. 3 zeigt diese Rundung, welche dem Inneradius des Schraubenschlitzes der Korrekturschraube I angepasst ist. Diese Rundung ist angebracht, damit die Klinge Ia des Hilfsgerätes gemäss der Erfindung auf grösstmöglicher Fläche in den Schraubenschlitz eingeführt werden kann. Fig. 2 zeigt die Rückseite des Erfindungsgenstandes, welcher zweckmässigerweise aus 1,5 mm Stahlblech hergestellt wird, damit die Klinge Ia satt in den Schlitz der Seitenkorrekturschraube passt. Die auf dieser Seite angebrachte Korrekturhilfe c gibt Hinweis darauf, um wieviele Kerben oder Bruchteile einer Kerbe die Korrekturdrehung zu erfolgen hat.
Eine Korrektur zur Seite am Lochvisier des Sturmgewehr 57 wird nach folgendem Beispiel ausgeführt.
Angenommen, die Treffer liegen infolge falscher Visiereinstellung laufend rechts. Der Sturmgewehrschütze, welcher daher eine Korrektur zur Seite vornimmt, bedient sich des Hilfsgerätes gemäss der Erfindung und kann sich anhand der einen Korrekturhilfe gemäss Fig. 1 orientieren oder vergewissern, dass bei einer Linksdrehung der Korrekturschraube die Treffer dem anvisierten Zentrum näher gebracht werden. Die Korrekturhilfe zeigt ein Scheibenbild und je zur Linken und zur Rechten ein Einschlagloch. Weiter aussen ist je die Seitenkorrekturschraube und dann ein Pfeil ab gebildet, welcher die zur jeweiligen Seite gehörende Drehrichtung für eine Korrektur angibt.
Aufgrund der bekannten, rechts liegenden Treffer kann der Schütze mit Hilfe der zweiten, rückseitigen Korrekturhilfe gemäss Fig. 2: 300 m-1 Kerbe =6 cm genau errechnen oder zumindest annähernd abschätzen, um wieviele Kerben oder Bruchteile einer Kerbe die Korrekturschraube nach links gedreht werden muss. Die Klinge des Hilfsgerätes Ia wird in den Schraubenschlitz der Seitenkorrekturschraube eingeführt, worin sie satt sitzt.
Falls z. B. nur um 1 cm Treffpznkt korrigiert werden muss, was bei 300 Meter Schussdistanz ca, t/ des Abstandes zwischen zwei Kerben an der Korrekturschraube ergibt, ermöglicht nun der vom Erfindungsgegenstand erwirkte Hebel eine weiche und äusserst präzise Drehung oder Verstellung der Seitenkorrekturschraube. Die weiche Verstellung der Seitenkorrekturschraube fällt gegenüber den bisher bekannten Hilfsmitteln (Schraubenzieher, Münze) besonders ins Gewicht, wenn die Schraube sehr streng geht.
Durch die Verwendung des erfinderischen Hilfsgerätes ist jeder Sturmgewehrschütze in der Lage, eine Verstellung der Seitenkorrekturschraube am Lochvisier des Sturmgewehr 57 ohne Anstrengung, schnell und präzise auszuführen. Die bei dieser Schusslage-Korrektur zur Seite nicht verbrauchte Konzentration kommt dem folgenden Zielen und der Schussabgabe zu gut.